Rekonstruktion eines Werkstattgebäudes für ein Werkstattmuseum
und eine Aquarienausstellung
Baubeschreibung
Auf einer Teilfläche der Grünanlagen an der Weserpromenade soll ein in der Jugendwerkstatt Holzminden gefertigtes Werkstattgebäude errichtet werden. Das Gebäude soll dem gemeinnützigen Verein "Moby Dick" e.V. als Ausstellungsraum für ein Werkstattmuseum im Erdgeschoss und der Darstellung d
er heimischen Fische und Wassertiere der Weser und ihren Zuflüssen im Obergeschoss dienen. Da das Gebäude nicht für den dauernden Aufenthalt bestimmt ist und nur durch Spenden finanziert wird, ist eine einfache Bauweise vorgesehen. Das Gebäude besteht aus Eichenfachwerk. Dies wird auf Beton-Streifenfundamenten errichtet, die nach außen eine Verblendung aus Wesersandstein erhalten. Als Fußboden sind Sandsteinplatten im Sandbett vorgesehen. Die aufgehenden Wände werden mit Ziegeln ausgemauert und beidseitig mit Lehm verputzt. Die Fenster und Tore werden aus Fichtenholz gefertigt. Das nach Osten weisende Fenster im Dachgeschoss wird als Notausstieg ausgebildet. Als Dacheindeckung sind Sandsteinplatten auf einer Bitumenpapplage vorgesehen. Die Dachunterseiten erhalten eine Dämmung aus Stroh-Lehm-Gemisch. Der Fußboden des Obergeschosses besteht aus einer gemäß Statik ermittelten Balkenlage mit einem doppelt genuteten, 50 mm starken Fichtenbohlenbelag (vergl. Münchhausenmuseum Bodenwerder). Die Treppe zum Obergeschoss ist als 2-fach gewendelte Fichtenholztreppe ohne Setzstufen geplant. Das Gebäude erhält einen Strom- und einen Trinkwasseranschluss. Zur Befüllung der Aquarien soll gefiltertes Weserwasser eingepumpt werden. Es kann zum Wasseraustausch direkt in die Weser zurückgeleitet werde. Das Gebäude erhält keine Dachrinnen, das anfallende Regenwasser wird in um das Gebäude verlaufenden Rigolen gesammelt, überschüssiges Wasser zur Versickerung in den geplanten "Brunnen" eingeleitet. Als Heizung ist eine Gastherme mit statischen Heizkörpern vorgesehen. Zusätzlich zu dem Ausstellungsgebäude ist eine Fahrzeugremise (Carport). Die Remise besteht aus 6 in Betoneinzelfundamenten befestigten Leimholzpfosten. Je drei Pfosten sind über Holzzangen verbunden, auf die Leimholzsparren aufgelegt werden. Die Eindeckung erfolgt mit Sandsteinplatten. Das ablaufende Regenwasser wird ebenfalls in das Rigolensystem eingeleitet. Der Bodenbelag soll ebenfalls aus Sandsteinplatten hergestellt werden.