Museum des Kapitalismus

Wegbeschreibung Website Kontaktieren Sie das Museum

Museum des Kapitalismus Eine Veränderung der Welt muss mit einem Verständnis des Bestehenden beginnen. Willkommen im Museum des Kapitalismus!

03/10/2026

Digitale Technologien bilden heute die Speerspitze kapitalistischer Akkumulation und Zerstörung. Digitale Plattformen, Rechenzentren und Künstliche Intelligenz intensivieren bestehende Ausbeutungsformen und technologische Herrschaft. Linke Antworten darauf verbleiben oft auf der Ebene von Regulierung und individualistischer Technikaneignung. »Digitale Solidarität« setzt hier an und fragt: Wie lassen sich die Logiken der kapitalistischen Digitalisierung überwinden, um Technologien konsequent an Bedürfnissen auszurichten?

Aline Blankertz und Malte Engeler zeigen, wie techniklibertäre Ideologien selbst progressive Vorstellungen der Digitalisierung prägen und verzerren. Sie analysieren die Ambivalenz bürgerlicher Konzepte wie Privatheit, Open Source und digitale Souveränität und unterziehen sie einer grundlegenden Kritik. Darauf aufbauend plädieren sie für die Verbindung linker Kämpfe – von Hacking über Vergesellschaftung bis hin zum Einsatz digitaler Technologie in anderen Wirtschaftsweisen. So entwerfen sie die Perspektive einer radikal anderen, antikapitalistischen, technologiekritischen und solidarischen Digitalisierung.

Aline Blankertz, geb. 1987, ist angewandte Ökonomin und Teil des digitalpolitischen Kollektivs Structural Integrity. Sie forscht zu digitalen Märkten, Vergesellschaftung und Technologiekritik.

Malte Engeler, geb. 1983, ist promovierter Rechtswissenschaftler und Teil von Structural Integrity. Er forscht zu Datenrecht, postkapitalistischer Datenökonomie und solidarischer Digitalpolitik.

Menschenfeindliche Einstellungen begegnen uns nicht nur in extrem rechten Gruppen oder politischen Netzwerken. Rassismus...
21/09/2026

Menschenfeindliche Einstellungen begegnen uns nicht nur in extrem rechten Gruppen oder politischen Netzwerken. Rassismus, Antisemitismus, Antifeminismus und andere Formen der Diskriminierung finden sich in unterschiedlichen Bereichen unserer Gesellschaft – auch in unserem
Alltag und in den sozialen Medien.

In unserer fünfteiligen Workshopreihe wollen wir gemeinsam genauer hinschauen: Woher kommen menschenfeindliche Ideologien? Wie funktionieren rechte Narrative? Was haben sie mit gesellschaftlichen Ungleichheiten und unserem Wirtschaftssystem zu tun? Und wie können wir solche Muster erkennen und ihnen etwas entgegensetzen?

Die Workshops bauen aufeinander auf, können aber auch einzeln besucht werden. Es geht nicht darum, fertige Antworten vorzugeben, sondern gemeinsam Fragen zu stellen, Zusammenhänge zu untersuchen und eigene Perspektiven einzubringen.

📍 Museum des Kapitalismus, Köpenicker Straße 172 - 10997 Berlin
📅 Oktober & November 2026
👥 Für junge Menschen zwischen 16 und 25 Jahren (andere Altersgruppen nach Anfrage möglich)
💡 Keine Vorkenntnisse nötig
💶 Teilnahme ist kostenlos
❗Anmeldung erforderlich: [email protected]
🤝 Gemeinsam lernen, diskutieren und Zukunft anders denken.

📚 Buchvorstellung👥 mit Aline Blankertz und Malte Engeler📅 17.10.2026 | 18 Uhr📍 Museum des Kapitalismus👉 Kommt vorbei und...
19/09/2026

📚 Buchvorstellung
👥 mit Aline Blankertz und Malte Engeler
📅 17.10.2026 | 18 Uhr
📍 Museum des Kapitalismus
👉 Kommt vorbei und diskutiert mit!

10/09/2026

Die Themen Antisemitismus, der Krieg in Palästina und die Haltung der Linken zu beidem stehen in Deutschland gegenwärtig im Mittelpunkt der politischen Debatte. Das Buch beleuchtet die Hintergründe und widerspricht zugleich der insbesondere in Deutschland weit verbreiteten Identifikation von Judentum und Israel. Die Mehrheit der Juden lebte vor dem Zweiten Weltkrieg in der Diaspora, gehörte zur Arbeiter:innenklasse und war Teil eines breiteren Kampfes an der Seite ihrer nichtjüdischen Genoss:innen auf der Linken. Das Buch würdigt diese radikale jüdische Beteiligung an Befreiungsbewegungen in zahlreichen Ländern. Der Kampf gegen Unterdrückung und Ausbeutung nahm vielfältige Formen an, von linkem Zionismus, über den Bundismus bis hin zum revolutionären Marxismus. Diese inspirierende radikale Tradition wurde schließlich durch das Grauen von Auschwitz gestoppt. Die Lehren daraus müssen jedoch an die heutigen Generationen weitergegeben werden, damit diese wieder zu Partisanen, Revolutionären und Widerstandskämpfern werden.

Autor Donny Gluckstein ist der Sohn eines antizionistischen jüdischen palästinensischen Flüchtlings und einer jüdischen südafrikanischen Mutter. Er ist der Autor mehrerer Schriften, die das Thema dieses Buches tangieren, unter anderem „The N***s“, „Capitalism and the Working Class“, „A People’s History of the Second World War“, „The Western Soviets“ und „The Tragedy of Bukharin“. Er gab außerdem „Fighting on all Fronts: Popular Resistance in the Second World War“ heraus.

Janey Stone ist Zeit ihres Lebens Sozialistin und politische Aktivistin. Sie war Gewerkschaftsdelegierte, beteiligte sich an den Studentenbewegungen gegen den Vietnamkrieg und für Frauenbefreiung. Als antizionistische Jüdin hat sie über den Widerstand gegen die N***s in Deutschland und in Polen sowie über jüdischen Widerstand, über Arbeiterinnen, Geschlechterpolitik, den Nahen Osten und die radikale jüdische Tradition geschrieben und Vorträge gehalten.

Das Buch wird vom Übersetzer Thomas Weiß vorgestellt.

Datum: 24. September 2026
Uhrzeit: 19h
Ort: Museum des Kapitalismus
Eintritt: frei

03/09/2026

Debatten über Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen sind jüngst erneut aufgeflammt und betrachten vor allem das Wahlverhalten. Wer sich jahrzehntelang im Wesentlichen durch Stereotype repräsentiert sieht, kapselt sich allerdings auch gerne mal ab. Kaum jemand fragt nach den Biografien ›ganz normaler‹ Menschen im Osten, die nicht nur von der Zeitenwende 1989 geprägt wurden, sondern vor allem auch von den Ereignissen danach.

In Interviews hat die Autorin Eva-Maria Siegel mit 15 Ostfrauen über ihre Lebenswege zwischen Ost und West gesprochen. Gelungen sind ihr eindringliche Porträts, die Sichtbarkeit schaffen für bislang Unerzähltes. So entsteht ein vielschichtiges Panorama, das von den Erzählungen der Ausgewiesenen und Ausgereisten über fest verwurzelte Ost-Lebensläufe bis zu denjenigen reicht, die über Erfahrung in beiden Systemen verfügen. Deutlich wird: Der Einfluss von Geburts- und Wohnumfeld bleibt bis in die Gegenwart erhalten.

Eva-Maria Siegel ist außerplanmäßige Professorin an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität zu Bonn. Zu ihren Forschungsschwerpunkten zählten bislang: Ästhetik der Welthaltigkeit im Roman, Literatur und Diversität in der Geschichte der Moderne, Raumdarstellungen und Reiseliteratur, Theater- und Kabarett sowie die Bedeutung des Lachens und das Verhältnis von Text und Geschlecht.

Datum: 17. September 2026
Uhrzeit: 19h
Ort: Museum des Kapitalismus
Eintritt: frei

Die radikale jüdische Tradition📚 Buchvorstellung📅 24.09.2026 | 19 Uhr📍 Museum des Kapitalismus👉 Kommt vorbei und diskuti...
25/08/2026

Die radikale jüdische Tradition
📚 Buchvorstellung
📅 24.09.2026 | 19 Uhr
📍 Museum des Kapitalismus
👉 Kommt vorbei und diskutiert mit!

Debatten über Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen sind jüngst erneut aufgeflammt und betrachten vor allem das W...
13/08/2026

Debatten über Unterschiede zwischen Ost- und Westdeutschen sind jüngst erneut aufgeflammt und betrachten vor allem das Wahlverhalten. Wer sich jahrzehntelang im Wesentlichen durch Stereotype repräsentiert sieht, kapselt sich allerdings auch gerne mal ab. Kaum jemand fragt nach den Biografien ›ganz normaler‹ Menschen im Osten, die nicht nur von der Zeitenwende 1989 geprägt wurden, sondern vor allem auch von den Ereignissen danach.

In Interviews hat die Autorin Eva-Maria Siegel mit 15 Ostfrauen über ihre Lebenswege zwischen Ost und West gesprochen. Gelungen sind ihr eindringliche Porträts, die Sichtbarkeit schaffen für bislang Unerzähltes. So entsteht ein vielschichtiges Panorama, das von den Erzählungen der Ausgewiesenen und Ausgereisten über fest verwurzelte Ost-Lebensläufe bis zu denjenigen reicht, die über Erfahrung in beiden Systemen verfügen. Deutlich wird: Der Einfluss von Geburts- und Wohnumfeld bleibt bis in die Gegenwart erhalten.

Im Museum des Kapitalismus (MdK) in Berlin-Kreuzberg soll mit der Hans-Georg-Backhaus-Bibliothek (HGB^2) eine unabhängig...
12/08/2026

Im Museum des Kapitalismus (MdK) in Berlin-Kreuzberg soll mit der Hans-Georg-Backhaus-Bibliothek (HGB^2) eine unabhängige radikale Studienbibliothek aufgebaut werden und durch ein inhaltliches Diskussions- und Veranstaltungsprogramm ergänzt werden. Dafür suchen wir Mitstreiter*innen.

Alle Infos unter:
https://museumdeskapitalismus.de/hgb2/

01/07/2026

Der Kapitalismus formt unseren Alltag nach Regeln des Profits. Diese Regeln schlagen sich insbesondere darin nieder, dass Wohnraum als Ware behandelt wird. Vermieter*innen profitieren davon, Wohnungen zu vermieten, wohingegen die Mieter*innen einen erheblichen Anteil ihres Einkommens dafür aufbringen müssen, jeden Monat ihre Miete zu bezahlen.

Kapitalistische Dynamiken ordnen die Stadt ständig neu, weil die Mieten steigen und es zur Verdrängung jener Menschen kommt, die sich die steigenden Mieten nicht mehr leisten können. Sie müssen in kleinere Wohnungen oder in andere Stadtteile umziehen, verlieren ihre Wohnung durch Zwangsräumung oder sie müssen sich von einer Zwischenmiete zur nächsten hangeln, um überhaupt einen Ort zum Leben zu haben.

Dieser Gegensatz hat mit Beginn der Industrialisierung im 19. Jahrhundert in Berlin zu Kämpfen um eine Stadt jenseits kapitalistischer Verwertungslogiken geführt. Sie dauern bis heute an. In diesen Kämpfen wurde um bezahlbare Mieten genauso gerungen wie um eine Stadt, die für alle da ist. Es wurde gestreikt, es wurden Häuser besetzt und es wurde für mehr Mitbestimmung, Vielfalt und alternative Lebensweisen sowie gegen rassistische Stadtpolitiken gekämpft und der öffentliche Raum wieder angeeignet.

01/07/2026

Wie formt der Kapitalismus unsere Stadt? Und welche Alternativen sind denkbar? In einem Gepsräch mit Ralf Hoffrogge, Historiker, Mietenaktivist und Autor des Buchs „Das laute Berlin“ wollen wir unterschiedliche Organisationsformen der Stadt rekonstruieren und historische Kämpfe um ein Wohnen jenseits des Kapitalismus entdecken. Dabei identifiziert er die Formen der fordistischen und der neoliberal-finanzialisierten Stadt, die jeweils eigene Mietenproteste hervorbrachten. Vor diesem Hintergrund diskutieren wir mit dem Autor, wie die Protest- und Widerstandsformen der Gegenwart zu deuten sind – und wie die Vergesellschaftung von Wohnraum eine Antwort auf die Stadt des Finanzmarktes sein kann.

Datum: 02. Juli 2026
Uhrzeit: 19h
Ort: Museum des Kapitalismus
Eintritt: frei

Adresse

Köpenicker Str. 172
Berlin
10997

Öffnungszeiten

Donnerstag 17:00 - 19:00
Samstag 14:00 - 18:00

Benachrichtigungen

Erfahren Sie als Erste/r von Neuigkeiten und Aktionen: Wir schicken Ihnen eine E-Mail, wenn Museum des Kapitalismus etwas veröffentlicht. Ihre E-Mail-Adresse wird für keinen anderen Zweck verwendet, und Sie können sich jederzeit abmelden.

Kontaktieren Sie Das Museum

Nachricht an Museum des Kapitalismus senden:

Teilen

Kategorie