Pilecki-Institut

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Pilecki-Institut Kultur- und Forschungsinstitut zur Geschichte des 20. Jahrhunderts, Polens sowie Ost- und Mitteleuropas

18/10/2026

Jak proces norymberski wyglądał z perspektywy tych, których głos przez lata pozostawał na marginesie historii? W berlińskiej siedzibie Instytutu Pileckiego () zaprezentowaliśmy niemieckiej publiczności naszą najnowszą produkcję „Sala 600. Świadkowie Norymbergi”.

Podczas premierowego pokazu goście wysłuchali dwóch pierwszych odcinków wraz z niemieckimi napisami. O kulisach powstawania audioserialu razem z publicznością rozmawiali jego twórcy — i Bartosz Panek.
Całość zwieńczył niezwykle przejmujący koncert , która jest autorką ścieżki dźwiękowej dla całej produkcji.

Audioserial powstał we współpracy ze Studio Reportażu Polskiego Radia.

Westerplatte: Wie eine neue Ausstellung Geschichte und Symbolkraft einer legendären Verteidigung vermitteln sollBei unse...
16/10/2026

Westerplatte: Wie eine neue Ausstellung Geschichte und Symbolkraft einer legendären Verteidigung vermitteln soll

Bei unserer Veranstaltung zum geplanten Westerplatte-Museum stellte Dr. Jan Szkudliński die Überlegungen für einen Ort vor, dessen Bedeutung weit über die Kämpfe im September 1939 hinausreicht. Das neue Museum entsteht als Außenstelle des Museums des Zweiten Weltkriegs in Gdańsk. Als Leiter der dortigen wissenschaftlichen Abteilung verantwortet Szkudliński mit seinem Team die Erarbeitung des Ausstellungsszenarios. Den Vortrag kommentierte der Historiker Dr. Jochen Böhler. Der Abend war Teil unserer Reihe „Wofür Denkmäler heute?“, die bereits nächste Woche fortgesetzt wird.

Schon der Name erzählt von dieser besonderen Bedeutung: „Westerplatte“ blieb auch nach 1945 in seiner deutschen Form erhalten als feststehender Begriff der polnischen Erinnerungskultur.

Die Verteidigung der polnischen Militärischen Transitstation gegen die deutsche Übermacht wurde zum Sinnbild für Mut und Standhaftigkeit. Auf diesen symbolischen Wandel hat auch Jochen Böhler hingewiesen: Die deutsche Seite wollte Westerplatte 1939 möglichst schnell einnehmen und propagandistisch als militärischen Erfolg präsentieren. Stattdessen wurde der Ort zum Symbol des polnischen Widerstands.

Papst Johannes Paul II. verlieh dieser Symbolik 1987 eine universelle Dimension: „Jeder von euch, junge Freunde, findet im Leben auch seine eigene ‚Westerplatte‘“. Gemeint sind Aufgaben, denen wir uns stellen müssen, Verantwortung, der wir uns nicht entziehen können, und Werte, für die es einzustehen gilt. So steht Westerplatte über das historische Geschehen hinaus für die Frage, was uns so wichtig ist, dass wir bereit sind, es auch unter schwierigen Bedingungen zu verteidigen.

Doch hinter diesem Symbol stehen konkrete Menschen, ihre Erfahrungen und schwierigen Entscheidungen. Die geplante Ausstellung soll deshalb sowohl die Tapferkeit und Opferbereitschaft der Verteidiger würdigen als auch die Bedeutung der Entscheidung, den Kampf im entscheidenden Moment zu beenden.

Zugleich soll sie den Blick auf die wechselvolle Geschichte der Halbinsel eröffnen: vom früheren Seebad über die Militärische Transitstation bis zum Erinnerungsort nach 1945. Originalfunde aus den archäologischen Untersuchungen sollen diese Geschichte greifbar machen. Historische Objekte und gezielt eingesetzte Medien sollen sich dabei ergänzen.

An die Worte Johannes Pauls II. anknüpfend, lädt das geplante Museum seine künftigen Besucherinnen und Besucher zur Reflexion ein: Was ist Ihr eigenes „Westerplatte“?

Vielen Dank an Dr. Jan Szkudliński, Dr. Jochen Böhler und unsere Gäste für den anregenden Austausch!

Muzeum II Wojny Światowej

Am Samstag laden wir Sie zu einem Konzert mit Dobrawa Czocher und einer gemeinsamen Hörsession der Audioserie „Saal 600....
14/10/2026

Am Samstag laden wir Sie zu einem Konzert mit Dobrawa Czocher und einer gemeinsamen Hörsession der Audioserie „Saal 600. Die (Zeit-)Zeugen von Nürnberg“ ein.

Dobrawa Czocher ist eine polnische Cellistin und Komponistin. Ihre Musik verbindet klassischen Celloklang mit Minimalismus und Elektronik. Bekannt wurde sie auch durch ihre Zusammenarbeit mit Hania Rani, mit der sie Inner Symphonies bei Deutsche Grammophon veröffentlichte. Auf ihr Solodebüt Dreamscapes (2023) folgte 2026 State of Matter. Für die Audioserie „Saal 600. Die (Zeit-)Zeugen von Nürnberg“ steuerte sie den Soundtrack bei.

"Saal 600. Die (Zeit-)Zeugen von Nürnberg. Konzert + Podcast-Hörsession"

🗓️ 17. Oktober 2026, 18:00 Uhr

Anmeldung : https://docs.google.com/forms/d/1mISSJc1QuaT3CzJXvgCiS-HXMzy...

Der neue Podcast "Saal 600..." entstand am Pilecki-Institut in Warschau anlässlich des 80. Jahrestags des Nürnberger Prozesses. Im Mittelpunkt steht Seweryna Szmaglewska: Schriftstellerin, Überlebende des deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau und die einzige Polin, die 1946 vor dem Internationalen Militärgerichtshof in Nürnberg aussagte. Ihr Buch Der Rauch über Birkenau, in Deutschland unter dem Titel Die Frauen von Birkenau veröffentlicht, diente im Nürnberger Prozess als Beweismittel.

Im Anschluss an die gemeinsame Hörsession laden wir Sie zu einem Gespräch mit den Autoren der Audioserie ein: Martyna Wojtkowska vom Pilecki-Institut in Warschau und Bartosz Panek vom Reportagestudio des Polnischen Rundfunks.

Um 20:00 Uhr laden wir Sie dann noch zu einem besonderen Konzert von Dobrawa Czocher ein, einer herausragenden Cellistin und Komponistin, die den Soundtrack zur Audioserie „Saal 600. Die (Zeit-)Zeugen von Nürnberg“ komponiert hat.

📍 Pilecki-Institut Berlin, Pariser Platz 4A, 10117 Berlin

🎟️ Eintritt frei

Die Hörsession findet in polnischer Sprache mit Transkription statt, das Gespräch wird ins Deutsche simultan gedolmetscht.

Das Generalgouvernement: Koloniale Ausbeutung und Terror im Dienste des Deutschen ReichesVor 87 Jahren, am 12. Oktober 1...
12/10/2026

Das Generalgouvernement: Koloniale Ausbeutung und Terror im Dienste des Deutschen Reiches

Vor 87 Jahren, am 12. Oktober 1939, unterzeichnete Adolf Hi**er den Erlass zur Errichtung des Generalgouvernements. Das Dokument trat am 26. Oktober in Kraft und unterstellte einen Teil der besetzten Gebiete der Zweiten Polnischen Republik einer deutschen Zivilverwaltung unter Hans Frank. Doch es ging um weit mehr als eine territoriale Neuordnung. Der Erlass legte einen der Grundsteine für eine verbrecherische Herrschaft, die auf Gewalt, rassistischer Ausgrenzung und der wirtschaftlichen Ausbeutung der unterworfenen Bevölkerung beruhte.

Das Generalgouvernement umfasste zunächst die Distrikte Krakau, Warschau, Radom und Lublin; im August 1941 kam der Distrikt Galizien hinzu. Anders als andere besetzte polnische Gebiete wurde es nicht förmlich in das Deutsche Reich eingegliedert. Es sollte deutschen Interessen dienen: als wirtschaftlich auszubeutendes Gebiet und als Reservoir billiger Arbeitskräfte. Langfristig sollte es zum Schauplatz nationalsozialistischer Kolonisierungs- und Germanisierungspläne werden.

Der koloniale Charakter dieser Herrschaft prägte den Alltag der Besatzung: Eigentum wurde beschlagnahmt, Menschen wurden zur Arbeit gezwungen, Lebensmittel rationiert. Diskriminierende Vorschriften entzogen der polnischen und jüdischen Bevölkerung systematisch grundlegende Rechte. Die deutsche Besatzungspolitik zielte darauf, die Gesellschaft dauerhaft zu unterwerfen, ihre Eliten zu vernichten und die ethnische wie soziale Zusammensetzung der eroberten Gebiete zu verändern.

Das Generalgouvernement wurde zu einem der zentralen Schauplätze deutscher Terror- und Völkermordpolitik. Hier fanden Massenerschießungen statt, hier wurden polnische Eliten verfolgt und ermordet, Ghettos errichtet und die jüdische Bevölkerung systematisch von der übrigen Bevölkerung isoliert. Hier lagen auch die drei Vernichtungslager Bełżec, Sobibór und Treblinka. Sie bildeten den Kern der „Aktion Reinhardt“, der vor allem Jüdinnen und Juden aus dem Generalgouvernement zum Opfer fielen, aber auch Menschen, die aus anderen Teilen des besetzten Europas deportiert worden waren.

Getragen wurde dieses System nicht allein von SS und Polizei. Auch Tausende deutsche Beamte hielten es in Gang. Ihre Entscheidungen übersetzten die Ziele nationalsozialistischer Politik in den Alltag der Besatzung. Die Geschichte des Generalgouvernements zeigt, wie eng unmittelbare Gewalt und bürokratische Herrschaft miteinander verbunden waren. Ein weitverzweigter Verwaltungsapparat verlieh der verbrecherischen Politik den Anschein institutioneller Ordnung.

Mit Verordnungen, Verfügungen und alltäglichen Amtshandlungen verfestigten die Beamten ein System des Unrechts, der Diskriminierung und der Ausbeutung. Die Zivilverwaltung war damit eines der zentralen Instrumente deutscher Besatzungsherrschaft.

Die Erforschung dieser Herrschaft ist längst nicht abgeschlossen. Am Pilecki-Institut erschließen und sammeln wir fortlaufend weitere Quellen. Ein aktuelles Beispiel sind die privaten Memoiren eines deutschen Juristen und SS-Mannes, der in der Verwaltung des Generalgouvernements tätig war. Die Aufzeichnungen wurden dem Institut vor Kurzem übergeben und gewähren einen seltenen Einblick in den Besatzungsalltag aus der Perspektive eines nachgeordneten Zivilbeamten: in Korruption, Grausamkeit und die beiläufige Gleichgültigkeit gegenüber dem Terror.

Über diesen Fund berichtete kürzlich Oliver Moody in der britischen Tageszeitung *The Times*. Sein Artikel stützt sich ausführlich auf die Forschungen unserer Wissenschaftlerin Dr. Joanna Nikel, die die Dokumente untersucht hat.

Bildquelle: Nationales Digitalarchiv (NAC)

Mit ihrer Keynote „Polnische Frauen im Berliner Widerstand. Zwischen Geschichte und Unsichtbarkeit“ eröffnet Anna Krenz ...
08/10/2026

Mit ihrer Keynote „Polnische Frauen im Berliner Widerstand. Zwischen Geschichte und Unsichtbarkeit“ eröffnet Anna Krenz am Samstag die Konferenz „KÄMPFERINNEN* – Frauen, Widerstand und Erinnerung in transnationaler Perspektive“.

Eine ihrer Hauptfragen wird sein: Wer waren die Polinnen im Berliner Widerstand und warum wissen wir so wenig über ihre Geschichten?

Anna Krenz ist Künstlerin, Forscherin und Autorin. Ihre Praxis verbindet Zeichnung, Textil, Installation und Video mit Forschung zu Erinnerung, urbanem Raum und feministischer Geschichte.

In den vergangenen Jahren hat sie sich besonders mit Polinnen im Widerstand gegen den Nationalsozialismus und ihrem Platz in der deutschen Erinnerungskultur beschäftigt. Ihre Keynote bildet den Ausgangspunkt für die Fragen, die uns durch den gesamten Tag begleiten werden.

📅 10.10.2026, 14 Uhr · 📍 Kapelle99, Boxhagener Str. 99, Berlin-Friedrichshain
Eintritt frei, Anmeldung erforderlich unter: https://forms.gle/veRUCGjsvrmFEDN5A

Ein Projekt von Ambasada Polek e.V. · Partner: Pilecki-Institut Berlin · Koordination: Deutsches Polen-Institut · Gefördert von der LOTTO-Stiftung Berlin · Schirmherrschaft: Regierender Bürgermeister von Berlin.

Ambasada Polek e.V.
Deutsches Polen-Institut e.V.

07/10/2026
Wir laden Sie herzlich zur Konferenz "KÄMPFERINNEN* – Frauen, Widerstand und Erinnerung in transnationaler Perspektive" ...
06/10/2026

Wir laden Sie herzlich zur Konferenz "KÄMPFERINNEN* – Frauen, Widerstand und Erinnerung in transnationaler Perspektive" ein.

VORTRÄGE | DISKUSSION | AUSSTELLUNG

10. Oktober 2026, 14:00 Uhr
Kapelle99, Boxhagener Straße 99, 10245 Berlin-Friedrichshain

Der Eintritt ist frei, die Platzzahl begrenzt. Wir bitten um Anmeldung:

https://forms.gle/veRUCGjsvrmFEDN5A

Ein Projekt von Ambasada Polek e.V. · Partner: Pilecki-Institut Berlin · Koordination: Deutsches Polen-Institut · Gefördert von der LOTTO-Stiftung Berlin · Schirmherrschaft: Regierender Bürgermeister von Berlin.

Wie erinnern wir? Wer erzählt Geschichte und aus welcher Perspektive? Wie verändern sich Begriffe wie Kampf oder Widerstand? Welche Rolle können Kunst und gesellschaftliches Engagement in der Erinnerungsarbeit und beim Aufbau von Beziehungen über Grenzen hinweg spielen? Wofür kämpfen wir heute? Die Konferenz KÄMPFERINNEN* sucht nach Antworten auf diese Fragen aus historischer, kultureller und künstlerischer Perspektive.

Ausgangspunkt der Konferenz sind die Geschichten polnischer Frauen, die mit dem Widerstand während des Zweiten Weltkriegs verbunden waren – Migrantinnen, Kurierinnen und Untergrundaktivistinnen, deren Biografien über viele Jahrzehnte nahezu unbekannt geblieben sind. Ihre Lebenswege bilden den Ausgangspunkt für eine Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Formen weiblicher Kämpfe und Handlungsmacht – von Untergrundtätigkeit und Widerstand über Erinnerungsarbeit bis hin zu zeitgenössischen künstlerischen, sozialen und aktivistischen Praktiken. Ihre Porträts stehen im Zentrum des Eröffnungsvortrags von Anna Krenz sowie der begleitenden Ausstellung, die um 19 Uhr eröffnet wird.

Die Konferenz ist Teil des Jubiläumsprogramms Zwischen Berlin und Warschau – 35 Jahre Nachbarschaft, konzipiert und umgesetzt vom Deutschen Polen-Institut, unter der Schirmherrschaft des Regierenden Bürgermeisters von Berlin Kai Wegner und gefördert von der Stiftung Deutsche Klassenlotterie Berlin. Partner ist das Pilecki-Institut Berlin

Ambasada Polek e.V.
Deutsches Polen-Institut e.V.

Adresse

Pariser Platz 4a
Berlin
10117

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+493027578955

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