28/07/2026
Marcel Duchamp (1887–1968) zählt zu den einflussreichsten Künstlern der Moderne und prägte – ebenso wie Max Ernst – den Dadaismus und Surrealismus entscheidend.
Seine künstlerische Laufbahn führte ihn vom Impressionismus über den Kubismus hin zu einem radikalen Neudenken von Kunst. Mit seinen berühmten Readymades stellte Duchamp den traditionellen Kunstbegriff auf den Kopf. Besonders sein Werk „Fountain“ (1917), ein signiertes Porzellan-Urinal, gilt bis heute als Meilenstein der Kunstgeschichte und sorgte damals für einen echten Skandal.
Doch Duchamp und Max Ernst verband weit mehr als ihre gemeinsame künstlerische Haltung: Sie standen in engem Austausch und arbeiteten mehrfach zusammen. 1942 organisierte Duchamp unter anderem mit Beteiligung von Max Ernst die Ausstellung „First Papers of Surrealism“ in New York. Zwei Jahre später waren beide Teil der Gruppenausstellung „The Imagery of Chess“.
Wie groß die Wertschätzung Max Ernsts für seinen Freund war, zeigt auch sein Werk „Hommage à Marcel Duchamp“ (1970), das kurz nach Duchamps Tod entstand.
✨ Bis zum 22. August widmet das New Yorker MoMA Marcel Duchamp eine große Retrospektive – ein schöner Anlass, auf einen Künstler zurückzublicken, der die Kunstgeschichte nachhaltig verändert und auch Max Ernsts Weg begleitet hat.
[Foto 1: Dorothea Tanning, Max Ernst und Marcel Duchamp (Ausschnitt), Fotograf*in unbekannt, Reproduktion Mirja Beck, © Max Ernst Museum Brühl des LVR]
[Foto 2: Gruppenportrait vor dem Kamin im Guggenheim-Triplex, Marcel Duchamp vierter von links, Max Ernst sechster von links, Foto: Hermann Landshoff, Reproduktion Mirja Beck, © Max Ernst Museum Brühl des LVR]
[Foto 3: Max Ernst, Dorothea Tanning, Robert Lebel und Marcel Duchamp, Fotograf*in unbekannt, Reproduktion Mirja Beck, © Max Ernst Museum Brühl des LVR]
[Foto 4: Das Familiengrab Duchamp in Rouen, Foto von LoisPettini@wikipedia. De, CC BY-SA 4.0 https://creativecommons.org/licenses/by-sa/4.0/deed.de]