17/06/2026
Alles im Lot auf’m Boot, alles in Butter auf’m Kutter!
Ab 1991 trat der Seemannsgarn spinnende Käpt’n Blaubär in der „Sendung mit der Maus“ auf. Die etwa fünfminütigen Kurzfilme waren am Ende jeder Sendung zu sehen. Blaubär wurde schnell zu einer der bekanntesten Figuren im deutschen Kinderfernsehen. Daran hatte sicher auch der norddeutsche „Schnack“ des Sprechers Wolfgang Völz einen Anteil („Moin-Moin, Kinners!“).
Ebenso beliebt ist Hein Blöd, seines Zeichens Leichtmatrose auf Blaubärs Schiff. Der Name ist Programm: Hein gilt als „dämlichste Seeratte von Madagaskar bis Shanghai“. Bis 2008 lieh ihm der u. a. aus Loriot-Sketchen bekannte Schauspieler Edgar Hoppe seine Stimme.
Die komplexen Puppe wurden von jeweils drei Puppenspieler*innen bedient: einer führte die Hände, einer den Kopf, ein dritter steuerte über Kabelzüge die Augen und Augenlider. Von den Hauptfiguren schuf der Puppenbauer Carsten Sommer vier bis fünf Ausfertigungen, die im Schnitt zwei Jahre hielten (vorne links hat sich übrigens ein Computervirus ins Bild geschlichen).
Neben unzähligen Auftritten in Fernsehshows, Kinofilmen und Musicals wurde Blaubär 1999 zum Romanhelden: Seine Autobiografie „Die 13½ Leben des Käpt’n Blaubär“ ist der Auftakt der Zamonien-Reihe.
Foto: Dieter Zeitler (Ausschnitt)