16/10/2026
Wie lassen sich historische Orte in ihrer räumlichen Dimension erschließen? Was ist ein digitales Raumbuch? Und wie digitalisiert man einen Raum?
Diese und weitere Fragen standen im Mittelpunkt einer Fortbildung für Volontär:innen, die im Rahmen des Projekts „Räume der Repression“ vergangene Woche an der Gedenkstätte stattfand. Nach einem Rundgang mit dem Zeitzeugen Gilbert Furian durch das ehemalige Stasi-Gefängnis, leitete Projektmitarbeiterin Nicola Wündsch einen Praxisworkshop an: Mit Tablets legten die Teilnehmenden selbst Räume im digitalen Raumbuch an und dokumentierten sie. Den Abschluss bildete eine gemeinsame Reflexion über Grenzen und Risiken von Raumdokumentationen.
Das Forschungsprojekt „Räume der Repression“ an der Gedenkstätte Hohenschönhausen untersucht in den kommenden Jahren den historischen Haftort, das ehemalige Sperrgebiet und den Stadtteil Berlin-Hohenschönhausen unter verschiedenen raumbezogenen Perspektiven. Dabei werden sowohl umbaute Räume in ihrer architektonischen Ausprägung wie auch soziale Räume mit ihren Herrschafts- und Alltagsbeziehungen in den Blick genommen.
Wir danken allen Teilnehmenden für das Interesse und den Austausch!