Keltenwelt am Glauberg

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Die Keltenwelt am Glauberg

Die Kelten – waren sie gefährliche Krieger, blutrünstige Kopfjäger oder doch friedfertige Bauern und Handwerkerinnen? Der Fund von drei reich ausgestatteten Herrschergräbern am Fuße des Glaubergs, eines weithin sichtbaren Höhenrückens und letzten Ausläufers des Vogelsbergs, eröffnet einen neuen Blick auf die zahlreichen Facetten der keltischen Kultur. Vor 2.500 Jahren w

Die Keltenwelt am Glauberg

Die Kelten – waren sie gefährliche Krieger, blutrünstige Kopfjäger oder doch friedfertige Bauern und Handwerkerinnen? Der Fund von drei reich ausgestatteten Herrschergräbern am Fuße des Glaubergs, eines weithin sichtbaren Höhenrückens und letzten Ausläufers des Vogelsbergs, eröffnet einen neuen Blick auf die zahlreichen Facetten der keltischen Kultur. Vor 2.500 Jahren w

Wie gewohnt öffnen

Gut gewappnet mit Stoff?Bei der Betrachtung der kleinen Figur auf der Kanne aus Grab 1 und der Statue fällt eine ungewöh...
08/12/2020

Gut gewappnet mit Stoff?
Bei der Betrachtung der kleinen Figur auf der Kanne aus Grab 1 und der Statue fällt eine ungewöhnliche Oberkörper“bekleidung“ auf. Sie ist in der Tat in unseren Breitengraden in der Eisenzeit eher unüblich – es handelt sich um einen aus dem griechischen und italischen Raum stammende Schutzbewaffnung, einen sog. Linothorax, also einen Oberkörperschutz aus miteinander verklebten Leinenbahnen. Versuche haben ergeben, dass die Kombination aus mehreren Stofflagen und Klebstoff ein erstaunlich stabiles und widerstandsfähiges Material für einen solchen Brustpanzer ergibt.
Wenn Ihr Euch weiter zu dem Thema informieren wollt, empfehlen wir die gut gemachte Webseite https://www.linothorax.de/

Gräber unter einer Gärtnerei in SüdhessenDreizehn Gräber wurden in Lampertheim-Hofheim (Lkr. Bergstraße) bei Bauarbeiten...
04/12/2020

Gräber unter einer Gärtnerei in Südhessen

Dreizehn Gräber wurden in Lampertheim-Hofheim (Lkr. Bergstraße) bei Bauarbeiten auf dem Gelände einer ehemaligen Gärtnerei im letzten Jahr ausgegraben. Vorgestellt werden die Befunde erstmals im Jahrbuch der hessischen Landesarchäologie hessenARCHÄOLOGIE 2019, der gerade eben bei wbgTheiss Verlag erschienen ist. Die Toten, mit Ringschmuck, Gewandschließen (Fibeln) und Gürtelhaken ausgestattet, wurden vermutlich zwischen 800 und 250 v. Chr. dort bestattet. Die archäologische Bearbeitung der Beigaben erfolgt in den nächsten Jahren in einer Kooperation zwischen der Universität des Saarlandes und der hessenArchäologie. Wir sind gespannt, was dabei herauskommt! 👍

Vielen Dank, für die vielen Kommentare zu unserer kleinen Abstimmung! 👍 Die Abstimmung ging klar an das Original. Was ab...
03/12/2020

Vielen Dank,
für die vielen Kommentare zu unserer kleinen Abstimmung! 👍 Die Abstimmung ging klar an das Original. Was aber auch eigentlich zu erwarten war. 😉
An dieser Stelle möchten wir aber gerne noch einmal dazu sagen, dass es nicht darum ging, dass der Kollege den Keltenfürsten 'spielen' sollte! Der Kollege diente nur dazu, die Kleidung und den Schmuck zu tragen. Daher sollte er sich auch weder einen Bart wachsen lassen, noch ca. 30 Kg zulegen. 😂

In einem der Kommentare ging es darum "Museen dienen der Wissensvermittlung". Die Diskussion ob es sich nun um eine 'Gewandung' oder ein 'Kostüm' handelt - so ist die Begrifflichkeit sicherlich nicht ganz so relevant, wie das, was man versucht zu vermitteln. Genau genommen handelt es sich nämlich einfach nur um eine Kleidungs-Interpretation auf Grundlage der Funde vom Glauberg. Nicht mehr und nicht weniger.
Und leider darf man bei Interpretationen auch nie außer acht lassen, dass ein archäologischer Fund eines z.B. ca. 5x5 cm großen Stoffrestes noch kein komplettes Oberteil oder eine Hose ergibt. Aber im Museum arbeiten wir vom ersten Tag an mit solchen Interpretationen.
Sowie der Film verfügbar ist, werden wir ihn euch hier gerne zeigen. 👍

Glanzvoll ins Jenseits – unser neues BuchErstmalig stellt Autorin Daniela Euler alle Fundstücke aus den drei Prunkgräber...
27/11/2020

Glanzvoll ins Jenseits – unser neues Buch

Erstmalig stellt Autorin Daniela Euler alle Fundstücke aus den drei Prunkgräbern vom Glauberg zusammen mit der berühmten Statue vor. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Schmuckstücken, Waffen und persönlichen Ausrüstungsgegenständen des „Keltenfürsten vom Glauberg“ und der beiden weiteren Krieger. Dazu wurden großartige Fotos und detailreiche Zeichnungen und Pläne ausgesucht. Auch zu Fachbegriffen und Forschungsfragen gibt es Informationen.
Format 21 x 21 cm, 120 Seiten, 104 Abbildungen, 14,80 Euro. Da unser Museumsshop derzeit geschlossen ist, bieten wir das Buch inklusive Versand zu 18,30 Euro an. Bestellungen an: [email protected]

Nachdem ihr so viele unterschiedliche Kommentare und Anmerkungen zu unserem 'Dresscode des Keltenfürsten' Posting hattet...
26/11/2020

Nachdem ihr so viele unterschiedliche Kommentare und Anmerkungen zu unserem 'Dresscode des Keltenfürsten' Posting hattet - gibt es heute das Voting.

Wer gefällt euch besser? Das Original oder unser gewandete Kollege?

In den Kommentaren könnt ihr einfach durch ein Like abstimmen. Bitte nur eine Stimme abgeben. 🥰

Der „neue“ Keltenfürst vom GlaubergDass wir immer mit vollem Einsatz für euch da sind – auch wenn das Museum derzeit ges...
24/11/2020

Der „neue“ Keltenfürst vom Glauberg

Dass wir immer mit vollem Einsatz für euch da sind – auch wenn das Museum derzeit geschlossen ist - wisst ihr ja. ;-) So hat sich unser Kollege (den wir erstaunlicherweise gar nicht mal so lange überreden mussten) bereiterklärt, sich von uns in den „Keltenfürsten vom Glauberg“ verwandeln zu lassen. Warum haben wir das gemacht? Ganz einfach: Wir drehen gerade mit der FLASH Filmproduktion GmbH mehrere eigene Erklärfilme. Sie werden in Zukunft auf unserer Webseite in der Rubrik Keltenwelt-digital für euch bereitstehen. Einer der Filme beschäftigt sich mit dem „Dresscode“ des Keltenfürsten. Wir freuen uns schon sehr darauf und halten euch auf dem Laufenden!

Wer möchte, kann uns jetzt auch auf Instagram folgen (#keltenweltglauberg). Auf Instagram posten wir andere Inhalte als ...
23/11/2020

Wer möchte, kann uns jetzt auch auf Instagram folgen (#keltenweltglauberg). Auf Instagram posten wir andere Inhalte als hier auf Facebook, daher lohnt sich auch hier das 'Abonnieren'. 👍

Upcyclen bei den Kelten 👍In der spätkeltischen Saline von Bad Nauheim (Wetteraukreis) wurden mehrere hölzerne Radnaben a...
20/11/2020

Upcyclen bei den Kelten 👍

In der spätkeltischen Saline von Bad Nauheim (Wetteraukreis) wurden mehrere hölzerne Radnaben als Verbindungs- oder Ausflussstücke in die Wasserleitungen zwischen Wasserkästen und Verdunstungsbecken eingebaut. Denn, wenn es keinen Lieferdienst gibt und Rohstoffe mühsam von einem selbst in die Siedlung getragen werden müssen, macht Wiederverwertung das Leben sicherlich leichter.
Und welche Erfahrung habt Ihr mit der Wiederverwertung von Holzsachen? 😉

18/11/2020
Region Oberhessen

Der Verein Oberhessen hat ein schönes Video über unsere Region veröffentlicht. Wer die Wetterau und den Vogelsbergkreis noch nicht kennt, kann sich hier mal ein 'Bild' von der Region machen. Viel Spaß bei 4:30 Minuten Kurzurlaub. 😉
https://www.youtube.com/watch?v=cR0uzRqSlhs

Oberhessen ist unsere wunderbare Heimat, am Fuße des Hoherodskopf gelegen zwischen den Auen der Wetterau und dem Büdinger Land. Ganz nah an der Metropole Fra...

Luxuswagen in der keltischen Welt Während die meisten Menschen der keltischen Welt sicherlich zu Fuß unterwegs waren, wa...
17/11/2020

Luxuswagen in der keltischen Welt

Während die meisten Menschen der keltischen Welt sicherlich zu Fuß unterwegs waren, waren Pferdewagen den Angehörigen der Oberschicht vorbehalten. Oder andersherum: Da wir nicht von vornherein wissen, wer zur Oberschicht gehörte, werden Teile der Wagen generell als Anzeiger für die Oberschicht gewertet. Bei Grabinventaren stellt dies meist auch kein Problem dar, da Objekte vom Wagen oder zugehörigem Pferdegeschirr meist nicht die einzigen qualitätvollen Beigaben sind. Anders stellt sich dies bei Siedlungen dar. Erwartet werden solche Objekte, die zu dem selteneren Fundgut gehören, eher in großen Zentralsiedlungen, meistens befestigt und an einer markanten Stelle der Landschaft angelegt. Daher war es eine Überraschung, als bei einer Grabung der hessenArchäologie 2018 in einer Siedlungsgrube bei Lützellinden (Gießen) neben anderen qualitätvollen Objekten ein verzierter Achsnagel vom Ende des 3. oder aus dem 2. Jahrhundert v. Chr. entdeckt wurden, die eher von zeitgleichen städtischen Siedlungen (oppida) oder anderen wichtigen Orten bekannt sind. Ein solcher Achsnagel, vor dem aufgesteckten Speichenrad durch ein Loch im Achsschenkel gesteckt, sichert das Rad auf der Achse und verhindert, dass es während der Fahrt vom Achsschenkel runterläuft.

Ein Blick auf die Karte verrät, dass Lützellinden an einer wichtigen Route liegt zwischen Bad Nauheim im Süden, wo eine der größten mitteleuropäischen Salinen des 2. und 1. Jahrhunderts v. Chr. betrieben wurde, und dem Dünsberg im Norden, auf dem die mächtigen Ringmauern noch die damalige keltische Stadt bezeugen. Damit kann ein Achsnagel wie aus Lützellinden als Hinweis dienen, dass Mitglieder der Oberschicht nicht nur in Zentralorten lebten, sondern sich auch in ländlichen Siedlungen aufhielten, wohnten und eventuell auch bestimmte Wegabschnitte kontrollierten. Oder gab es vielleicht hier nur eine Raststation, bei der ein Rad repariert werden musste? 🔨Was ist Eure Meinung?

Die Altenburg bei Niedenstein (Reihe: Wanderungen zu den Kelten in Hessen)Bäume, Moos, Basalt und ab und zu ein Wall – z...
13/11/2020

Die Altenburg bei Niedenstein
(Reihe: Wanderungen zu den Kelten in Hessen)

Bäume, Moos, Basalt und ab und zu ein Wall – zu einem längeren Spaziergang lädt die Altenburg bei Niedenstein ein. Der Berg liegt zwischen Bad Emstal und Niedenstein am Südrand des Habichtswaldes und ist mit einem gut beschilderten Wanderweg erschlossen.
Mit seinem flachen Gipfelplateau lädt er geradezu ein, sich dort niederzulassen. Das haben dann aber nur Menschen in der Jungsteinzeit und in der späten Eisenzeit gemacht. Im 2. und 1. Jahrhundert v. Chr. wurden hier mehrere Ringmauern mit Holzpfosten, Erdaufschüttungen und Trockenmauern errichtet. Auf alten Plänen sind nur zwei unvollständige Ringwälle eingezeichnet. Seit mit der neuen LiDAR-Technik (einfach gesagt: Laserscannen der Erdoberfläche) der Berg von Kolleg*innen der Universität Marburg und der hessenArchäologie seit 2015 nochmal untersucht wird, konnten in den Karten die Ringmauern ergänzt und teilweise ganz neue eingetragen werden. Insgesamt gehörten 150 ha zu der Siedlung!

Eine Besonderheit des Berges sind mehrere trapezförmige Holzbecken (ca. 5 x 7 x 1,70 m). Sie können an manchen Stellen noch als große Mulden im Waldboden auf dem Plateau entdeckt werden. Ihre Funktion? Rätselhaft und in der Archäologie umstritten: Favoriten sind derzeit Wasserbecken und Werkplätze. Durch den feuchten Boden hat sich hier sogar eine ganze Eichentür erhalten (https://datenbank.museum-kassel.de/185983/0/0/0/s39/0/100/objekt.html).

Ob die Menschen sich als Kelten verstanden haben, ist fraglich. Denn hier lebten sie schon ziemlich weit weg von den typisch keltischen Städten (oppida) in Süddeutschland; zum Fundmaterial gehören auch gleichermaßen Objekte aus dem Süden und aus dem Norden. Da die Siedlung auf der Altenburg spätestens um 50 v. Chr. aufgegeben wurde, besteht auch keine Chance, sie mit germanischen Stämmen, die in den etwas jüngeren römischen Quellen genannt werden, in Verbindung zu bringen.

Anfahrt und Wanderweg:
Etwa 20 km südwestlich von Kassel und 18 km nördlich von Fritzlar gelegen, ist der Berg mit dem Auto recht einfach zu erreichen. Ein Parkplatz am Waldrand auf der Südseite des Berges bietet einen guten Ausgangspunkt der Wanderung – auf der Wiese unterhalb des Parkplatzes ist schon der erste Wall zu erkennen, aber nur beim supergenauen Hinschauen. Mit dem ÖPNV kommt man hingegen nicht so gut hin und für´s Fahrrad wird es wohl allmählich zu kalt.
Auf Fotos und Ausflugsberichte in den Kommentaren freuen wir uns bereits.

Weitere Informationen zu dem ECO-Pfad "Archäologie Altenburg Falkenstein" finden sich auf folgender Webseite:
http://www.hessenturm.de/eco-pfad.html

Den neuen Plan gibt es auf der Projektseite der Universität Marburg: https://www.uni-marburg.de/de/fb06/vfg/forschung/laufend/ezhessen/altenburg-bei-niedenstein-schwalm-eder-kreis

Funde von diesem Berg sind im Hessischen Landesmuseum Kassel zu bewundern (auch in der online-Datenbank): https://museum-kassel.de/de/museen-schloesser-parks/hessisches-landesmuseum/sammlungen/unter-unseren-fuessen

Die „Kegelstumpfgrube“ - Bevorratung im Erdsilo bei den KeltenSpätestens im Herbst muss man sich Gedanken machen, wo und...
10/11/2020

Die „Kegelstumpfgrube“ - Bevorratung im Erdsilo bei den Kelten

Spätestens im Herbst muss man sich Gedanken machen, wo und wie die ganzen mühsam angebauten und geernteten Vorräte sicher gelagert werden können. Weder Kühlschränke noch Supermärkte erleichterten vor 2500 Jahren das Leben der Menschen. Gute Lösungen für die Vorratshaltung gab es aber trotzdem! Einige Aspekte können durch Ausgrabungsbefunde rekonstruiert werden, wie die für die Siedlungen der Eisenzeit typischen, so genannten Kegelstumpfgruben. Sie werden ihrer Form wegen so genannt. Waren diese luftdicht z.B. mit Lehm verschlossen, konnte das Getreide in ihnen langfristig über Monate hinweg gelagert werden, ohne schlecht zu werden. Ein schönes Beispiel ist die hier gezeigte und 2018 ausgegrabene Kegelstumpfgrube aus Gießen-Lützellinden.

Mehr zu dem Fundplatz:
J. Köhler/F. Kántor, Scheinbar unscheinbar! Ungewöhnliches Fundmaterial aus Lützellinden. Landlkreis Gießen: Überraschendes aus einer mittellatènezeitlichen Grube im Gießener Stadtgebiet. hessenArchäologie 2018, 90–94.

Die Ringwallanlage auf dem Altkönig (Reihe: Wanderungen zu den Kelten in Hessen)Bei gutem Wetter reicht vom Glauberg aus...
06/11/2020

Die Ringwallanlage auf dem Altkönig (Reihe: Wanderungen zu den Kelten in Hessen)

Bei gutem Wetter reicht vom Glauberg aus der Blick nach Westen bis zum Taunus, vor allem der Gipfel des Altkönigs ist zu sehen, neben dem großen Feldberg einer der höchsten Taunus-Berge. Auch auf ihm sind Reste einer eisenzeitlichen Burg zu entdecken. Wobei: „Reste“ ist ein kaum zutreffendes Wort für die zwei mächtigen Bänder aus Bruchsteinen, die sich im Wald rund um den Gipfel ziehen. Sie sind von den beiden Mauern übriggeblieben, die ebenfalls im 5. Jahrhundert v.Chr. errichtet wurden, also gleichzeitig mit der Anlage auf dem Glauberg.

Untersucht wurden die 4 bis 6 m breiten und insgesamt 3370 m langen Steinmauern bereits 1882 und 1883 durch den Offizier und Archäologen Carl August von Cohausen. Er hatte dort erstmals die eisenzeitliche Bauweise mit Holzpfosten, Balkenverstrebungen und Trockenmauerwerk erkannt und beschrieben. Deswegen wird diese Art der Befestigungsmauer in der Archäologie auch Pfostenschlitzmauer Typ Altkönig-Preist genannt (der „Keltenring“ bei Preist in der Eifel weist eine ähnliche Mauer auf). Neben den Ringmauern gehört noch ein ebenso befestigter Annex am Südosthang des Berges dazu. Hier ziehen die Mauern bis zu einer Quelle den Hang herunter. Eine auch schon mehr als 100 Jahre alte Quellfassung für den Neubronners Born ist direkt am Wanderweg zu sehen. Dort darf man sich gerne mal überlegen, wieviel Wasser in keltischer Zeit tagtäglich den Hang hochgeschleppt werden musste für die Menschen, die oben auf dem Gipfelplateau gelebt haben!

Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich die Herrschaftsfamilien vom Glauberg und Altkönig kannten und gegenseitig besuchten. Ob sie Freunde oder Feinde waren, das kann aus den wenigen Funden allerdings nicht erschlossen werden. Immerhin ist bekannt, dass die Mauern vom Glauberg durch ein Feuer zerstört wurden und auch am Tor der inneren Mauer auf dem Altkönig hatte es ein Feuer gegeben. Ob das nun mit den in Sichtweite lebenden Nachbarn zusammenhing, kann vermutlich nie mehr geklärt werden.

Anreise und Wanderwege:
Heute bietet sich der Altkönig jedenfalls als friedliches Wanderziel an, um die Welt der Kelten zu entdecken. Rund um den Berg gibt es mehrere Parkplätze und gut ausgebaute Wanderwege, auch wenn es knapp unter dem Gipfel recht steil wird. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln muss hingegen eine etwas längere Wanderung eingeplant werden. Vom Bahnhof in Oberursel bis zum Gipfel hinauf braucht man bis zu drei Stunden. Da auf dem Berg die Wälle nicht mit Hinweistafeln ausgewiesen sind, sollte unbedingt eine Karte mitgenommen werden. Bitte berichtet doch in den Kommentaren, was Ihr auf dem Altkönig entdeckt habt und postet hier gerne eure Ausflugsfotos.

Weitere Infos findet ihr hier:
https://taunus.info/angebote/kultur-und-geschichte/kelten-und-roemer/keltische-ringwaelle-auf-dem-altkoenig/2904/

Womit haben die Kelten eigentlich ihre Türen verschlossen?Passend zur temporären Schließung unseres Museums wollen wir e...
05/11/2020

Womit haben die Kelten eigentlich ihre Türen verschlossen?

Passend zur temporären Schließung unseres Museums wollen wir euch einen keltischen Schlüssel vorstellen. Aus der Eisenzeit sind solche Hakenschlüssel bekannt, wie dieser hier aus der spätkeltischen Salinen-Siedlung von Bad Nauheim (Wetteraukreis). Solche Schlüssel sind zwischen 20 und 30 Zentimeter lang; der Schlüsselbund fiel wohl etwas größer aus. 😉 Verwendet wurden solche Schlüssel für Schubriegelschlösser.

Neue Sonderausstellung „KELTENWELT-digital – 3D-Scanning in der Archäologie“ jetzt auch ONLINE!Auch wenn wir derzeit ges...
03/11/2020

Neue Sonderausstellung „KELTENWELT-digital – 3D-Scanning in der Archäologie“ jetzt auch ONLINE!

Auch wenn wir derzeit geschlossen haben, steht unsere neue Sonderausstellung zu den Möglichkeiten des 3D-Scanning online für euch bereit. Es wird anhand von vier Beispielen gezeigt, was man mit 3D-Modellen so alles machen kann und wozu sie eigentlich gut sind.
https://www.keltenwelt-glauberg.de/keltenwelt-digital/3d-scanning-in-der-archaeologie/

Ups, was ist denn das? Flaschenpost der alten Kelten?  Mitarbeiter einer Baufirma errichten gerade die Fundamente für di...
31/10/2020

Ups, was ist denn das? Flaschenpost der alten Kelten?

Mitarbeiter einer Baufirma errichten gerade die Fundamente für die neuen Holzpfosten am Grabhügel. Beim Entfernen von Resten der alten Stämme, entdeckten sie eine 15 cm hohe, zugeschraubte Flasche. Man konnte sehen, dass da was drinsteckt. Flasche aus Kunststoff – also keine Flaschenpost aus alter Zeit. 🧐

Vorsichtig haben wir gestern die Verschraubung gelöst. Das gefaltete Papier war ziemlich feucht geworden. Deshalb haben wir es über Nacht erstmal trocknen lassen. Heute konnten wir es dann aufklappen. Und das war es klar: Am 22. August 2007 haben 27 Personen mit ihrer Unterschrift auf dem Papier die Errichtung der 16 großen Holzpfosten für die Nachwelt notiert. Vera Rupp: „Ich war damals auch dabei, aber die „Grundsteinlegung“ hatte ich total vergessen.“ 😉

Umso schöner, dass sie jetzt quasi ausgegraben wurde. Nächste Woche wollen wir die alte und eine neue „Grundstein-Nachricht“ zurück in die Flasche legen. Dann wird sie neben einem der neuen Pfosten für die Nachwelt im Boden versenkt.

Liebe Gäste und Follower der Keltenwelt am Glauberg,das Museum, der Museumsgarten und das Bistro sind aufgrund der aktue...
30/10/2020

Liebe Gäste und Follower der Keltenwelt am Glauberg,
das Museum, der Museumsgarten und das Bistro sind aufgrund der aktuellen Corona-Auflagen vom 2. bis 30. November geschlossen. Der Archäologische Park (Bergplateau und Grabhügel) ist frei zugänglich. Bitte halten Sie die Hygiene- und Schutzmaßnahmen ein. Es stehen keine Toiletten zur Verfügung.

Wir wünschen euch beste Gesundheit.

Adresse

Am Glauberg 1
Glauburg
63695

Mit der Niddertalbahn von Frankfurt/Main Hauptbahnhof nach Glauburg-Glauberg.

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Bemerkungen

Ich wollte mal einen tollen Sonnenuntergang fotografieren, und hab das bei Euch vor der Haustür versucht. Guckt mal...
Die neue Website der Keltenwelt sieht toll aus.
Von heute Nacht Glauburg - Hügelgrab am Glauberg Mit Komet C / 2020 F3 Neowiese LG
Museumsbesuch nur mit Maske. Abstandsregelung und max. 45 Besucher. Ist das wirklich ernst gemeint? Unter diesen Bedingungen: nein danke.
Nun hatte es der Glauberg und seine Keltenwelt sogar in dieses Hörbuch geschafft!
Überraschende Gesellschaft heute auf dem Plateau 🙂
Hier ist noch ein schönes Foto..!🙂
Gibt es einen Link zum Rundgang, finde auf die Schnelle nichts. SUPER IDEE!
Wie sieht es aus : Werden die Eichen-Stangen wieder aufgestellt? Vielleicht im Frühjahr? Irgendwie fehlen die. :)
Ich freue mich, dass das Bistro jetzt wieder mehr geöffnet hat. Waren harte Zeiten, ohne Kaffee oder Tee von Dienstag bis einschließlich Samstag 👍☕️
Gibt es heuer ein Drachenfest?
Hallo, gibt es in diesem Jahr wieder ein Drachenfest am Glauberg?