03/09/2026
Am 3. September 1944 wurden Anne Frank und die sieben anderen im Hinterhaus Untergetauchten in das besetzte Osteuropa deportiert, zusammen mit mehr als tausend anderen jüdischen Gefangenen.
Es war der letzte Transport aus dem Durchgangslager Westerbork in das Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz.
Anne Frank wusste von der Existenz des La**rs Westerbork und den Deportationen nach Osteuropa. Von den Helfer*innen und im Radio hörte sie Nachrichten über den Krieg und die Judenverfolgung. In ihr Tagebuch schrieb sie am 9. Oktober 1942: »Nichts als traurige und deprimierende Nachrichten habe ich heute. Unsere jüdischen Bekannten werden gleich gruppenweise festgenommen. Die Gestapo geht nicht im geringsten zart mit diesen Menschen um. Sie werden in Viehwagen nach Westerbork gebracht, dem großen Judenlager in Drente.« Und sie schrieb weiter: » Wenn es in Holland schon so schlimm ist, wie muss es dann erst in Polen sein? Wir nehmen an, dass die meisten Menschen ermordet werden […].«
Anne Frank und ihre Schwester Margot wurden von Auschwitz weiter in das Konzentrationslager Bergen-Belsen gebracht. Sie starben dort im Februar 1945 an den Folgen der Lagerhaft. Annes Vater, Otto Frank, überlebte als einziger der Untergetauchten den Holocaust und veröffentlichte 1947 das Tagebuch seiner Tochter. Nach ihrem Tod wurde ihr Tagebuch weltberühmt, und Anne Frank zu einem der bekanntesten Opfer des Holocaust.