Museum Biberach

Museum Biberach Das Museum Biberach vereint die Abteilungen Kunst, Geschichte, Naturkunde und Archäologie.

Museum mal anders erleben!Am Donnerstag, 11. Juni 2026, ab 18 Uhr erwartet dich im Museum Biberach ein Abend für alle Si...
08/06/2026

Museum mal anders erleben!

Am Donnerstag, 11. Juni 2026, ab 18 Uhr erwartet dich im Museum Biberach ein Abend für alle Sinne.

Das Saxophon-Duett ZWEI mit Ben Maucher und Christopher Maier begleitet dich musikalisch durch die historischen Räume des Museums. Freu dich auf Klänge aus verschiedenen Epochen – von Barock bis Jazz – und entdecke die Ausstellungen in einer ganz besonderen Atmosphäre.

Nach einer kurzen Einführung in die einzelnen Abteilungen kannst du Kunst, Geschichte und Musik auf einzigartige Weise miteinander verbinden und die Sammlung aus neuen Perspektiven erleben.

Ein außergewöhnliches Kulturerlebnis in besonderer Atmosphäre!

Komm vorbei, tauche ein in die Verbindung von Musik und Museum und genieße einen Abend voller Entdeckungen.

Donnerstag, 11. Juni 2026 ab 18 Uhr

Museum Biberach

Im Zuge der Reformation veränderte sich Anfang des 16. Jahrhunderts der Blick auf religiöse Kunst grundlegend. Viele Men...
04/06/2026

Im Zuge der Reformation veränderte sich Anfang des 16. Jahrhunderts der Blick auf religiöse Kunst grundlegend. Viele Menschen begannen, prachtvolle Altäre, Heiligenfiguren und Bilder nicht mehr als Ausdruck des Glaubens zu sehen, sondern als Zeichen einer falschen Frömmigkeit. Vor allem die Verehrung von Heiligenbildern und der aufwendig geschmückten Kirchen geriet zunehmend in die Kritik.

In vielen Städten wurden deshalb Altäre aus Kirchen entfernt, Figuren zerstört, Gemälde verbrannt oder zerschlagen – Ereignisse, die als „Bildersturm“ bezeichnet werden. Für die Menschen jener Zeit bedeutete dies einen tiefen religiösen und gesellschaftlichen Umbruch.

Auch in Biberach hinterließ der Bildersturm deutliche Spuren. In der Stadtpfarrkirche St. Martin standen damals zahlreiche spätgotische Altäre, reich ausgestattet mit Gemälden, Schnitzfiguren und vergoldeten Schreinen. Im Jahr 1531 wurden viele dieser Kunstwerke entfernt oder zerstört. Allein aus der Pfarrkirche verschwanden alle 17 Altäre. Damit ging ein bedeutender Teil der mittelalterlichen Kunst- und Glaubenswelt Biberachs verloren.

Heute erinnern nur noch wenige erhaltene Fragmente, historische Berichte und Rekonstruktionen daran, wie eindrucksvoll diese Kirchenräume einst ausgesehen haben müssen.

Der Biberacher Hochaltar war einst eines der beeindruckendsten Kunstwerke Süddeutschlands: Mit einer Höhe von etwa 18 Me...
01/06/2026

Der Biberacher Hochaltar war einst eines der beeindruckendsten Kunstwerke Süddeutschlands: Mit einer Höhe von etwa 18 Metern, einer Breite von fast 9 Metern und seiner kunstvollen Dramaturgie aus Licht, Gold und Bildern, machte der Hochaltar jede Messe zu einem besonderen Erlebnis.

Die prachtvollen Flügelgemälde stammten von dem berühmten Maler Martin Schongauer, während die eindrucksvollen Figuren und Schnitzarbeiten von Niklaus Weckmann geschaffen wurden. Je nach Festtag öffneten sich die Flügel unterschiedlich weit und enthüllten immer neue Szenen. Angefangen mit der schlichten Werktagsseite mit geschlossenen Drehflügeln, über die Sonntagsseite mit acht Tafelbildern zur Passion Christi bis hin zur gesamten Öffnung an hohen Feiertagen. Hier öffnete sich das vergoldete Schreininnere und es erschienen die überlebensgroße, bekrönte Muttergottes mit dem Jesuskind, flankiert von den Aposteln Petrus und Paulus, quasi lebensechte dreidimensionale Skulpturen aus der Hand Niklaus Weckmanns. Die seitlichen Schreintüren zeigen vier vermutlich ebenfalls vergoldete Reliefs mit Szenen aus der Weihnachtsgeschichte.

Das Allerheiligste tief im goldenen Schrein trat vergleichsweise selten vor Augen und gerade, weil dieser Anblick so selten war, muss er auf die Menschen damals eine enorme Wirkung gehabt haben.

Doch dieses Meisterwerk existiert heute nicht mehr: Im Bildersturm von 1531 wurde der Hochaltar zerstört. Was bleibt, sind historische Berichte, Rekonstruktionen und die Vorstellung davon, wie überwältigend dieses Kunstwerk einst gewirkt haben muss.

Das erste Bild zeigt den Blick ins Kirchenmodell von Kurt Schaal, mit einer schematischen Rekonstruktion des gotischen Hochaltars im Chor.
Das zweite Bild zeigt das Modell der Biberacher Stadtpfarrkirche St. Martin.

Michael Zeynsler gilt heute als einer der bedeutendsten Bildschnitzer Oberschwabens um 1500 – und blieb doch über Jahrhu...
28/05/2026

Michael Zeynsler gilt heute als einer der bedeutendsten Bildschnitzer Oberschwabens um 1500 – und blieb doch über Jahrhunderte nahezu unbekannt. Viele seiner Werke waren lange keinem Künstler eindeutig zuzuordnen. Deshalb sprach die Kunstgeschichte zunächst nur vom geheimnisvollen „Meister der Biberacher Sippe“.

Erst später entdeckten Forschende im Biberacher Bürgerbuch den Eintrag eines „Michel Zeynsler, Bildhauer aus Memmingen“, der sich 1515 in Biberach niederließ. Seitdem vermuten viele Expertinnen und Experten, dass sich hinter dem „Meister der Biberacher Sippe“ genau dieser Michael Zeynsler verbirgt.

Auch über seine Herkunft weiß man erstaunlich wenig. Wahrscheinlich wurde Zeynsler kurz nach 1480 irgendwo im Dreieck der Reichsstädte Ulm, Memmingen und Biberach geboren und arbeitete zunächst in Memmingen oder Ulm. Vermutet wird außerdem, dass er bei bedeutenden Bildhauern seiner Zeit gelernt oder mit ihnen zusammengearbeitet hat. Sicher ist, dass Zeynsler zwischen 1501 und 1506 bei Meister Hans Herlin am Chorgestühl der Memminger Pfarrkirche St. Martin als Geselle mitgearbeitet hat. Seine Werke zeigen Einflüsse der großen Ulmer und oberschwäbischen Werkstätten – gleichzeitig entwickelt er aber einen ganz eigenen Stil.

Zeynslers Figuren wirken außergewöhnlich lebendig und menschlich. Gesichter zeigen Trauer, Ernst oder Nachdenklichkeit, Bewegungen erscheinen natürlich und nahbar. Gerade diese emotionale Wirkung macht seine Arbeiten bis heute besonders eindrucksvoll.

Seine Werke finden sich heute nicht nur in oberschwäbischen Kirchen, sondern auch in Museen in Stuttgart, Nürnberg, München, Frankfurt, Paris oder sogar New York. Trotzdem bleibt Michael Zeynsler bis heute in vielem ein Rätsel – und genau das macht ihn so faszinierend.

Ein bisschen Vor über 500 Jahren sah Biberach ganz anders aus als heute – und war doch bereits eine bedeutende Reichssta...
26/05/2026

Ein bisschen Vor über 500 Jahren sah Biberach ganz anders aus als heute – und war doch bereits eine bedeutende Reichsstadt mitten in Oberschwaben.

Um 1500 ist dieser geschützte Platz am Zusammenfluss von Rotbach und Riß bereits mehr als 400 Jahre durchgehend besiedelt. Hinter Mauern, Türmen und Stadttoren lebten etwa 3.500 bis 4.000 Menschen. Die Stadt erreicht schon im 14. Jahrhundert eine ummauerte Fläche von mehr als 20 Hektar. Damit gehörte Biberach damals bereits zu den größeren Städten der Region. Biberach lag außerdem an wichtigen Handelswegen zwischen Süddeutschland und Italien. Der Handel mit Stoffen und Waren brachte der Stadt Wohlstand und machte sie zu einem lebendigen Zentrum des Handwerks und der Kunst.

Über den dicht gedrängten Fachwerkhäusern erhob sich der Turm der Stadtpfarrkirche St. Martin – das höchste Gebäude der Stadt und sichtbares Zeichen von Glauben, Wohlstand und städtischem Selbstbewusstsein. Rund um den Marktplatz reihten sich Werkstätten, Gasthäuser und Verkaufsstände aneinander. Enge, oft ungepflasterte Gassen führten vorbei an Schmieden, Gerbern, Webern und Bäckern. Händler, Handwerker, Tiere und Fuhrwerke teilten sich den begrenzten Raum innerhalb der Stadtmauern. Das Leben spielte sich größtenteils draußen auf den Straßen ab: laut, geschäftig und dicht gedrängt. In den Straßen lagen Misthaufen, Tiere wurden mitten in der Stadt gehalten, Latrinen befinden sich in der Nähe der Häuser und Abfälle landeten oft direkt auf den Wegen oder in offenen Gräben. Sauberes Wasser war kostbar, Brunnen verschmutzten oft und Krankheiten verbreiteten sich schnell. Besonders im Sommer müssen Gerüche, Schmutz und Seuchen allgegenwärtig gewesen sein.

Genau in dieser Welt lebte und arbeitete auch der Bildschnitzer Michael Zeynsler.

Wie findet man heraus, wer ein Künstler vor über 500 Jahren gewesen ist? Genau dieser Frage widmet sich die Restauratori...
21/05/2026

Wie findet man heraus, wer ein Künstler vor über 500 Jahren gewesen ist? Genau dieser Frage widmet sich die Restauratorin Evamaria Popp seit vielen Jahren mit beeindruckender Geduld und detektivischem Spürsinn.

Über ein Jahrzehnt lang untersuchte sie Skulpturen, Reliefs und Altarteile, die heute über Kirchen, Museen und Sammlungen verstreut sind. Viele dieser Werke waren keinem Künstler eindeutig zuzuordnen. Durch kunsthistorische Vergleiche, restauratorische Untersuchungen und die Analyse von Holz, Werkzeugspuren und Fassungen entstand nach und nach ein immer klareres Bild: Hinter dem geheimnisvollen „Meister der Biberacher Sippe“ könnte der Bildschnitzer Michael Zeynsler stehen.

Dabei gleicht die Forschung oft echter Detektivarbeit. Welche Figuren gehören zusammen? Welche Werkstatttechniken wiederholen sich? Welche historischen Quellen passen dazu? Schritt für Schritt setzte Evamaria Popp aus vielen einzelnen Hinweisen ein großes Gesamtbild zusammen.

Aus dieser langjährigen Forschungsarbeit entstand schließlich auch die Idee zur Ausstellung. Gemeinsam mit dem Museum Biberach wurden Werke aus Kirchen, Museen und privaten Sammlungen zusammengetragen, historische Zusammenhänge erforscht und die Welt Biberachs um 1500 rekonstruiert. So wurde aus vielen einzelnen Kunstwerken und Forschungsergebnissen nach und nach eine Ausstellung, die Michael Zeynsler und seine Zeit erstmals umfassend sichtbar macht.

Ohne diese jahrelange Forschungsarbeit wäre die Ausstellung in dieser Form kaum möglich gewesen. Sie macht nicht nur die Kunst Michael Zeynslers sichtbar, sondern auch die Welt, in der seine Werke entstanden sind.

Was für ein gelungener Auftakt! Am Freitag, den 15. Mai, durften wir gemeinsam mit über 200 Gästen die Eröffnung unserer...
18/05/2026

Was für ein gelungener Auftakt!

Am Freitag, den 15. Mai, durften wir gemeinsam mit über 200 Gästen die Eröffnung unserer neuen Sonderausstellung „Der unbekannte Meister“ feiern - und sind noch immer überwältigt von der großen Resonanz. Was für ein besonderer Abend – und vor allem: Danke, dass Sie und Ihr ihn mit uns geteilt habt.

Begrüßt wurden die Besucherinnen und Besucher von unserem Museumsleiter Frank Brunecker, dem stellvertretenden Museumsleiter Dr. Stefan Krämer, der Restauratorin und Mitkuratorin Evamaria Popp sowie dem Ersten Bürgermeister Ralf Miller.

Für die musikalische Umrahmung des Abends sorgten Christopher Maier, Sabine Lamsfuß und Jutta Stützle. Sie verliehen der Veranstaltung eine ganz besondere Atmosphäre.

Die Sonderausstellung „Der unbekannte Meister“ ist ab sofort für Besucherinnen und Besucher geöffnet – wir freuen uns auf euren Besuch im Museum! Das umfangreiche Begleitprogramm findet ihr auf unserer Homepage.

# Museumsmomente

Herzliche Einladung zur Eröffnung unserer neuen Sonderausstellung „Der unbekannte Meister“ am Freitag, 15. Mai, um 19:30...
13/05/2026

Herzliche Einladung zur Eröffnung unserer neuen Sonderausstellung „Der unbekannte Meister“ am Freitag, 15. Mai, um 19:30 Uhr im Museumsfoyer.

In Zusammenarbeit mit der Restauratorin und “Kunstdetektivin” Evamaria Popp, zeigt das Museum Biberach eine umfassende Werkschau des „Meisters der Biberacher Sippe“. Die Ausstellung nähert sich einer aufregenden Künstlervita und zeichnet zugleich ein eindrucksvolles Bild der Reichsstadt Biberach um 1520.

Es sprechen Erster Bürgermeister Ralf Miller, die Restauratorin und "Kunstdetektivin" Evamaria Popp, stellvertretender Museumsleiter Dr. Stefan Krämer und Museumsleiter Frank Brunecker. Sabine Lamsfuß, Jutta Stützle und Christopher Maier umrahmen den Abend musikalisch.

Eintritt frei. Keine Anmeldung nötig.

Kommt vorbei!

Hier seht ihr mal, wie die Kunstwerke für unsere Sonderausstellungen zu uns kommen.Auf den Fotos packen unsere Restaurat...
12/05/2026

Hier seht ihr mal, wie die Kunstwerke für unsere Sonderausstellungen zu uns kommen.

Auf den Fotos packen unsere Restauratorinnen Katleen Otte und Heidi Haller gemeinsam mit einer Kurierin ein Werk für die neue Sonderausstellung “Der unbekannte Meister” aus.

Das Werk kam in einer Klimakiste samt Kurierin bei uns an. Nach dem Öffnen und Auspacken werden erstmal verschiedene Messungen und Begutachtungen durchgeführt. Danach kommt das Werk an seinen endgültigen Platz bei uns im Haus, jetzt darf es nicht mehr bewegt oder die Vitrine geöffnet werden.

Vor dem endgültigen Schließen, stellt unser Museumstechniker Mehmet Elibol noch das Licht passend ein.

Seid gespannt auf noch mehr faszinierende Werke in unserer neuen Sonderausstellung. Eröffnung ist Freitag!

Noch wird aufgebaut, gerückt, gehängt und arrangiert – aber schon jetzt geben die ersten Einblicke eine Ahnung davon, wa...
11/05/2026

Noch wird aufgebaut, gerückt, gehängt und arrangiert – aber schon jetzt geben die ersten Einblicke eine Ahnung davon, was euch in unserer neuen Sonderausstellung “Der unbekannte Meister” erwartet: faszinierende Skulpturen, spannende Details und die Spurensuche nach einem Künstler, der vielen bislang unbekannt ist.

Bis zur Eröffnung am 15.05.2026 verwandeln sich unsere Räume Schritt für Schritt in eine neue Ausstellung voller Geschichte und Entdeckungen.

Seid gespannt!

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Adresse

MuseumStr. 6
Biberach
88400

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 20:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+49735151331

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