08/07/2026
in den 50ern 🏡
Bild1️⃣ Bauschild der Jungsiedlungsgemeinschaft Weiden e.V. 1957
Bild2️⃣ 1957 Moltkestraße an der Ecke Severin(us)straße mit der Neuerwerbung einer Kehrmaschine aus dem Jahr 1955
📈
In dieser Zeit erlebte Lövenich (Landkreis Köln) eine Phase des Wandels. Geprägt von der Dynamik der Wirtschaft, bewegte sich die Gemeinde an der Schnittstelle zwischen ländlicher Tradition und moderner Vorort-Entwicklung.
1956 endete die Amtszeit des langjährigen Bürgermeisters Wilhelm Ritterbach.
Ihm folgte Alfons Nowak, der die Geschicke der stark wachsenden Gemeinde in den kommenden zwölf Jahren bis 1968 leiten sollte.
🚜
In den 50ern zog es immer mehr Menschen aus dem kriegszerstörten und dicht besiedelten Köln ins westliche Umland. Lövenich wandelte sich in dieser Zeit rasant vom beschaulichen Bauerndorf mit historischen Hofgütern zu einem modernen Wohnort.
Um den stark steigenden Schülerzahlen gerecht zu werden, wurden in diesen Jahren wegweisende Schulbauprojekte vorangetrieben (wie die Planungen und der Ausbau rund um die heutige Johanniter-Schule).
Das Straßennetz und die Strom- und Wasserversorgung mussten an die neuen Siedlungen angepasst werden.
Auch wurden von der Gemeinde gezielt landwirtschaftliche Flächen in Bauland umgewandelt. Ziel war es, bezahlbaren Wohnraum für junge Familien, Arbeiter und die vielen Heimatvertriebenen zu schaffen.
Da Familien um 1955 kaum Eigenkapital besaßen, schlossen man sich zu einer zusammen.
Jedes Mitglied verpflichtete sich zu hunderten Stunden körperlicher Arbeit auf der Baustelle – der sogenannten💪 .
Ein Haus wurde erst bezogen, wenn der gesamte Bauabschnitt fertiggestellt und die Häuser unter den Jungsiedlern verlost worden waren.
Die Häuser aus dieser Zeit sind oft zweigeschossige Einfamilien- oder Doppelhäuser mit Satteldach. Sie waren funktional und kompakt ausgelegt.