24/08/2026
Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck. Viele Akteur:innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht. Rechtsextremist:innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären. Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.
ES:
Bald gibt es Wahlen.
Es werden Parteien und Politiker gewählt.
Diese treffen viele Entscheidungen.
Deswegen sind diese Wahlen wichtig.
Sie sind auch wichtig für Gedenk·Stätten.
Gedenk·Stätten sind wichtig für unsere Demokratie.
Demokratie heißt:
Alle Menschen dürfen mitreden.
Alle Menschen haben die gleichen Rechte.
Gedenk·Stätten erinnern an eine Zeit,
in der es in Deutschland keine Demokratie gab.
Sie zeigen:
Das waren die Folgen von dieser Zeit.
Zum Beispiel für Menschen,
die verfolgt oder ermordet wurden.
Gedenk·Stätten arbeiten mit Fakten.
Fakten heißt:
Die Geschichte ist wahr.
Es gibt Beweise dafür.
Gedenk·Stätten wollen damit erreichen:
Menschen sollen über die Geschichte nachdenken.
Sie sollen Fragen stellen.
Sie sollen die Geschichte genau prüfen.
Und sie sollen sich eine eigene Meinung bilden.
Es gibt Menschen und Gruppen,
die nicht an diese Geschichte erinnern wollen.
Sie wollen eine andere Geschichte über Deutschland erzählen.
Diese Gruppen sehen die Arbeit von Gedenk·Stätten als Gefahr.
Das sind zum Beispiel rechts·extreme Gruppen.
Rechts·extreme Gruppen glauben:
Nicht alle Menschen sind gleich viel wert.
Gedenk·Stätten sagen dagegen:
Alle Menschen sind gleich viel wert.
Menschen·Rechte gelten für alle Menschen.