21/10/2026
"Die Kunst der Erinnerung - Die Erinnerung der Kunst" - Ein Vortrag von Dr. Horst Hoheisel und Andreas Knitz
Seit 1995 entwickeln die beiden Künstler Andreas Knitz und Horst Hoheisel zusammen neue Formen von Denkmalen, die an die NS-Verbrechen erinnern. 1995 zum 50zigsten Jahrestag der Befreiung von Buchenwald schufen sie als zentrales Denkmal auf dem Appellplatz: das erste dauerhaft auf menschliche Körpertemperatur 37 Grad erwärmte Denkmal.
Das „Denkmal der grauen Busse” erinnert an die Todestransporte des „Euthanasie“ T4 Krankenmordes. Die beiden Künstler haben dieses Mahnmal 2006 für das Zentrum für Psychiatrie Die Weissenau bei Ravensburg geschaffen. Ein in Originalgröße in Beton gegossener Bus des gleichen Typs, wie er in den Jahren 1940 und 1941 von den Pflegeanstalten zu den Vernichtungslagern fuhr, erinnert an den Massenmord. Dem Denkmalbus eingeschrieben ist das Zitat: „Wohin bringt Ihr uns?”, die überlieferte Frage eines Patienten. Ein identischer zweiter grauer Bus wechselt seitdem seine Standorte, ist ein Denkmal in Bewegung und hat schon an 20 verschiedene Orte die Erinnerung an den Krankenmord transportiert. Am 3. Dezember 2026 kommt er von Chemnitz nach Emden.
Horst Hoheisel und Andreas Knitz werden im Künstlergespräch über ihre Erfahrungen von den jeweils sehr unterschiedlichen Standorten des Denkmals in Bewegung sprechen und sind gespannt, wie Emden den 75 Tonnen schweren Bus empfangen wird.
Stadt Emden