Museum Europäischer Kulturen

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Heute allgegenwärtig und von diversen Marken und in verschiedenen Ausführungen erhältlich, 1972 ein eher alternativkultu...
03/09/2026

Heute allgegenwärtig und von diversen Marken und in verschiedenen Ausführungen erhältlich, 1972 ein eher alternativkulturelles Accessoire: das Tragetuch für Babys. Hier seht ihr ein Werbeleporello der Firma Didymos aus unserer Sammlung. Die Fotos zeigen die Firmengründerin selbst, wie sie ihre Kinder im Tuch trägt, daneben Aufnahmen von Müttern aus Indien und Lateinamerika.
Was in den 1970er Jahren als exotische Außenseiteridee galt, gegen den damaligen Standard Kinderwagen, ist heute ein Markt mit unzähligen Herstellern und Bindetechniken. Dass Tragetücher in vielen Teilen der Welt nie eine Neuheit waren, sondern seit Generationen zum Alltag gehören, zeigt auch dieses Objekt aus unserer Sammlung.

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Widespread today and available from countless brands in every possible design, in 1972 it was still a rather alternative accessory: the baby carrying cloth. Here you see an advertising leaflet from the company Didymos, from our collection. The photos show the company's founder herself carrying her children in the cloth, alongside images of mothers from India and Latin America.
What was seen as an exotic outsider idea in the 1970s, up against the era's standard, the stroller, is now a market with countless manufacturers and wrapping techniques. This object from our collection also shows that carrying cloths were never a novelty in many parts of the world, but have belonged to everyday life there for generations.
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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin

Am 1. September 1939, begann mit dem Überfall Deutschlands auf Polen der Zweite Weltkrieg. Das Objekt, das wir euch heut...
01/09/2026

Am 1. September 1939, begann mit dem Überfall Deutschlands auf Polen der Zweite Weltkrieg. Das Objekt, das wir euch heute zu diesem Thema zeigen, thematisiert nicht die Begeisterung vieler Deutscher darüber. Es zeigt auch nicht den täglichen Besatzungsterror und den Völkermord an den europäischen Jüd:innen und Sinti und Roma, die mit diesem Datum ihren Ausgang nahmen. Vielmehr zeigt es, wie der Angriffskrieg für viele deutsche Soldaten endete: in der Kriegsgefangenschaft.
Der Zettel ist eine Bescheinigung einer sowjetischen Militäreinheit. Mehr als drei Millionen deutsche Soldaten gerieten in sowjetische Gefangenschaft, Hunderttausende von ihnen starben in den Lagern. Wilhelm Redlin hatte Glück und konnte im Juni 1948 nach Deutschland zurückkeren. Auf der Heimreise war dieses Blatt Papier vermutlich das Wichtigste, was er bei sich trug. Nach Jahrzehnten in Familienbesitz kam es 2013 in die Sammlung des . Es erzählt vom Ausgang eines Krieges, den Deutschland heute vor 87 Jahren begonnen hatte.

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On 1 September 1939, Germany invaded Poland and the Second World War began. The object we are showing you on this subject today is not about the enthusiasm many Germans felt at the time. Nor does it show the daily terror of occupation or the genocide of Europe's Jews, Sinti and Roma that took their course from this date. What it does show is how the war of aggression ended for many German soldiers: in captivity.
The slip of paper is a certificate issued by a Soviet military unit. More than three million German soldiers were taken prisoner by the Soviet Union, and hundreds of thousands of them died in the camps. Wilhelm Redlin was lucky and was able to return to Germany in June 1948. On the journey home this piece of paper was probably the most important thing he carried. After decades in family possession it entered the collection of the in 2013. It tells of the outcome of a war that Germany began 87 years ago today.
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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin

Gestern vor 70 Jahren erschien die erste BRAVO. Mit Postern und Stories von Stars sowie mit Rubriken wie den Fragen an „...
27/08/2026

Gestern vor 70 Jahren erschien die erste BRAVO. Mit Postern und Stories von Stars sowie mit Rubriken wie den Fragen an „Dr. Sommer", die man sonst niemandem stellte. Die Zeitschrift prägte Generationen von Kindern und Jugendlichen. Das erste Cover im August 1956 zeigte übrigens Marilyn Monroe. Seitdem hat sich viel getan – auch die Auflage hat bessere Zeiten gesehen. Ein Stück deutscher Kulturgeschichte bleibt die BRAVO trotzdem. Kein Wunder, dass es ein paar Ausgaben auch in die Sammlung des geschafft haben – darunter auch diese vier Hefte aus den frühen 1990er Jahren. Wir sagen: Alles Gute (nachträglich) – auf 70 weitere Jahre!

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Seventy years ago yesterday, the first issue of "BRAVO" hit the newsstands. With its posters, star stories and columns such as "Dr. Sommer", it shaped generations of children and young people in Germany. It all began in August 1956, with Marilyn Monroe on the cover. A lot has changed since then – circulation figures, too, have seen better days. Yet BRAVO remains a piece of German cultural history. No wonder, then, that a few issues have found their way into our collection, among them these four from the early 1990s. So we say: happy birthday (a little belatedly) – here's to another 70 years!
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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin

Drei Kinder auf dem Weg zur Schule – was könnte besser zum gestrigen Schulstart in Berlin und Brandenburg passen. Aber M...
25/08/2026

Drei Kinder auf dem Weg zur Schule – was könnte besser zum gestrigen Schulstart in Berlin und Brandenburg passen.
Aber Moment: Was sind das für Taschen? Und warum tragen die Mädchen keine Schuhe? Bei den Taschen handelt es sich um sogenannte „Zägger“ wie sie in ländlichen Regionen Südosteuropas noch bis weit ins 20. Jahrhundert hergestellt wurden. Die fehlenden Schuhe erklären sich indes womöglich aus dem Kontext der Aufnahme: Das Foto entstand 1942 in Lepoglava, einer Kleinstadt im mit Deutschland kollabrierenden „Unabhängigen Staat Kroatien“. Kriegswirtschaft und Mangel prägten den Alltag und Leder für Schuhe war entsprechend knapp. Zugleich war Lepoglava zu diesem Zeitpunkt Standort eines KZs, in dem das kroatische faschistische Regime politische Gegner:innen, jüdische und serbische Häftlinge sowie Sinti und Roma gefangen hielt und ermordete. Normalität und extreme Gewalt liegen auf diesem unscheinbaren Bild also nahe beieinander.

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For the start of the school year in Berlin and Brandenburg yesterday, what could fit better than a picture of three children on their way to school. But wait: what kind of bags are these? And why aren't the girls wearing shoes?
The bags are known as "Zägger," handmade in rural parts of Southeast Europe well into the 20th century. The bare feet, however, may be explained by the context of the photograph: it was taken in 1942 in Lepoglava, a small town in the "Independent State of Croatia." Wartime economy and shortages shaped everyday life, and leather for shoes was scarce.
At the same time, Lepoglava was home to a concentration camp where the fascist regime imprisoned and murdered political opponents, Jewish and Serbian prisoners, Roma and Sinti, and anyone else who did not fit their worldview. Ordinary daily life and extreme violence lay only a few hundred metres apart here.

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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin/Erika Groth-Schmachtenberger

Zum "Weltmückentag" präsentieren wir euch heute ein Objekt aus unserer Sammlung, mit dem es Mücken und Fliegen an den Kr...
20/08/2026

Zum "Weltmückentag" präsentieren wir euch heute ein Objekt aus unserer Sammlung, mit dem es Mücken und Fliegen an den Kragen ging und das in dieser Form sicherlich niemand mehr zuhause hat: Eine "Insektenspritze" zum Zerstäuben von Mitteln zur Insektenbekämpfung. Patentiert in den 1920er Jahren, enthielten solche Apparaturen lange Zeit auch das Insektizid DDT. Ein radikales Mittel für ein typisch spätsommerliches Phänomen - mit Folgen für Mensch und Umwelt. Die schädliche Wirkung von DDT blieb lange Zeit unbekannt und das Mittel wurde in West- und Ostdeutschland erst 1977 bzw. 1988 verboten.

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Today, on "World Mosquito Day", we present an object from our collection that once went after mosquitoes and flies, and that surely nobody still has at home in this form: an "insect sprayer" for atomizing pest control agents. Patented in the 1920s, devices like this long contained the insecticide DDT. A radical remedy for a typically late-summer nuisance, with consequences for people and the environment. The harmful effects of DDT remained unknown for a long time, and the substance was only banned in West and East Germany in 1977 and 1988 respectively.

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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin

Noch sind in Berlin und Brandenburg Sommerferien… ab dem 24. August gehtes aber wieder los. Dann heißt es: Hefte raus, m...
18/08/2026

Noch sind in Berlin und Brandenburg Sommerferien… ab dem 24. August gehtes aber wieder los. Dann heißt es: Hefte raus, mitschreiben – und irgendwann steht dann auch die nächste Benotung wieder an. Wenn auch mit anderen Methoden, war dies auch vor rund hundert Jahren nicht anders. Dieses Zeugnis aus unserer Sammlung wurde an der Mädchenschule in Pasewalk ausgestellt. Aus heutiger Sicht auffällig ist der Eintrag ganz oben: Platz 4 unter 31. Die Schülerin wurde also nicht nur benotet, sondern auch in eine Rangfolge gesetzt.
Auch das Datum des Zeugnisses ist besonders: Ostern 1914. Es war somit das letzte reguläre Halbjahresende, bevor im Sommer der Erste Weltkrieg ausbrach und sich der Alltag auch in Pasewalk fundamental änderte.

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Summer break is still on in Berlin and Brandenburg... but it starts up again on August 24th. Then it's notebooks out, taking notes, and eventually the next round of grades comes due as well. Even if the methods have changed, things looked much the same around a hundred years ago. This report card from our collection was issued at the girls' school in Pasewalk. What stands out from today's perspective is the note at the very top: rank 4 out of 31. The pupil was not just graded, she was also placed in a ranking.
The date of the report card is notable too: Easter 1914. It was therefore the last regular end of term before the First World War broke out that summer, changing everyday life in Pasewalk fundamentally as well.

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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin

15/08/2026

⛰️ Berlin liebt Tirol

Die Beziehung zwischen Menschen und Bergen ist Jahrtausende alt – und damit alles andere als ein kurzer Hype. Die Ausstellung „Die Berge Tirols“ im Museum Europäischer Kulturen nimmt euch mit in die Geschichte und Kultur der Tiroler Bergwelt.

Warum gibt es die Berliner Hütte im Zillertal? Was nehmen Menschen mit auf den Berg, wenn jedes Gramm zählt? Und wie verändern Tourismus und Klimawandel das Leben in den Bergen?

Von Kuhglocken über Gletschermüll und Lawinensprengungen bis zum Heiligen Nikolaus: Historische Objekte treffen auf Kunst, Filme, Lieder und interaktive Stationen.

„Die Berge Tirols“
📍Museum Europäischer Kulturen
📆 bis 25.04.2027

(Bezahlte Werbung im Auftrag der )

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⛰️ Berlin Loves Tyrol

The relationship between people and mountains dates back thousands of years—and is therefore anything but a passing fad. The exhibition “The Mountains of Tyrol” at the Museum Europäischer Kulturen (Museum of European Cultures) takes you on a journey through the history and culture of the Tyrolean mountains.

Why is there a “Berliner Hütte” in the Zillertal? What do people bring with them up the mountain when every gram counts? And how are tourism and climate change altering life in the mountains?

From cowbells to glacial debris and avalanche blasting to St. Nicholas: Historical artifacts meet art, films, songs, and interactive stations.

“The Mountains of Tyrol”
📍 Museum Europäischer Kulturen
📆 Until April 25, 2027

(Paid advertisement on behalf of )

Heute jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 65. Mal. Zwischen dem 13. August 1961 und dem 9. November 1989 liegen 28...
13/08/2026

Heute jährt sich der Bau der Berliner Mauer zum 65. Mal. Zwischen dem 13. August 1961 und dem 9. November 1989 liegen 28 Jahre, in denen die Mauer den Alltag von Millionen Menschen bestimmte: getrennte Familien, verhinderte Lebenswege, mindestens 140 Todesopfer allein in Berlin.
Kaum ein Jahr später war das Bauwerk zu tausenden von Souvenirs verarbeitet worden. In diesem Fall zu einem Ohrring. Auf ein kleines weißes Mauerstück wurden ein roter Glasstein und eine Metallöse geklebt, dazu ein Haken zum Befestigen am Ohr. Solche Souvenirs entstanden nach 1989/90 in großer Zahl – Mauerreste wurden abgetragen und an Tourist:innen aus aller Welt verkauft. Was jahrzehntelang unüberwindbar schien, passte am Ende in eine Hosentasche…

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Today marks the 65th anniversary of the building of the Berlin Wall. Twenty-eight years lie between 13 August 1961 and 9 November 1989 – years in which the Wall shaped the everyday lives of millions: families separated, futures cut short, at least 140 people killed in Berlin alone.
Barely a year later, the structure had been turned into thousands of souvenirs. In this case, into an earring. A red glass stone and a metal loop were glued onto a small white fragment of the Wall, along with a hook to fasten it to the ear. Souvenirs like this were produced in great numbers after 1989/90 – sections of the Wall were dismantled and sold to tourists from around the world.
What had seemed insurmountable for decades ended up fitting into a trouser pocket…

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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin/Christian Krug

In Berlin und Brandenburg sind Sommerferien – und dieser Herr hier hat nach wie vor Hochsaison. Dieses Aufziehspielzeug ...
11/08/2026

In Berlin und Brandenburg sind Sommerferien – und dieser Herr hier hat nach wie vor Hochsaison. Dieses Aufziehspielzeug zeigt einen Eisverkäufer auf dem Dreirad. Bevor das Eis in Cafés verkauft wurde, kam es zu den Menschen und auch heute gibt es die Erfrischung to go noch an vielen Orten in der Stadt – vielleicht ja auch in eurer Nähe…?

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It's halfway through the Berlin summer holidays – and this gentleman here is in high season. This wind-up toy shows an ice cream vendor on a tricycle. Before ice cream was sold in cafés, it came to the people – and even today, refreshment to go can still be found in many places across the city – perhaps somewhere near you, too…?

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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin

Sommerzeit ist Gewitterzeit! Aber was hat das mit dieser Tonglocke zu tun? Ganz einfach: Gegen den Schrecken und den Sch...
06/08/2026

Sommerzeit ist Gewitterzeit! Aber was hat das mit dieser Tonglocke zu tun? Ganz einfach: Gegen den Schrecken und den Schaden durch Blitz und Donner setzte man lange auf sogenanntes „Wetterläuten“. Hierfür wurden „Wetterglocken" eingesetzt. Zog ein Unwetter auf, läutete der Mesner die geweihten Glocken vom Kirchturm. Im Privaten behalf man sich mit dem, was da war. Diese kleine Tonglocke mit Eisenklöppel trug zugleich Unheil abwehrende Symbole. Ein einziger Hagelschlag im August konnte immerhin die Ernte eines ganzen Dorfes vernichten. Heute gibt es Blitzableiter und Wetter-Apps. Die Sorge um die Ernte ist jedoch geblieben.

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Summer is thunderstorm season! But what does that have to do with this clay bell? Quite simply: against the terror and damage of lightning and thunder, people long relied on so-called "weather ringing". "Weather bells" were used for this purpose. When a storm approached, the sexton rang the consecrated bells from the church tower. In private households, people made do with whatever was at hand. This clay bell with its iron clapper carried symbols meant to ward off harm. After all, a single hailstorm in August could destroy an entire village's harvest. Today we have lightning rods and weather apps. The worry about the harvest, however, has remained.

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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin

Adresse

Arnimallee 25
Berlin
14195

Öffnungszeiten

Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 11:00 - 18:00
Sonntag 11:00 - 18:00

Telefon

+49308301429

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