Anne Frank Zentrum

Anne Frank Zentrum www.annefrank.de Das Anne Frank Zentrum in Berlin ist Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam.
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Das Zentrum rückt deutschlandweit die Erinnerung an Anne Frank und ihr berühmtes Tagebuch in den Blickpunkt. Dabei engagiert sich das Anne Frank Zentrum für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie und tritt Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung entschieden entgegen. Das Anne Frank Zentrum zeigt die Ausstellung »Alles über Anne« in Berlin und führt Wanderausstellungsprojekte in ganz Deu

tschland durch; es entwickelt zeitgemäße Angebote zur Auseinandersetzung mit den Ursachen und Folgen des Holocaust und bietet Projekttage, Seminare und Fortbildungen an. Die pädagogischen Angebote richten sich vor allem an Jugendliche. Sie können sich aktiv einbringen, werden sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und lernen, ihre Handlungsspielräume zu nutzen.

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Für den Umgang auf den Social Media Kanälen des Anne Frank Zentrums gibt es einige wenige, verbindliche Regeln, die unter https://www.annefrank.de/netiquette veröffentlicht sind.

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Es ist schrecklich und empörend, dass sich Jüdinnen und Juden in Deutschland im Jahr 2023 nicht sicher fühlen können und...
16/11/2023

Es ist schrecklich und empörend, dass sich Jüdinnen und Juden in Deutschland im Jahr 2023 nicht sicher fühlen können und weltweit eine Zunahme von antisemitischen Vorfällen und Straftaten zu verzeichnen ist. Wir stehen an der Seite der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland und weltweit.

Wir folgen daher dem Solidaritätsaufruf »WIR SCHÜTZEN JÜDISCHES LEBEN« der Jüdischen Gemeinde zu Berlin und bitten Euch darum, Euch ebenfalls zu beteiligen.

Lasst eure jüdischen Bekannten, Verwandten, Freunde und Nachbarn sehen, dass ihr zu ihnen steht und dass Antisemitismus, Hass und Terror nirgendwo auf der Welt akzeptiert werden dürfen.

Bitte teilt dieses Bild auf allen zugänglichen Kanälen mit dem Hashtag , nutzt es als Profil- oder Anzeigebild, übernehmt es in eure E-Mail-Signatur - Zeigt, dass ihr jüdisches Leben schützt!


Wir erinnern: Am 16. November 1942 schloss sich Fritz Pfeffer den Familien Frank und van Pels im Versteck im Hinterhaus ...
16/11/2023

Wir erinnern: Am 16. November 1942 schloss sich Fritz Pfeffer den Familien Frank und van Pels im Versteck im Hinterhaus der Prinsengracht 263 in Amsterdam an.

Über Otto Frank war Fritz Pfeffer mit den beiden Familien und ihren Helfer*innen bekannt, wusste aber zunächst nicht, dass sie sich versteckt hatten. Er glaubte die Franks in der Schweiz.

Angesichts der sich weiter verschlechternden Lage für die jüdische Bevölkerung in den Niederlanden, erkundigte er sich bei Miep Gies, ob sie ein Versteck für ihn wüsste. Gemeinsam beschlossen die Versteckten und Helfenden, Fritz Pfeffer in ihrem Versteck aufzunehmen. Margot zog daraufhin in das Zimmer ihrer Eltern und Anne teilte sich von nun an ein Zimmer mit ihm.

Einige Tage nach seiner Ankunft schrieb Anne am 19. November 1942 in ihr Tagebuch:
»Wie wir alle annahmen, ist Dussel [Pseudonym für Fritz Pfeffer] ein sehr netter Mann. Er war natürlich einverstanden, das Zimmer mit mir zu teilen. Ich bin, ehrlich gesagt, nicht so erfreut darüber, dass ein Fremder meine Sachen benutzt, aber für die gute Sache muss man was übrighaben, und ich bringe dieses kleine Opfer dann auch gern. ›Wenn wir jemanden retten können, ist alles andere Nebensache‹, sagte Vater, und damit hat er vollkommen Recht.«

Sich zu verstecken bedeutete für Fritz Pfeffer auch von seiner Verlobten Charlotte Kaletta getrennt zu sein. Dank Miep Gies, die Briefe und Päckchen überbrachte, konnten die beiden weiter in Kontakt bleiben. Diese Briefe sind nicht erhalten geblieben.

Zwei Jahre lebten die acht Menschen im Versteck im Hinterhaus, bis sie am 4. August 1944 entdeckt wurden.

Bildnachweis: Fritz Pfeffer, um 1938, Foto aus der Sammlung des Anne Frank Haus Amsterdam

Wir erinnern an Hannah Pick-Goslar. Vor 95 Jahren wurde Hannah Goslar am 12. November 1928 in Berlin geboren.Als 1933 di...
12/11/2023

Wir erinnern an Hannah Pick-Goslar. Vor 95 Jahren wurde Hannah Goslar am 12. November 1928 in Berlin geboren.

Als 1933 die N***s an die Macht kamen, emigrierte die Familie Goslar zuerst nach London, dann nach Amsterdam. Dort wohnten sie in der Nachbarschaft der Familie Frank am Merwedeplein.

Hannah Pick-Goslar war eine der Kindheitsfreundinnen von Anne Frank. Sie lernten sich im Kindergarten in Amsterdam kennen und besuchten dann gemeinsam die 6. Montessori Schule und das jüdische Lyzeum. Am 14. Juni 1942 schrieb Anne in ihr Tagebuch: »Hanneli und Sanne waren früher meine beiden besten Freundinnen, und wer uns zusammen sah, sagte immer: Da laufen Anne, Hanne und Sanne.«

Etwa ein Jahr nachdem Anne mit ihrer Familie untertauchte, wurden Hannah und ihre Familie in das Lager Westerbrock und von dort aus im Februar 1944 in das KZ Bergen-Belsen deportiert. Dort traf sie Anne kurz vor ihrem Tod noch einmal wieder. Hannah und ihre kleine Schwester Gabi waren die Einzigen ihrer Familie, die den Holocaust überlebten.

Hannah emigrierte 1947 und wurde im heutigen Israel Krankenschwester. Sie heiratete Walter Pick und bekam mehrere Kinder.

Wir sind Hannah Pick-Goslar sehr dankbar, dass sie sich gegen das Vergessen und für Frieden eingesetzt hat und auch unsere Arbeit im Anne Frank Zentrum unterstützte.

Fast ein Jahr nach ihrem Tod im Oktober 2022 erschienen nun ihre Memoiren unter dem Titel »Meine Freundin Anne Frank«.

Bildnachweis: Anne Frank Stichting, Amsterdam / Photo by Cris Toala Olivares

Wir gedenken der Opfer der Novemberpogrome vor 85 Jahren. Vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in der Pogromnacht jüd...
09/11/2023

Wir gedenken der Opfer der Novemberpogrome vor 85 Jahren.

Vom 9. auf den 10. November 1938 wurden in der Pogromnacht jüdische Geschäfte und Synagogen angegriffen, Jüdinnen und Juden in Deutschland und Österreich bedroht, öffentlich gedemütigt, misshandelt oder ermordet. Synagogen brannten, jüdische Geschäfte und Privatwohnungen wurden verwüstet und geplündert. Mehr als 1.300 Menschen wurden ermordet, über 30.000 jüdische Männer verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt sowie mehr als 1.400 Synagogen beschädigt oder zerstört. Den Gewalttaten der Pogromnacht folgte der Holocaust, die systematische Ermordung der Juden Europas.

Im Gedenken und als Mahnung finden heute deutschlandweit Gedenkveranstaltungen und Aktionen statt. Die Gedenkveranstaltung zum 85. Jahrestag der Novemberpogrome in der Synagoge Beth Zion in Berlin wird ab 10.50 Uhr live in der ARD übertragen.

Initiativen und Verbände rufen an zahlreichen Orten Freiwillige dazu auf, heute die sogenannten Stolpersteine im Stadtraum zu putzen. Diese erinnern an die Opfer des Nationalsozialismus.

Foto: Zerstörte Ohel-Jakob-Synagoge in München 1938 © Bundesarchiv

Wir erinnern an Peter van Pels. Er wurde am 8. November 1926 in Osnabrück geboren. Peter war der Sohn von Hermann und Au...
08/11/2023

Wir erinnern an Peter van Pels. Er wurde am 8. November 1926 in Osnabrück geboren.

Peter war der Sohn von Hermann und Auguste van Pels. Die Familie van Pels war jüdischen Glaubens und lebte in Osnabrück. 1937 zogen Peters Eltern die Konsequenz aus dem Antisemitismus der N***s und emigrierten nach Amsterdam.
Mit 15 Jahren zog Peter mit seinen Eltern ins Hinterhaus der Prinsengracht 263, wo sich schon die Familie Frank versteckt hatte. Seine Eltern erlaubten ihm, seinen Kater Mouschi mitzunehmen. Als einziger der acht Untergetauchten bekam Peter ein eigenes Zimmer. In der Mitte seines Zimmers führte eine Treppe zum Dachboden des Hinterhauses. Dort verbrachte Peter viel Zeit: Er werkelte und tischlerte und hackte das Brennholz.

Nach einiger Zeit näherten Anne und er sich an. Sie verliebten sich ineinander, tauschten Zärtlichkeiten aus und führten lange Gespräche. Später stellte Anne allerdings fest, dass Peter doch nicht der Freund sein konnte, den sie sich erhofft hatte.

Nach der Verhaftung aller Versteckten im August 1944 wurde Peter nach Auschwitz deportiert. Als im Januar 1945 die Wachmannschaften das Lager räumten, kam er mit einem der »Todesmärsche« in das KZ Mauthausen, wo er schwere Zwangsarbeit leisten musste. Peter wurde krank und starb wenige Tage nach der Befreiung am 10. Mai 1945. Peter van Pels wurde 18 Jahre alt.

Bildnachweis: © Fotosammlung Anne Frank Haus

Wir erinnern an das Pogrom im Scheunenviertel vor 100 Jahren. Im Berliner Scheunenviertel, nördlich des Alexanderplatzes...
03/11/2023

Wir erinnern an das Pogrom im Scheunenviertel vor 100 Jahren. Im Berliner Scheunenviertel, nördlich des Alexanderplatzes, fand am 5. November 1923 ein Pogrom gegen Jüdinnen und Juden statt. Der Mob wütete fast zwei Tage lang: Berliner Bürger*innen plünderten jüdische Geschäfte und misshandelten Jüdinnen und Juden auf offener Straße. Die Polizei schaute lange Zeit zu, ohne einzugreifen.

Diese massiven antisemitischen Ausschreitungen, verübt von der Berliner Bevölkerung im November 1923 im Scheunenviertel, sind heute im öffentlichen Geschichtsbewusstsein wenig bekannt.

Die Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum veranstaltet anlässlich des 100. Jahrestags der Scheunenviertel-Pogrome am 5. November 2023 einen Gedenktag.

05.11.2023, 11-18:30 Uhr
Stiftung Neue Synagoge Berlin – Centrum Judaicum
Oranienburger Straße 28–30, 10117 Berlin
Anmeldung: [email protected]

Das Kompetenznetzwerk Antisemitismus bietet im kommenden Jahr für Akteur*innen der (historisch-)politischen Bildung die ...
01/11/2023

Das Kompetenznetzwerk Antisemitismus bietet im kommenden Jahr für Akteur*innen der (historisch-)politischen Bildung die Qualifizierungsreihe „Grundsätze und Qualitätsmerkmale antisemitismuskritischer Bildung“ an.

Die Qualifizierungsreihe besteht aus vier zweitägigen Modulen und einem eintägigen Abschlussmodul mit anschließender Fachtagung. Die Teilnehmer*innen werden über das Projektjahr 2024 durch ein festes Schulungsteam begleitet. Durch die Beteiligung der verschiedenen Netzwerkpartner*innen des Kompetenznetzwerks Antisemitismus ist eine multiprofessionelle Ausgestaltung gewährleistet.

👉 Die Teilnahme an allen Modulen und der Abschlusstagung ist Voraussetzung.
ℹ️ Die Teilnahme an der Qualifizierungsreihe ist kostenfrei. Für Verpflegung und Übernachtung während der Präsenzmodule ist gesorgt. Reisekosten müssen selbst getragen werden.
📝Die Auswahl der Teilnehmenden erfolgt auf der Grundlage der Bewerbungsunterlagen.
📧 Mehr Infos & Bewerbung unter: https://kompetenznetzwerk-antisemitismus.de/veranstaltung/qualifizierungsreihe/
🕑 Bewerbungsfrist: 07.11.2023

Das Kompetenznetzwerk Antisemitismus setzt sich aus 5 Organisationen zusammen: Anne Frank Zentrum, Bildungsstätte Anne Frank, Bundesverband RIAS e.V., KIgA e.V. und Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment.

Veranstaltungshinweis! Anlässlich des 85. Jahrestags der Novemberpogrome veranstalten wir gemeinsam mit dem Österreichis...
30/10/2023

Veranstaltungshinweis!
Anlässlich des 85. Jahrestags der Novemberpogrome veranstalten wir gemeinsam mit dem Österreichischen Kulturforum Berlin am 9. November um 19 Uhr eine Veranstaltung zur Erinnerungskultur in Österreich und Deutschland heute.

Ausgangspunkt ist die Lesung unserer Vorständin Shelly Kupferberg aus ihrem Buch »Isidor«. In einem anschließenden Gespräch erfolgt ein Austausch mit Patrick Siegele zur Erinnerungskultur an die Verbrechen der Nationalsozialisten in Österreich und Deutschland. Musikalisch begleitet wird der Abend von Senka Brankovic am Klavier.

Eine Anmeldung zur Veranstaltung ist erforderlich. Weitere Details unter annefrank.de/termine

Die Veranstaltung findet im Rahmen der diesjährigen Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.

Wenn ihr teilnehmen möchtet, meldet euch jetzt an!

Am 10. November laden wir euch zur Abschlussveranstaltung des Projekts »CASE NOT CLOSED« ein. Das Projekt beschäftigt si...
25/10/2023

Am 10. November laden wir euch zur Abschlussveranstaltung des Projekts »CASE NOT CLOSED« ein. Das Projekt beschäftigt sich mit den bisher öffentlich kaum erzählten Lebenswegen von Berliner Jüdinnen*Juden mit türkischer Staatsangehörigkeit. Jugendliche aus Thüringen, Berlin und Istanbul recherchierten zu den Biografien der Familien Singer, Jacobsohn, Vitalis und Dingenthal. Diese gehörten zu den über 500 Jüdinnen*Juden mit türkischer Staatsangehörigkeit, die in den 1920er und 30er Jahren in Berlin lebten. Während des Nationalsozialismus wurden auch sie antisemitisch verfolgt.

Die am Projekt beteiligten jungen Erwachsenen geben seit diesem Jahr selbst im Rahmen von Workshops anderen jungen Menschen Einblicke in ihre Recherche-Ergebnisse.

Wir freuen uns, euch die Ergebnisse und Projekterfahrungen bei der Veranstaltung zu präsentieren.

🌎 Wo? Zentralheize Erfurt
🕑 Wann? 10.11.2023, 18-20 Uhr
📧 Anmeldung bis 1. November unter: [email protected]

RIAS, unser Partner im Kompetenznetzwerk Antisemitismus, hat in dieser Woche einen Monitoring-Bericht zu den antisemitis...
20/10/2023

RIAS, unser Partner im Kompetenznetzwerk Antisemitismus, hat in dieser Woche einen Monitoring-Bericht zu den antisemitischen Reaktionen in Deutschland veröffentlicht, die auf die terroristischen Angriffe auf Israel folgten.

Solltet Ihr selbst von antisemitischen Vorfällen betroffen sein oder Zeug*in werden, könnt Ihr das unter report-antisemitism.de melden.

Am 07. Oktober 2023 griffen Hamas-Terroristen Israel an und töteten in mehreren Massakern an der Zivilbevölkerung mehr als 1.400 Menschen. Fast 200 Personen wurden in den Gaza-Streifen verschleppt. Tausende Raketen wurden auf Israel abgeschossen. Seitdem gehen die Angriffe ununterbrochen weiter.

In Deutschland kam es daraufhin zu zahlreichen Solidaritätsbekundungen mit Israel, aber auch zu antisemitischen und terrorverherrlichenden Reaktionen. Bereits 202 antisemitische Vorfälle in Deutschland mit Bezug zu den Terrorangriffen und Massakern der Hamas gegen Israel hat der Bundesverband der Recherche und Informationsstellen Antisemitismus (RIAS) e. V. zwischen dem 7. Oktober bis zum 15. Oktober dokumentiert.

Viele Jüdinnen_Juden in Deutschland haben einen familiären Bezug zu Israel und haben am 7. Oktober Verwandte und Bekannte verloren oder stehen mit Verwandten und Freund_innen in Israel in ständigem Kontakt, die von den Angriffen der Hamas auf die Zivilbevölkerung direkt betroffen sind. Gleichzeitig wächst angesichts der Terrorverherrlichung und Legitimierung der Morde und Entführungen von Jüdinnen_Juden auf Demonstrationen in Deutschland und in den sozialen Netzwerken auch die Sorge vor Antisemitismus in Deutschland weiter. Viele Jüdinnen_Juden ergreifen Maßnahmen zu ihrer Sicherheit – sie wollen nicht als jüdisch erkannt werden. Beispielsweise werden nach außen sichtbare Symbole des Judentums an ihren Wohnungen wie Mesusot entfernt. Vorsorglich werden Orte des Alltags gemieden, Kinder werden nicht in die Schule geschickt, israelische Restaurants bleiben geschlossen.

Vor dem Hintergrund dieser angespannten Lage in Deutschland und weltweit veröffentlicht der Bundesverband RIAS den vorliegenden Monitoringbericht:https://report-antisemitism.de/documents/2023-10-18_antisemitische_reaktionen_in_deutschland_auf_die_hamas-massaker_in_israel.pdf

Am 6. November ist die Zeitzeugin Salomea Genin für ein Gespräch und eine Lesung zu Gast in unserer Ausstellung »Alles ü...
17/10/2023

Am 6. November ist die Zeitzeugin Salomea Genin für ein Gespräch und eine Lesung zu Gast in unserer Ausstellung »Alles über Anne«. Karsten Troyke, ein international bekannter Interpret jiddischer Lieder, wird das Gespräch mit Salomea Genin führen und musikalisch begleiten.

Salomea Genin wurde 1932 in Berlin geboren und flüchtete im Mai 1939 mit ihrer Familie vor den Nationalsozialisten nach Australien. In ihrem Buch »Ich folgte den falschen Göttern – eine australische Jüdin in der DDR« berichtet sie über die Flucht nach Australien und erinnert an die Zeit des Nationalsozialismus. Selbstkritisch betrachtet sie ihre Rückkehr in die DDR und ihre Zeit als SED-Mitglied.

🕑 Wann? 6. November 2023, 17-19 Uhr
🌎 Wo? Anne Frank Zentrum, Ausstellung »Alles über Anne«
📧 Die Anzahl der Teilnehmer*innen ist begrenzt. Wir bitten um eine verbindliche Anmeldung unter: [email protected]

👉 Die Veranstaltung findet im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus statt.

Die terroristischen Angriffe auf Israel haben dort großes Leid verursacht. Die Gefährdungslage für Jüdinnen*Juden hat si...
12/10/2023

Die terroristischen Angriffe auf Israel haben dort großes Leid verursacht. Die Gefährdungslage für Jüdinnen*Juden hat sich weltweit erhöht. Auch in Deutschland kommt es zu israelfeindlichen, antisemitischen Kundgebungen und es ist leider verstärkt mit antisemitischen Vorfällen zu rechnen. Viele Menschen hierzulande sind besorgt, selbst Opfer von israelbezogenem Antisemitismus zu werden oder kennen Opfer des Terrors in Israel.
Das Kompetenznetzwerk Antisemitismus steht an der Seite der israelischen Bevölkerung, der Opfer, ihrer Angehörigen und Freunde sowie der jüdischen Gemeinschaft. Wir möchten einige Angebote unseres Netzwerks zur aktuellen Situation mit euch teilen:

🔵 Solltet ihr von einem antisemitischen Vorfall betroffen sein oder Zeug*in werden, meldet den Vorfall beim unter report-antisemitism.de.
🔵 OFEK e.V. bietet Betroffenen und Schulen Beratung bei antisemitischen Vorfällen, organisiert Safer Spaces und erweitert den psychologischen Support in heb, ru, de & en. Kontakt: [email protected], 0800 664 52 68 & 0176/ 458 755 32 (Mo-Mi+Fr: 12-14 Uhr, Do: 16-18 Uhr).
🔵 KIgA e.V. begleitet Pädagog*innen bei Gesprächen mit Schüler*innen und dem Kollegium und unterstützt bei Projekttagen zum Thema. Ihr erreicht sie 9-16 Uhr unter 0176/ 600 239 13 & 030 346 468 087. Weitere kurzfristigen Angebote findet ihr auf kiga-berlin.org
🔵 Das Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment bietet Fortbildungen zum Unterrichtsmaterial „Antisemitismus? Gibt’s hier nicht! Oder etwa doch?“ sowie eine digitale Sprechstunde zur Thematisierung des Angriffs auf Israel in der Schule an.
🔵 Das Anne Frank Zentrum organisiert auf Anfrage Fortbildungen zu israelbezogenem Antisemitismus und zur Handreichung „Antisemitismus: Geschichte & Aktualität“.
🔵 Die Bildungsstätte Anne Frank bietet Bildungs- und Beratungsangebote für Lehrkräfte und Schüler*innen in ganz Hessen.

Das Kompetenznetzwerk Antisemitismus setzt sich aus 5 Organisationen zusammen: Anne Frank Zentrum, Bildungsstätte Anne Frank, Bundesverband RIAS e.V., KIgA e.V. und Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment. Wir bieten zahlreiche Angebote in den Bereichen Analyse, Bildung und Beratung.

Wir veranstalten auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung und zahlreichen Kooperationspartne...
09/10/2023

Wir veranstalten auch in diesem Jahr wieder gemeinsam mit der Amadeu Antonio Stiftung und zahlreichen Kooperationspartner*innen die bundesweiten »Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus«.

Sie finden vom 9. Oktober, dem Jahrestag des Anschlags in Halle (Saale), bis zum 9. November, dem Jahrestag der Novemberpogrome, statt. Zahlreiche Initiativen der demokratischen Zivilgesellschaft beteiligen sich bundesweit mit einem vielfältigen Programm aus Stadtrundgängen, Talks, Podiumsdiskussionen, Konferenzen, Konzerten, Filmscreenings und vielem mehr. Die inhaltlichen Schwerpunkte sind in diesem Jahr »Alltagsantisemitismus« und »Kritische Erinnerungskultur«.

: Wir appellieren an alle, gegen jeden Antisemitismus zu kämpfen.

👉 Eine Übersicht über das gesamte Veranstaltungsprogramm findet ihr auf der Webseite der diesjährigen Kampagne unter: www.amadeu-antonio-stiftung.de/antisemitismus/zero-antisemitismus/

Das Anne Frank Zentrum veranstaltet im Rahmen der Bildungs- und Aktionswochen gegen Antisemitismus folgende Veranstaltungen:
9.10.: Führung durch die Ausstellung »Alles über Anne« im Rahmen der Auftaktveranstaltung
12./13.10.: Zweitägige Fortbildung »Kritik des Antisemitismus«
6.11.: Gespräch und Lesung mit der Zeitzeugin Salomea Genin
9.11.: Gespräch und Lesung mit Shelly Kupferberg in Kooperation mit dem Österreichischen Kulturforum
14.11.: Online-Werkstattgespräch »Antisemitismuskritische Bildung in Kitas«

Heute jährt sich der antisemitische und rassistische Anschlag von Halle zum vierten Mal. Am 9. Oktober 2019 versuchte ei...
09/10/2023

Heute jährt sich der antisemitische und rassistische Anschlag von Halle zum vierten Mal. Am 9. Oktober 2019 versuchte ein bewaffneter Rechtsextremist am höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur in die Synagoge von Halle einzudringen, um die dort versammelten Betenden zu ermorden. Er scheiterte. Während seiner anschließenden Flucht erschoss der Attentäter die 40-jährige Passantin Jana L. und tötete in dem Imbiss Döner-Kiez den 20-jährigen Kevin S., zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt.

Wir sind in Gedanken bei den Opfern, den Betroffenen und ihren Angehörigen.

Der Jahrestag muss uns als Gesellschaft mahnen, uns tagtäglich gegen Antisemitismus zu positionieren und zu engagieren.

Solidarität mit Israel!Wir sind schockiert über den terroristischen Angriff auf Israel. Das Team des Anne Frank Zentrums...
09/10/2023

Solidarität mit Israel!
Wir sind schockiert über den terroristischen Angriff auf Israel. Das Team des Anne Frank Zentrums ist in Gedanken bei der israelischen Bevölkerung, den Opfern, deren Familien und Freund*innen.

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Solidarity with Israel!
We are shocked by the terrorist attacks on Israel. Our thoughts are with the Israeli people, the victims, their families and friends.

Das Kompetenznetzwerk Antisemitismus veranstaltet am 17. Oktober das Digitale Fachforum „Antisemitismus in Deutschland i...
06/10/2023

Das Kompetenznetzwerk Antisemitismus veranstaltet am 17. Oktober das Digitale Fachforum „Antisemitismus in Deutschland im Kontext des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine“.

Thematische Schwerpunkte der Veranstaltung sind antisemitische Deutungsmuster im Kontext des Ukraine-Krieges, Leerstellen in der deutschen Erinnerungskultur mit Blick auf die osteuropäische Geschichte im Nationalsozialismus und Auswirkungen des Kriegs auf die jüdische Community in Deutschland. Eine Anmeldung ist bis 15. Oktober möglich!

📅 Dienstag, 17. Oktober 2023
🕑 9:30 – 15:30 Uhr
💻 Veranstaltungsplattform Zoom
🌎 Anmeldeformular & Programm: https://kompetenznetzwerk-antisemitismus.de/veranstaltungen/

Das Kompetenznetzwerk Antisemitismus setzt sich aus 5 Organisationen zusammen: Anne Frank Zentrum, Bildungsstätte Anne Frank, Bundesverband RIAS e.V., KIgA e.V. und Kompetenzzentrum für Prävention und Empowerment.

Wir erinnern heute an Auguste van Pels. Sie wurde am 29. September 1900 geboren.Auguste Röttgen heiratete 1925 Hermann v...
29/09/2023

Wir erinnern heute an Auguste van Pels. Sie wurde am 29. September 1900 geboren.

Auguste Röttgen heiratete 1925 Hermann van Pels und erhielt dadurch die niederländische Staatsangehörigkeit. 1937 emigrierte Auguste mit ihrem Mann Hermann und ihrem gemeinsamen Sohn Peter von Osnabrück in die Niederlande. Als Fachmann für Gewürze arbeitete Hermann in Otto Franks Firma Pectacon. Die Familien freundeten sich an und beschlossen 1942 gemeinsam unterzutauchen.

Am 1. Oktober 1942 schrieb Anne Frank in ihr Tagebuch: »Am 29. September hatte Frau van Daan Geburtstag [Pseudonym Auguste van Pels]. Obwohl nicht groß gefeiert wurde, bekam sie doch Blumen und kleine Geschenke, und es gab gutes Essen. Rote Nelken von dem Herren Gemahl scheinen bei der Familie Tradition zu sein.«

Zwei Jahre versteckte sich die Familie van Pels gemeinsam mit der Familie Frank und später auch Fritz Pfeffer im Hinterhaus. Nach ihrer Entdeckung und Verhaftung wurde Auguste van Pels mit den anderen Untergetauchten ins Amsterdamer Gefängnis und anschließend in das Durchgangslager Westerbork gebracht. Von dort wurde sie in das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau und später in das Konzentrationslager Bergen-Belsen deportiert. Im Februar 1945 war sie in Raguhn, ein Außenlager des KZ Buchenwald. Über Augustes Tod ist wenig bekannt. Zwei Zeuginnen erklärten, dass sie während des Transports von Raguhn nach Theresienstadt starb.

Foto: Fotosammlung Anne Frank Haus

NEU: »Stories that Move« hat ein Update bekommen!Das mehrsprachige Online-Lernmaterial »Stories that Move« zu den Themen...
26/09/2023

NEU: »Stories that Move« hat ein Update bekommen!
Das mehrsprachige Online-Lernmaterial »Stories that Move« zu den Themen Diversität und Diskriminierung ist jetzt in einer überarbeiteten Version verfügbar. Technische Funktionen und das Design wurden aktualisiert, um der Toolbox eine verbesserte Benutzerfreundlichkeit zu verleihen. Sie ist nun auf einem Smartphone oder Tablet genauso gut zu bedienen wie auf einem Laptop.

Was ist neu?
👉 Weniger Klicken: Die Unterrichtseinheiten sind kurzweiliger. Man kann durch die Fragen blättern, anstatt von Seite zu Seite zu klicken.
👉 Mehr Flexibilität: Die Toolbox ist jetzt auf einem Smartphone oder Tablet genauso gut zu bedienen wie auf einem Laptop.
👉 Besser zugänglich: Das neue Design ist für Menschen mit Sehbehinderungen leichter zu nutzen. Es entspricht den neuesten Richtlinien für die Zugänglichkeit von Webinhalten (WCAG).
👉 Aktualisierter Inhalt: Nach Gesprächen mit jungen Berater*innen und Pädagog*innen wurden kleine Änderungen am Inhalt vorgenommen.

Die Toolbox wurde von sieben internationalen Partner*innen, darunter das Anne Frank Haus in Amsterdam und das Anne Frank Zentrum in Berlin, entwickelt.

Anne Frank Botschafter*innen-Ehrung 2023! Jetzt gibt es 40 weitere Jugendliche, die von uns zu Anne Frank Botschafter*in...
19/09/2023

Anne Frank Botschafter*innen-Ehrung 2023! Jetzt gibt es 40 weitere Jugendliche, die von uns zu Anne Frank Botschafter*innen ernannt wurden. Hier findet Ihr eine Fotostrecke von der gestrigen Ehrung in der Botschaft des Königreichs der Niederlande.

Die neuen Anne Frank Botschafter*innen haben in den letzten Monaten mit Unterstützung des Anne Frank Zentrums eigene Projekte zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus sowie für eine demokratische Gesellschaft und gegen Antisemitismus und andere Diskriminierungsformen realisiert. Dazu zählen lokale Stadtspaziergänge, Workshops, Diskussionsrunden oder auch ein Podcast-Projekt.

Die Ehrung der Jugendlichen erfolgte durch Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, sowie durch Yolande Melsert, Botschaftsrätin für Kultur und Kommunikation der Botschaft des Königsreichs der Niederlande.

Unterhaltsam moderiert wurde die Veranstaltung von Laura Maria Weber.

Ein absoluter Höhepunkt war der Rap der dreizehnjährigen Jazmel. Ein Geheimtipp für Talentscouts!

Darüber hinaus gab es ein Interview mit Veronika Nahm, Direktorin des Anne Frank Zentrums, und Kathrin Ziemens, Bereichsleiterin Jugendnetzwerk im Anne Frank Zentrum… und natürlich ein großes Dankeschön von Veronika Nahm an die Jugendlichen für ihr Engagement.

Am Schluss folgte noch ein Markt der Möglichkeiten, bei dem die Anne Frank Botschafter*innen ihre Projekte den Gästen präsentierten.

Auch Petra und Franz Michalski waren wieder mit dabei!

Eine rundum tolle Veranstaltung. An alle Beteiligten ein herzlicher Dank!

Und ein besonderer Dank an Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus, der das Anne Frank Botschafter*innen-Programm fördert sowie die Botschaft des Königsreichs der Niederlande für ihre Unterstützung.

Botschaft der Niederlande in Deutschland








Foto: Ruthe Zuntz

Anne Frank Botschafter*innen News! 11 Projekte - 40 Jugendliche... Heute am Nachmittag ernennen wir wieder 40 Jugendlich...
18/09/2023

Anne Frank Botschafter*innen News! 11 Projekte - 40 Jugendliche...

Heute am Nachmittag ernennen wir wieder 40 Jugendliche für ihr Engagement gegen Diskriminierung und für demokratische Werte zu Anne Frank Botschafter*innen. Sie haben in den letzten Monaten mit Unterstützung des Anne Frank Zentrums eigene Projekte zur Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus sowie für eine demokratische Gesellschaft und gegen Antisemitismus und andere Diskriminierungsformen realisiert.

Die Ehrung der Jugendlichen erfolgt durch Dr. Felix Klein, Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus sowie durch Ronald van Roeden, Botschafter des Königsreichs der Niederlande.

Mehr Infos und eine Fotostrecke dazu gibt es morgen.


Im Bild: Die Jugendlichen gestern vor der Ehrung!

Heute und morgen: Vernetzungstreffen "Unbewusste Geschichte? Rassismus und Antisemitismus in Familienbiografien und Allt...
14/09/2023

Heute und morgen: Vernetzungstreffen "Unbewusste Geschichte? Rassismus und Antisemitismus in Familienbiografien und Alltagskultur. “ in Lutherstadt Wittenberg!

Jetzt anmelden!Das Kompetenznetzwerk Antisemitismus veranstaltet am 19. September von 9:30 bis 15:30 Uhr das digitale Fa...
12/09/2023

Jetzt anmelden!
Das Kompetenznetzwerk Antisemitismus veranstaltet am 19. September von 9:30 bis 15:30 Uhr das digitale Fachforum „Digitale Welten – Wie wird Antisemitismus verhandelt?“.

Ob im Arbeitskontext oder im privaten Leben: Der digitale Raum ist Teil unseres Alltags geworden. Einschlägige Berichte zeigen, dass Social Media, Videoportale, Webseiten, aber auch Gamingwelten immer größeren Einfluss auf Diskurse im Kontext von Antisemitismus haben. Hinzu kommt, dass ein stetig wachsender Teil antisemitischer Vorfälle im digitalen Raum stattfindet. Allein in Berlin handelte es sich bei über 50 Prozent der 848 registrierten antisemitischen Vorfälle im Jahr 2022 um Beschimpfungen und Bedrohungen im Internet oder via E-Mail (Jahresbericht Antisemitische Vorfälle in Deutschland 2022, Bundesverband RIAS, 2023).

Die Verbreitung von antisemitischen Verschwörungserzählungen und Hatespeech wird in digitalen Räumen durch aufmerksamkeitsbelohnende Tools und Anonymität gefördert. Ferner können sich antisemitisch eingestellte Personen hier leichter vernetzen. Der digitale Raum erlebt mit der Entwicklung von generativen künstlichen Intelligenzen einen der größten Umbrüche der letzten Jahrzehnte. Im digitalen Raum bilden sich gesellschaftliche Herausforderungen ab. Er kann zugleich Möglichkeiten für neue Ansätze in der Bekämpfung von Antisemitismus und dem Erreichen diverser Zielgruppen schaffen.

Das Fachforum „Digitale Welten – Wie wird Antisemitismus online verhandelt?“ des Kompetenznetzwerks Antisemitismus möchte dazu Einblicke und Austauschräume schaffen. In Inputs, Paneldiskussionen und Workshops werden verschiedene Perspektiven betrachtet und Handlungsstrategien im Umgang mit Antisemitismus im digitalen Raum vorgestellt, erprobt und reflektiert.

Die Veranstaltung erfolgt über die Veranstaltungsplattform HyHyve.

👉 Zum Anmeldeformular und Programm:
https://kompetenznetzwerk-antisemitismus.de/veranstaltungen/
Anmeldefrist: 17. September 2023

Wir erinnern an die Familie Ledermann/Citroen.Heute vor einem Jahr wurden fünf Stolpersteine für die Familie in der Gent...
08/09/2023

Wir erinnern an die Familie Ledermann/Citroen.

Heute vor einem Jahr wurden fünf Stolpersteine für die Familie in der Genthiner Straße 5a in Berlin-Tiergarten verlegt. Bis 1933 lebten Ilse Luise und Franz Anton Ledermann zusammen mit ihren beiden Töchtern Susanne und Barbara sowie deren Großmutter Ellen Citroen in Berlin in der Genthiner Straße. Kurz nach der nationalsozialistischen Machtübernahme floh die Familie gemeinsam nach Amsterdam, um der antisemitischen Verfolgung durch die Nationalsozialisten zu entgehen. Dort lernte sie die Familie von Anne Frank kennen. Vor allem Susanne, genannt »Sanne«, verband ab 1934 eine innige Freundschaft mit Anne Frank. Aus der Familie Ledermann/Citroen überlebte nur die ältere Tochter Barbara den Holocaust.

Am 10. September findet eine öffentliche Führung durch unsere Ausstellung »Alles über Anne« für blinde und seheingeschrä...
06/09/2023

Am 10. September findet eine öffentliche Führung durch unsere Ausstellung »Alles über Anne« für blinde und seheingeschränkte Besucher*innen statt.

Die Guides des Anne Frank Zentrums stellen die biografische, interaktive und inklusive Ausstellung »Alles über Anne« vor. Wer war Anne Frank – und was hat ihre Geschichte mit heute zu tun? Bei der Führung werden verschiedene Tast-Objekte eingesetzt und relevante Bilder ausführlich beschrieben.

🕑 10. September, 13-14 Uhr
📍 Der Treffpunkt ist am großen Wandbild von Anne Frank am Eingang zur Ausstellung im 1. Hof der Rosenthaler Str. 39.
👉 Kostenfrei, keine Anmeldung erforderlich

Diese Führung richtet sich vor allem an blinde und sehbeeinträchtigte Menschen, ist aber für alle Personen offen.

Bild: © Anne Frank Zentrum, Foto: Ruthe Zuntz

Am 3. September 1944, heute vor 79 Jahren, wurden Anne Frank und die sieben anderen im Hinterhaus Untergetauchten in das...
03/09/2023

Am 3. September 1944, heute vor 79 Jahren, wurden Anne Frank und die sieben anderen im Hinterhaus Untergetauchten in das besetzte Osteuropa deportiert, zusammen mit mehr als tausend anderen jüdischen Gefangenen.

Es war der letzte Transport aus dem Durchgangslager Westerbork in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz.

Anne Frank wusste von der Existenz des Lagers Westerbork und den Deportationen nach Osteuropa. Von den Helfer*innen und im Radio hörte sie Nachrichten über den Krieg und die Judenverfolgung. In ihr Tagebuch schrieb sie am 9. Oktober 1942: »Nichts als traurige und deprimierende Nachrichten habe ich heute. Unsere jüdischen Bekannten werden gleich gruppenweise festgenommen. Die Gestapo geht nicht im geringsten zart mit diesen Menschen um. Sie werden in Viehwagen nach Westerbork gebracht, dem großen Judenlager in Drente.« Und sie schrieb weiter: » Wenn es in Holland schon so schlimm ist, wie muss es dann erst in Polen sein? Wir nehmen an, dass die meisten Menschen ermordet werden […].«

Anne Frank und ihre Schwester Margot wurden von Auschwitz weiter in das Konzentrationslager Bergen-Belsen gebracht. Sie starben dort im Februar 1945 an den Folgen der Lagerhaft. Annes Vater, Otto Frank, überlebte als einziger der Untergetauchten den Holocaust und veröffentlichte 1947 das Tagebuch seiner Tochter. Nach ihrem Tod wurde ihr Tagebuch weltberühmt, und Anne Frank zu einem der bekanntesten Opfer des Holocaust.

Adresse

Rosenthaler Straße 39
Berlin
10178

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

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Anne Frank Zentrum

Das Anne Frank Zentrum ist die deutsche Partnerorganisation des Anne Frank Hauses in Amsterdam. Mit Ausstellungen und Bildungsangeboten erinnert das Zentrum an Anne Frank und ihr Tagebuch. Es schafft Lernorte, in denen sich Kinder und Jugendliche mit Geschichte auseinandersetzen und diese mit ihrer heutigen Lebenswelt verbinden. Sie lernen gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen und sich für Freiheit, Gleichberechtigung und Demokratie zu engagieren.

Das Anne Frank Zentrum zeigt die ständige Ausstellung »Alles über Anne« in Berlin und Wanderausstellungen in ganz Deutschland. Es setzt bundesweit Projekte um und entwickelt Materialien zur Auseinandersetzung mit der Geschichte des Nationalsozialismus und Holocaust sowie mit Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung heute. Die pädagogischen Angebote richten sich vor allem an Jugendliche. Sie können sich aktiv einbringen, werden sich ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst und lernen, ihre Handlungsspielräume zu nutzen.

Das Anne Frank Zentrum hat seinen Sitz in Berlin und ist ein gemeinnütziger Verein. Das Zentrum ist als Träger der freien Jugendhilfe anerkannt und Mitglied im Arbeitskreis deutscher Bildungsstätten.

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