Stasimuseum

Stasimuseum Gedenkstätte in der Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit Neue Dauerausstellung „Staatssicherheit in der SED-Diktatur“
Im Mittelpunkt der Dauerausstellung steht die Frage, wie es der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) über 40 Jahre hinweg gelang, Millionen von Menschen in der DDR unter Kontrolle zu halten.

Wichtigstes Instrument dabei war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), das „Schild und Schwert der Partei“. Im Haus 1, dem Dienstsitz des letzten Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke, zeigt die Ausstellung auf drei Etagen die Entstehung, Entwicklung und Tätigkeit der Staatssicherheit als „Schutz- und Sicherheitsorgan“. Die Stasi, wie das MfS im Volk genannt wurde, hatte die Macht der

Wichtigstes Instrument dabei war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), das „Schild und Schwert der Partei“. Im Haus 1, dem Dienstsitz des letzten Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke, zeigt die Ausstellung auf drei Etagen die Entstehung, Entwicklung und Tätigkeit der Staatssicherheit als „Schutz- und Sicherheitsorgan“. Die Stasi, wie das MfS im Volk genannt wurde, hatte die Macht der

Wie gewohnt öffnen

Heute ist der zwanzigste Todestag von Thomas Brasch. In der kommenden Woche wird der Film "Lieber Thomas" über den Schri...
03/11/2021

Heute ist der zwanzigste Todestag von Thomas Brasch. In der kommenden Woche wird der Film "Lieber Thomas" über den Schriftsteller und Künstler im Delphie-Palast vorgestellt.

Das Stasimuseum verlost drei mal zwei Freikarten für diese besondere Filmvorführung im Delphie Filmpalast am 11. November um 20 Uhr!

Bitte schreibt bis Montag, 8.11., 13:00, in den Kommentaren zu diesem Post, daß Ihr den Film am 11.11. um 20:00 in Berlin gern sehen möchtet und wir treten mit den Gewinnern in Kontakt.

Link zum Trailer auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=LUbkrqIB4mE

Heute ist der zwanzigste Todestag von Thomas Brasch. In der kommenden Woche wird der Film "Lieber Thomas" über den Schriftsteller und Künstler im Delphie-Palast vorgestellt.

Das Stasimuseum verlost drei mal zwei Freikarten für diese besondere Filmvorführung im Delphie Filmpalast am 11. November um 20 Uhr!

Bitte schreibt bis Montag, 8.11., 13:00, in den Kommentaren zu diesem Post, daß Ihr den Film am 11.11. um 20:00 in Berlin gern sehen möchtet und wir treten mit den Gewinnern in Kontakt.

Link zum Trailer auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=LUbkrqIB4mE

LIEBER THOMAS – ab 11. November im Kino! „Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.“ Thomas BraschDie DDR ist noch jung,...
01/11/2021

LIEBER THOMAS – ab 11. November im Kino!
„Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.“ Thomas Brasch

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch (Albrecht Schuch) passt schon nicht mehr rein. Es ist vor allem sein Vater Horst (Jörg Schüttauf), der den neuen deutschen Staat mit aufbauen will. Doch Thomas, der älteste Sohn, will lieber Schriftsteller werden. Thomas ist ein Träumer, ein Besessener und ein Rebell.

Das Stasimuseum verlost drei mal zwei Freikarten für eine besondere Filmvorführung im Delphie Filmpalast am 11. November um 20 Uhr!

Bitte schreibt bis Montag, 8.11., 13:00, in den Kommentaren zu diesem Post, daß Ihr den Film am 11.11. um 20:00 in Berlin gern sehen möchtet und wir treten mit den Gewinnern in Kontakt.

Link zum Trailer auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=LUbkrqIB4mE

LIEBER THOMAS – ab 11. November im Kino!
„Bleiben will ich, wo ich nie gewesen bin.“ Thomas Brasch

Die DDR ist noch jung, aber Thomas Brasch (Albrecht Schuch) passt schon nicht mehr rein. Es ist vor allem sein Vater Horst (Jörg Schüttauf), der den neuen deutschen Staat mit aufbauen will. Doch Thomas, der älteste Sohn, will lieber Schriftsteller werden. Thomas ist ein Träumer, ein Besessener und ein Rebell.

Das Stasimuseum verlost drei mal zwei Freikarten für eine besondere Filmvorführung im Delphie Filmpalast am 11. November um 20 Uhr!

Bitte schreibt bis Montag, 8.11., 13:00, in den Kommentaren zu diesem Post, daß Ihr den Film am 11.11. um 20:00 in Berlin gern sehen möchtet und wir treten mit den Gewinnern in Kontakt.

Link zum Trailer auf Youtube:
https://www.youtube.com/watch?v=LUbkrqIB4mE

Vor 60 Jahren kam es in Berlin zu einer direkten Konfrontation zwischen us-amerikanischen und sowjetischen Panzern. Die ...
27/10/2021
Berlin, Oktober 1961: Kalter Krieg am Checkpoint Charlie

Vor 60 Jahren kam es in Berlin zu einer direkten Konfrontation zwischen us-amerikanischen und sowjetischen Panzern. Die DDR und die Bundesrepublik blieben in dieser Auseinandersetzung Akteure in der zweiten Reihe. Hier ging es um die Rechte der Alliierten des Zweiten Weltkriegs in Berlin. Der sowjetische Parteichef Chruschtschow eskalierte seit 1958 die Berlin-Frage mit dem Ziel, die Alliierten aus Berlin zu verdrängen und die Stadt in die sowjetisch kontrollierte DDR einzugliedern.

Vor 60 Jahren standen sich am Grenzübergang in der Friedrichstraße die Panzer gegenüber: Alliierte versus Sowjets. Über eine vergessene Beinahe-Eskalation.

Ende der 1980er Jahre hörte die Staatssicherheit allein in West-Berlin 150.000 Telefonanschlüsse ab. Für das Abhören von...
11/10/2021
Stasi: DDR-Geheimpolizei hörte seit 1975 West-Berliner Autotelefone ab

Ende der 1980er Jahre hörte die Staatssicherheit allein in West-Berlin 150.000 Telefonanschlüsse ab. Für das Abhören von Autotelefonen sowie von Funk- und Satellitenverbindungen war bei der Staatssicherheit die Hauptabteilung III unter Horst Männchen zuständig. Für das Anzapfen von Erdkabeln war die Abteilung 26 unter Generalmajor Olaf Leben zuständig. Sie unterhielt 1984 22 Schalt- und Stützpunkte in Ost-Berlin.

Der Berliner Justizsenator wurde über die geplante Beerdigung von Ulrike Meinhof informiert – und die Stasi hörte mit. Nach Informationen des SPIEGEL hatte die DDR-Geheimpolizei sein und weitere Autotelefone angezapft.

Dieses Buch hat einen provokanten Titel: "Die Mauer war doch richtig!" - es ist ein Zitat. Robert Rauh behandelt in sein...
09/10/2021
Robert Rauh: "Die Mauer war doch richtig!" - Warum der Aufstand gegen den Mauerbau ausblieb

Dieses Buch hat einen provokanten Titel: "Die Mauer war doch richtig!" - es ist ein Zitat. Robert Rauh behandelt in seinem neuen Buch die Frage, warum in der DDR ein Aufstand gegen den Mauerbau ausblieb, warum sich die Deutschen anscheinend mit ihm arrangierten. Der Deutschlandfunk hat das Buch rezensiert.

Robert Rauh: „Die Mauer war doch richtig! Warum so viele DDR-Bürger den Mauerbau widerstandslos hinnahmen“
be.bra Verlag, Berlin 2021

Der Historiker und Gymnasiallehrer Robert Rauh stellt sich den Fragen seiner Schüler: Warum gab es eigentlich in der DDR keinen Aufstand gegen den Mauerbau? Die Antworten darauf findet auch der ehemalige DDR-Oppositionelle Lutz Rathenow einleuchtend.

Am 3. Oktober 1990 endete die Teilung Deutschlands und die Wiedervereinigung wurde vollzogen; es endete ein Zustand, der...
03/10/2021

Am 3. Oktober 1990 endete die Teilung Deutschlands und die Wiedervereinigung wurde vollzogen; es endete ein Zustand, der in seiner Brutalität mit einem zeitlich Abstand von über 30 Jahren kaum noch nachvollzogen werden kann. Die abgebildeten, westdeutschen Broschüren aus den 1950er und 1960er Jahren zeigen, wie es begann: Mit Stacheldrahtverhauen, Mauern und Zäunen mitten durch die Heimat von Millionen von Menschen.

Äcker, Dorfplätze und Häuser wurden geteilt. Konnte man sich anfangs noch an den Zäunen treffen oder sich zuwinken, war dies später bei Strafe verboten und wurde durch "Sperrgebiete" und "Schutzstreifen" verhindert, in denen gezielt auf Menschen geschossen wurde.

Das Datum der Wiedervereinigung mag für viele Menschen heute nur noch wie ein willkürlich gewähltes Datum eines Verwaltungsaktes wirken. Es lohnt sich, an jedem 3. Oktober die Geschichtsbücher hervorzuholen, sich die Bilder aus den Zeiten der Teilung anzuschauen und sich klar zu machen, daß dieser Verwaltungsakt einen Zustand beendete, der allein in Deutschland hunderte Menschen das Leben kostete.

28/09/2021
www.stiftung-hsh.de

Der Fall des Thüringer Fernmeldetechnikers Manfred Köllner klingt unglaublich und zeigt auf drastische Weise das Wesen der DDR: jeden Bürger konnte es treffen; niemand war vor Gewalt und Verfolgung sicher. Der von Hass und Verfolgungssucht geprägte Staatsapparat kannte keine Gnade, wenn ein Mensch zum Abschuss freigegeben war.

Reinhard Schult ist tot. "Er war einer der wichtigsten Vertreter der Friedens- und Menschenrechtsbewegung in der DDR, Mi...
27/09/2021
Archiv der DDR-Opposition

Reinhard Schult ist tot. "Er war einer der wichtigsten Vertreter der Friedens- und Menschenrechtsbewegung in der DDR, Mitbegründer des Neuen Forums, Stasi-Besetzer und Politiker." (RHG) Die RHG hat ein digitales Kondolenzbuch eingrichtet.

Das Archiv der DDR-Opposition sammelt, bewahrt und erschließt Materialien zu Opposition und Widerstand gegen die kommunistische Diktatur in der DDR. Es ist entstanden aus dem Zusammenschluss von drei Archiven der ostdeutschen Oppositions- und Bürgerbewegung. Unter dem Dach der Robert-Havemann-Gese...

Im Februar 1950 erhielt die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands ihr eigenes "Schutz- und Sicherheitsorgan". Sie n...
20/09/2021
DDR: Piratensender gegen Diktator Josef Stalin

Im Februar 1950 erhielt die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands ihr eigenes "Schutz- und Sicherheitsorgan". Sie nannte es "Ministerium für Staatssicherheit". Von Anfang an nutzte die SED diese Behörde, um politische Konkurrenten zu verfolgen und mundtot zu machen. Genauso wie die "Deutsche Volkspolizei" arbeitete die Staatssicherheit an der ganz kurzen Leine der sowjetischen Besatzungsverwaltung - wie in diesem Spiegel-Artikel gut nachzulesen ist.

Vier Jugendliche in der DDR beschimpften Stalin 1949 über einen selbst gebastelten Piratensender als Massenmörder. Es folgte eine gnadenlose Jagd. Jörn-Ulrich Brödel ist der Einzige, der noch davon berichten kann.

🇩🇪 Vor 41 Jahren befand sich Dr. Werner Teske, Hauptmann der Staatssicherheit, seit einigen Tagen in einem konspirativen...
08/09/2021

🇩🇪 Vor 41 Jahren befand sich Dr. Werner Teske, Hauptmann der Staatssicherheit, seit einigen Tagen in einem konspirativen Objekt der Staatssicherheit. Am Morgen des 11. September 1981 wurde er in das Staatssicherheits-Gefängnis in Hohenschönhausen eingeliefert.

Er hatte eingeräumt, über mehrere Jahre etwa 20.000 Mark der DDR und 20.000 Deutsche Mark unterschlagen zu haben. Darüber hinaus hatte er Arbeitsnachweise gefälscht. Den Ausschlag für die Gefängniseinweisung gab das in der Nacht vom 10. zum 11. September 1981 gegenüber Vernehmern der Hauptabteilung Kader und Schulung gegebene Geständnis, 1978 über eine Flucht in den Westen und einen Übertritt zum BND nachgedacht zu haben. Das war für die Stasi ein Fall von "Verrat".

Später fand das MfS heraus, daß Dr. Teske zuhause etwa 3.000 Seiten dienstliche Unterlagen und Namenslisten für eine Übergabe an den BND gesammelt hatte.

Für die Ermittler des MfS, ihren Chef Erich Mielke und den SED-Parteichef Erich Honecker war das "vollendete Spionage". Gemäß ihren Forderungen beantragte der Militärstaatsanwalt Heinz Kadgien und verhängte schließlich der Militärrichter Fritz Nagel im Fall Teske die Todesstrafe. Werner Teske wurde am 26. Juni 1981 um 10.10 Uhr in einem Gefängnis in Leipzig von einem Major der Volkspolizei hinterrücks erschossen.

🇬🇧 41 years ago, Dr. Werner Teske, captain of the State Security, had been in a conspiratorial object of the State Security for a few days. On the morning of September 11, 1981, he was sent to the State Security Prison in Hohenschönhausen.

He had admitted to having embezzled about 20,000 marks of the GDR and 20,000 German marks over several years. In addition, he had falsified proof of work. The decisive factor for the prison admission was the confession given in the night from 10 to 11 September 1981 to interrogators of the Main Department of Cadre and Training that in 1978 he had thought about fleeing to the West and converting to the BND. This was a case of "betrayal" for the Stasi.

Later, the Stasi found out that Dr. Teske had collected about 3,000 pages of official documents and lists of names at home for a handover to the BND. For the investigators of the MfS, their boss Erich Mielke and the SED party leader Erich Honecker, this was "completed espionage".

According to their demands, the military prosecutor Heinz Kadgien applied and finally the military judge Fritz Nagel imposed the death penalty in the Teske case. Werner Teske was shot from behind on 26 June 1981 at 10.10 a.m. in a prison in Leipzig by a major of the People's Police.

Kurz vor Ende der 2021er Ausgabe des Campus-Kinos wurde im Innenhof der ehemaligen Stasi-Zentrale der  Film "Nahschuss" ...
07/09/2021

Kurz vor Ende der 2021er Ausgabe des Campus-Kinos wurde im Innenhof der ehemaligen Stasi-Zentrale der Film "Nahschuss" gezeigt. Die Regisseurin Franziska Stünkel schaute vor dem Filmstart noch bei uns im Stasimuseum vorbei. Etliche Szenen wurden hier im Haus 1, dem ehemaligen Sitz des Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke, aufgenommen. "Nahschuss" lehnt sich thematisch an die Geschichte des Hauptmanns der Staatssicherheit Werner Teske an, der als letzter Mensch in der DDR im Juni 1981 hingerichtet wurde. Eine kurze Einführung zu dieser Thematik gaben Dagmar Hovestädt und Prof. Dr. Daniela Münkel vom Stasiunterlagenarchiv.

🇪🇸 ¡El catálogo de la exposición permanente del Museo de la Stasi ya está disponible en español! En 240 páginas encontra...
27/08/2021

🇪🇸 ¡El catálogo de la exposición permanente del Museo de la Stasi ya está disponible en español! En 240 páginas encontrará más de 300 excelentes imágenes de nuestra exposición. ¡Los textos explicativos te permiten caminar por el museo una vez más en casa! Puede solicitarnos el catálogo. Cuesta 15€ más los gastos de envío. Por favor, envíe un e-mail a [email protected] – si es posible, por favor escriba en inglés. ¡Muchas gracias!

🇩🇪 Den Katalog zur Dauerausstellung des Stasimuseums gibt es jetzt auch auf Spanisch! Auf 240 Seiten finden Sie mehr als 300 hervorragende Bilder aus unserer Ausstellung. Die Bilder und die erklärenden Texte ermöglichen Ihnen einen Besuch im Museum von zuhause aus! Sie können den Katalog bei uns bestellen. Er kostet 15€ plus die Versandkosten. Bitte schicken Sie eine E-Mail an [email protected] – wenn es möglich ist, schreiben Sie bitte in englischer Sprache. Vielen Dank!

#españa #museo #historia

Schlechtes Timing: Kurz vor dem Ende der DDR verabschiedete sich der Alex-Springer-Verlag im August 1989 von den Gänsefü...
19/08/2021
Das Trauerspiel um die „Gänsefüßchen“: Wie ein Alleinstellungsmerkmal über Nacht verschwand

Schlechtes Timing: Kurz vor dem Ende der DDR verabschiedete sich der Alex-Springer-Verlag im August 1989 von den Gänsefüßchen an der "DDR". Wäre man sich treu geblieben, hätte die Geschichte dem Verlag auf besondere Weise Recht gegeben ...

Die „Gänsefüßchen“ beim Kürzel DDR waren lange ein Alleinstellungsmerkmal des Axel Springer Verlages. Am 2. August 1989 wurden sie überraschend abgeschafft.

Nachwirkungen des Mauerbaus: Am Abend des 12. August 1974, dreizehn Jahre nach dem Mauerbau in Berlin und zweiundzwanzig...
16/08/2021

Nachwirkungen des Mauerbaus:

Am Abend des 12. August 1974, dreizehn Jahre nach dem Mauerbau in Berlin und zweiundzwanzig Jahre nach der Schließung der innerdeutschen Grenze, hört der 18jährige Lehrling Jörg in den Fernsehnachrichten der Bundesrepublik, wie viele Menschen an der Grenze bei einer Flucht getötet wurden: 164. Ihm wird klar, welches Leid 164 Familien ertragen müssen, weil der Bruder oder der Vater oder die Schwester von Dresden nach München wollten und mit Waffengewalt daran gehindert wurden. Ihm ist klar: Das geht nicht! Dagegen muss ich protestieren!

Er malt ein Plakat und und beschließt, es am kommenden Tag an seinem Arbeitsplatz aufzuhängen. Doch dazu kommt es nicht. Ein Kollege findet das zusammengerollte Plakat und übergibt es sofort Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit.

Jörg wird in die Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Erfurt gebracht und die monatelangen Verhöre beginnen. Ein Gericht verurteilt ihn schließlich wegen der "Rädelsführerschaft in einer staatsfeindlichen Gruppierung" zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis.

Das Freikaufprogramm der Bundesrepublik bringt ihn 1976 in den Westen, wo er ein Abitur und ein Studium abschließen kann.

Hätte er im August 1974 seinem Vernehmer im Erfurter Stasiknast prophezeit, daß sein Chef Erich Mielke in einigen Jahren in einem Stasiknast inhaftiert sein würde und daß er, Jörg Drieselmann, in den Büros der Stasizentrale in der Berliner Normannenstraße ein Museum leiten würde, daß von Hunderttausenden Besuchern aus aller Welt besucht werden würde - der Vernehmer hätte vermutlich beim Zentralen Medizinischen Dienst des MfS angerufen ...

(Foto: Kopie BStU, Plakat aus der Ermittlungsakte des MfS)

Nachwirkungen des Mauerbaus:

Am Abend des 12. August 1974, dreizehn Jahre nach dem Mauerbau in Berlin und zweiundzwanzig Jahre nach der Schließung der innerdeutschen Grenze, hört der 18jährige Lehrling Jörg in den Fernsehnachrichten der Bundesrepublik, wie viele Menschen an der Grenze bei einer Flucht getötet wurden: 164. Ihm wird klar, welches Leid 164 Familien ertragen müssen, weil der Bruder oder der Vater oder die Schwester von Dresden nach München wollten und mit Waffengewalt daran gehindert wurden. Ihm ist klar: Das geht nicht! Dagegen muss ich protestieren!

Er malt ein Plakat und und beschließt, es am kommenden Tag an seinem Arbeitsplatz aufzuhängen. Doch dazu kommt es nicht. Ein Kollege findet das zusammengerollte Plakat und übergibt es sofort Mitarbeitern des Ministeriums für Staatssicherheit.

Jörg wird in die Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Erfurt gebracht und die monatelangen Verhöre beginnen. Ein Gericht verurteilt ihn schließlich wegen der "Rädelsführerschaft in einer staatsfeindlichen Gruppierung" zu vier Jahren und drei Monaten Gefängnis.

Das Freikaufprogramm der Bundesrepublik bringt ihn 1976 in den Westen, wo er ein Abitur und ein Studium abschließen kann.

Hätte er im August 1974 seinem Vernehmer im Erfurter Stasiknast prophezeit, daß sein Chef Erich Mielke in einigen Jahren in einem Stasiknast inhaftiert sein würde und daß er, Jörg Drieselmann, in den Büros der Stasizentrale in der Berliner Normannenstraße ein Museum leiten würde, daß von Hunderttausenden Besuchern aus aller Welt besucht werden würde - der Vernehmer hätte vermutlich beim Zentralen Medizinischen Dienst des MfS angerufen ...

(Foto: Kopie BStU, Plakat aus der Ermittlungsakte des MfS)

In der Nacht zum 13. August 1961 begann nach einem Befehl des SED-Chefs Walter Ulbricht und unter der Leitung Erich Hone...
13/08/2021

In der Nacht zum 13. August 1961 begann nach einem Befehl des SED-Chefs Walter Ulbricht und unter der Leitung Erich Honeckers die endgültige Abriegelung West-Berlins. In den kommenden Wochen wurden etwa 2.000 Menschen von der Staatssicherheit verhaftet, die gegen die Sperrmaßnahmen protestiert hatten.

(Die Fotos entstammen der Publikation "Die Flucht aus der Sowjetzone und die Sperrmaßnahmen des kommunistischen Regimes vom 13. August 1961 in Berlin", herausgegeben vom Bundesministerium für gesamtdeutsche Fragen)

In der Nacht zum 13. August 1961 wurde West-Berlin militärisch abgeriegelt; der Mauerbau begann. Zusätzlich wurde die in...
12/08/2021

In der Nacht zum 13. August 1961 wurde West-Berlin militärisch abgeriegelt; der Mauerbau begann. Zusätzlich wurde die innerdeutsche Grenze weiter militärisch aufgerüstet und mit Sprengminen ausgestattet.

Im Inneren der DDR war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS) ein zentraler Akteur beim Auffinden und Verhaften von Menschen, die das Land gen Westen verlassen wollten. Seit den 1970er Jahren wurden durch das MfS jedes Jahr gegen 900 bis 1.700 Menschen Ermittlungsverfahren wegen Fluchtversuch oder Fluchthilfe eingeleitet - meistens gleichbedeutend mit einer Inhaftierung.

Oft wird jedoch vergessen, daß die Deutsche Volkspolizei (DVP) der wichtigste Partner der Staatssicherheit bei der Kriminalisierung der Fluchtwilligen war. 1987 wurde durch die DVP das "Handbuch Staatsgrenze" herausgegeben - natürlich als "Vertrauliche Verschlusssache". Dieses Handbuch fasst das Wissen der Volkspolizei zum Thema Fluchtvorbereitungen und Fluchtdurchführung zusammen. Es zeigt sehr eindrucksvoll, daß die Gesellschaft bis in den letzten Winkel bespitzelt, durchleuchtet und begutachtet wurde, ob sich irgendwo "Anhalte" für eine geplante Flucht finden ließen. Der sozialistische Staat organisierte eine Menschenjagt, die täglich unauffällig vonstatten zu gehen hatte.

Adresse

Ruschestraße 103, Haus 1
Berlin
10365

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Ich bin auf der Suche nach ein Villa an der Elsnerweg in Berlin Köpenick die in die fünfziger Jahren benutzt ist von der Stasi als Safehouse und Gefängnis. Diese Villa wird damals auch 'Krankenhaus' genennt.
Im Mai immer von Freitag - Sonntag geöffnet