KZ-Gedenkstätte Dachau / Dachau Concentration Camp Memorial Site

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KZ-Gedenkstätte Dachau / Dachau Concentration Camp Memorial Site Bildung | Erinnerung | Begegnung
🕖 Montag-Sonntag 9-17 Uhr
🎟️ Eintritt frei
👨‍👩‍👧‍👦 Besuch ab 13 Jahren empfohlen
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Offizielle Facebook-Seite der KZ-Gedenkstätte Dachau. | Official page of the Dachau Concentration Camp Memorial Site.

(EN below) Nach seinem Beitritt in die NSDAP 1926 beendete Martin Gottfried Weiß zunächst 1933 sein Studium in der Elekt...
14/10/2026

(EN below) Nach seinem Beitritt in die NSDAP 1926 beendete Martin Gottfried Weiß zunächst 1933 sein Studium in der Elektrotechnik. Bereits im April 1933 trat er in die Wachmannschaft des KZ Dachau ein, wurde in der Folge zum Lageringenieur ernannt und 1938 zum Adjutanten des Lagerkommandanten Hans Loritz befördert. Er besetzte in mehreren Lagerverwaltungen hochrangige Stellen, so auch in Neuengamme und Majdanek. Anschließend wurde er Amtschef zur besonderen Verwendung in der Amtsgruppe D des SS-Wirtschafts- und Verwaltungshauptamtes und war ab November 1944 als höchstrangiger SS-Offizier für den Dachauer Außenlagerkomplex Mühldorf zuständig.

Martin Gottfried Weiß verschlechterte die Lebens- und Arbeitsbedingungen vieler KZ-Insassen. Die Verantwortung für Selektionen und Hinrichtungen versuchte er auf andere abzuwälzen. Im Dachau-Hauptprozess wurde Weiß am 13. Dezember 1945 zum Tode verurteilt und am 29. Mai 1946 im Gefängnis Landsberg hingerichtet.

Sein jüngerer Sohn Dr. Ralph Schwerdt setzt sich mit seiner Ehefrau und deren Sohn für eine öffentliche Aufarbeitung von Täterschaft innerhalb der Familie ein. Hierfür stellten sie sich unter anderem für ein Mehrgenerationengespräch zur Verfügung, dass sie im Jahre 2022 an der KZ-Gedenkstätte Dachau führten. Zu diesem Teil der NS-Vergangenheit im familienbiografischen Kontext ein kritisches, öffentlich vermitteltes Verhältnis zu entwickeln, ist eine wichtige Aufgabe, der sich bis heute nur sehr wenige Menschen zu stellen bereit sind.

Am 17. Oktober 2026 um 14:00 - 16:30 Uhr findet der Themenrundgang „Das KZ Dachau und die SS – Täterschaft im Konzentrationslager“ statt. Anhand von Biographischen Bezügen ähnlich dem von Martin Gottfried Weiß soll sich dem Thema Täterschaft angenähert werden.
Weitere Informationen findet ihr hier: https://www.kz-gedenkstaette-dachau.de/nachrichten/themenrundgang-das-kz-dachau-und-die-ss-taeterschaft-im-konzentrationslager-2/ //

After joining the NSDAP in 1926, Martin Gottfried Weiß first completed his studies in electrical engineering in 1933. As early as April 1933, he joined the guard unit at the Dachau concentration camp; he was subsequently appointed camp engineer and promoted in 1938 to adjutant to camp commander Hans Loritz. He held high-ranking positions in several camp administrations, including those at Neuengamme and Majdanek. He subsequently became head of a special unit within Department D of the SS Economic and Administrative Main Office and, beginning in November 1944, served as the highest-ranking SS officer in charge of the Mühldorf satellite camp complex of Dachau.

Martin Gottfried Weiß worsened the living and working conditions of many concentration camp inmates. He attempted to shift responsibility for selections and executions onto others. In the main Dachau trial, Weiß was sentenced to death on December 13, 1945, and executed on May 29, 1946, at Landsberg Prison.

His younger son, Dr. Ralph Schwerdt, along with his wife and her son, is committed to a public examination of the perpetrator’s role within the family. To this end, they participated in, among other things, a multigenerational dialogue that they led at the Dachau Concentration Camp Memorial Site in 2022. Developing a critical, publicly articulated relationship to this part of the N**i past within the context of family history is an important task that, to this day, very few people are willing to undertake.

(EN in comments) Venanzio Gibillini wird am 28. November 1924 in Frankreich als Sohn eines Glasarbeiters geboren. Zusamm...
10/10/2026

(EN in comments) Venanzio Gibillini wird am 28. November 1924 in Frankreich als Sohn eines Glasarbeiters geboren. Zusammen mit vier Geschwistern wächst er in Mailand auf.

Im August 1943 wird der junge Arbeiter zum italienischen Heer einberufen. Aus Angst, nach Deutschland deportiert zu werden, desertiert Gibillini nach der italienischen Kapitulation im September 1943.

Wenige Monate später wird er bei einer Razzia verhaftet und zur Arbeit in einem Eisenbahndepot gezwungen. Im Juli 1944 wird er nach einem Anschlag der „Resistenza“ wegen Sabotageverdachts verhaftet und am 7. September 1944 ins KZ Flossenbürg transportiert. Dort graben sich die Bilder der Sterbenden und Toten im nahen "Sterbeblock" in sein Gedächtnis.

Wegen technischer Fähigkeiten wird er am 10. Oktober 1944 ins Dachauer Außenlager Kottern überstellt und muss dort unter schwersten Bedingungen für die Messerschmitt AG Flugzeugteile herstellen.

Ende April 1945 fliehen die SS-Wachmänner nach zwei Tagen auf einem Todesmarsch bei Pfronten - Gibillini ist frei.

In Italien wird er nach seiner Rückkehr Facharbeiter, heiratet und gründet eine Familie. Er kehrt erstmals in den 1960er Jahren an die Orte seiner Verfolgung in Deutschland zurück. Seite 2002 berichtete er in Schulen regelmäßig von seinen Erlebnissen und veröffentlichte dazu auch Erinnerungsberichte.

Mit den KZ-Gedenkstätten Dachau und Flossenbürg blieb Venanzio Gibillini eng verbunden und besuchte beide Orte mehrfach. In Flossenbürg nahm er an mehreren Überlebendentreffen teil. Seine Lebensgeschichte und seine Erinnerungen sind heute in den Dauerausstellungen beider Gedenkstätten präsent: in Dachau seit 2002 und in Flossenbürg seit September 2025. Noch 2018 kehrte er, begleitet von seinem Sohn, für ein Zeitzeugengespräch nach Dachau zurück.

Am 16. Januar 2019 starb Gibillini nach kurzer Krankheit in Mailand.

(EN below) Am Freitag, den 25. September 2026, besuchte Hilbert „Hibby“ Margol mit 102 Jahren die KZ-Gedenkstätte Dachau...
07/10/2026

(EN below) Am Freitag, den 25. September 2026, besuchte Hilbert „Hibby“ Margol mit 102 Jahren die KZ-Gedenkstätte Dachau. Er war Teil der 42. Rainbow-Division, die aktiv an der Befreiung des KZ Dachau beteiligt war. Heute lebt er in Atlanta, Georgia.

Mit 21 Jahren nahm er als Soldat mit seinem Zwillingsbruder Howard an der Befreiung des Konzentrationslagers teil. Am Sonntagmorgen des 29. April 1945 hielten sich die beiden Brüder mit der Division nahe München auf.

In seiner Gedenkbotschaft 2021 erzählte er: „Als wir durch ein Waldstück gingen, stießen wir auf eine Reihe von Güterzugwaggons. Die Schiebetüren in einigen der Waggons waren offen, sodass wir Leichen sehen konnten, die in jedem Waggon zusammengepackt waren. Wir betraten dann ein offenes Tor, das sich in der Mitte eines nahegelegenen Gebäudes befand. Wir wurden Zeugen einiger unvergesslicher Anblicke, ohne zu verstehen, was passiert war. Außer anderen Soldaten der 42. Division waren nur sehr wenige lebende Personen zu sehen. Da herrschte eine unheimliche Stille.“

Sein Bruder Howard nahm beim 50. Jahrestag der Befreiung im Jahre 1995 teil. 2015, zum 70. Jahrestag der Befreiung, besuchte Hilbert selbst die Gedenkstätte. Bei dieser Gelegenheit tauschte er sich unter anderem mit Überlebenden des KZ Dachau aus.

Bei seinem diesjährigen Besuch erhielt er einen Rundgang auf dem Gelände der Bereitschaftspolizei, wo zu Lagerzeiten die SS stationiert war. Dort fand er auch den oben erwähnten Waggon vor. Einen weiteren Rundgang machte er auf dem Gelände der Gedenkstätte. Anschließend stellte er sich für ein Zeitzeugengespräch mit den Mitarbeitenden der KZ-Gedenkstätte zur Verfügung. Am Zeitzeugengespräch nahm auch der 103-jährige Jack Myers teil. Myers war während des Zweiten Weltkrieges ebenso Soldat der 42. Rainbow-Division. Die Organisation „Best Defense Foundation“ hatte die beiden bei ihrer Reise zur Gedenkstätte begleitet. Wir sind den beiden dankbar, dass sie sich für ein Zeitzeugengespräch bereit erklärt haben, das für die Teilnehmenden ein unvergessliches Erlebnis war.

Hier könnt ihr seine Gedenkbotschaft zum 76. Jahrestag der Befreiung 2021 sehen: https://www.kz-gedenkstaette-dachau.de/76-jahrestag-der-befreiung/gedenkbotschaft-hilbert-margol/ //

On Friday, September 25, 2026, Hilbert “Hibby” Margol, at the age of 102, visited the Dachau Concentration Camp Memorial Site. He was a member of the 42nd Rainbow Division, which played an active role in the liberation of the Dachau concentration camp. Today he lives in Atlanta, Georgia.

At the age of 21, he took part in the liberation of the concentration camp as a soldier alongside his twin brother, Howard. On the morning of Sunday, April 29, 1945, the two brothers were stationed with the division near Munich.

In his commemorative message, he recounts: “A very strong odor filled the air. My brother Howard and I received permission to locate the source of the odor. Going through a wooded area we came upon a line of railroad box cars. The sliding doors of some of the cars were open, enabling us to view deceased bodies packed together in each car. We then entered an open gate located in the center of a nearby building. We proceeded to witness some unforgettable sights while not understanding what had happened. Other than other 42nd division soldiers, very few living persons were observed.”

His brother Howard attended the 50th anniversary of the liberation in 1995. In 2015, on the 70th anniversary of the liberation, Hilbert himself visited the memorial site. On that occasion, he spoke with survivors of the Dachau concentration camp, among others. The video on the third slide shows an excerpt from Margol’s commemorative message delivered during the digital commemorative event marking the 76th anniversary of the liberation.

During his visit this year, he was given a tour of the riot police compound, where the SS was stationed during the camp era. There, he also came across the train car mentioned ab . He took another tour of the memorial site. Afterward, he made himself available for a conversation with staff members of the concentration camp memorial as an eyewitness. The 103-year-old Jack Myers also participated in the eyewitness discussion. Myers was also a soldier in the 42nd Rainbow Division during World War II. The organization “Best Defense Foundation” had accompanied the two on their trip to the memorial. We are grateful to both of them for agreeing to participate in an eyewitness discussion, which was an unforgettable experience for the participants.

"Verbrechen, Verfahren und Verantwortung" - unter diesem Titel ist die Sonderausstellung zu den "Dachauer Prozessen" sei...
02/10/2026

"Verbrechen, Verfahren und Verantwortung" - unter diesem Titel ist die Sonderausstellung zu den "Dachauer Prozessen" seit fast vier Jahren noch bis Ende 2026 in der Gedenkstätte zu sehen.

Vor beinahe 80 Jahren wurde beschlossen, die Prozesse gegen Angehörige des Lagerpersonals von Konzentrationslagern, gegen Militärs und Zivilisten, die allesamt für NS-Verbrechen verantwortlich waren, zentral in Dachau abzuhalten. Anlässlich dieses Jahrestages findet am Mittwoch, dem 14. Oktober 2026, um 19 Uhr die Finissage der Sonderausstellung statt.

Nach einer Kuratorenführung beleuchtet die Abendveranstaltung im Kinosaal der KZ-Gedenkstätte die "Dachauer Prozesse" aus verschiedenen Blickwinkeln - sowohl mit einer historischen Einführung, der Lesung zeitgenössischer Texte als auch einem Gastbeitrag.
Der Eintritt ist frei, die Veranstaltung wird in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.

Mehr Infos & Anmeldung ➡️ https://www.kz-gedenkstaette-dachau.de/veranstaltungen/finissage-der-sonderausstellung-dachauer-prozesse/

Hi, ich bin Chiara und war von Ende Juni bis Ende August für acht Wochen Praktikantin in der wissenschaftlichen Abteilun...
28/09/2026

Hi, ich bin Chiara und war von Ende Juni bis Ende August für acht Wochen Praktikantin in der wissenschaftlichen Abteilung der KZ-Gedenkstätte Dachau. Das Praktikum habe ich als Teil meines Bachelors in Soziologie und Gender Studies an der Goethe-Universität Frankfurt am Main absolviert. So hatte ich mich bereits mit dem Erinnern von gegenwärtiger rechter, rassistischer Gewalt auseinandergesetzt, bei der es sich um Kontinuitäten von NS-Ideologien handelt und wollte durch das Praktikum die hiesige Erinnerungsarbeit kennenlernen.

Aufgrund der vielen Aufgabenfelder in der wissenschaftlichen Abteilung und dem Wunsch, tiefgehende Einblicke zu erhalten, fokussierte ich mein Praktikum auf das Archiv. Durch einen Schnuppertag in der Sammlung bekam ich allerdings auch Einblicke in die Arbeit mit archäologischen Funden.

Durch die Arbeit mit Filmaufnahmen aus Dachau zu Kriegszeiten habe ich spannende Einblicke in die Wahrnehmbarkeit von Häftlingen im Alltag der Stadtbevölkerung Dachaus erhalten.

Den für die Archivarbeit essentiellen Umgang mit der Datenbank habe ich vor allem durch die Bearbeitung von Anfragen zu ehemaligen Häftlingen erlernt. Auskunft zu den Schicksalen der gesuchten Personen geben zu können war für mich eine bewegende Erfahrung, gerade aufgrund der Rückmeldungen, wie bedeutsam dieses Wissen für viele der Angehörigen ist.

Außerdem habe ich zur Erschließung von Dokumenten, die die Gedenkstätte als Leihgaben oder Schenkungen erreichen, beigetragen. Meistens habe ich dabei Briefe gelesen, digitalisiert und durch die Einarbeitung in die Datenbank so aufgearbeitet, dass sie zukünftig zur Forschung und Vermittlung bereitstehen. Aus dem Häftlingspostverkehr stammende Briefe fand ich dabei besonders interessant, weil sie teils zeigen, wie Inhaftierte ihren Familien und Freunden die Zeit im KZ schilderten.

Stark geprägt wurde mein Praktikum von den herzlichen Mitarbeitenden und ihrer stetigen Bereitschaft meine vielen Fragen zu beantworten, wodurch es eine tolle Erfahrung war, für die ich dem gesamten Team sehr dankbar bin. Auch habe ich dank der Lernerfahrungen weiteren Input für meine bevorstehende Bachelorarbeit bekommen und weiß jetzt, dass ich gerne weiterhin in der Erinnerungsarbeit tätig sein möchte.

(EN below) Aktuell können Besuchenden bei ihrem Besuch in der Gedenkstätte an unserer Umfrage zur Besucherstudie teilneh...
26/09/2026

(EN below) Aktuell können Besuchenden bei ihrem Besuch in der Gedenkstätte an unserer Umfrage zur Besucherstudie teilnehmen.

Wir wollen wissen, welche Bedürfnisse und Erwartungen die Besuchenden haben und mit den Ergebnissen die Angebote der KZ-Gedenkstätte Dachau künftig noch stärker zielgruppengerecht ausrichten.

Deshalb befragen wir schon seit März gezielt unsere Besuchenden. Der aktuelle Befragungszeitraum läuft noch bis zum 2. Oktober, danach wird wieder im November/Dezember befragt.

Der Fragebogen ist in mehreren Sprachen vorhanden - wir freuen uns, wenn ihr an der Umfrage teilnehmt! 🫶🏻

Swipet nach links für mehr Infos zur aktuellen Besucherumfrage ⬅️ //

Visitors to the memorial can currently take part in our visitor survey during their visit.

We want to know what needs and expectations visitors have, and use the results to ensure that the Dachau Concentration Camp Memorial’s offerings are even more tailored to specific target groups in the future.

That’s why we’ve been conducting targeted surveys of our visitors since March. The current survey period runs through October 2; after that, the survey will be conducted again in November/December.

The questionnaire is available in several languages—we’d really appreciate it if you’d take part in the survey! 🫶🏻

Swipe left for more information about the current visitor survey ⬅️

(EN below) In zahlreichen nationalsozialistischen Konzentrationslagern wurden an Häftlingen gegen ihren Willen medizinis...
24/09/2026

(EN below) In zahlreichen nationalsozialistischen Konzentrationslagern wurden an Häftlingen gegen ihren Willen medizinische Versuche durchgeführt.

Auch in Dachau war dies ab 1942 der Fall. Im sogenannten "Krankenrevier" führten SS-Ärzte verschiedene Experimente durch, so etwa Unterkühlungs-, Höhen- und Meerwasserversuche im Auftrag der Luftwaffe. Außerdem wurden Häftlinge mit Malariaerregern und Phlegmonen infiziert, um Medikamente zu erproben. Hunderte von Menschen starben dabei.

Im Themenrundgang am Samstag, den 26. September 2026, wird von 14.00-16.30 Uhr thematisiert, inwiefern die Wissenschaft eine Mitverantwortung an den Verbrechen im KZ Dachau trägt. Zudem wird beleuchtet, welchen Einfluss pseudowissenschaftliche Überzeugungen auf die Verfolgung der Opfer des KZ Dachau hatten.

Mehr Infos & Anmeldung ➡️ https://www.kz-gedenkstaette-dachau.de/veranstaltungen/medizin-und-verbrechen-pseudo-wissenschaft-im-kz-dachau/ //

In numerous N**i concentration camps, medical experiments were conducted on prisoners against their will.

This was also the case in Dachau beginning in 1942. In the so-called “sickbay,” SS doctors oversaw experiments on on the impact of exposure, altitude, and seawater on behalf of the German Air Force. In addition, prisoners were infected with malaria pathogens and phlegmon to test medical drugs. Hundreds died during these inhuman experiments.

Heute gedenken wir Max Mannheimer anlässlich seines 10-jährigen Todestages am 23.09.2016. Max Mannheimer wurde am 06.02....
23/09/2026

Heute gedenken wir Max Mannheimer anlässlich seines 10-jährigen Todestages am 23.09.2016.

Max Mannheimer wurde am 06.02.1920 als ältester Sohn von Jakob und Margarethe Mannheimer geboren. Gemeinsam mit seinen Brüdern Erich, Ernst und Edgar sowie seiner Schwester Käthe wuchs er in Neutitschein in der ehemaligen Tschechoslowakei auf. Max besuchte die Handelsschule und arbeitete ab 1936 als Kaufmann.

Infolge der Besetzung des Sudetenlandes durch das nationalsozialistische Deutschland musste die jüdische Familie im Januar 1939 nach Ungarisch Brod – dem Geburtsort der Mutter – fliehen. Im Januar 1943 wurde die Familie Mannheimer zuerst nach Theresienstadt und schließlich nach Auschwitz deportiert. Nur Max und sein Bruder Edgar überlebten. Von Auschwitz aus wurden sie in das Konzentrationslager Warschau und schließlich in das Konzentrationslager Dachau sowie dessen Außenlager Karlsfeld und Mühldorf deportiert. Am 28.04.1945 wurde Mannheimer am Starnberger See befreit.

Seit den 1980er Jahren engagierte sich Max Mannheimer aktiv für eine Kultur des Erinnerns und des Gedenkens sowie gegen Antisemitismus und Rechtsextremismus. Der KZ-Gedenkstätte Dachau war er bis zu seinem Tod im September 2016 eng verbunden. So hatte er auch seit 1990 den Vorsitz der Lagergemeinschaft Dachau inne und war seit 1995 Vizepräsident des Comité International de Dachau. Ein großes persönliches Anliegen war ihm zeitlebens Gespräch und die Begegnung mit Schülerinnen und Schülern. Bis heute ist der Name Max Mannheimer in München und Dachau präsent: So sind der Platz vor dem NS-Dokumentationszentrum in München und das Jugendgästehaus Max Mannheimer Studienzentrum, Dachau in Dachau nach ihm benannt. Seit Anfang Januar 2020 trägt außerdem das Gymnasium Grafing im Landkreis Ebersberg seinen Namen.

Wegen seiner traumatischen KZ-Erfahrungen musste sich Max Mannheimer wiederholt in Therapie begeben. Dabei entdeckte er das Malen. Seine abstrakten Bilder auf Leinwand und Hinterglas, die er im Andenken an seinen Vater oft mit „Ben Jakov“ (der Sohn Jakobs) signierte, wurden in landesweiten Ausstellungen präsentiert.

Ausführlichere Informationen findet Ihr auf unserer Website: https://www.kz-gedenkstaette-dachau.de/dachauer-ton-spuren/max-mannheimer/

Vor kurzem hat er noch seinen 100. Geburtstag gefeiert, nun haben wir erfahren, dass der ehemalige Dachau-Häftling René ...
22/09/2026

Vor kurzem hat er noch seinen 100. Geburtstag gefeiert, nun haben wir erfahren, dass der ehemalige Dachau-Häftling René Vanhuffel am 9. September 2026 in Wilrijk verstorben ist. Wir denken an seine Angehörigen und wünschen viel Kraft für die kommende Zeit.

Die KZ-Gedenkstätte Dachau bietet in Kooperation mit der DFB-Kulturstiftung und der Evangelischen Versöhnungskirche zwei...
21/09/2026

Die KZ-Gedenkstätte Dachau bietet in Kooperation mit der DFB-Kulturstiftung und der Evangelischen Versöhnungskirche zwei Rundgänge zum Thema „Fußball im KZ Dachau“ an.

Fußball und das menschenverachtende System der Konzentrationslager scheinen auf den ersten Blick kaum zusammenzupassen. Doch bereits 1933 fanden im KZ Dachau Fußballspiele statt. Schon damals wurden Aufnahmen von fußballspielenden Häftlingen für propagandistische Zwecke missbraucht.

In den letzten drei Kriegsjahren erlaubte die SS das Fußballspielen zudem gezielt, um die Arbeitsmotivation der Gefangenen zu erhöhen. Gleichzeitig waren die Häftlinge weiterhin dem Terror und der Gewalt des Konzentrationslagers ausgesetzt.

Der Rundgang beleuchtet diese widersprüchliche Geschichte und stellt auch Biografien bekannter Häftlinge aus dem Bereich Fußball vor.

Mehr Infos findet ihr unter folgenden Links:

📅 27.09.2026 - mit Übersetzung in Deutsche Gebärdensprache (DGS) https://www.kz-gedenkstaette-dachau.de/veranstaltungen/fussball-im-kz-dachau-4/

📅 18.10.2026 - https://www.kz-gedenkstaette-dachau.de/veranstaltungen/fussball-im-kz-dachau-5/

Adresse

Alte Römerstraße 75
Dachau
85221

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00
Samstag 09:00 - 17:00
Sonntag 09:00 - 17:00

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