16/10/2026
Der Apotheker Willi Buisson stellt nach gewaltsamen Übergriffen von Rechtsradikalen 1921 innerhalb der Münchener SPD eine Sicherheitsabteilung zusammen. Ihre Mitglieder und Willi Buisson schließen sich 1924 dem Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold an, einer überparteilichen Organisation zum Schutz der ersten deutschen Demokratie. Neben seinen Funktionen im Vorstand des Münchener Reichsbanners ist Willi Buisson auch im Vorstand des FC Bayern München aktiv.
Nach der nationalsozialistischen Machtübernahme flieht er ins Ausland. Aus der Tschechoslowakei organsiert Willi Buisson die Verteilung von verbotenen Schriften nach Deutschland und leitet geheime Informationen weiter. Kurzzeitig arbeitet er für den tschechoslowakischen Nachrichtendienst.
Im März 1938 nimmt die Gestapo Willi Buisson in Österreich fest. Der „Volksgerichtshof“ verurteilt ihn wegen „Landesverrats und wegen Vorbereitung zum Hochverrat“ zum Tode. Willi Buisson wird am 6. September 1940 in Berlin-Plötzensee ermordet.
Seine außergewöhnliche Biografie mit historischen Fotos, Dokumenten und ausführlichen Informationen können Sie hier nachlesen:
Rüdiger Zimmermann
Willi Buisson (1892–1940)
„… einer der gefährlichsten Feinde des nationalsozialistischen Deutschlands“
Schriftenreihe zur Geschichte des Reichsbanners Schwarz-Rot-Gold, Band 10
Berlin 2026, 408 Seiten
Metropol Verlag
24 €
Jetzt bestellen: https://t1p.de/mzr1l