Staatliche Kunstsammlungen Dresden

Staatliche Kunstsammlungen Dresden 1 Verbund, 15 Museen: Entdecke die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mit ihre Fülle an Sch?
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🍇Auf dem kurfürstlichen Weingut Hoflößnitz in Radebeul waren verschiedene Willkommgefäße im Einsatz. In den Inventaren d...
01/09/2026

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Auf dem kurfürstlichen Weingut Hoflößnitz in Radebeul waren verschiedene Willkommgefäße im Einsatz. In den Inventaren des Lusthauses sind vier Buttenträgerpaare erwähnt. Dieses Winzerpärchen ist von ihnen das prächtigste.
Das aus Holz geschnitzte Figurenpaar zeichnet sich durch eine reiche, teilweise vergoldete Silbermontierung aus. Hinter der Vielzahl an Attributen und dem überbordenden Dekor treten die Holzfiguren mit gut erhaltener Farbfassung an Händen und im Gesicht etwas in den Hintergrund. Ihre fantasievolle Kleidung, wie Mühlsteinkragen oder Pluderhose mit Schamkapsel, wirkt durchaus höfisch, galt zu Beginn des 17. Jh. allerdings bereits als altmodisch.
Beide stehen auf je einem ovalen Sockel aus Weißsilber, dessen unterer Wulst mit plastisch hervortretenden Masken, Schweif- und Rollwerk sowie Federkronen bedeckt ist.
Zum Einsatz könnte das Winzerpärchen im Rahmen von Wirtschaften oder Winzeraufzügen gekommen sein, bei denen sich die Hofgesellschaft als einfache Bürger verkleidete.
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Various welcoming cups were used at the Electoral Hoflößnitz vineyard in Radebeul. The inventories of the Lusthaus mention four pairs of vintners with grape barrels. This pair of vintners is the most magnificent.
The pair of figures, carved from wood, is distinguished by a rich, partly gilded silver mount. Behind the many attributes and the exuberant decoration, the wooden figures—with their well-preserved paintwork on their hands and faces—recede slightly into the background. Their fanciful clothing, such as ruffs or puff pants with a codpiece, has a distinctly courtly air, though by the early 17th century it was already considered old-fashioned.
Both figures stand on their own oval pedestals made of white silver, the lower rim of which is covered with sculpted masks, scrollwork and feathered crowns.
The vintner couple may have been used in the context of tavern festivities or winegrowers’ processions, during which the courtly company would dress up as ordinary citizens.
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Willkomm für das Weingut Hoflössnitz, wohl Nikolaus Regner und unbekannter Holzschnitzer, 1612-33.

🪙„So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“Mit diesem berühmten Satz beantwortet Jesus laut Ma...
27/08/2026

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„So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.“
Mit diesem berühmten Satz beantwortet Jesus laut Matthäus-Evangelium die provokante Frage der Pharisäer nach der Steuerpflicht.
Tizian verdichtet die Erzählung auf die Gegenüberstellung zweier völlig verschiedener Personen. Jesus strahlt Erhabenheit und Gelassenheit aus, seine Schönheit deutet auf sein göttliches Wesen. Ganz anders der Pharisäer, der Christus hier regelrecht bedrängt. Seine derbe Gestalt, verwachsene Hand, krumme Nase und der Ohrring spielen auf Verderbtheit und Gefährlichkeit an. Dieser Kontrast veranschaulicht die ganze Spannung der Situation.
Tizian nutzt die seit der Antike praktizierte Physiognomik, bei der von der sichtbaren Gestalt auf unterstellte Charaktereigenschaften geschlossen wird.
Die bildenden Künste zeigten so das Innere durch das Äußere. Früh setzten sich dabei Stereotype durch. In Deutschland wurde das in der ersten Hälfte des 20. Jh. auf die menschenverachtendste Art weitergeführt.
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“Pay Caesar what belongs to Cesar - and God what belongs to God.”
With this famous statement, according to the Gospel of Matthew, Jesus answers the Pharisees’ provocative question about the obligation to pay tax.
Titian condenses the narrative into a juxtaposition of two completely different figures. Jesus radiates dignity and serenity; his beauty points to his divine nature. The Pharisee, by contrast, is quite different, and here he is literally pressing Christ. His coarse figure, deformed hand, crooked nose and earring all allude to depravity and danger. This contrast illustrates the full tension of the situation.
Titian draws on physiognomy, a practice dating back to antiquity, in which inferences are drawn about a person’s character traits from their visible appearance.
The visual arts thus revealed the inner self through the outer appearance. Stereotypes became established early on in this context. In Germany, this practice was continued in the most inhumane manner during the first half of the 20th century.
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Der Zinsgroschen, Tizian, um 1516.

🏹Ein mächtiger chinesischer Recke mit tätowiertem Rücken steht, den Bogen spannend, auf einer Terrasse. Er trägt ein Bro...
25/08/2026

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Ein mächtiger chinesischer Recke mit tätowiertem Rücken steht, den Bogen spannend, auf einer Terrasse. Er trägt ein Brokatgewand und zierlichen Haarschmuck.
Der Held Zhu Gui (das Landkrokodil) betrieb eine Weinschänke am Nordrand des Liang-Shan-Moors, in dem das Heerlager der Rebellen, der Räuber vom Liang-Shan-Moor, verborgen lag. Von der Terrasse aus, die mit gefliestem Fußboden und einer Wand mit Perlmuttereinlage vornehmen chinesischen Geschmack andeutet, blicken wir hinaus aufs Moor zum Goldsandgestade. Dorthin schoss Zhu Gui den Pfeil mit einer verborgenen Botschaft, um den Räubern Neuigkeiten mitzuteilen.
Die im 12. Jh. angesiedelte chinesische Erzählung der Räuber vom Liang-Shan-Moor zirkulierte ab den 1750er-Jahren in Japan. Dieses Blatt gehört zu einer um 1827 von Utagawa Kuniyoshi erstellten Folge. Sie führte zu seinem künstlerischen Durchbruch und machte die für Unerschrockenheit stehenden Tattoos der Helden und die gesamte Serie zu begehrten Motiven.
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A mighty Chinese warrior with a tattooed back stands on a terrace, drawing his bow. He wears a brocade robe and delicate hair accessories.
The hero Zhu Gui (the Land Crocodile) ran a wine tavern on the northern edge of the Liangshan Marsh, where the rebel camp – the Liangshan Marsh bandits – lay hidden. From the terrace, whose tiled floor and wall inlaid with mother-of-pearl suggest refined Chinese taste, we look out over the marsh towards the Golden Sand Beach. It was there that Zhu Gui shot the arrow bearing a hidden message to convey news to the outlaws.
Set in the 12th century, the Chinese tale of the Liangshan Marsh Bandits began to circulate in Japan from the 1750s onwards. This print is part of a series created by Utagawa Kuniyoshi around 1827. It marked his artistic breakthrough and made the heroes’ tattoos – symbols of fearlessness – and the entire series highly sought-after motifs.
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Das Landkrokodil Zhu Gui, Utagawa Kuniyoshi, um 1827.skd

👀Essen ist lebensnotwendig, Völlerei dagegen ein maßloses Begehren nach Essen und Trinken. Sie gehört zu den sieben Tods...
21/08/2026

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Essen ist lebensnotwendig, Völlerei dagegen ein maßloses Begehren nach Essen und Trinken. Sie gehört zu den sieben Todsünden.
Mitte des 16. Jh. schuf Pieter Bruegel d. Ä. eine siebenteilige Lasterserie, die Pieter van der Heyden im Kupferstich umsetzte. Im Vordergrund befindet sich jeweils eine weibliche Personifikation des Lasters mit entsprechenden Attributen.
Die Darstellung der Völlerei zeigt eine um einen Tisch versammelte Gruppe von Menschen und Dämonen. Die Personifikation der Völlerei trinkt gerade aus einem Weinkrug, den ihr ein schweinsköpfiger Dämon reicht. Beleibt und in bürgerliche Tracht gekleidet sitzt sie auf einem Schwein, das als ihr Symboltier fungiert.
Der Vordergrund ist von Figuren beherrscht, die sich mithilfe von Dämonen dem Alkohol hingeben und kein Maß finden. Besonders drastisch ist ein Fisch am rechten Bildrand. Er stopft sich weiter mit kleinen Fischen voll, obwohl sein Leib bereits geplatzt ist.
Die ganze Szene prangert zugleich Fress- und Trunksucht an.
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Eating is essential for life, while gluttony is an excessive craving for food and drink. It is one of the seven deadly sins.
In the mid-16th century, Pieter Bruegel the Elder created a seven-part series depicting the deadly sins, which Pieter van der Heyden rendered as copperplate engravings. In each work, a female personification of the sin is depicted in the foreground, accompanied by corresponding attributes.
The depiction of gluttony shows a group of people and demons gathered around a table. The personification of gluttony is shown drinking from a wine jug handed to her by a pig-headed demon. Well-fed and dressed in bourgeois attire, she sits on a pig, which serves as her symbolic animal.
The foreground is dominated by figures who, with the help of demons, indulge in alcohol without restraint. Particularly striking is a fish on the right-hand edge of the picture. It continues to stuff itself with small fish, even though its belly has already burst.
The entire scene denounces both gluttony and alcoholism.
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Gula - Die Völlerei, Pieter van der Heyden, 1558.

🌧Kissenförmig erhebt sich die gewaltige Kiefer auf einer Insel im Biwa-See (Präfektur Shiga, Japan). Dichter Regen lässt...
19/08/2026

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Kissenförmig erhebt sich die gewaltige Kiefer auf einer Insel im Biwa-See (Präfektur Shiga, Japan). Dichter Regen lässt die Krone des ausladenden Baums als Silhouette erscheinen. Nur die unteren, auf Stäbe gestützten Äste sind im Detail zu erkennen. Rechts am Ufer sieht man Tempeldächer, Steinlaternen und ein torii (Tor eines Schreins). Dahinter tauchen Masten von Segelbooten auf. Vorn führt eine Treppe hinab zum Wasser, wo zwei Boote liegen. Utagawa Hiroshige erfasste die „Acht Ansichten des Biwa-Sees“ in der frühen Folge, zu der dieser Farbholzschnitt gehört, als reine Landschaften. Der Literat und Maler Tani Bunchô aus Edo regte ihn wohl dazu an. Dieser Holzschnitt mit der Kiefer von Karasaki im Nachtregen betont das Literarische besonders deutlich. Neben dem Serientitel auf Rot stehen links der Titel des Drucks und ein Gedicht:
Im Regen der Nacht verstummen alle Geräusche;
nur das Murmeln des Abendwinds
in der Kiefer von Karasaki bleibt.
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The massive pine tree rises pillow-like on an island in Lake Biwa (Shiga Prefecture, Japan). Thick rain makes the crown of the spreading tree appear as a silhouette. Only the lower branches supported on poles can be seen in detail. On the right bank, temple roofs, stone lanterns and a torii (gate of a shrine) can be seen. Behind it, masts of sailing boats appear. In front, a staircase leads down to the water, where two boats are lying. Utagawa Hiroshige captured the "Eight Views of Lake Biwa" in the early series, to which this woodblock print belongs, as pure landscapes. The writer and painter Tani Bunchô from Edo probably inspired him to do so. This woodblock print with Karasaki's pine tree in the night rain emphasises the literary aspect particularly clearly. Next to the series title on red are the title of the print and a poem on the left:
In the evening rain
yielding to the sound
in the night wind
growing more famous
The Pine of Karasaki
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Nachtregen über Karasaki, Utagawa Hiroshige, 1830.

🚣‍♀️Friedlich liegt der Schleier des Abendlichts über der Außenalster in Hamburg.Zahlreiche Damen und Herren des Großbür...
14/08/2026

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Friedlich liegt der Schleier des Abendlichts über der Außenalster in Hamburg.
Zahlreiche Damen und Herren des Großbürgertums haben sich an Land und auf den vielen Booten zum Plaudern getroffen. Sie alle genießen die Leichtigkeit des verklingenden Tages.
Max Liebermann war schon längst berühmt, als er 1910 dieses Motiv malte. Der Auftrag dazu kam vom Direktor der Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark. Nach Studien vor Ort am Uhlenhorster Fährhaus hatte Liebermann das Bild in seinem Berliner Atelier vollendet – und nicht, wie es die impressionistische Manier vermuten lassen könnte, vor Ort an der Alster.
Immer wieder hat Liebermann das Gemälde überarbeitet, drei weitere Fassungen sind bekannt. Es war ein stetes Ringen um die Balance: Wie viele Details hält die Atmosphäre aus, ohne ihre Leichtigkeit zu verlieren? Schließlich verzichtete der Maler auf eine detaillierte Darstellung von Einzelmotiven zugunsten einer zusammenfassenden, das Flächige betonenden Gestaltung.
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The veil of evening light lies peacefully over the Outer Alster in Hamburg.
Numerous ladies and gentlemen of the upper middle classes have met ashore and on the many boats to chat. They are all enjoying the lightness of the fading day.
Max Liebermann had long been famous when he painted this motif in 1910. The commission came from the director of the Hamburger Kunsthalle, Alfred Lichtwark. After studies on location at the Uhlenhorster Fährhaus, Liebermann completed the painting in his Berlin studio - and not, as the impressionist approach might suggest, on location by the Alster.
Liebermann repeatedly reworked the painting, and three further versions are known. It was a constant struggle for balance: how much detail can the atmosphere bear without losing its lightness? In the end, the painter dispensed with a detailed depiction of individual motifs in favour of a summarising design that emphasises the two-dimensional.
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An der Alster in Hamburg, Max Liebermann, 1910.skd

🦁Fast schon menschliche Mimik prägt diesen etwas melancholisch dreinschauenden Löwen, zu dem auch eine Löwin gehört.Beid...
10/08/2026

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Fast schon menschliche Mimik prägt diesen etwas melancholisch dreinschauenden Löwen, zu dem auch eine Löwin gehört.
Beide wurden 1734 aus dem Dresdner Warenlager der Meißner Manufaktur an das Japanische Palais geliefert und waren dort zur Aufstellung in der Elbgalerie bestimmt. Allerdings bemängelte der noch von August dem Starken mit der Oberaufsicht über die gelieferten Porzellane betraute Graf Alexander von Sulkowski, „die Stellung sehe den Tieren gar nicht ähnlich“. Der Hofkommissar Johann Georgius Höroldt erwiderte indes, er habe den Modelleur Johann Gottlieb Kirchner eigens „hinaufgeschicket, die Thiere nach dem Leben zu machen.“
Kirchner hatte zwar Gelegenheit erhalten, die lebenden Löwen im Jägerhof eingehend zu studieren, dann aber doch lieber nach Kupferstichvorlagen von Stefano della Bella gearbeitet. Er wollte, dass sein Porzellanlöwe statt des bloßen Abbildes eine idealisierte Vorstellung des Tiers verkörpert.
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This lion, with its somewhat melancholic expression and almost human-like facial features, is part of a pair that also includes a lioness.
In 1734, both were delivered from the Dresden warehouse of the Meissen Manufactory to the Japanese Palace, where they were intended for display in the Elbe Gallery. However, Count Alexander von Sulkowski – who had been entrusted by Augustus the Strong with overseeing the porcelain deliveries – criticised the fact that ‘the pose does not resemble the animals at all’. The court commissioner Johann Georgius Höroldt replied, however, that he had specifically ‘sent the modeller Johann Gottlieb Kirchner up there to model the animals from life’.
Although Kirchner had been given the opportunity to study the live lions at the Jägerhof in detail, he ultimately preferred to work from copperplate engravings by Stefano della Bella. He wanted his porcelain lion to embody an idealised conception of the animal rather than a mere likeness.
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Löwe mit Löwin, Johann Gottlieb Kirchner, 1732.
Löwen, Stefano della Bella, um 1641.

👀Tief eingeschnitten öffnet sich vor uns das Tal des Flusses Treja bei Civita Castellana. An einem kleinen tosenden Wass...
07/08/2026

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Tief eingeschnitten öffnet sich vor uns das Tal des Flusses Treja bei Civita Castellana. An einem kleinen tosenden Wasserfall suchen zwei Angler ihr Glück. Über ihnen thront auf einem Hochplateau aus rötlichem Tuffstein majestätisch die fünfeckige Renaissancefestung Forte Sangallo mit ihren Bastionen und dem oktogonalen Turm. Die 1709 im Auftrag von Papst Clemens XI. errichtete Brücke Ponte Clementino überspannt das Tal. Sie verbindet das historische Zentrum Civita Castellanas mit der Neustadt. Im Hintergrund türmt sich schneebedeckt das kahle Bergmassiv des Monte Soratte auf.
Der aus Prenzlau stammende Landschaftsmaler Jakob Phillip Hackert hatte sich die nördliche Umgebung Roms 1775 auf einer Wanderung erschlossen. Er setzte seine Natureindrücke in eine ideale und erhabene Bildkomposition um. Genau, aber in einer verdichteten Perspektive, gibt er das Valle del Treja mit seinen schroffen Steilwänden, den Gesteinsformationen und der üppig wuchernden Vegetation wieder.
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The valley of the Treja River opens up before us near Civita Castellana. Two fishermen are trying their luck at a small roaring waterfall. The pentagonal Renaissance fortress Forte Sangallo with its bastions and octagonal tower stands majestically above them on a plateau of reddish tuff. The Ponte Clementino, built in 1709 by order of Pope Clement XI, spans the valley. It connects the historic centre of Civita Castellana with its new town. In the background, the bare mountain massif of Monte Soratte towers up, covered in snow.
The landscape painter Jakob Phillip Hackert, who came from Prenzlau, had explored the northern surroundings of Rome on a hike in 1775. He translated his impressions of nature into an ideal and sublime pictorial composition. Exactly, but in a condensed perspective, he reproduces the Valle del Treja with its rugged cliffs, rock formations and luxuriantly proliferating vegetation.
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Civita Castellana, Jakob Philipp Hackert, 1775.

🦉Es ist ein seltenes Goldschmiedeobjekt von fürstlichem Rang, unser Trinkgefäß in Gestalt einer Eule. In seinen Dimensio...
04/08/2026

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Es ist ein seltenes Goldschmiedeobjekt von fürstlichem Rang, unser Trinkgefäß in Gestalt einer Eule. In seinen Dimensionen überragt es nicht nur andere bekannte Eulengefäße, sondern zählt auch zu den frühesten Beispielen dieser im 16. und 17. Jh. ausgesprochen beliebten Gattung.
Obwohl die Eule nur stilisiert wiedergegeben ist, fasziniert sie mit ihrem sehr fein ziselierten Gefieder und dem Wechsel zwischen silbernen und vergoldeten Partien. Auch der Standfuß mit dem reliefierten Blattwerk auf punziertem Grund ist von außergewöhnlicher Qualität. Das Medaillon auf dem Schild der Deckelfigur zeigt das kursächsisch-brandenburgische Allianzwappen (eine spätere Ergänzung) und bezieht sich wohl auf Kurfürst Christian I. und seine Frau Sophia von Brandenburg. Wird der Kopf der Eule abgenommen, kann ihr Körper Flüssigkeit aufnehmen.
Die Eule diente als so genannter Willkomm auf Schloss Kalckreuth nördlich von Meißen, als repräsentatives Trinkgefäß für den Begrüßungstrunk bei besonderen Anlässen.
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Our drinking vessel in the shape of an owl is a rare goldsmith's object of princely rank. Not only does it tower over other known owl vessels in its dimensions, it is also one of the earliest examples of this genre, which was extremely popular in the 16th and 17th centuries.
Although the owl is only depicted in stylised form, its finely chiselled plumage and alternating silver and gilded sections are fascinating. The base with the foliage in relief on a punched ground is also of exceptional quality. The medallion on the shield of the lid figure shows the Electoral Saxon-Brandenburg alliance coat of arms (a later addition) and probably refers to Elector Christian I and his wife Sophia of Brandenburg. When the owl's head is removed, its body can contain liquid.
The owl served as a so-called ‘Willkomm’ at Kalckreuth Castle, north of Meissen, as a ceremonial drinking vessel for the welcome drink on special occasions.
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Willkomm in Gestalt einer Eule für Schloss Kalckreuth, Süddeutschland, um 1540.

🌊Kennt Ihr drei der großartigsten Landschaftsdarstellungen im japanischen Farbholzschnitt – „Die große Welle vor Kanagaw...
30/07/2026

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Kennt Ihr drei der großartigsten Landschaftsdarstellungen im japanischen Farbholzschnitt – „Die große Welle vor Kanagawa“, „Der Fuji bei Südwind“ und „Der Fuji bei Gewitter“? Der japanische Künstler Katsushika Hokusai begann damit um 1831 seine imposante Serie der „Sechsunddreißig Ansichten des Fuji“. Seit seiner Jugend faszinierte das Thema des heiligen Bergs Fuji den sicherlich bekanntesten Vertreter des Ukiyo-e-Genres (etwa „Bilder der fließenden Welt“ / zeigt Lebensgefühl und Weltsicht des aufkommenden Bürgertums der großen Städte Japans in der Edo-Zeit). Während dieser eindrucksvolle Vulkan schon damals von vielen japanischen Künstlern dargestellt wurde, ist es Hokusais Leistung, Japans höchsten Berg aus allen erdenklichen Perspektiven als reine Landschaft oder als Hintergrund menschlichen Treibens im Farbholzschnitt verewigt zu haben.
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Do you know three of the greatest landscape depictions in Japanese colour woodblock prints - "The Great Wave off Kanagawa", "Fine Wind, Clear Morning" and "Thunderstorm Beneath the Summit"? This is how the Japanese artist Katsushika Hokusai began his impressive series of "Thirty-six Views of Mount Fuji" around 1831. Since his youth, the theme of the sacred Mount Fuji had fascinated him, who was certainly the best-known representative of the ukiyo-e genre (roughly "pictures of the flowing world" / showing the attitude to life and world view of the emerging bourgeoisie of Japan's major cities in the Edo period). While this impressive volcano was already depicted by many Japanese artists at the time, it is Hokusai's achievement to have immortalised Japan's highest mountain from every conceivable perspective as a pure landscape or as a backdrop to human activity in the colour woodcut.
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Die große Welle vor Kanagawa / Der Fuji bei Südwind / Der Fuji bei Gewitter, Katsushika Hokusai, um 1831.skd

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Residenzschloss, Taschenberg 2
Dresden
01067

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