Museum Europäischer Kulturen

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Vor kurzem wurde Elisabeth Tietmeyer als langjährige Direktorin des   in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Wie kau...
19/10/2026

Vor kurzem wurde Elisabeth Tietmeyer als langjährige Direktorin des in den verdienten Ruhestand verabschiedet. Wie kaum eine andere Person hat sie das Museum in den letzten Jahrzehnten geprägt.

Zu ihren Ehren fand im Juni ein großes Symposium mit zahlreichen Gästen und Beiträgen von Kolleg:innen aus Wissenschaft und Museum statt. Wer die Veranstaltung verpasst hat, kann einige der dort behandelten Themen nun noch einmal nachlesen – im kürzlich veröffentlichten Tagungsbericht von Nina-Melissa Seelinger:

https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-165161?recno=2&q=&sort=&fq=&total=11100

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Recently, Elisabeth Tietmeyer, long-time Director of the , was honored upon her retirement. Few people have shaped the museum as profoundly as she has over the past decades.

In her honor, a major symposium was held in June, bringing together numerous guests and featuring contributions from colleagues in academia and the museum world. For those who missed the event, some of the topics discussed there can now be revisited in the recently published conference report by Nina-Melissa Seelinger:

https://www.hsozkult.de/conferencereport/id/fdkn-165161?recno=2&q=&sort=&fq=&total=11100

Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin/Christian Krug

Schildkröt-Puppen wie dieses Exemplar aus unserer Sammlung wurden ab 1896 in der „Rheinischen Gummi- und Celluloidfabrik...
10/10/2026

Schildkröt-Puppen wie dieses Exemplar aus unserer Sammlung wurden ab 1896 in der „Rheinischen Gummi- und Celluloidfabrik“ in Neckarau bei Mannheim hergestellt. Die hochwertigen Zelluloidpuppen mit beweglichen Körpern, Glasaugen und fein modellierten Gesichtern wurden schnell zu beliebten Spielzeugen. Zelluloid erwies sich jedoch als leicht entflammbar und wurde in Deutschland ab 1951 für bestimmte Anwendungen verboten.

Zum heutigen Mädchentag richten wir den Blick auf Kinderrechte und die bis heute bestehende globale Problematik der Kinderarbeit. Denn auch die Puppenherstellung war um 1900 teilweise auf die Arbeit von Mädchen angewiesen. Städte wie Sonneberg und Waltershausen gehörten damals zu den Zentren der Puppenproduktion, während Puppen, Puppenstuben und Puppenschulen zu typischen Spielzeugen für Mädchen wurden. Dass Kinder selbst an der Herstellung von Kinderspielzeug beteiligt waren, verweist auf eine bittere Ironie der Lebensrealität um 1900. Die Puppen erzählen damit auch von den Rollen und Lebenswelten von Mädchen ihrer Zeit.

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Schildkröt dolls, such as this example from our collection, were manufactured from 1896 onwards at the “Rheinische Gummi- und Celluloidfabrik” in Neckarau near Mannheim. Made of high-quality celluloid, the dolls with articulated bodies, glass eyes and finely modelled faces became quickly popular toys. However, celluloid was highly flammable and was banned in Germany for certain applications from 1951 onwards.

On International Girls’ Day, we remember children’s rights and reflect on the global problem of child labour, which remains relevant today. Around 1900, doll production also partly depended on the labour of girls. Towns such us Sonneberg and Waltershausen were among the centres of doll production at the time, while dolls, dollhouses and doll schools became typical toys for girls. The fact that children themselves were involved in producing toys for children points to a bitter irony of everyday life around 1900. These dolls therefore also offer an insight into the roles and lives of girls of their time.

Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin/Christian Krug

06/10/2026

“I’m blue, da-ba-dee-da-ba-di…” Blaue Welten kreierte die Cyanotypie, eine Form der frühen Fotografie. Kuratorin Judith Schühle stellt eine Cyanotypie aus der Sammlung des MEK vor - Teil unserer Reihe zu frühen Fotografien!

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“I’m blue, da-ba-dee-da-ba-di…” Cyanotypecreated blue worlds—a form of early photography. Curator Judith Schühle presents a cyanotype from the collection of the MEK, as part of our series on early photographs!

Video: SMB, MEK / Yu Mitomi

„Un Espresso, per favore!“ Mit diesem Satz startet oft der Tag für viele Kaffeekonsument*innen in Italien. Eine Variante...
01/10/2026

„Un Espresso, per favore!“ Mit diesem Satz startet oft der Tag für viele Kaffeekonsument*innen in Italien. Eine Variante wäre im deutschen alltäglichen Sprachgebrauch der Satz „Ein Kaffee To-Go, bitte!“ Heute, zum internationalen Tag des Kaffees, widmen wir uns zu diesem Genussgetränk. Seit den 1970er-Jahren verlagerte sich der Kaffeekonsum innerhalb Europas zunehmend von Süden und Südwesten in Richtung Norden und Osten.
Dieser Taschen-Trink-Becher aus wasserdichtem Papierstoff könnte um das Jahr 1900 vielleicht auch für Kaffee gebraucht worden sein. Tourist*innen, Reisende oder Radfahrer*innen konnten einen Becher für 5 Pfenning kaufen. Die Faltbarkeit des Bechers war sehr praktisch für den einfachen Transport. Was heute selbstverständlich erscheint, hatte damals also bereits einen erstaunlich modernen Gedanken: Kaffee für unterwegs.
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„Un Espresso, per favore!“ For many coffee drinkers in Italy, the day often begins with this phrase. A common equivalent in everyday German usage would be „Ein Kaffee To-Go, bitte!“ Today, on International Coffee Day, we turn our attention to this delightful beverage. Since the 1970s, coffee consumption within Europe has increasingly shifted from the south and southwest towards the north and east.
This portable drinking cup, made of waterproof paper material, may well have been used for coffee around the year 1900. Tourists, travelers, and cyclists could purchase a cup for 5 pfennigs. The cup’s collapsible design made it exceptionally convenient to carry. What is normal today was already a modern idea back then: coffee to go.
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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin/ Michael Mohr

Monsteraffen in den Tiroler Bergen? Gibt es die wirklich?! Im Rahmen der FeelAustria Week hat das MEK und das Österreich...
28/09/2026

Monsteraffen in den Tiroler Bergen? Gibt es die wirklich?!

Im Rahmen der FeelAustria Week hat das MEK und das Österreichische Kulturforum Berlin die österreichische Autorin Leonora Leitl eingeladen. Mit einem Papiertheater hat sie ihr Buch "Monsteraffen gibt es nicht" zum Leben erweckt.

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Monster monkeys in the Tyrolean Alps? Do they really exist?!

As part of FeelAustria Week, the MEK and the Austrian Cultural Forum Berlin invited Austrian author Leonora Leitl to Berlin. Using a paper theatre, she brought her book “Monsteraffen gibt es nicht” (There Are No Monster Monkeys) to life.

Fotos: Staatliche Museen zu Berlin, Museum Europäischer Kulturen / Yu Mitomi

23/09/2026

Schwerer Stoff – der Titel der Ausstellung passt im doppelten Sinne: Neben der wortwörtlichen Schwere der Stoffe sind auch viele der Geschichten, die in der Ausstellung erzählt werden, schwer. Es sind oft Geschichten von Vertreibung und Gewalt, aber auch von Resilienz und Transformation.

Hier erzählt Kuratorin Henrike Hampe vom .ulm die bewegende Geschichte von Susanne Zauner, die in ein sowjetisches Arbeitslager deportiert wurde.

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Heavy Fabric – the title of the exhibition works on two levels: alongside the literal weight of the materials, many of the stories told in the exhibition are heavy, too. They are often stories of displacement and violence, but also of resilience and transformation.

Here, curator Henrike Hampe from .ulm tells the moving story of Susanne Zauner, who was deported to a Soviet labor camp.

Video: MEK / Yu Mitomi

Am heutigen 22. September feiert Bulgarien seinen Unabhängigkeitstag. An diesem Tag im Jahr 1908 rief Fürst Ferdinand in...
22/09/2026

Am heutigen 22. September feiert Bulgarien seinen Unabhängigkeitstag. An diesem Tag im Jahr 1908 rief Fürst Ferdinand in der alten Hauptstadt Veliko Tarnovo die volle Unabhängigkeit des Landes aus und nahm den Titel „Zar der Bulgaren“ an. Mit der Unabhängigkeitserklärung endete die letzte formale Bindung an das Osmanische Reich.

Auf dieser hölzernen Feldflasche ist Ferdinand in Galauniform zu sehen. In solchen Flaschen wurden Wein oder Rakija mitgeführt, etwa zu Hochzeiten und Festen. Das Porträt wurde in das Holz gebrannt und anschließend farbig gefasst.

Die Flasche kam 1923 in unsere Sammlung. Zu diesem Zeitpunkt war Ferdinand aber schon nicht mehr an der Macht: Nach der Niederlage im Ersten Weltkrieg hatte er 1918 abgedankt und lebte fortan im Exil in Coburg. Erst 2024 wurden seine sterblichen Überreste nach Bulgarien überführt.

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On 22 September, Bulgaria celebrates its Independence Day. On this day in 1908, Prince Ferdinand proclaimed the country's full independence in the old capital of Veliko Tarnovo and took the title "Tsar of the Bulgarians". The declaration of independence ended the last formal ties to the Ottoman Empire.

This wooden flask shows Ferdinand in full dress uniform. Flasks like this were used to carry w**e or rakia, for example at weddings and festivities. The portrait was burned into the wood and then painted.

The flask entered our collection in 1923. By then, however, Ferdinand was no longer in power: following the defeat in the First World War, he had abdicated in 1918 and lived in exile in Coburg from then on. His remains were only returned to Bulgaria in 2024.

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Photo: Museum Europäischer Kulturen -- Staatliche Museen zu Berlin

Die fantastische Trioler Künstlerin NENDA hat gestern im Garten des MEK ein intimes und sehr berührendes Konzert gespiel...
20/09/2026

Die fantastische Trioler Künstlerin NENDA hat gestern im Garten des MEK ein intimes und sehr berührendes Konzert gespielt - inklusive angereister Mama und Schwester 💖 In ihrer Musik und im anschließenden Gespräch mit Jonas Toaspern ging es um Heimat, Identität und Musik. Wir sind ganz verzaubert!

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The fantastic Tyrolean artist NENDA played an intimate and deeply moving concert yesterday in the garden of the MEK — with her mum and sister having travelled especially to be there 💖 Her music, as well as the conversation that followed with Jonas Toaspern, explored themes of home, identity and music. We’re completely enchanted!

Fotos: SMB, MEK / Yu Mitomi

Schon seit über 100 Jahren jodeln, schuhplattlern und alphornen tirolbegeisterte Berliner*innen, wenn sie die Berge verm...
18/09/2026

Schon seit über 100 Jahren jodeln, schuhplattlern und alphornen tirolbegeisterte Berliner*innen, wenn sie die Berge vermissen. Was hätte es also für einen schöneren Abschluss für die 22. Europäischen Kulturtage: Tirol geben können, als uns in diese Tradition einzureihen?

Allerdings mal ganz anders: Mit der Jodelschule Kreuzberg und dem Spiel Das Jodel, spielerisch und grenzüberschreitend. Was für eine wunderbare Finissage für einen wunderbaren Monat!

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For over 100 years, Berliners fascinated by Tyrol have been yodeling, Schuhplattler dancing and playing the alphorn whenever they miss the mountains. So what better way to bring the 22nd European Cultural Days: Tyrol to a close than by joining this tradition?

Only this time, we did things a little differently: with Jodelschule Kreuzberg and the game Das Jodel — playful, musical and across borders. What a wonderful finale to a wonderful month!

Fotos: SMB, MEK / Christian Krug

17/09/2026

Durch die Ausstellung mit Kurator Moritz Roemer. Die Berge Tirols - jetzt in Berlin!
🏔️🐐🐄🧀⛷️🎿🚠👒🧊

Video: MEK / Adrian Mitomi
Musik unter Verwendung von: Auf Tirolerischen Almen, Familienmusik Huber, 2025

Adresse

Arnimallee 25
Berlin
14195

Öffnungszeiten

Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 11:00 - 18:00
Sonntag 11:00 - 18:00

Telefon

+49308301429

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