Gedenkstätte Steinwache

Gedenkstätte Steinwache http://steinwache.dortmund.de

Hier finden Sie Informationen zu aktuellen Terminen und Veranstaltungen in der Gedenkstätte Steinwache. Der Eintritt ist frei.

Zur Zeit sind Besuche ohne Terminabsprache möglich. Die maximale Personenanzahl im Haus beträgt 30. Führungen durch das Haus beginnen ab dem 4. Juli jeden Sonntag um 14.30 Uhr.

90-minütige Stadtrundgänge zum Thema "Dortmund und der Holocaust" finden ebenfalls ab dem 4. Juli jeden Sonntag um 14.30 Uhr statt und beginnen im Hof der Steinwache. Für Führungen im Freien besteht keine Personenbeschränk

Zur Zeit sind Besuche ohne Terminabsprache möglich. Die maximale Personenanzahl im Haus beträgt 30. Führungen durch das Haus beginnen ab dem 4. Juli jeden Sonntag um 14.30 Uhr.

90-minütige Stadtrundgänge zum Thema "Dortmund und der Holocaust" finden ebenfalls ab dem 4. Juli jeden Sonntag um 14.30 Uhr statt und beginnen im Hof der Steinwache. Für Führungen im Freien besteht keine Personenbeschränk

Wie gewohnt öffnen

Kurt Piehl: Edelweißpirat zwischen Faustrecht und AnthroposophieKurt Piehl ist in Dortmund bekannt als Ikone des Jugendp...
24/08/2021
Kurt Piehl - Beiträge - Steinwache online - Steinwache - Stadtarchiv - Freizeit, Kultur, Tourismus - Stadtportal dortmund.de

Kurt Piehl: Edelweißpirat zwischen Faustrecht und Anthroposophie

Kurt Piehl ist in Dortmund bekannt als Ikone des Jugendprotests gegen die Nationalsozialisten. Jetzt wird der Platz am nördlichen Ende der Flensburger Straße auf Antrag des Bündnisses „Nordstadt gegen Nazis“ als Kurt-Piehl-Platz benannt. Die Bezirksvertretung Innenstadt Nord hat Neubenennung einstimmig beschlossen, um die Verdienste Kurt Piehls zu würdigen.
Kurt Piehl trat nicht nur vor 1945 als „Edelweißpirat“ für seine Überzeugungen ein. Nach 1945 hat er als Romanautor und Zeitzeuge zur Aufarbeitung der lokalen NS-Geschichte beigetragen. In den 1980er Jahren engagierte er sich für den Erhalt der Steinwache, und er ist Bestandteil der Ausstellung „Widerstand und Verfolgung“. Die Steinwache hat recherchiert und dabei neue Erkenntnisse zur Biographie Kurt Piehls gewonnen.

https://www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/stadtarchiv/steinwache/steinwache_online/beitraege_so/kurt_piehl.html

Beitrag zu Kurt Piehl

Heinz Stahlschmidt: Der Dortmunder, der den Hafen von Bordeaux retteteDer Dortmunder Klempner Heinz Stahlschmidt verhind...
22/08/2021
Heinz Stahlschmidt: Der Dortmunder, der den Hafen von Bordeaux rettete - Beiträge - Steinwache online - Steinwache - Stadtarchiv - Freizeit, Kultur, Tourismus - Stadtportal dortmund.de

Heinz Stahlschmidt: Der Dortmunder, der den Hafen von Bordeaux rettete

Der Dortmunder Klempner Heinz Stahlschmidt verhinderte die von Adolf Hi**er befohlene Zerstörung von Bordeaux. Der Feldwebel der Marine, Heinz Stahlschmidt, jagte stattdessen am 22. August 1944 das deutsche Munitionslager der französischen Hafenstadt in die Luft.
Nach 1945 lebte er unter dem Namen Henri Salmide in Bordeaux, heiratete eine Französin und wurde französischer Staatsbürger. 2000 erhielt er die höchste französische Auszeichnung, als er zum Ritter der französischen Ehrenlegion ernannt wurde. Seit 2012 trägt der Hafen von Bordeaux seinen Namen. Auch eine Straße dort ist nach ihm benannt. In Dortmund wird heute diskutiert, ob eine neue Straße nach Heinz Stahlschmidt benannt werden soll.
Eine Geschichte über die Aktion von Heinz Stahlschmidt gibt es auf Steinwache Online.

https://www.dortmund.de/de/freizeit_und_kultur/stadtarchiv/steinwache/steinwache_online/beitraege_so/heinz_stahlschmidt.html

Breitrag zu Heinz Stahlschmidt

Auch bei uns gilt ab Freitag: Für einen Besuch muss ein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorliegen.
18/08/2021

Auch bei uns gilt ab Freitag: Für einen Besuch muss ein Impf-, Genesenen- oder Testnachweis vorliegen.

POSTSCRIPTUM"Ostarbeiter" im Deutschen Reich01.09.-31.10.2021 im Hof der Gedenkstätte SteinwacheDie Ausstellung „Postscr...
17/08/2021

POSTSCRIPTUM
"Ostarbeiter" im Deutschen Reich
01.09.-31.10.2021 im Hof der Gedenkstätte Steinwache

Die Ausstellung „Postscriptum – ‚Ostarbeiter´ im Deutschen Reich“ der Gesellschaft Memorial erinnert an die sowjetischen Frauen, Männer und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit für das NS-Regime leisten mussten.

Die Nationalsozialisten verschleppten rund 8,4 Millionen Zivilistinnen und Zivilisten zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich. Die rund 3 Millionen Menschen aus der Sowjetunion – die „Ostarbeiter“ – bildeten unter ihnen die größte Gruppe. Die deutsche Kriegswirtschaft war auf diese Arbeitskräfte zwingend angewiesen. Zugleich bestanden die NS-Sicherheitsbehörden darauf, die slawischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter konsequent aus der deutschen Gesellschaft auszuschließen. Gekennzeichnet mit dem Abzeichen „OST“ waren sie extrem schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen ausgesetzt.

Flyer zur Ausstellung:https://www.dortmund.de/media/p/stadtarchiv/downloads_stadtarchiv/09082021-Flyer-Postscriptum.pdf

POSTSCRIPTUM
"Ostarbeiter" im Deutschen Reich
01.09.-31.10.2021 im Hof der Gedenkstätte Steinwache

Die Ausstellung „Postscriptum – ‚Ostarbeiter´ im Deutschen Reich“ der Gesellschaft Memorial erinnert an die sowjetischen Frauen, Männer und Kinder, die während des Zweiten Weltkrieges Zwangsarbeit für das NS-Regime leisten mussten.

Die Nationalsozialisten verschleppten rund 8,4 Millionen Zivilistinnen und Zivilisten zur Zwangsarbeit in das Deutsche Reich. Die rund 3 Millionen Menschen aus der Sowjetunion – die „Ostarbeiter“ – bildeten unter ihnen die größte Gruppe. Die deutsche Kriegswirtschaft war auf diese Arbeitskräfte zwingend angewiesen. Zugleich bestanden die NS-Sicherheitsbehörden darauf, die slawischen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter konsequent aus der deutschen Gesellschaft auszuschließen. Gekennzeichnet mit dem Abzeichen „OST“ waren sie extrem schlechten Arbeits- und Lebensbedingungen ausgesetzt.

Flyer zur Ausstellung:https://www.dortmund.de/media/p/stadtarchiv/downloads_stadtarchiv/09082021-Flyer-Postscriptum.pdf

Vor 80 Jahren predigte der Münsteraner Bischof Clemens August von Galen gegen den nationalsozialistischen Massenmord an ...
04/08/2021

Vor 80 Jahren predigte der Münsteraner Bischof Clemens August von Galen gegen den nationalsozialistischen Massenmord an kranken und behinderten Menschen. Damit protestierte er öffentlich gegen die NS-Diktatur. Katholische Jugendliche aus Westfalen schlossen sich dem Protest an. Sie druckten die Predigten ab und verteilten sie zu Tausenden als „Galenbriefe“. Unter anderem verschickten sie die Predigten an Frontsoldaten. Der Widerstand blieb nicht unentdeckt, wie die Ausstellung in der Steinwache dokumentiert. Die Gestapo verhaftete Dutzende katholische Jugendliche und lieferte sie in die Steinwache ein. Zu den Verhafteten gehörte der spätere Paderborner Bischof Hans-Joachim Degenhardt, damals 15 Jahre alt.

Rudi Friemauth aus Neheim hat die Situation in einer Zelle zeichnerisch festgehalten. Er kam 1943 an der Front ums Leben. (Bild: Stadtarchiv Attendorn)

Vor 80 Jahren predigte der Münsteraner Bischof Clemens August von Galen gegen den nationalsozialistischen Massenmord an kranken und behinderten Menschen. Damit protestierte er öffentlich gegen die NS-Diktatur. Katholische Jugendliche aus Westfalen schlossen sich dem Protest an. Sie druckten die Predigten ab und verteilten sie zu Tausenden als „Galenbriefe“. Unter anderem verschickten sie die Predigten an Frontsoldaten. Der Widerstand blieb nicht unentdeckt, wie die Ausstellung in der Steinwache dokumentiert. Die Gestapo verhaftete Dutzende katholische Jugendliche und lieferte sie in die Steinwache ein. Zu den Verhafteten gehörte der spätere Paderborner Bischof Hans-Joachim Degenhardt, damals 15 Jahre alt.

Rudi Friemauth aus Neheim hat die Situation in einer Zelle zeichnerisch festgehalten. Er kam 1943 an der Front ums Leben. (Bild: Stadtarchiv Attendorn)

Es darf kein Vergessen geben: 20 neue Stolpersteine zur Erinnerung an Jüdinnen und Juden aus Dortmund verlegt - Nordstad...
23/06/2021
Es darf kein Vergessen geben: 20 neue Stolpersteine zur Erinnerung an Jüdinnen und Juden aus Dortmund verlegt - Nordstadtblogger

Es darf kein Vergessen geben: 20 neue Stolpersteine zur Erinnerung an Jüdinnen und Juden aus Dortmund verlegt - Nordstadtblogger

Von Thea Ressemann Stolpersteine sind Steine, die an die systematische Verfolgung und Vernichtung der jüdischen Bevölkerung durch das NS-Regime erinnern. Sie werden in den Boden eingelassen. An ihnen kann man nicht einfach vorbeigehen. Auf ihnen eingraviert sind die biografischen Daten…

Neue Website informiert über jüdische Geschichte in Dortmund
23/06/2021
Neue Website informiert über jüdische Geschichte in Dortmund

Neue Website informiert über jüdische Geschichte in Dortmund

Dieses Jahr kann das jüdische Leben in Deutschland auf eine mindestens 1.700-jährige Geschichte zurückblicken. Daran wird bundesweit erinnert, so auch in Dortmund - unter anderem mit einer neuen Website, die das jüdische Leben in Dortmund seit dem Mittelalter vorstellt.

Heute vor 80 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Der folgende Vernichtungskrieg bedeutete neben eine...
22/06/2021

Heute vor 80 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Der folgende Vernichtungskrieg bedeutete neben einer beispiellosen Brutalität in der Kriegsführung und Besatzungspolitik auch den Beginn des Holocaust.
Dazu gibt es im Rahmen unserer Zoom-Veranstaltungsreihe „VERNICHTUNGSKRIEG - Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941“ heute eine Lesung aus verschiedenen Berichten und Texten, die den Überfall aus Täter- wie Opfersicht beschreiben. Es folgen noch zwei weitere Veranstaltungen am 30. Juni und am 7. Juli.

Zur heutigen Veranstaltung: https://fb.me/e/1n6xweNgr

Zur Veranstaltungsreihe:https://www.dortmund.de/media/p/stadtarchiv/downloads_stadtarchiv/Flyer_80_Jahre_Ueberfall_auf_die_Sowjetunion.pdf

Foto: © bpk / Voller Ernst - Fotoagentur / Jewgeni Chaldej / Bild 50109148

Heute vor 80 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Der folgende Vernichtungskrieg bedeutete neben einer beispiellosen Brutalität in der Kriegsführung und Besatzungspolitik auch den Beginn des Holocaust.
Dazu gibt es im Rahmen unserer Zoom-Veranstaltungsreihe „VERNICHTUNGSKRIEG - Der deutsche Überfall auf die Sowjetunion am 22. Juni 1941“ heute eine Lesung aus verschiedenen Berichten und Texten, die den Überfall aus Täter- wie Opfersicht beschreiben. Es folgen noch zwei weitere Veranstaltungen am 30. Juni und am 7. Juli.

Zur heutigen Veranstaltung: https://fb.me/e/1n6xweNgr

Zur Veranstaltungsreihe:https://www.dortmund.de/media/p/stadtarchiv/downloads_stadtarchiv/Flyer_80_Jahre_Ueberfall_auf_die_Sowjetunion.pdf

Foto: © bpk / Voller Ernst - Fotoagentur / Jewgeni Chaldej / Bild 50109148

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Dortmund erinnert an das Jubiläum – neue Webseite zur jüdischen Stadtgeschich...
16/06/2021
juedisches-dortmund.de

1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland: Dortmund erinnert an das Jubiläum – neue Webseite zur jüdischen Stadtgeschichte

Einen Überblick über die Veranstaltungen 2021 in Dortmund bietet www.juedisches-dortmund.de - ein Projekt des Historischen Vereins, des Stadtarchiv Dortmund und der Steinwache. Die Website soll über das Gedenkjahr hinaus bestehen bleiben, um die jüdische Geschichte in Dortmund nachhaltig zu dokumentieren.

Zum Thema "Verfolgung und Holocaust" werden bis Ende des Jahres 14 Kurzfilme erscheinen. Unsere Reihe startet mit Filmen zur jüdischen Unternehmerin Hertha Hoffmann, nach der dieses Jahr eine Straße im neuen Kronprinzenviertel in Dortmund-Ost benannt wird, und dem jüdischen Kinderarzt Prof. Stefan Engel, der maßgeblich zur Gründung der Dortmunder Kinderklinik beitrug.

JÜDISCHES DORTMUND Ausgehend vom Jubiläum „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ stellt diese Seite das jüdische Dortmund und seine ebenfalls lange Geschichte schlaglichtartig vor. Neben den zahlreichen Veranstaltungen des Jubiläumsjahrs finden sich Informationen zu Geschichte und Gege...

Im Alter von 98 Jahren ist mit David Dushman einer der letzten Befreier von Auschwitz gestorben. 2016 war er zu einem Ze...
08/06/2021

Im Alter von 98 Jahren ist mit David Dushman einer der letzten Befreier von Auschwitz gestorben. 2016 war er zu einem Zeitzeugengespräch in der Steinwache zu Gast. An der anschließenden Holocaust-Gedenkveranstaltung nahm er als Ehrengast teil.

Foto: Oliver Schaper

https://www.spiegel.de/panorama/leute/david-dushman-mit-98-jahren-gestorben-er-war-der-letzte-auschwitz-befreier-a-32c519fe-22ed-4098-9519-718e7d590db1

Im Alter von 98 Jahren ist mit David Dushman einer der letzten Befreier von Auschwitz gestorben. 2016 war er zu einem Zeitzeugengespräch in der Steinwache zu Gast. An der anschließenden Holocaust-Gedenkveranstaltung nahm er als Ehrengast teil.

Foto: Oliver Schaper

https://www.spiegel.de/panorama/leute/david-dushman-mit-98-jahren-gestorben-er-war-der-letzte-auschwitz-befreier-a-32c519fe-22ed-4098-9519-718e7d590db1

07/06/2021

Seit dem 1. Juni ist auch die Gedenkstätte Steinwache wieder geöffnet. Interessierte können kostenlose Besuchszeitfenster buchen.
Mögliche Zeiten sind dienstags bis sonntags 10-12:00 Uhr, 12-14:00 Uhr und 14-17:00 Uhr.
Buchungsanfragen können während der Öffnungszeiten telefonisch unter 0231/5025002 oder per E-Mail unter [email protected] gestellt werden.
Die Anmeldung vor Ort ist – sofern freie Zeitfenster verfügbar sind – ebenfalls möglich. Eine Besuchergruppe darf aus max. 5 Personen aus 2 Haushalten (zzgl. Kinder bis 14 Jahren) bestehen.
Im Gebäude gilt eine Höchstzahl von 30 Personen, die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Gesichtsmaske sowie zur Einhaltung eines Mindestabstands von 1,5 Metern. Gruppenangebote und Veranstaltungen müssen derzeit leider noch entfallen.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Morgen Abend: Online-Vortrag des Historischen Vereins und des Stadtarchivs.
10/05/2021
Wie schwer ein Menschenleben wiegt – Sophie Scholl – Historischer Verein

Morgen Abend: Online-Vortrag des Historischen Vereins und des Stadtarchivs.

Wie schwer ein Menschenleben wiegt – Sophie SchollVeranstaltung 11.05.2021 | 19:00 Uhr, online via Zoom | Maren Gottschalk „Wir schweigen nicht, wir sind Euer böses Gewissen, die Weiße Rose lässt Euch keine Ruhe!“, hieß es auf einem Flugblatt der kleinen studentischen Widerstandsgruppe in ...

Dreharbeiten zum Kurzfilm über die Gestapomorde in der Bittermark und im Rombergpark mit unserem Oberbürgermeister Thoma...
30/03/2021

Dreharbeiten zum Kurzfilm über die Gestapomorde in der Bittermark und im Rombergpark mit unserem Oberbürgermeister Thomas Westphal. Der Film wird ab Gründonnerstag unter anderem hier auf unserer Facebook-Seite zu sehen sein.

Das Dortmunder Polizeigefängnis Steinwache war ein wichtiger regionaler Knotenpunkt im Netzwerk der NS-Verfolgung und so...
27/01/2021
Gedenken an die Opfer des Nationalsozialismus

Das Dortmunder Polizeigefängnis Steinwache war ein wichtiger regionaler Knotenpunkt im Netzwerk der NS-Verfolgung und so findet sich auch ein Beitrag von uns in diesem sehr sehenswerten Film zum Holocaustgedenktag der Kolleg*innen aus Herne.

https://youtu.be/0XJ0JVd2nbE

Seit vielen Jahren begeht die Stadt Herne den Tag mit einer zentralen Gedenkveranstaltung. Aufgrund der pandemischen Lage ist eine solche Publikumsveranstalt...

Der Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages debattierte den Antrag der Fraktion die Linke, "Keine Kr...
26/01/2021
Deutscher Bundestag - Keine Kriegsopferleistungen für ehemalige Waffen-SS-Freiwillige

Der Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages debattierte den Antrag der Fraktion die Linke, "Keine Kriegsopferleistungen für ehemalige Waffen-SS-Freiwillige".
In Nachbarländern, darunter Belgien, Frankreich, die Niederlande und Luxemburg, herrscht große Empörung über die Opferrenten für Kollaborateure. An der Anhörung nahmen verschiedene Sachverständige teil, unter anderem Professor Andreas Nachama von der Synagogengemeinde Berlin, Thomas Will, Leiter der Zentralen Stelle zur Aufklärung von NS-Verbrechen in Ludwigsburg, Dr. Stefan Klemp, Mitarbeiter der Steinwache in Dortmund, und Fachleute aus den Sozialbehörden einiger Bundesländer. Stefan Klemp ist Autor des Bandes "Streichung von Kriegsopferrenten für NS-Täter", der 2020 von der Villa ten Hompel in Münster als Druckausgabe veröffentlicht wurde.

Zur Veröffentlichung
Stefan Klemp, Martin Hölzl (2020):
Streichung von Kriegsopferrenten für NS-Täter
https://www.stadt-muenster.de/villa-ten-hompel/forschung/publikationen/vth-aktuell-band-24

Zum Schlussbericht
https://www.bmas.de/SharedDocs/Downloads/DE/PDF-Publikationen/Forschungsberichte/fb472-schlussbericht.pdf;jsessionid=B3E2FC76762D5533283B291B560CF7A4.delivery1-replication?__blob=publicationFile&v=1

Zur Videoaufnahme der Bundestags-Anhörung:
https://www.bundestag.de/ausschuesse/a11/Anhoerungen/814058-814058

Die Forderung der Fraktion Die Linke, ehemaligen Waffen-SS-Freiwilligen nicht länger Kriegsopferleistungen zu gewähren, ist bei Experten grundsätzlich auf Verständnis und Zustimmung...

9. November 2020: Gegen das VergessenCoronabedingt konnte das gestrige Gedenken an die Pogromnacht von 1938 nur in sehr ...
10/11/2020

9. November 2020: Gegen das Vergessen

Coronabedingt konnte das gestrige Gedenken an die Pogromnacht von 1938 nur in sehr kleinem Kreis stattfinden. Nachdem nachmittags bereits eine entsprechende Veranstaltung am Synagogenmahnmal in Dorstfeld stattgefunden hatte, legten Oberbürgermeister Thomas Westphal, Rabbiner Baruch Babaev und der Vorstandsvorsitzende der Jüdischen Kultusgemeinde, Zwi Rappoport, am Platz der Alten Synagoge Kränze nieder. Kantor Arie Mozes sprach ein Gebet. Gerahmt wurde das Gedenken durch einige Porträts aus der Ausstellung „Gegen das Vergessen" von Luigi Toscano, die bis gestern im Westfalen-Park gezeigt worden war.

https://www.youtube.com/watch?v=II_uj04IxhA

Der Novemberpogrom 1938 in DortmundHeute vor 82 Jahren fand im Deutschen Reich ein antijüdischer Pogrom statt. Auch in D...
09/11/2020

Der Novemberpogrom 1938 in Dortmund

Heute vor 82 Jahren fand im Deutschen Reich ein antijüdischer Pogrom statt. Auch in Dortmund kam es zu Übergriffen auf Jüdinnen und Juden sowie zu Zerstörungen und Plünderungen.

Wilhelm Buchheim, Rektor der jüdischen Volksschule, berichtet über die Vorgänge in der Pogromnacht vom 9. auf den 10. November 1938:

„Morgens, etwa 5 oder 5 ½ Uhr, schellte es. Zuerst glaubte ich, die Brötchen kämen. Wir waren wohl unruhig, blieben aber liegen. Etwa um 6 oder 6 ½ schellte es Sturm. Ich ging ins Badezimmer, das nach der Straße zu liegt und sah die Straße schwarz vor Menschen, Schreie wie Jude Buchheim etc. hörte ich. Ich ging zurück, sagte meiner Frau, wir wollen öffnen und uns ins Bett legen, wir seien verloren, an ein Entkommen sei nicht zu denken. Wir waren vollkommen ruhig und gefasst. Meine Frau machte den Vorschlag, ich sollte mich ins Bett legen, da ich krank sei – ich war krankheitshalber noch bis 14.11 beurlaubt - sie wolle öffnen. Ich legte mich ins Bett, die Schlafzimmertür war auf, so daß ich die Korridortüre sehen konnte. Im nächsten Augenblick stürmte eine Horde von Bestien in die Wohnung. Meine Frau fragte, was wollen Sie? Einer sagte, wir wollen die Bescheinigung sehen, daß Ihr Mann krank ist. Da kamen sie schon ins Schlafzimmer, in SS-Uniform, SA-Uniform und in Zivil. Ein kleiner dicker Kerl in Zivil war scheinbar der Anführer, ein unverschämtes Scheusal, das nach Schnaps roch. Er fragte nach Waffen, wenn ich verschweige und sie finden etwas, werde ich erschossen.

Plötzlich hörte ich ein Krachen und Splittern, die Bande schmiss unser Küchengeschirr auf die Straße, Teller, Tassen, Gläser, Stühle, Kochkiste etc. Meine Frau war immer dazwischen, sie wollten sie auch auf die Straße werfen. Schließlich ging der SS-Mann hinaus, viele andere verließen die Wohnung, ich stand an der Schlafzimmertür. Da kamen noch einige aus dem Herrenzimmer, einer hatte 3 Bände der Bibelübersetzung von Buber unter dem Arm und rief, ich habe verbotene Schriften gefunden. Ich sagte, er solle mal sehen, was das für Bücher sind. Er las: Rosenzweig-Buber. Ob das keine Juden seien? Gewiss, aber das sei eine Übersetzung der Bibel ins Deutsche, wie auch Luther die Bibel übersetzt habe. Da schmiss er die Bücher auf den Boden. Ich sagte, das sei der Dank dafür, daß man im Felde war, mit mir noch 3 meiner Brüder. Einer sagte, macht, daß ihr aus Deutschland rauskommt. Ich sagte, lieber heute als morgen, aber wohin? Schließlich waren sie draußen!“
_____________________________________________

Die Zerstörung der Hörder Synagoge

Josef Röhr, ein nicht-jüdischer Bürger, wurde Augenzeuge der Zerstörung der Hörder Synagoge in der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938:

„Zur Synagoge, da kamen die erst nicht rein. […] Nachher sind sie doch durch die Seitentür reingekommen. Die haben sie aufgebrochen. Und dann hat es noch eine ganze Zeit gedauert, bis sie die Haupttür von innen aufgemacht haben. Anschließend haben sie drei oder vier Mann weggeschickt, die nach etwa einer halben Stunde wiederkamen. Das war etwa halb eins oder Viertel vor eins. Die kamen also wieder und zwar mit Kanistern, mit großen Kanistern. Da hatten sie schwer zu schleppen dran. Und einer kam noch mit einer Schubkarre. In der waren auch noch Sachen drin. Das war Petroleum oder etwas ähnliches. Auf jeden Fall eine brennbare Flüssigkeit. Die wollten also die Synagoge anstecken. An der Synagoge haben sie angefangen, die Türen anzustecken. Das waren dicke Polstertüren, wo sie die Polster aufgeschnitten und angesteckt haben. Ja, dann war das Ganze am brennen.

Eigentümlich, ich hab‘ in der ganzen Nacht keine Polizisten gesehen. Die sind nämlich zurückgehalten worden. Nach dem Krieg hab’ ich mich mit einem alten Hörder Schutzmann unterhalten und der hat mir gesagt, wir hatten Anweisung, wir durften nicht raus. Nur die Feuerwehr hat man benachrichtigt. Und die sind auch mit zwei Wagen gekommen. Die rollten ihre Schläuche aus, haben sie an den Hydrant angeschlossen und haben ihre Spritzen in die Hand genommen. Plötzlich waren zwei SS-Leute da und haben zu den Feuerwehrmännern gesagt, spritzt ihr, dann schneiden wir euch die Schläuche durch. Das gab dann eine Diskussion, die sich eine halbe Stunde hingezogen hat. Und auf einmal kam ein großer Wagen an. Aus dem stieg ein SS-Führer aus und der sprach mit den Feuerwehrleuten und hat gesagt: ‚Achten Sie auf Funkenflug und schützen Sie die Nebenbauten. Aber das da, das bleibt brennen.‘“

Adresse

Steinstraße 50
Dortmund
44147

Vom Dortmunder Hauptbahnhof erreichen Sie uns zu Fuß in ca. drei Minuten.

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 17:00
Sonntag 10:00 - 17:00

Telefon

+2315025002

Webseite

Benachrichtigungen

Lassen Sie sich von uns eine E-Mail senden und seien Sie der erste der Neuigkeiten und Aktionen von Gedenkstätte Steinwache erfährt. Ihre E-Mail-Adresse wird nicht für andere Zwecke verwendet und Sie können sich jederzeit abmelden.

Das Museum Kontaktieren

Nachricht an Gedenkstätte Steinwache senden:

Kategorie

Die Steinwache

Am 14.10.1992 wurde an der Steinstraße 50 in Dortmund die „Steinwache” als Mahn- und Gedenkstätte eröffnet. Sie befindet sich im alten Dortmunder Polizeigefängnis, in dem während des Nationalsozialismus mehr als 66.000 Menschen festgehalten und vielfach vor allem durch die Gestapo misshandelt wurden. Neben der ständigen Ausstellung „Widerstand und Verfolgung in Dortmund 1933-1945” des Stadtarchivs Dortmund werden regelmäßig Abendvorträge angeboten und Sonderausstellungen gezeigt.

Museen in der Nähe