13/05/2026
Berlin verändert sich permanent. Häuser verschwinden, Räume werden verkauft, Baustellen ziehen weiter. Was heute noch leer steht, ist morgen schon Luxusprojekt oder abgesperrte Fläche.
Genau dort setzt ZIK — Zeit ist knapp an.
Im ehemaligen Globetrotter am Steglitzer Kreisel entsteht seit über einem Jahr ein kultureller Möglichkeitsraum, der zeigt, was Zwischennutzung eigentlich bedeuten kann: nicht Dekoration für Stadtentwicklung, sondern echte öffentliche Infrastruktur für Kunst, Begegnung und soziale Teilhabe.
Hinter dem Projekt stehen Rebbek Wehner und Moritz Senff. Gemeinsam verfolgen sie die Idee, leerstehende Orte temporär für Kultur, Austausch und gemeinschaftliche Nutzung zu öffnen.
Das Entscheidende dabei: ZIK funktioniert nicht wie ein klassisches Kulturhaus mit festen Hierarchien oder exklusiven Zugängen. Stattdessen entstehen dort Formate, die bewusst offen gedacht sind:
Ausstellungen, Workshops, Flohmarkt, Jam Sessions, Roller Disco, Talks, Konzerte, Sport, Nachbarschaftsprojekte und Veranstaltungen, die unterschiedlichste Szenen miteinander verbinden.
Der Ort wird dadurch selbst zum Experiment.
In einer Stadt, in der freie Räume zunehmend verschwinden, schafft ZIK genau diese selten gewordene Möglichkeit: temporäre kulturelle Freiräume mitten im urbanen Wandel.
„All places are temporary places.“
Orte kommen.
Orte gehen.
Entscheidend ist, was dazwischen entsteht.
Unterstützen kann man das Projekt nicht nur finanziell durch Spenden am Eingang, sondern vor allem durch Teilnahme, Kooperationen, Ideen, Sichtbarkeit und Präsenz. Denn solche Orte existieren nur so lange, wie Menschen sie tatsächlich nutzen.