16/06/2026
Heute erinnern wir an das Leben von Franz Ludwig Reinhardt, geboren am 16. Juni 1923 in Gemmrigheim. Sein Name ist einer von 170 Namen, die am 16. Juni im Gedenkraum des DZNS ergänzt werden.
Franz Reinhardt lebte mit seinen Eltern und seinen beiden älteren Geschwistern in Freiburg. Ab 1933 wurde die Familie von den Nationalsozialist*innen als „Z*******“ verfolgt.
Im Mai 1940 wurde Franz Reinhardt mit seiner Mutter Kunigunde und seiner Schwester Johanna Reinhardt nach Polen deportiert. Dort war er in verschiedenen Lagern in Lublin, Lubiarschow, Soleov und Konizpol und musste Zwangsarbeit leisten. 1945 konnte er fliehen und gelangte mit einem Flüchtlingszug nach Leipzig. Wie er von dort nach Baden-Württemberg zurück kam, ist nicht klar.
Am 6. Mai 1945 starb Franz Reinhardt mit 21 Jahren in Kleinaspach an einer Embolie, ausgelöst durch Misshandlungen und die schlechten Bedingungen in den Lagern.
Jeden Monat erinnern wir an das Leben verfolgter Menschen mit Bezug zu Freiburg. Wie ausführlich die jeweilige Biografie dargestellt werden kann, hängt u. a. davon ab, ob es historische Quellen, Berichte von Angehörigen oder bereits Forschung zu der jeweiligen Verfolgungsgeschichte gibt.