Stasimuseum

Stasimuseum Museum in der ehemaligen Zentrale des Ministeriums für Staatssicherheit
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Neue Dauerausstellung „Staatssicherheit in der SED-Diktatur“
Im Mittelpunkt der Dauerausstellung steht die Frage, wie es der Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands (SED) über 40 Jahre hinweg gelang, Millionen von Menschen in der DDR unter Kontrolle zu halten. Wichtigstes Instrument dabei war das Ministerium für Staatssicherheit (MfS), das „Schild und Schwert der Partei“. Im Haus 1, dem Dienst

sitz des letzten Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke, zeigt die Ausstellung auf drei Etagen die Entstehung, Entwicklung und Tätigkeit der Staatssicherheit als „Schutz- und Sicherheitsorgan“. Die Stasi, wie das MfS im Volk genannt wurde, hatte die Macht der SED zu sichern, sie gegen „Feinde“ zu verteidigen und die gesamte Bevölkerung weitgehend zu kontrollieren. Die Ausstellung zeigt, daß der Apparat aus Menschen mit konkreten Handlungen und Entscheidungen bestand. Hunderttausende waren für das MfS aktiv: Sie waren hauptamtliche oder inoffizielle Mitarbeiter oder sie unterstützten das MfS als Funktionäre in der Verwaltung. Anschauliche Beispiele verdeutlichen die enge Zusammenarbeit des MfS mit allen politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Institutionen in der DDR.
Es werden zahlreiche, oft einmalige Objekte wie Spezialkameras, Wanzen, Einbruchswerkzeuge oder Geräte zum heimlichen Öffnen von Briefen präsentiert, die das Ausmaß der Überwachung durch das Ministerium für Staatssicherheit veranschaulichen. Ausgewählte Beispiele aus unterschiedlichen Stasi-Akten dokumentieren die Aktivitäten des MfS gegen die eigene Bevölkerung. Die Diensträume Erich Mielkes sind bis heute im Originalzustand erhalten und können als Teil der Ausstellung besichtigt werden.

"alle verantwortlichen Mitarbeiter … akzeptierten die offizielle Darstellung des Suicid des Domaschk ...“Am Abend des 10...
13/04/2026

"alle verantwortlichen Mitarbeiter … akzeptierten die offizielle Darstellung des Suicid des Domaschk ...“

Am Abend des 10. April 1981 werden Peter Rösch und sein Freund Matthias Domaschk von der DDR-Transportpolizei "zugeführt". Unter der Überschrift "Kampfkurs X" führt die Staatssicherheit "Maßnahmen" durch, damit die kommunistische Partei in Ost-Berlin ihren 10. Parteitag "störungsfrei gestalten" kann. Rösch und Domaschk gelten der Stasi als Störer. Beide gehören zu jenen Menschen in der DDR, die sich ihres Verstandes bedienen und selbstbestimmt leben wollen. Seit Jahren "bearbeitet" die Staatssicherheit diese Menschen, ihre Freundeskreise, versucht sie zu korrumpieren, zu brechen, ihre Treffpunkte stillzulegen, ihre Kreise zu zerstören.

Thüringer Mitarbeiter der Staatssicherheit übernehmen die jungen Männer von der Trapo, bringen sie ins Stasi-Gefängnis nach Gera und "bearbeiten" sie bis zum Morgen des 12. April. An den "Maßnahmen" beteiligt sind u.a. die Mitarbeiter der Staatssicherheit Hauptmann Dieter Strakerjahn, Oberleutnant Hans-Joachim Seidel, Leutnant Roland Peißker und Hauptmann Horst Köhler. Ungenannt bleiben hier die Fahrer, die Sekretärinnen, die Schließer, die Mitarbeiter im Heizhaus, jene, die "rückwärtig" tätig sind und den ganzen Laden am Laufen halten.

Während Peter Rösch das Gebäude der Staatssicherheit wieder verlassen kann, ist Matthias Domaschk am Morgen des 12.4.1981 bereits tot. Hauptmann Köhler schreibt später in eine Akte: "alle verantwortlichen Mitarbeiter … akzeptierten die offizielle Darstellung des Suicid des Domaschk ...“

Bis heute ist der Tod des Matthias Domaschk nicht vollständig aufgeklärt. Die beteiligten Stasi-Mitarbeiter haben geschwiegen. Sie konnten sich "nicht erinnern".

Text des Tagesspiegels zum Thema:https://www.havemann-gesellschaft.de/fileadmin/robert-havemann-gesellschaft/themen_dossiers/Matthias_Domaschk/max_thomas_mehr_markthalle_stasi.pdf

(Foto: Matthias Domaschk auf dem Marktplatz in Jena, Quelle: Archiv der Robert-Havemann-Gesellschaft, RHG_Fo_HAB_11725

Tschekisten müssen Sprit sparen Im Verlauf einer Dienstkonferenz innerhalb der Linie VIII des Ministeriums für Staatssic...
10/04/2026

Tschekisten müssen Sprit sparen

Im Verlauf einer Dienstkonferenz innerhalb der Linie VIII des Ministeriums für Staatssicherheit (Observation, Durchsuchungen, Verhaftungen) wird der Sparkurs erläutert, den die SED-Parteiführung der DDR verordnet hat.

1982 drosselte die Sowjetunion den Export von verbilligtem Öl in die DDR. Weil die DDR mit dem Export von veredelten Öl-Produkten jedes Jahr mehrere zehn Milliarden Valuta-Mark verdiente, traf sie diese Entscheidung des "großen Bruders" hart. Der Staatshaushalt geriet in Gefahr!

Also heißt es fortan bei der Stasi: "Durch weitere geeignete Maßnahmen konsequent noch vorhandene Reserven erschließen, um vorgegebene Einsparungsraten zu überbieten!"

Das Stasimuseum ist eine wichtige Adresse für viele Berlin-Besucher. Als eine Kultureinrichtung, deren Besucherzahlen vo...
30/03/2026

Das Stasimuseum ist eine wichtige Adresse für viele Berlin-Besucher. Als eine Kultureinrichtung, deren Besucherzahlen vom Berlin-Tourismus beeinflußt werden, behalten wir die Tourismus-Statistik im Auge. Zwischen 1996 und dem Jahr 2019 ist die Zahl touristischer Übernachtungen in Berlin von 7,5 Millionen auf über 34 Millionen gestiegen. Dieser langfristig positive Trend brach mit den tiefgreifenden Einschränkungen der Corona-Zeit ab. Zwar stiegen die Besucherzahlen in den letzten Jahren wieder an. Allerdings stagnieren die Zahlen seit 2023. https://www.berlin.de/sen/wirtschaft/branchen/tourismus/tourismus-in-zahlen/

Es stimmt insbesondere nachdenklich, daß die Anzahl der Besucher aus den europäischen Nachbarländern Österreich, Schweiz, Italien, Niederlande, Polen und England zurückgeht. https://www.morgenpost.de/berlin/article411252196/berlin-hype-vorbei-weniger-uebernachtungen-weniger-gaeste.html

Spricht man mit Berlin-Besuchern über ihre Erlebnisse, kommen der überall sichtbare Verfall der deutschen Hauptstadt und ein sich verschlechterndes Sicherheitsgefühl zur Sprache. Wenn an einem wichtigen Tourismus-Hotspot wie dem Humboldt-Forum Menschen durch Messerangriffe verletzt und getötet werden, bleiben die Urlauber weg. https://www.welt.de/regionales/berlin/article68c7e69a677ecd7137102c81/Toedliche-Attacke-am-Touristenort-Polizei-verstaerkt-Praesenz.html

Im Jahre 2024 gab es in Berlin statistisch knapp 10 Messerangriffe täglich. In drei Monaten Anfang des Jahres 2025 wurden 186 Menschen leicht, 29 schwer verletzt und 3 Menschen getötet. Schwerpunkt der Kriminalität: das Herz des alten Berlins, der Alexanderplatz in Mitte. Der Alex ist ein wichtiger Umsteigebahnhof für Touristen. https://www.morgenpost.de/berlin/article409348209/berlin-hier-wurde-2025-am-haeufigsten-das-messer-gezueckt.html

Ständig wachsender Tourismus mag für manche Menschen kein unbedingt wünschenswertes Ziel sein. Trotzdem haben hunderttausende Berliner einen Arbeitsplatz, der vom Tourismus finanziert wird. Und wenn die Zahlen sinken, sollte man sich fragen, warum. Denn der Tourismus ist ein Indikator für den Zustand einer Stadt. https://www.tagesspiegel.de/meinung/leserbriefe/zu-besuch-im-vermullten-berlin-herumliegender-abfall-schadet-auch-dem-tourismus-15285712.html

https://www.bild.de/regional/berlin/drogen-sumpf-kottbusser-tor-in-berlin-junkies-muell-zeltlager-66b860d856b3740ce4d96a8a

Es ist an der Zeit, daß man sich in Rathäusern und Parlamenten abseits von Tourismuskonzepten, Olympiabewerbungen oder der Expo-Ausrichtung fragt, was man gegen den von vielen deutschen und ausländischen Besuchern wahrgenommenen Abstieg der Metropole tun will. Es müssen Lösungen gefunden werden für Probleme wie das Kampieren vor Bahnhöfen und in Grünanlagen, auf Wegen und unter Brücken, die offenen Drogenszenen, Gewalt- und Schmutzexzesse, Vermüllung und den Zerfall der Infrastruktur.

Wenn eine Million oder auch irgendwann 10 Millionen Touristen weniger nach Berlin kommen, wird insbesondere die unabhängige Kulturszene, die ihre Ausgaben mit Eintrittsgeldern selber finanziert, stark darunter leiden. Der sich selbst verstärkende Kreislauf hat möglicherweise bereits begonnen.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/ausmass-an-rucksichtslosigkeit-das-sprachlos-macht-pankows-stadtratin-fordert-konsequenzen-nach-eskalierten-abifeiern-in-berlin-15384877.html

https://www.bz-berlin.de/berlin/lichtenberg/kuemmert-euch-endlich-um-den-bahnhof-lichtenberg

https://www.merkur.de/reise/usa-warnen-vor-urlaub-in-deutschland-und-13-europaeischen-laendern-eine-staendige-bedrohung-93758826.html

Unsere Leserin ist aus dem Ruhrgebiet einiges an Müll auf den Straßen gewohnt. Aber die Hauptstadt übertrifft selbst Gelsenkirchen und Dortmund nach ihrem Eindruck. Und wie sehen Sie’s?

In Leipzig hat man ähnliche Probleme wie in Berlin. Auch hier hat der SED-Staat burgartige Bürotürme für überdimensionie...
11/03/2026

In Leipzig hat man ähnliche Probleme wie in Berlin. Auch hier hat der SED-Staat burgartige Bürotürme für überdimensionierte Sicherheitsapparate geschaffen. Nach dem Ende der Diktatur standen sie - in Leipzig wie in Berlin - schnell leer. Heute fehlen zwar nicht die Ideen für die Zukunft - Ideen gibt es zuhauf. Doch die Vorstellungen gehen weit auseinander und schließen sich teilweise gegenseitig aus.

"Leerstand abreißen, zeit- und bedarfsgerecht neu bauen!", sagen die einen. "Originalgetreu erhalten und mit neuem Inhalt füllen!", sagen die anderen. Und dazwischen gibt es viele Vorschläge, die versuchen, Kompromisse zu finden.

Die heutigen Schwierigkeiten, in diesen Angelegenheiten zu einer Entscheidung zu kommen, spiegeln nicht nur die aktuellen Finanz- und Planungsprobleme. Hier zeigt sich auch der lange und dunkle Schatten der Diktatur, die erst selbstherrlich planen, abreißen und bauen konnte, dann1990 kollabierte und ihre nutzlosen Trutzburgen der Macht hinterließ. Und nun seht zu, liebe Leute, was ihr damit macht ...

Heutige Entscheidungsträger stehen vor der Herausforderung, historische Verantwortung, moralische Erwägungen, städtebauliche Notwendigkeiten und finanzielle Realitäten in Einklang zu bringen. Oder zumindest sich für das Eine oder das Andere zu entscheiden.

Auf dem Matthäikirchhof in Leipzig stehen alte Stasi-Gebäude leer. Mit großer öffentlicher Beteiligung wurden Ideen für eine neue Nutzung entwickelt. Warum dauert es so lange? Wer bezahlt das alles?

Der Historiker Dr. Christian Booß fasst in einem aktuellen Artikel den Sachstand zum Komplex der ehemaligen Stasizentral...
09/03/2026

Der Historiker Dr. Christian Booß fasst in einem aktuellen Artikel den Sachstand zum Komplex der ehemaligen Stasizentrale in Berlin-Lichtenberg zusammen. Über diesen Link erreichen Sie die Website des Bürgerkomitees 15. Januar e.V.:
https://h-und-g.info/forum/schwerpunkt-1/26-nva/gr

(Foto: Stasimuseum/John Steer)

Der Dokumentarfilm „The Spies Among Us“, der in Deutschland noch keinen Verleih gefunden hat, wirft "einen der seltenen ...
04/02/2026

Der Dokumentarfilm „The Spies Among Us“, der in Deutschland noch keinen Verleih gefunden hat, wirft "einen der seltenen Blicke in die inneren Abläufe des totalen Überwachungsstaates DDR, der mit der Staatssicherheit ein gefürchtetes und effizientes Instrument zur Unterdrückung und Zersetzung missliebiger Mitbürger betrieb". (Zitat: https://www.uokg.de/2025/04/dokumentarfilm-the-spies-among-us/).

Hier der Link zu einer weiteren Rezension: https://www.welt.de/geschichte/article69776cb8707d4aa207581dc4/ddr-stasi-dokumentarfilm-the-spies-among-us-das-verstoerende-protokoll-eines-lebens.html

In dem Film kommt auch der ehemalige Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit, Heinz Engelhardt, zu Wort. Dessen letzter Arbeitsplatz befindet sich in der dritten Etage des Stasimuseums und kann besichtigt werden. Von diesem Schreibtisch aus sollte er im Auftrag der SED-, ab Februar 1990 dann PDS-dominierten DDR-Regierung, die Auflösung der Staatssicherheit betreiben.

Wir möchten hinweisen auf einen Nachruf der UOKG zum Tod von Stefan Lauter. Stefan Lauter gehörte in der Aufbauzeit unse...
29/01/2026

Wir möchten hinweisen auf einen Nachruf der UOKG zum Tod von Stefan Lauter.
Stefan Lauter gehörte in der Aufbauzeit unseres Museums zu den aktiven Zeitzeugen, die im ehemaligen Dienstsitz des Ministers für Staatssicherheit Führungen durchführten. Darüber hinaus unterstützte er das Stasimuseum wo er konnte bei alltäglichen Problemen und Aufgaben eines Ausstellungsbetriebes. Sein früher Tod ist unendlich traurig. Christian Sachse hat in seinem Nachruf einfühlsame und weise Worte zum Abschied gefunden.
https://www.uokg.de/2026/01/nachgerufen-zum-tod-von-stefan-lauter/

Hingewiesen sei auch auf das FB-Profil der Schriftstellerin Grit Poppe und ihren Nachruf.
https://www.facebook.com/grit.poppe

von Christian Sachse Mitte Januar 2026 verstarb unser Freund Stefan Lauter. Als Mitstreiter über mehr als drei Jahrzehnte gegen die Verharmlosung des SED-Unrechts in Heimen und Jugendstrafanstalten war Stefan Lauter ein lebender Beweis dafür, dass es auch misslingen konnte, aus einem...

26/01/2026

Uns erreichte die Nachricht, daß Rudolf Molt am 8. Januar 2026 gestorben ist. Rudolf Molt, den alle Welt als Rudi Molt kannte, war ein Gründungsmitglied des Trägervereins des Stasimuseums. Von 1992 bis 1996 war er Mitglied des Vorstandes und dessen Vorsitzender. In einer Zeit, als Mitarbeiter des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) auf dem Gelände an der Normannenstraße noch allgegenwärtig waren und die SED-MfS-Verbindungen den Alltag in der DDR weiterhin bestimmten, setzte sich Rudi Molt für die Aufarbeitung der Diktatur-Verbrechen ein. Bereits im Sommer 1990 gehörte er zu den Initiatoren einer Forschungs- und Gedenkstätte im ehemaligen Dienstsitz des Ministers für Staatssicherheit, Erich Mielke. Das war zu dieser Zeit ein revolutionäres Vorhaben, welches den alten Genossen und manch anderen gar nicht gefiel.

Rudi Molt, 1952 in Berlin geboren, wuchs in Prenzlauer Berg auf. Der Bau der Mauer und die Errichtung eines „Grenzübergangs“ samt Wachtürmen und militärischen Sperranlagen mitten in seinem Kiez im Jahre 1961 waren für ihn einschneidende Erlebnisse. Zu den bedrückenden Realitäten in der DDR zählte er den „Zwang zur Unaufrichtigkeit“, wie er es vor der Enquete-Kommission „Aufarbeitung von Geschichte und Folgen der SED-Diktatur“ berichtete: „Man lernte, daß man Sachen, die man selber für richtig und wahr und gut hielt, in der Öffentlichkeit nicht tun oder sagen durfte.“ Im Jahre 1976 stempelte ihn das SED-Regime folgerichtig zum Staatsfeind, als er es wagte, in aller Öffentlichkeit der Parteipropaganda zu widersprechen.

Er gehörte zu einer Gruppe junger Leute, die einen offenen Brief an den SED-Parteichef Erich Honecker schrieben. Darin forderten sie ihn auf, dafür zu sorgen, daß sich die Partei von der Beschimpfung des Pfarrers Oskar Brüsewitz durch die Parteizeitung "Neues Deutschland" distanziert. Das ND hatte den Pfarrer, der sich aus Protest gegen Militarismus und politischen Terror in der DDR auf dem Marktplatz von Zeitz mit Benzin übergossen und angezündet hatte, als geistesgestörten, ausländischen Agenten beschimpft.

In der Folge wurde Rudi Molt, der als Physiker an der Akademie der Wissenschaften in Adlershof arbeitete, zu zwei Jahren und vier Monaten Haft und Zwangsarbeit verurteilt. Er war in den Haftanstalten Berlin-Hohenschönhausen (allein dort 7 lange Monate), Berlin-Rummelsburg, Cottbus, Brandenburg und Karl-Marx-Stadt inhaftiert, bevor ihn die Bundesrepublik Deutschland freikaufte.

Sein Verständnis vom Wesen der Diktatur in der DDR, welches er vor der erwähnten Enquete-Kommission darlegte, prägte unseren Blick als Institution auf die DDR und wurde Teil unseres politischen Selbstverständnisses: „Es ging also in erster Linie gar nicht darum, die Menschen davon zu überzeugen, daß dieser real existierende Sozialismus eine überlegene Ordnung ist, sondern was verlangt wurde, war eigentlich hauptsächlich diese Unterwerfungsgeste, dieser Kotau vor der Macht.“

Unser Verein und das Stasimuseum verdanken Rudi Molt sehr viel. Er gehörte nicht nur zu den prägenden Persönlichkeiten der Entstehungsjahre unserer Institution. Wir erinnern uns an ihn auch als einen feinen Menschen und guten Kameraden. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.

Aktionstag zum 15. Januar in der ehemaligen Stasi-Zentrale! Für eine Sonderführung im Stasimuseum am 15. Januar 2026, um...
08/01/2026

Aktionstag zum 15. Januar in der ehemaligen Stasi-Zentrale!
Für eine Sonderführung im Stasimuseum am 15. Januar 2026, um 13 Uhr, können Sie hier kostenfreie Tickets bestellen: https://stasimuseum.shop.koronaevent.de/de/offers/t620

Aktionstag in der ehemaligen Stasi-Zentrale: Vor 36 Jahren strömten tausende Menschen auf das Gelände der Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Sie wollten das Wirken der Geheimpolizei beenden und die Vernichtung der Akten stoppen. Damit setzte sich ein Prozess fort, der in den Bezirken der DDR begann.

Am 15. Januar 2026 erinnern wir in der ehemaligen Stasi-Zentrale mit Vorträgen und Führungen, Filmen und einer Lesung an die damaligen Geschehnisse und beleuchten deren Auswirkungen auf die Gegenwart. Der Eintritt ist frei. Alle Infos zum Aktionstag gibt es auf unserer Website: https://t1p.de/vqu6l

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Bundesarchiv – Stasi-Unterlagen-Archiv, der Robert-Havemann-Gesellschaft e. V., des Bürgerkomitee 15. Januar EV, der UOKG e.V. und des Stasimuseum.

Am 15. Januar 1990 öffneten sich in Berlin-Lichtenberg am Abend für einige Stunden die Tore des zentralen Dienstobjektes...
06/01/2026

Am 15. Januar 1990 öffneten sich in Berlin-Lichtenberg am Abend für einige Stunden die Tore des zentralen Dienstobjektes des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR (MfS). Tausende Menschen nutzten die Möglichkeit für eine kurze Besichtigung einiger Gebäude. Diese Vorgänge machten den Macht- und Kontrollverlust der diktatorisch herrschenden SED und ihres Sicherheitsapparates deutlich.

Aus Anlaß dieses historischen Datums bieten wir am 15.1.2026, um 13 Uhr, eine kostenfreie Sonderführung zur Öffnung der Stasi-Zentrale und dem Ende der Staatssicherheit an. Für die Teilnahme buchen Sie bitte hier ein kostenfreies Ticket:
https://stasimuseum.shop.koronaevent.de/de/offers/t620

Adresse

Ruschestraße 103, Haus 1
Berlin
10365

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