13/10/2026
Von 1955 bis 1975 tobte ein erbitterter Krieg zwischen Nord- und Südvietnam. Er gilt als Stellvertreterkrieg des Kalten Krieges, in dem die Sowjetunion und China das kommunistische Nordvietnam unterstützten und die USA sich auf der Seite Südvietnams mit insgesamt über 2,7 Millionen Militärangehörigen beteiligten.
Der Vietnamkrieg rief eine beispiellose internationale Protestbewegung hervor. Auch die DDR reagierte mit öffentlichen Solidaritätsbekundungen für Nordvietnam sowie mit humanitärer und wirtschaftlicher Hilfe.
Bekannte Künstler der DDR setzten sich mit der Grausamkeit des Vietnamkrieges auseinander. So entstand zum Beispiel Mappe „Vietnam-Protest“, die sich heute in der Kunstsammlung der Berliner Volksbank befindet.
Die Arbeiten senden individuelle künstlerische Botschaften des Protests. Andere Kunstwerke zum Vietnamkrieg wurden von der DDR jedoch zum Teil auch für antiimperialistische Propaganda genutzt.
„Vietnam. Kunst. DDR. Reclaiming Solidarity“ lädt dazu ein, sich diesen Ambivalenzen zwischen aufrichtiger Anteilnahme und politischem Zweck mit differenziertem Blick zu nähern und sich selbst ein Bild zu machen.
Dieter Goltzsche, Frieden für Vietnam (aus der Mappe: Vietnam-Protest), 1966, Kunstsammlung der Berliner Volksbank K 1694.1, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank
Wieland Förster, Klage (aus der Mappe: Vietnam-Protest), 1966, Kunstsammlung der Berliner Volksbank K 1694.8, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank
Max Uhlig, Wahnsinn (aus der Mappe: Vietnam-Protest), 1966, Kunstsammlung der Berliner Volksbank K 1694.6, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank
Hans Vent, Frieden für Vietnam (aus der Mappe: Vietnam-Protest), 1967, Kunstsammlung der Berliner Volksbank K 1694.7, © VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Stiftung Kunstforum Berliner Volksbank