Stiftung niedersächsische Gedenkstätten

Stiftung niedersächsische Gedenkstätten Erinnerungsarbeit und Bildung zum Nationalsozialismus und seinen Verbrechen in Niedersachsen

⚠️ Geschichte verstehen ist gefährlich… für alle, die sie für ihre Propaganda umdeuten. Gedenkstätten machen die Geschic...
27/08/2026

⚠️ Geschichte verstehen ist gefährlich… für alle, die sie für ihre Propaganda umdeuten. Gedenkstätten machen die Geschichte der NS-Verbrechen verständlich. Sie dokumentieren, forschen und informieren.

👉 Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck. Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht. Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären. Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.

📣 Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unte...
24/08/2026

📣 Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck. Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht. Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären. Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.

🗣 Mit einem ebenso anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Programm fand Ende Juni die Tagung „NS-Gesellschaft als Volks...
07/07/2026

🗣 Mit einem ebenso anspruchsvollen wie abwechslungsreichen Programm fand Ende Juni die Tagung „NS-Gesellschaft als Volksgemeinschaft? Inszenierungen, soziale Praxis und Handlungsspielräume“ in Hameln statt.

👩‍🏫 Mit vielfältigen Vorträgen, Workshops, Exkursionen und Diskussionen nahm das Tagungsprogramm Strukturen und Mechanismen in den Blick, welche die NS-Gesellschaft konstituierten und die nationalsozialistischen Verbrechen ermöglichten und legimitierten. Wichtig für diese Konstituierung war die Entwicklung und Inszenierung einer „Volksgemeinschaft“, verbunden mit dem gewaltsamen Ausschluss aller nicht zur imaginierten Gemeinschaft zählenden Gruppen.

Mehr zur Tagung erfahrt ihr in unserem Rückblick auf der Webseite:
🔗 https://www.stiftung-ng.de/ueber-uns/aktuelles/news-detail/ns-gesellschaft-als-volksgemeinschaft

Entsteht bald ein neuer Demokratie- und Lernort in Hannover?ℹ️ Das historische Gebäude der Polizeidirektion Hannover ist...
02/07/2026

Entsteht bald ein neuer Demokratie- und Lernort in Hannover?

ℹ️ Das historische Gebäude der Polizeidirektion Hannover ist gelebte Geschichte. Noch im Kaiserreich gebaut, hat das Gebäude am Waterlooplatz alle Epochen der deutschen Geschichte im 20. Jahrhundert miterlebt und ist damit auch ein Spiegel der Polizeigeschichte. Eine erste Demokratisierung der Polizei in der Weimarer Republik und vor allem die Durchsetzung der NS-Gewaltherrschaft mit direkter Tatbeteiligung an den nationalsozialistischen Massenverbrechen zeigen auf, wie Polizeiarbeit sich verändert hat und welche Verantwortung die Exekutive in einem Staat innehat.

🗣 Dem will die Polizei Hannover gerecht werden und hat letzten Freitag im historischen Gebäude zu einem Treffen eingeladen, um eine mögliche Nutzung als Demokratie- und Lernort zu besprechen.

👉 Mit dabei waren neben der Polizeipräsidentin Hannovers Gwendolin von der Osten auch Christopher Finck, der die Landtagspräsidentin Hanna Naber vertrat, die Geschäftsführerin der Stiftung niedersächsische Gedenkstätten Elke Gryglewski und der Leiter der Forschungsstelle für Polizei- und Demokratiegeschichte Dirk Götting.

Wir sind gespannt, wie es hier weitergeht!

🗣 Gedenkstättenpädagogik steht vor einer doppelten Anforderung: Sie soll ideologiekritisch arbeiten — Antisemitismus (un...
01/07/2026

🗣 Gedenkstättenpädagogik steht vor einer doppelten Anforderung: Sie soll ideologiekritisch arbeiten — Antisemitismus (und andere Phänomene gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit) benennen, Entmenschlichung dekonstruieren, Täter*innen-Perspektiven analysieren — und gleichzeitig für möglichst viele Menschen zugänglich sein, unabhängig von Vorwissen, Sprachkompetenz oder schulischer Bildung. Leichte Sprache, barrierefreie Gestaltung und diversitätssensible Formate sind dabei längst keine Randthemen mehr, sondern Teil des pädagogischen Selbstverständnisses vieler Einrichtungen.

👉 Aber was geschieht mit einem ideologiekritischen Argument, wenn es vereinfacht wird? Registrieren Besucher*innen den Unterschied zwischen einer Aussage, die Antisemitismus beschreibt, und einer, die ihn analysiert und dekonstruiert? Führt sprachliche Reduktion zu tieferem Verstehen — oder erzeugt sie vor allem Zustimmung ohne Erkenntnis?

Wann:
📅 17./18. September 2026

Wo:
📍 Niedersächsische Landesvertretung, Berlin

Anmeldungen sind jetzt möglich unter:
🔗 https://www.stiftung-ng.de/ueber-uns/aktuelles/veranstaltungen/detail/inklusiv-und-ideologiekritisch

Themen:

👩‍🎓 Du forschst zur Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Nachwirkungen? Wir haben mit „historisch.kritisch.gege...
30/06/2026

👩‍🎓 Du forschst zur Geschichte des Nationalsozialismus und seiner Nachwirkungen? Wir haben mit „historisch.kritisch.gegenwärtig“ ein neues Journal ins Leben gerufen – und freuen uns über Einreichungen!

👉 Das Journal erscheint online und ist Open-Access. Nach einem erfolgreichen Durchlaufen des Peer-Review-Prozesses wird der Beitrag direkt veröffentlicht. So machen wir die Texte schnell und kostenlos für ein breites Publikum verfügbar.

📖 Die erste Veröffentlichung ist bereits online. Tobias Neuburger behandelt in seinem Tagungsbeitrag das Thema: „Die Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen – Herausforderungen antiziganismuskritischer Bildung in Zeiten gesellschaftlicher Regression“

Zum Journal und Tobias Neuburgers Beitrag geht es hier:
🔗 https://www.tib-op.org/ojs/index.php/hkg/index.

Wir freuen uns auf weitere Einreichungen.

Heute vor 85 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Damit begann ein rassenideologischer Vernichtungskr...
22/06/2026

Heute vor 85 Jahren überfiel die deutsche Wehrmacht die Sowjetunion. Damit begann ein rassenideologischer Vernichtungskrieg, der sich nicht nur gegen die Soldat*innen der Roten Armee, sondern explizit auch gegen die Zivilbevölkerung richtete. Geplant waren die Zerschlagung des sowjetischen Staates und die wirtschaftliche Ausbeutung des Landes. Jüdinnen:Juden sollten ermordet, die übrigen Einwohner*innen als Zwangsarbeiter*innen ausgebeutet oder dem Hungertod ausgeliefert werden.

🗣 Damit ignorierten NS-Führung und Wehrmacht geltendes Kriegs- und Völkerrecht. Der Grundstein für die Massenverbrechen des NS und die systematische Verfolgung und Ermordung von Jüdinnen:Juden sowie anderer Minderheiten war gelegt.
Etwa 5,7 Millionen sowjetische Soldat*innen gerieten während des Zweiten Weltkriegs in deutsche Gefangenschaft. Mindestens 2,6 Millionen, vermutlich bis zu 3,3 Millionen kamen ums Leben.

👉 Einige Überlebende des Überfalls auf die Sowjetunion und der Verfolgung durch das NS-Regime leben heute in der Ukraine. Hier sind sie erneut mit einem Krieg und dessen traumatisierenden Folgen konfrontiert. Um diese NS-Überlebenden schnell und unbürokratisch zu unterstützen beteiligen wir uns am Hilfsnetzwerk für Überlebende der NS-Verfolgung in der Ukraine.

📅 Morgen, am 6. Juni, ist „Dichter-Rosentag“. Jährlich am ersten Juni-Wochenende wird mit dem Niederlegen von Rosen an d...
05/06/2026

📅 Morgen, am 6. Juni, ist „Dichter-Rosentag“. Jährlich am ersten Juni-Wochenende wird mit dem Niederlegen von Rosen an das Werk verstorbener Dichter*innen gedacht. Im Raum Celle wird dabei dieses Jahr auch an Hanna Fueß und Hermann Löns erinnert – zwei Personen mit eindeutigen Verstrickungen in die NS-Ideologie.

🗣 Ein Gedenken an das Werk der beiden ohne kritische Einordnung ihrer jeweiligen Bedeutung im Nationalsozialismus finden wir problematisch. Hierin zeigt sich einmal mehr die lückenhafte Aufarbeitung der NS-Vergangenheit in unserer Gesellschaft.

✏️ Geschrieben wurde auch in den Konzentrationslagern. Zahlreiche Schriftsteller*innen schafften es hier – trotz Verbot – in Tagebüchern und Gedichten ihre Erlebnisse festzuhalten.

👉 Einer der Dichter war Uri Orlev, von dem wir einige Gedichte in Deutsch und Polnisch im Gedichtband „Gibt es noch Hoffnung“ herausgegeben haben und der später als Kinder- und Jugendbuchautor Bekanntheit erlangt hat. Noch bekannter ist wohl Anne Frank, die in ihrem Tagebuch den Wunsch formuliert, eine berühmte Schriftstellerin zu werden.

🌹 Wir freuen uns, wenn ihr den Dichter-Rosentag dazu nutzt, auch an die Schriftsteller*innen zu erinnern, die im Nationalsozialismus verfolgt wurden. Gerne könnt ihr an den Gräbern in der Gedenkstätte Bergen-Belsen Rosen niederlegen.

Der zweisprachige Gedichtband „Gibt es noch Hoffnung“ ist bei uns im Buchshop erhältlich unter:
🔗 https://www.bergen-belsen.de/shop/detail?tx_lfshop_show%5Baction%5D=show&tx_lfshop_show%5Bcontroller%5D=Product&tx_lfshop_show%5Bproduct%5D=73&cHash=4d44df850bf7179e85abe50d399bdacb

📅 Vortrag: Rolle und Macht der Medien im Krieg mit Esther Schapira und Georg M. Hafner am 23. Juni in der Synagoge Celle...
02/06/2026

📅 Vortrag: Rolle und Macht der Medien im Krieg mit Esther Schapira und Georg M. Hafner am 23. Juni in der Synagoge Celle.

👉 Seit dem barbarischen Überfall der Hamas auf Israel und dem andauernden Nahostkrieg ist besonders auffällig, wie sehr Medien zur Kriegspartei im Krieg der Bilder und Schlagzeilen geworden sind. Welche Opferzahlen werden verbreitet? Welchen Quellen wird welche Glaubwürdigkeit beigemessen? Welche Informationen sind selbst recherchiert und wo tappen unsere Medien wie bereitwillig in die Propagandafalle der Hamas? Die Journalisten Esther Schapira und Georg M. Hafner beschreiben die hohe Verantwortung der Medien besonders in diesem Krieg.

🗣 Esther Schapira, Journalistin, Filmemacherin und Moderatorin, war leitende Fernsehredakteurin beim HR. Für ihre Arbeiten und Filmdokumentationen mit den Themenschwerpunkten Shoa, Rechtsextremismus, Islamismus, Israel und Nahost erhielt sie bereits zahlreiche Fernseh-Preise und Auszeichnungen, wie u.a. Deutscher Fernsehpreis für beste Dokumentation und - zusammen mit dem Journalisten Georg M. Hafner - die Buben-Rosenzweig-Medaille. Esther Schapira schreibt regelmäßig für die Jüdische Allgemeine.

🗣 Georg M. Hafner, Fernsehjournalist und Publizist, war leitender Fernsehredakteur beim HR und Kommentator der ARD-Tagesthemen. Seine Arbeiten und Filmdokumentationen sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Georg M. Hafner schreibt regelmäßig für die Jüdische Allgemeine.

📌 Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

In Kooperation mit der Jüdischen Gemeinde Celle e.V. und Perspektiven gegen Antisemitismus.
Das Projekt wird gefördert vom Landes-Demokratiezentrum Niedersachsen.

📅 Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Jan Ge**er erinnert dar...
22/04/2026

📅 Die Erinnerung an den Holocaust schwindet. Seine Singularität wird zusehends infrage gestellt. Jan Ge**er erinnert daran, dass sich die Erkenntnis von der Besonderheit des Verbrechens erst spät durchsetzte. Die Unterschiede zwischen Konzentrations- und Vernichtungslagern, zwischen Buchenwald und Birkenau, Belsen und Belzec, waren lange kaum jemandem bewusst. Auch die Erinnerung begann zeitlich verzögert. Der Holocaust bewegte sich erst seit den Siebzigern aus den Vororten des Gedächtnisses an den Zweiten Weltkrieg in sein Zentrum.

📖 Jan Ge**er geht den Ursachen dieser Entwicklung nach. Er fragt nach jenen Bedingungen von Erinnerung und Erkenntnis, die gegenwärtig zu erodieren scheinen.

Jan Ge**er ist seit 2009 wissenschaftlicher Mitarbeiter am Leibniz-Institut für jüdische Geschichte und Kultur – Simon Dubnow in Leipzig. Er ist Leiter des Forschungsressorts Politik. Sein Buch "Das Verschwinden des Holocaust" ist 2025 in der Edition Tiamat erschienen.

👉 Der Eintritt ist frei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Die Lesung wird veranstaltet von der Jüdischen Gemeinde Celle, dem Stadtarchiv Celle und dem Projekt Perspektiven gegen Antisemitismus.

Adresse

Im Güldenen Winkel 8
Celle
29223

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