Erinnerungsort Topf & Söhne

Erinnerungsort Topf & Söhne Erinnerungsort Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz
Ein Geschichtsmuseum der Landeshauptstadt

THEATER – Bücher aus dem Feuer – Lesungen gegen das Vergessen👉 Jugendliche des Theaters „Die Schotte“ lesen Texte von Au...
03/09/2026

THEATER – Bücher aus dem Feuer – Lesungen gegen das Vergessen

👉 Jugendliche des Theaters „Die Schotte“ lesen Texte von Autorinnen und Autoren, deren Werke den nationalsozialistischen Bücherverbrennungen 1933 zum Opfer fielen.

⏰ 10. September, 17 Uhr

Die inszenierten Kurzlesungen auf mehreren Kleinbühnen finden auf der Freifläche rund um den Stein der Erinnerung vor dem ehemaligen Verwaltungsgebäude von J. A. Topf & Söhne statt.
Die Jugendlichen setzen damit den Künstlerinnen und Künstlern ein Denkmal, entreißen ihre Texte dem Vergessen und treten dem entgegen, was die Nationalsozialisten eigentlich vorhatten: dass sich niemand mehr an sie erinnern sollte.

📚 In Thüringen sind elf Bücherverbrennungen belegt, in Erfurt wurde sie von der Hitlerjugend am 29. Juni 1933 organisiert. Am historischen Ort, einem Erfurter Sportplatz, erinnert heute der Denkort Bücherverbrennung 1933 im egapark an diesen Akt der Zerstörung von Demokratie und Vielfalt.

Im Rahmen der Erfurter Denkmaltage

DER SEPTEMBER IM ERINNERUNGSORT❓Was steht im kommenden Monat an? In unserem Überblick findet ihr alle Veranstaltungen un...
03/09/2026

DER SEPTEMBER IM ERINNERUNGSORT

❓Was steht im kommenden Monat an? In unserem Überblick findet ihr alle Veranstaltungen und öffentlichen Führungen im September auf einen Blick.

👉 Alle Informationen zu den Veranstaltungen findet ihr auf unserer Website: https://www.topfundsoehne.de/ts127605

Wir freuen uns auf euren Besuch und auf den gemeinsamen Austausch!

Schon nächste Woche Dienstag, am 8. September, verlegen wir in Zusammenarbeit mit der Initiative STOLPERSTEINE erfurt zw...
02/09/2026

Schon nächste Woche Dienstag, am 8. September, verlegen wir in Zusammenarbeit mit der Initiative STOLPERSTEINE erfurt zwei weitere Stolpersteine! Diesmal für Ingeburg Geißler und ihren Vater Herbert Frank, über die ihr in den Slides mehr erfahren könnt ⬇️

Ingeburg Geißler selbst kann leider aus gesundheitlichen Gründen nicht nach Erfurt reisen. Noch letztes Jahr besuchte sie den Erinnerungsort Topf & Söhne und gab dort ein Interview, zu sehen unter topfundsoehne.de/ts154786

VORTRAG Freislers persönlicher Referent. Ein Juristenleben im Nationalsozialismus⏰ 3. September 2026, 18:00 Uhr👨‍🏫 Vortr...
27/08/2026

VORTRAG Freislers persönlicher Referent. Ein Juristenleben im Nationalsozialismus

⏰ 3. September 2026, 18:00 Uhr

👨‍🏫 Vortrag von Prof. Dr. iur. Udo Ebert, emeritierter Professor für Strafrecht, Strafprozessrecht und Strafrechtsgeschichte an der Friedrich-Schiller-Universität Jena und ehemaliger Richter am Thüringer Verfassungsgerichtshof

Moderation: Dr. Udo Schneider, Präsident des Verwaltungsgerichts Meiningen

🧔‍♂️ Der 1940 geborene Jurist Udo Ebert setzt sich in seinem Vortrag mit dem Leben seines Vaters Friedrich Ebert auseinander, der von 1934 bis 1939 als Beamter im Reichsjustizministerium und als persönlicher Referent Roland Freislers tätig war. In dieser Rolle befand sich Friedrich Ebert im Spannungsfeld zwischen den nach Charakter und politischer Einstellung grundverschiedenen Persönlichkeiten des Reichsjustizministers Franz Gürtner und seines Staatssekretärs Freisler. Gürtner, der Mitglied der Deutschnationalen Volkspartei war, blieb nach der nationalsozialistischen Machtübernahme am 30. Januar 1933 und bis zu seinem Tod 1941 Reichsjustizminister. Er war aufrichtig und zeitweise erfolgreich bestrebt, ein Minimum an Rechtsstaatlichkeit im Hitlerstaat zu bewahren. Roland Freisler wurde 1925 nach Wiederzulassung der verbotenen NSDAP Parteimitglied und verteidigte bereits in der Weimarer Republik straffällig gewordene Nationalsozialisten vor Gericht. Auf der Wannseekonferenz am 20. Januar 1942 vertrat er das Reichsjustizministerium, als Präsident des Volksgerichtshofs fällte er danach tausende Todesurteile gegen politische Gegner.

Sowohl mit Gürtner als auch mit Freisler war Ebert durch seine Mitarbeit an der nationalsozialistischen Strafrechtsreform verbunden. Der Vortrag untersucht Eberts Haltung, Verhalten und Verhältnis zu den beiden Personen und fragt, wie dabei einerseits Eberts juristische Sozialisation in der Weimarer Republik und andererseits sein Bekenntnis zum Nationalsozialismus zur Geltung kamen.

❗️ In der Diskussion kann auch die Aktualität der Thematik angesichts der derzeitigen politischen Situation zur Sprache kommen.

In Zusammenarbeit mit
Erfurter Juristische Gesellschaft

WAS BEDEUTET BILDUNGSARBEIT AM ERINNERUNGSORT TOPF & SÖHNE?Mit Beginn des neuen Schuljahres möchten wir unsere Bildungsa...
13/08/2026

WAS BEDEUTET BILDUNGSARBEIT AM ERINNERUNGSORT TOPF & SÖHNE?

Mit Beginn des neuen Schuljahres möchten wir unsere Bildungsangebote vorstellen.

📍 Im Mittelpunkt stehen dabei Themen wie:
• Die Mittäterschaft von Topf & Söhne an den nationalsozialistischen Verbrechen
• Die Botschaft der Überlebenden
• Jüdisches Leben und seine Zerstörung
• Die sogenannten „Euthanasie“-Verbrechen
• Bücherverbrennung im Nationalsozialismus
• Gefahren des heutigen Rechtsextremismus

🗣️ Zentral in unserer Bildungsarbeit mit den Gruppen ist die Frage nach Verantwortung im Berufsleben und im Alltag: Welche Handlungsoptionen hatten die Menschen im Nationalsozialismus und welche Verantwortung haben wir heute, um Demokratie und Menschenrechte zu schützen?

Wichtig ist uns die Auseinandersetzung mit den Perspektiven der Opfer und Überlebenden der nationalsozialistischen Verbrechen. Ihre Erfahrungen und Zeugnisse werden in unseren Bildungsangeboten sichtbar gemacht und sensibilisieren so für die Folgen von Ausgrenzung und Gewalt – damals wie heute.

💬 Dabei zielt unser pädagogischer Ansatz auf eine quellenbasierte Wissensvermittlung. Wir arbeiten teilnehmendenzentriert und dialogisch – das bedeutet: Wir holen die Gruppen bei ihrem historischen Vorwissen und ihren Fragen ab, schaffen Raum für eigene Zugänge und fördern ein forschendes, reflektiertes Lernen - ohne Überwältigung, aber mit Haltung.

👉 Weitere Informationen zu unseren Bildungsangeboten unter www.topfundsoehne/ts119892

GEDENKEN 🗣„Aber am 2. August konnte man nicht wegschauen.“ Mit diesen Worten erinnerte die ungarisch-jüdische Holocaust-...
02/08/2026

GEDENKEN

🗣„Aber am 2. August konnte man nicht wegschauen.“ Mit diesen Worten erinnerte die ungarisch-jüdische Holocaust-Überlebende Éva Fahidi den Tag im Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau im Jahr 1944, an dem 4.300 Sinti und Roma in den Gaskammern ermordet wurden.

💭 Seit 1943 hatte die SS in diesem Lager einen eigenen Sonderabschnitt für Sinti und Roma eingerichtet. Von den rund 23.000 nach Auschwitz-Birkenau deportierten Sinti und Roma, darunter ein Drittel Kinder unter 14 Jahren, starben rund 70 Prozent an den katastrophalen hygienischen und gesundheitlichen Lagerbedingungen, durch Hunger oder die direkte Gewalt der SS. Auch viele Sinti und Roma aus Thüringen waren unter den Opfern. Am 3. März 1943 waren sie von Erfurt und Weimar aus in Viehwaggons nach Auschwitz deportiert worden. Nur wenige von ihnen überlebten das Todeslager.

⚪️ Im Frühsommer 1944 erreichten die Transporte mit Jüdinnen und Juden aus Ungarn das Vernichtungslager, unter ihnen war Éva Fahidi. Nun entschied die SS, den Lagerabschnitt mit den noch überlebenden Sinti und Roma aufzulösen. Die aus der Logik der Täter noch „arbeitsfähigen“ Menschen wurden mit mehreren Transporten in Lager in das Reich gebracht, die übrigen 4.300 Sinti und Roma in der Nacht vom 2. auf den 3. August 1944 ermordet.
Seit 2015 gilt der 2. August daher als Internationaler Gedenktag an den Völkermord an Sinti und Roma.

ÖFFENTLICHTE FÜHRUNG durch die Dauerausstellung „Techniker der ‚Endlösung‘. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“❗...
21/07/2026

ÖFFENTLICHTE FÜHRUNG durch die Dauerausstellung „Techniker der ‚Endlösung‘. Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz“

❗️ 26. Juli, 15 Uhr (Dauer: 120 Min.)

Die Führung ist kostenfrei, eine Teilnahme ist ohne Anmeldung möglich.

🏫 Der ehemalige Firmensitz von J. A. Topf & Söhne ist ein historischer Ort der Mittäterschaft der Industrie am Holocaust. Das Unternehmen stellte der SS leistungsstarke Öfen für die Beseitigung der Leichen in den Konzentrationslagern zur Verfügung und zögerte nicht, technische Lösungen zur „Optimierung“ des Mordens im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau zu liefern.

👣 In der Führung, die Teile des Außengeländes und die Dauerausstellung „Techniker der ‚Endlösung‘“ umfasst, steht die Auseinandersetzung mit zentralen historischen Dokumenten im Zentrum der Betrachtung. Es geht sowohl um die Motive der beteiligten Firmenchefs, Ingenieure, Monteure und Kaufleute als auch um ihre Handlungsoptionen. Die Besucher*innen haben dabei die Möglichkeit, sich über die Geschichte der Firma Topf & Söhne und deren Geschäftsbeziehungen zur SS zu informieren und die durch die Ausstellung aufgeworfene Frage nach der Verantwortung des einzelnen Menschen im beruflichen Alltag im Gespräch zu reflektieren.

10/07/2026

SIMSON Nachfahre Dennis A. Baum

🛵 Vor 170 Jahren gründete die jüdische Familie Simson ein Unternehmen in Heinrichs bei Suhl. Die Nationalsozialisten enteigneten die Simsonwerke 1935, die Besitzer konnten ihr Leben nur durch die Flucht in die USA retten. Die später in der DDR im Nachfolgeunternehmen millionenfach hergestellten Zweiräder wie die SR1, die Schwalbe und die S51 sind bis heute Kult. Die Simson-Mopeds und Kleinroller konnten schon mit 15 Jahren gefahren werden und bedeuteten für Generationen von Jugendlichen individuelle Bewegungsfreiheit. Sie waren und sind robust, leicht zu reparieren und haben bis heute viele Fans.

❗ Es ist eine Verhöhnung des Opferschicksals der Familie Simson, wenn der Vorsitzende der als gesichert rechtsextremistisch geltenden Thüringer AfD Björn Höcke ihren Namen für seine Parteizwecke benutzt. Als die Simson-Familie in den USA davon erfuhr, dass die AfD Simson als „Ausdruck ostdeutscher Identität“ zum immateriellen Kulturerbe erklären lassen will und den Kult um Simson-Mopeds im Thüringer Wahlkampf nutzte, erklärte der Sprecher der Familie Dennis A. Baum im Januar 2026: „Wir empfinden jegliche Verbindung mit der AfD als abstoßend und als eine Beleidigung unseres Namens“.

🗣️ Dennis Baum kam Anfang Juli 2026 aus New York nach Erfurt und Suhl und wir sprachen mit ihm.

👉 Mehr Informationen zu der Geschichte des Unternehmens und der Familie Simson findet ihr hier: https://www.topfundsoehne.de/ts154688

ZUSAMMENSTEHEN❗ Für den 4. und 5. Juli 2026 plant die AfD ihren Bundesparteitag in Erfurt. Eine extrem rechte Partei, di...
26/06/2026

ZUSAMMENSTEHEN

❗ Für den 4. und 5. Juli 2026 plant die AfD ihren Bundesparteitag in Erfurt. Eine extrem rechte Partei, die spaltet, ausgrenzt und Menschenrechte offen infrage stellt.

👥 Der Erinnerungsort Topf & Söhne ist Teil eines Bündnisses aus Gewerkschaften, Kirchen und Religionsgemeinschaften, Wohlfahrtsverbänden, Initiativen, Vereinen, Kultur, Wissenschaft, Parteien und engagierten Einzelpersonen, das gemeinsam ein deutliches Zeichen setzt:

Wir stehen zusammen für eine offene, vielfältige und solidarische Gesellschaft. Erfurt ist eine Stadt, in der Menschen mit unterschiedlichen Biografien, Überzeugungen und Lebensweisen zusammenleben. Diese Vielfalt ist eine Stärke.
Wir wehren uns dagegen, dass diese Stadt – und mit ihr unser gesellschaftlicher Zusammenhalt – zur Bühne für die Normalisierung von menschenfeindlichen, ausgrenzenden und antidemokratischen Ideologien werden soll. Unser gemeinsames Anliegen ist ein friedliches, respektvolles und solidarisches Miteinander – getragen von der Achtung der Menschenwürde und dem Einsatz für gleiche Rechte für alle.

☝ Der Erinnerungsort Topf & Söhne, sein Förderkreis und die Initiative STOLPERSTEINE erfurt gestalten gemeinsam mit vielen Kulturinitiativen am 4. Juli von 10-17 Uhr die Aktion „Demokratie braucht Kultur“ auf dem Theaterplatz. Kommt vorbei! Werden wir gemeinsam sichtbar!

🌐 Den Aufruf des Bündnisses, alle Aktionen und Unterstützungsmöglichkeiten findest du auf zusammenstehen.org

PODIUMSGESPRÄCH Die Geschichte der jüdischen Familie Simson – unternehmerische Leistung, Vertreibung, Selbstbehauptung  ...
24/06/2026

PODIUMSGESPRÄCH Die Geschichte der jüdischen Familie Simson – unternehmerische Leistung, Vertreibung, Selbstbehauptung

Veranstaltung mit Dennis A. Baum, Sprecher der Familie Simson, Dr. Ulrike Schulz, Firmenhistorikerin, Herbert Warth, Rechtsanwalt der Familie Simson, und Johannes Gräßer, Projekt “Tacheles mit Simson”

⏰ 2. Juli, 19 Uhr
📍 Erinnerungsort Topf & Söhne, Sorbenweg 7

Vor 170 Jahren gründete die jüdische Familie Simson ein Unternehmen zur Produktion von Waffen und Fahrrädern in Heinrichs bei Suhl. Die Nationalsozialisten enteigneten die Simsonwerke 1935, die Besitzer konnten ihr Leben nur durch die Flucht in die USA retten. Die später in der DDR im Nachfolgeunternehmen hergestellten Zweiräder wie die SR1, die Schwalbe und die S51 sind bis heute Kult.

Als die Simson-Familie in den USA davon erfuhr, dass die AfD Simson als „Ausdruck ostdeutscher Identität“ zum immateriellen Kulturerbe erklären lassen will und den Kult um Simson-Mopeds im Thüringer Wahlkampf nutzte, erklärte der Sprecher der Familie Dennis A. Baum im Januar 2026: "Wir empfinden jegliche Verbindung mit der AfD als abstoßend und als eine Beleidigung unseres Namens". Nun kommt Dennis A. Baum nach Thüringen.

Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe mit weiteren Terminen:
02.07.2026, 11 Uhr im Erinnerungsort Topf & Söhne: Schülerbegegnung: Simson – hinter diesem Namen verbirgt sich mehr als ein Moped mit Kultcharakter
Anmeldung: [email protected]

02.07.2026, 16 Uhr in der Neuen Synagoge Erfurt:
Gespräch: Simson – eine jüdische Geschichte aus Thüringen
Anmeldung: [email protected]

03.07.2026, 19 Uhr im Rathaus Suhl:
Podiumsgespräch: Wie verbindet Simson Menschen und Generationen?

05.07.2026, 10:30 Uhr im Erinnerungsort Topf & Söhne:
Gespräch: Simson – Geschichte und die Sicht junger Menschen

Adresse

Sorbenweg 7
Erfurt
99099

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+493616551681

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