27/05/2026
Schnurren, Kratzen, Springen – Katzen haben es Reinhard Michl besonders angetan. So auch heute im Radio zu hören. Auf Bayern 2 war heute in der Sendung Kulturleben ein Beitrag von Niels Beintker über den „Gestiefelten Kater“ von Reinhard Michl zu hören. Noch sieben Tage in der Mediathek zu hören. Link: https://www.br.de/radio/live/bayern2/programm/2026-05-27/3705503/ =14:25:20
Hier ein paar Zitate aus dem hörenswerten Beitrag:
Reinhard Michl: „Das, was Katzen sind, das haben ja auch Schriftsteller gesagt, kann man nicht sagen. Und dann habe ich mir gesagt: sagen kann man es nicht. Aber vielleicht kann man es zeichnen. Sie sind im Gegensatz zum Hund viel elegantere und seltsamere Wesen. Ein bisschen mystisch. Sie können so zärtlich und nah sein. Und sie können so wild sein, wie ein Tiger in freier Wildbahn. Je mehr ich das beobachtet habe, desto mehr hat mich das fasziniert.“
Über das Cover der Neuerscheinung in der Inselbücherei sagt Reinhard Michl: „Es war mir wichtig, diesen Charme dieses schlauen Katers richtig herauszubringen. Ich bin da von meinen Katzenbeobachtungen und Katzenskizzen ausgegangen und habe versucht, fast auf jeder Seite, ihm in seiner Art gerecht zu werden. Und es ist reizvoll, dass er so ambivalent ist. Er reagiert ja wie ein Mensch und ist trotzdem Katze.“
Über’s Illustrieren sagt Reinhard Michl: „Wenn ich an die Illustration herangehe, ist es so, dass ich denke: Ich dichte die Geschichte weiter, in Bildern. Vor allen Dingen versuche ich, das ins Bild zu setzen, was der Text nicht unmittelbar sagt. Da ist immer Spielraum. Da sind Sätze, wo nie jemand sagt, wie die Mühle aussieht. Kein Wort über das Fell des Katers. Im Großen und Ganzen sind die Bilder das, was der Text nicht sagt.“
„Die Farbigkeit ist bei mir eigentlich immer an zweiter Stelle. Weil ich schon ein Zeichner bin. Die Komposition ist erst einmal das Entscheidende. Und dann versucht man natürlich, Farben zu nehmen, die sich der ganzen Darstellung unterordnen. Ich bin kein Maler, bei dem die Farbe im Vordergrund steht. Die ordnet sich immer der Darstellung, letztlich der Zeichnung, unter.“