26/08/2026
Heute jährt sich der Todestag von Frans Hals, einem der bedeutendsten Porträtmaler des niederländischen sogenannten „Goldenen Zeitalters“ . Hals starb 1666 in Haarlem. Mit seinem lebendigen, spontanen Stil prägte er die Porträtkunst nachhaltig und hielt flüchtige Gesichtsausdrücke, Gesten und individuelle Eigenheiten mit bemerkenswerter Unmittelbarkeit fest.
Das hier gezeigte Porträt bietet einen etwas anderen Blick auf den Künstler. Es wurde früher Frans Hals zugeschrieben, gilt heute jedoch als Werk einer unbekannten Künstlerpersönlichkeit. Schwarze und weiße Kreide auf blauem Papier zeigen uns dennoch ein faszinierendes Bild des berühmten Malers.
Zuschreibungen gehören zu den spannenden Aufgaben der kunsthistorischen Forschung. Wer hat ein Werk geschaffen, wann entstand es und welche Hinweise sprechen für eine bestimmte Urheberschaft? Selbst bei berühmten Künstlern ist die Antwort nicht immer eindeutig.
Zum Todestag von Frans Hals schauen wir heute also auf ein Porträt des Künstlers und nicht auf ein Werk von ihm.👀
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Today marks the anniversary of the death of Frans Hals, one of the most important portrait painters of the Dutch so called “Golden Age”. Hals died in Haarlem in 1666. His lively, spontaneous style transformed portraiture, capturing fleeting expressions, gestures and individual characteristics with remarkable immediacy.
The portrait shown here offers a different perspective. It was formerly attributed to Frans Hals, but is now considered to be by an unknown artist. Executed in black and white chalk on blue paper, the drawing gives us an intriguing image of the famous painter.
Attributions are an important part of art historical research. Who created a work, when and where? And what evidence allows us to connect it to a particular artist? Even famous names can sometimes turn out to be the wrong answer.
So today, on Frans Hals’ death anniversary, we are looking at a portrait of the artist, rather than a portrait by him.👀
Unbekannter Künstler: Bildnis Frans Hals, o.J.; Bildnachweis: Staatliche Museen zu Berlin, Kupferstichkabinett / Walter Steinkopf