Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden

Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden Aktuelle Öffnungszeiten: täglich 10:00 bis 18:00 Uhr Getragen wird die Gedenkstätte vom Verein „Erkenntnis durch Erinnerung e.

Die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden ist eine Gedenkstätte an die Opfer des DDR-Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) in der sächsischen Landeshauptstadt. Sie ist die einzige noch im Original erhaltene und für Besucher zugängliche Untersuchungshaftanstalt der „Stasi“ im Freistaat. V.“; an ihrer Finanzierung ist auch die Stiftung Sächsische Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer politische

r Gewaltherrschaft beteiligt, die in der Stadt eine weitere Gedenkstätte am Münchner Platz unterhält.

Die Topographie der SicherheitRundgang durch das ehemalige Areal der Staatssicherheit am Dresdener Elbhang29.08.2026, 10...
25/08/2026

Die Topographie der Sicherheit
Rundgang durch das ehemalige Areal der Staatssicherheit am Dresdener Elbhang
29.08.2026, 10:00 Uhr

Das Bundesarchiv - Stasi-Unterlagen-Archiv Standort Dresden lädt zu einer Geländeführung mit Heiko Neumann ein. Startpunkt ist am Eingang der Gedenkstätte.

Im Rundgang stellt der Historiker Dr. Heiko Neumann ausgewählte Standorte der Stasi und des sowjetischen Geheimdienstes KGB rund um die Bautzner Straße vor. Heiko Neumann forscht seit vielen Jahren an den Beständen des Stasi-Unterlagen-Archivs Dresden und wird bei dem Rundgang die einzelnen Gebäude und Abteilungen sowie deren Arbeitsweise beleuchten.

Abgeschirmt und doch gut sichtbar residierte die Staatssicherheit am Dresdener Elbhang. Ein ganzes Viertel war geprägt von Stasi-Dienststellen, Wohnungen, der U-Haftanstalt, Sozialgebäuden, Infrastruktur sowie der KGB-Villa. Die konkrete Funktion der Objekte blieb geheim, ebenso wie die Ausstattung und Arbeitsweise der darin tätigen Geheimdienst-Mitarbeiter. Durch die Auswertung zahlreicher Stasi-Akten liegen nun genauere Kenntnisse darüber vor.

Die Teilnahme an dem Rundgang ist kostenfrei.

Einmal monatlich wird die Cafeteria der Gedenkstätte zu einem Ort lebendiger Geschichts- und Geschichtenerzählung.Der Te...
20/08/2026

Einmal monatlich wird die Cafeteria der Gedenkstätte zu einem Ort lebendiger Geschichts- und Geschichtenerzählung.

Der Termin ist jeweils am ersten Mittwoch des Monats um 17:30 Uhr.

Zeitzeugen und Zeitzeuginnen berichten aus ihrer Biografie, beleuchten dabei Themen wie ‚Kirche in der DDR‘ oder ‚Migration und Alltag‘. Sie kommen ungezwungener Atmosphäre in einer moderierten Runde mit den Cafégästen ins Gespräch.

Wir laden herzlich ein: zum Zuhören und Nachfragen oder zum Berichten eigener Erlebnisse und Erfahrungen.Überwachung und Zersetzung

1981 eröffnete die Abteilung XX der Dresdner Stasi-Zentrale den Operativen Vorgang „Feind“ mit dem Ziel, Regimegegner durch Überwachung, Verunsicherung und Zersetzungsmaßnahmen auszuschalten; im Mittelpunkt stand der Dresdner Grafikdrucker Jürgen Gottschalk, dessen lückenlose Überwachung in Hunderten Aktenseiten dokumentiert ist. Die Repressionen gegen Gottschalk gipfelten 1983 in einem Berufsverbot und 1984 in seiner Verhaftung durch das MfS und beeinträchtigten seinen beruflichen und persönlichen Lebensweg nachhaltig. Auch Günter Kern und seine Familie gerieten nach seiner Weigerung, der SED beizutreten, und seinem Protest gegen den „Prager Frühling“ ins Visier der Staatssicherheit – eine Geschichte, die Lukas Rietzschel in seinem Roman „Raumfahrer“ literarisch verarbeitet.

Zu sehen sind Aufnahmen von Harry Schulz und Heidrun Müller.
19/08/2026

Zu sehen sind Aufnahmen von Harry Schulz und Heidrun Müller.

Jürgen Gottschalk (*1951 in Dresden) begann als etwa 20-Jähriger mit grafischen Arbeiten und widmete sich zusammen mit F...
17/08/2026

Jürgen Gottschalk (*1951 in Dresden) begann als etwa 20-Jähriger mit grafischen Arbeiten und widmete sich zusammen mit Freunden der Mail-Art (Postkartenkunst). 1979 eröffnete er eine Druckwerkstatt. Verschiedene Kunstprojekte setzten sich kritisch mit der DDR auseinander. Daher wurden er und seine Freunde aus der Dresdner alternativen Künstlerszene konsequent von der Staatssicherheit überwacht. In der Folge dessen verlor Jürgen Gottschalk 1982 seine Drucklizenz, wirkte aber – entgegen der staatlichen Anweisung – weiterhin an Projekten mit. 1983 erhielt er Berufsverbot und war gezwungen, seine Druckerei zu verkaufen. Ein Jahr später stellte Jürgen Gottschalk einen Ausreiseantrag.

„Zur Klärung eines Sachverhalts“ wurde
er 1984 in den Rat des Stadtbezirkes vorgeladen und ohne konkreten Tatvorwurf in die Dresdner Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit gebracht. Vier Monate später verurteilte man ihn wegen „ungesetzlicher Verbindungsaufnahme in Tateinheit mit öffentlicher Herabwürdigung der DDR“ zu zwei Jahren und zwei Monaten Haft.

Nach seiner Untersuchungshaft kam er in das Zuchthaus Brandenburg. 1985 wurde er von der Bundesrepublik freigekauft.

Jürgen Gottschalk zog nach Hannover, wo er sich neuen künstlerischen Projekten widmete. 1993 kehrte er in seine Heimatstadt Dresden zurück. Zwölf Jahre leitete er die Siebdruckwerkstatt im
Kulturverein „riesa efau“ und betreute zwei Jahre die Grafikwerkstatt im Sächsischen Landesgymnasium Sankt Afra. In der Gedenkstätte Bautzner Straße führt er heute als Zeitzeuge durch einen der Orte seiner Verfolgung und Repression.

Bei der Lektüre seiner Stasi-Akten hatte Jürgen Gottschalk eine bittere Erkenntnis. Sein Leben war bereits Jahre vor seiner Verhaftung nach dem Plan der Staatssicherheit verlaufen. Über 20 IM hatten ihn bespitzelt. Mit dem Ziel der „Zersetzung“ kam ein umfangreiches Repertoire an Repressionsmethoden der Staatssicherheit zum Einsatz. Eindrucksvolles Zeugnis dafür ist die 1988 gefertigte Diplomarbeit „Erfahrungen bei der Realisierung von Maßnahmen der Zersetzung“ des Stasi-Offiziers Manfred Rudolph, die er auf „seinem“ Operativvorgang „Feind“ aufbaut.

Vom Brillenetui über Regenschirme bis zum Handschuh - bei uns bleibt immer mal etwas liegen. Nun ist es ein I-Phone. Wer...
24/07/2026

Vom Brillenetui über Regenschirme bis zum Handschuh - bei uns bleibt immer mal etwas liegen. Nun ist es ein I-Phone. Wer uns sagen kann, was auf dem Profilbild zu sehen ist und welcher Name hier genannt wird, kann es bei uns am Empfang abholen.

21/07/2026
Heute wollen wir kein einzelnes Objekt in den Blick nehmen, sondern ein Gestaltungsprinzip in unserer 2024 mit .berlin ü...
13/07/2026

Heute wollen wir kein einzelnes Objekt in den Blick nehmen, sondern ein Gestaltungsprinzip in unserer 2024 mit .berlin überarbeiteten Dauerausstellung.

Es geht um ein Raster aus roten Linien, dass sich über weite Teile des Ausstellungsbereiches zieht und auch in den historischen Räumlichkeiten immer wieder als Markierung findet.

Dabei ist es Ausdruck eines umfassenden Anspruchs der Kontrolle und Steuerung von Gesellschaft. Das Ministerium für Staatssicherheit betrieb einen immensen Aufwand zur Erfüllung dieses Anspruchs und die Folgen waren schwerwiegend.

Trotzdem brach dieses Raster auch immer wieder - und schließlich im Herbst 1989 endgültig auf.

In diesem Monat erzählen wir einen Aspekt der Haftgeschichte von Barbara Michael. Sie war in der heutigen Gedenkstätte s...
02/07/2026

In diesem Monat erzählen wir einen Aspekt der Haftgeschichte von Barbara Michael. Sie war in der heutigen Gedenkstätte sowohl in Untersuchungshaft als auch im Strafvollzug inhaftiert.

Ins Visier des Ministeriums für Staatssicherheit waren Sie und ihre Familie wegen Ihrer Ausreiseabsicht geraten. Verurteilt wurde sie wegen Staatsverleumdung und öffentlicher Herabwürdigung.

Um Kontakt zu ihren (während der Haft der Eltern bei der Tante lebenden) Kindern zu halten, fertigte sie zwei Häkelpuppen an.

Im Interview erzählt sie nicht nur ihre Geschichte. Sie bringt auch eine nachgefertigte Puppe mit. Eine später doch noch auftauchende originale Puppe ist inzwischen Teil unserer Dauerausstellung.

Sie findet sich im Ausstellungsbereich zum Strafgefangenenarbeitskommando der Frauen.
Ein eindrucksvolles Objekt.

Am 20. Juni 2026 findet die   Dresden statt: Über 40 Museen der Stadt zeigen ihre Sammlungen und Sonderprogramme bis spä...
19/06/2026

Am 20. Juni 2026 findet die Dresden statt: Über 40 Museen der Stadt zeigen ihre Sammlungen und Sonderprogramme bis spät in den Abend. Auch die Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden ist dabei.
Museumsnacht Dresden
Foto: Ralf Menzel  

18–24 Uhr

Mut zur Freiheit
Freier Rundgang in der Dauerausstellung

 

18–23 Uhr

Vom Antrag zur Akte
Bürgerberatung mit dem Bundesarchiv/Stasi-Unterlagen-Archiv Dresden

 

18–23 Uhr

Kurzführungen
Am authentischen Ort wird erfahrbar, was politische Haft in der DDR bedeutete. In einem Rundgang durch das einzige original erhaltene Stasi-Untersuchungsgefängnis in Sachsen kann nachvollzogen werden, wie der staatliche Repressionsapparat seine politischen Gegner auszuschalten versuchte.
Dauer 45 Minuten

 

18 und 20 Uhr

Vor 36 Jahren. Das Ende der Stasi in Dresden – Zeitzeuge Dr. Herbert Wagner erzählt
Am Vormittag des 5.12.1989 erstatten Bürgervertreter wegen der befürchteten Aktenvernichtung Anzeige gegen die Dresdner Stasi. 5.000 Menschen versammeln sich zur Unterstützung der Anzeige bei einer Kundgebung vor dem Stasigelände. Was als Demonstration begann, endet am Abend mit der Besetzung der Dresdner Bezirksverwaltung.

Dr. Herbert Wagner, der spätere Oberbürgermeister der Stadt Dresden und ab Oktober 1989 Mitorganisator der Montagsdemonstrationen, berichtet über den historischen Tag.
Dauer 90 Minuten

 

18-23 Uhr

Die Cafeteria ist geöffnet.

Am Ende des Beitrags über die gestrigen Veranstaltung der Sächsischen Staatskanzlei anlässlich des Gedenktages an den 17...
18/06/2026

Am Ende des Beitrags über die gestrigen Veranstaltung der Sächsischen Staatskanzlei anlässlich des Gedenktages an den 17. Juni 1953, appelliert unsere Gedenkstättenleiterin, das Gespräch in den Familien zu suchen: welche Ereignisse der DDR-Geschichte werden (nicht/erst verzögert) erinnert?

https://www.ardmediathek.de/video/mdr-sachsenspiegel/schueler-in-dresden-auf-den-spuren-des-ddr-volksaufstandes/mdr/Y3JpZDovL21kci5kZS9iZWl0cmFnL2Ntcy80NGI4ZTQxYy00NDIzLTRjZGYtOWFjMS1iZDIxMjk5MWJlMmE?

Am Jahrestag des DDR-Volksaufstands vom 17. Juni 1953 haben Schülerinnen und Schüler die ehemalige Stasizentrale von Dresden besucht, die heute Gedenkstätte ist. Es gab Workshops und Diskussionsrunden.

Adresse

Bautzner Straße 112a
Dresden
01099

Öffnungszeiten

Montag 10:00 - 18:00
Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+493516465454

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Das Museum Kontaktieren

Nachricht an Gedenkstätte Bautzner Straße Dresden senden:

Teilen

Kategorie