Pilecki-Institut

Pilecki-Institut Kultur- und Forschungsinstitut zur Geschichte des 20. Jahrhunderts, Polens sowie Ost- und Mitteleuropas
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01/09/2026

On 1 September, the anniversary of the outbreak of the Second World War, we spent the day with 20 teachers and educators from Germany who want to learn more about Polish history, the German occupation, the Polish Underground State and the Warsaw Rising. It is our answer to an increasingly urgent question: how can we combat historical disinformation?

The seminar, jointly organised by the Pilecki Institute and the Warsaw Rising Museum, combines historical knowledge with practical materials for schools and extracurricular education.

At the Pilecki Institute in Warsaw, we discussed the significance of 1 September 1939 in Polish collective memory and why it occupies a different place in German remembrance. Participants also worked with our handbook on the Warsaw Rising, developed with the Warsaw Rising Museum.

We then explored an exhibition of watercolours and drawings by Walerian Bielecki, pseudonym “Inżynier Jan”. The architect, artist and Home Army soldier—also one of the designers of the “Kubuś” armoured vehicle—left a personal visual record of the Warsaw Rising and his subsequent German captivity.

A guided walk through Warsaw revealed the city’s many historical layers: from the Swedish Deluge to the Warsaw of Chopin and Bolesław Prus. We visited the Copernicus Monument, the Holy Cross Basilica, where Chopin’s heart is interred, the Czapski Palace, his final Warsaw home, and the Bolesław Prus Monument, exploring the city depicted in his novel The Doll.

The day concluded at the Pilecki Institute’s gallery in Dom Bez Kantów with The Choice to Save Lives: Polish Diplomats and the Holocaust. The exhibition tells the story of the Ładoś Group: Polish diplomats in Bern who worked with Jewish activists to produce Latin American passports for Jews in occupied Europe, giving many a chance to avoid immediate deportation to a death camp.

First-hand encounters with history, original sources and carefully prepared educational materials remain among our strongest defences against historical disinformation and algorithmically amplified distortions of the past.

"Polnische Expertin: AfD macht Druck auf NS-Gedenkstätten"Das dpa-Interview mit Hanna Radziejowska wurde von zahlreichen...
01/09/2026

"Polnische Expertin: AfD macht Druck auf NS-Gedenkstätten"

Das dpa-Interview mit Hanna Radziejowska wurde von zahlreichen Medien aufgegriffen, darunter Die Zeit, die Süddeutsche Zeitung und der Stern (Links in den Kommentaren).

"Das Erstarken der AfD in Deutschland könnte aus Sicht einer polnischen Expertin die weitere historische Aufarbeitung von Nationalsozialismus und Zweitem Weltkrieg gefährden. Die Partei kritisiere eine Erinnerungspolitik, die Deutschland mit historischer Schuld verbindet, sagte Hanna Radziejowska, Leiterin der Berliner Filiale des polnischen Pilecki-Instituts. In der Praxis führe dies zu Druck auf Gedenkstätten und Forschungseinrichtungen."

"«Es sind noch immer viele Erinnerungslücken zu schließen. Wir befürchten, dass die Fortschritte in den deutsch-polnischen Beziehungen dadurch zum Stillstand kommen und es womöglich gar einen massiven Rückschritt gibt», sagte sie der Deutschen Presse-Agentur.

Polnische Zwangsarbeiter auch in Sachsen-Anhalt
In Sachsen-Anhalt, wo am kommenden Sonntag (6.9.) gewählt wird, will die AfD ihrem Programm zufolge das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste schließen. Es sucht in deutschen Museen nach unrechtmäßig erworbenen Kulturgütern. Für das ab Kriegsbeginn 1939 besetzte Polen ist Herkunftsforschung wichtig, weil damals viele seiner Museen, Archive und Privatsammlungen geplündert wurden."

Ab 1939 seien Polinnen und Polen wie in andere deutsche Regionen auch nach Sachsen-Anhalt zur Zwangsarbeit verschleppt worden, sagte Radziejowska weiter. Sie mussten in der Landwirtschaft, in der Chemieindustrie und in Bergbau und Rüstung im Harz arbeiten. In vielen Fällen sei deren Schicksal nicht erforscht. «Es gibt viele Friedhöfe mit vergessenen polnischen Opfern, die ohne Namen begraben wurden. Wir sollten uns darum kümmern, diese Namen zurückzubringen, wenn es noch möglich ist.»

Historikerin: Wenig Wissen über Besatzung in Polen
In Deutschland sei das Wissen über die Nazi-Besatzung in Polen immer noch gering, beklagte die Historikerin in einem Gespräch zum Jahrestag des Kriegsbeginns, des deutschen Überfalls am 1. September 1939. «Es war von Anfang an ein Vernichtungskrieg gegen die polnische Intelligenz, gegen die polnischen Juden.»

Viele Deutsche betrachteten den Angriff auf die Sowjetunion 1941 als das wichtigere Ereignis im Zweiten Weltkrieg; und sie sorgten sich bis heute mehr um das Verhältnis zu Russland. Radziejowska kritisierte, dass die AfD trotz des Moskauer Krieges gegen die Ukraine eine enge Kooperation mit Russland fordert.

Das Pilecki-Institut, finanziert von der Regierung in Warschau, erforscht das Schicksal Polens und Zentraleuropas unter den totalitären Systemen des 20. Jahrhunderts.

Heute ist der 87.  Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen und des Beginns des Zweiten Weltkriegs: Ein Memento an de...
01/09/2026

Heute ist der 87. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen und des Beginns des Zweiten Weltkriegs:

Ein Memento an den blutigsten Krieg der Menschheitsgeschichte, an das Scheitern des Appeasements gegenüber totalitären Regimen und an historische Erinnerungslücken, die weiterhin geschlossen werden müssen.

„Hallo, hallo, hier ist Warschau und alle Sender des Polnischen Rundfunks. Heute Morgen um 5.40 Uhr haben deutsche Truppen unter Bruch des Nichtangriffspakts die polnische Grenze überschritten. Mehrere Städte wurden bombardiert.“ Kurz darauf folgten die Worte: „Nun also Krieg!“ So verkündete der polnische Rundfunk vor 87 Jahren den deutschen Überfall auf Polen.

Er markierte den Beginn des tödlichsten Krieges der Menschheitsgeschichte, des Zivilisationsbruchs der Shoah und einer Epoche totalitärer Gewalt. Mehr als 60 Millionen Menschen kamen ums Leben, darunter deutlich mehr als fünf Millionen polnische Staatsbürger, ungefähr drei Millionen von ihnen polnische Juden.

Für Polen bedeutete der Krieg mehr als fünf Jahre brutalster Unterdrückung: Zerstörung und Massenerschießungen, den Angriff des nationalsozialistischen Deutschlands und der Sowjetunion, gezielte Vernichtungsaktionen beider totalitärer Besatzungsregime gegen die polnischen Eliten und die polnische Kultur, Deportationen und Zwangsarbeit. Im Generalgouvernement konnten selbst kleinste Formen der Hilfe für verfolgte Juden, bis hin zur Versorgung mit Lebensmitteln wie Brot, mit dem Tod bestraft werden.

Zugleich zeigte sich ein unerschütterlicher Freiheitswille. Der polnische Widerstand nahm oftmals ebenso heroische wie tragische Formen an. Die Hoffnung auf ein freies, unabhängiges und prowestlich orientiertes Polen erfüllte sich 1945 nicht. Stattdessen geriet das Land unter sowjetische Vorherrschaft. Zurück blieb das bis heute tief verankerte Gefühl, von den westlichen Alliierten in Jalta preisgegeben worden zu sein.

Im kommunistischen Nachkriegspolen wurden zahlreiche Angehörige des nichtkommunistischen Widerstands nicht geehrt, sondern verfolgt, inhaftiert und ermordet. Witold Pilecki, der einzige Mensch von dem bekannt, dass er freiwillig nach Auschwitz ging, um dort ein Widerstandsnetzwerk aufzubauen und die Weltöffentlichkeit zu informieren, wurde 1948 nach einem stalinistischen Schauprozess hingerichtet.

Traditionell wurde der Beginn des deutschen Überfalls auf Polen vor allem mit der Beschießung der polnischen Garnison auf der Westerplatte bei Danzig durch die „Schleswig-Holstein“ verbunden. Später trat das Bombardement der unverteidigten Stadt Wieluń stärker in das öffentliche Bewusstsein. Beide Orte stehen heute sowohl für den polnischen Widerstand als auch für das Leid der Zivilbevölkerung. An ihnen zeigt sich zugleich der Wandel der Erinnerungskultur: Die Westerplatte, lange vor allem ein Symbol militärischer Tapferkeit, wird zunehmend in einen europäischen Zusammenhang gestellt. Wieluń, erst viel stärker historische Bewusstsein gerückt, ist heute ein wichtiges Symbol für den gegen die Zivilbevölkerung gerichteten Charakter des deutschen Vernichtungskrieges.

Doch gerade im deutsch-polnischen Kontext bleiben zahlreiche Erinnerungslücken zu schließen. Einer davon widmet sich heute Abend Dr. habil. Tomasz Ceran vom Pilecki-Institut. In seinem Vortrag in der Topographie des Terrors spricht er über das sogenannte Pommernverbrechen: die systematischen Massenmorde, die deutsche Besatzer im Herbst 1939 an der polnischen Zivilbevölkerung in Pommern und Kujawien verübten. Diese Verbrechen stehen in Deutschland bis heute häufig im Schatten anderer deutscher Gewaltverbrechen im besetzten Polen. Topographie des Terrors

Dabei bilden sie nur eine Station in einer weit größeren Geschichte: Dazu gehören die Massenmorde in Piaśnica und Palmiry, die gezielte Vernichtung der polnischen Eliten im Rahmen der „Intelligenzaktion“ und der AB-Aktion, die „Befriedungsaktionen“ gegen ganze Dörfer wie Michniów, die Vertreibungen und Germanisierungsmaßnahmen in der Region Zamość sowie die Massaker an der Warschauer Zivilbevölkerung.

Das Pilecki-Institut organisiert regelmäßig Weiterbildungsseminare, Workshops, Vorträge, Stipendienprogramme und weitere Veranstaltungen, um diese „nachholende Erinnerung“ zu ermöglichen. Derzeit findet in Polen ein gemeinsam mit dem Museum des Warschauer Aufstands organisiertes Weiterbildungsseminar für mehr als 20 Lehrkräfte statt. Die Teilnehmenden begeben sich auf die Spuren der Warschauer Geschichte und besuchen Erinnerungsorte, die mit der deutschen Besatzung Polens, dem Polnischen Untergrundstaat und dem Warschauer Aufstand verbunden sind. Workshops, Vorträge und Exkursionen ermöglichen es ihnen, ihre historischen Kenntnisse zu vertiefen und zugleich Methoden und Materialien kennenzulernen, die sie später im Schulunterricht und in außerschulischen Bildungsprojekten einsetzen können.

Offene Aufgaben bleiben auch der Umgang mit dem deutschen NS-Kunstraub, die Unterstützung der noch lebenden Opfer der deutschen Besatzung und die Schließung eklatanter Wissenslücken. Eine von Ipsos im Auftrag des Pilecki-Instituts durchgeführte Studie hat erhebliche Defizite im Wissen der deutschen Bevölkerung über Polen und die dort begangenen deutschen Verbrechen offengelegt. Pilecki-Institut

All dies geschieht in einem gesellschaftlichen Klima, in dem Gedenkstätten zunehmend von politischen Angriffen, Geschichtsrevisionismus und Versuchen berichten, ihre Arbeit einzuschränken. Gerade deshalb bleibt historische Aufklärung keine bloße Beschäftigung mit der Vergangenheit. Sie ist eine Aufgabe der Gegenwart.

Dr. habil. Tomasz Ceran vom Pilecki-Institut spricht morgen in der Topographie des TerrorsAm 1. September, dem 87. Jahre...
31/08/2026

Dr. habil. Tomasz Ceran vom Pilecki-Institut spricht morgen in der Topographie des Terrors

Am 1. September, dem 87. Jahrestag des deutschen Überfalls auf Polen, nimmt der Historiker Dr. habil. Tomasz Ceran vom Pilecki-Institut in Warschau an einer Konferenz über die deutschen Massenverbrechen im Herbst 1939 teil.

In seinem Vortrag widmet sich Ceran dem sogenannten Pommernverbrechen: den systematischen Massenmorden, die die deutschen Besatzer im Herbst 1939 an der polnischen Zivilbevölkerung in Pommern und Kujawien verübten.

Im Mittelpunkt der Konferenz stehen die Schicksale Zehntausender Menschen, die dem deutschen Terror zum Opfer fielen. Ermordet wurden Angehörige der lokalen Eliten, vermeintliche Gegner des Besatzungsregimes sowie Menschen mit Behinderungen und psychischen Erkrankungen. Die Verbrechen gehörten zu den frühesten Exzessen des deutschen Massenterrors und markierten den Beginn einer genozidalen Politik im besetzten Polen.

Dr. Magdalena Sacha vom Piaśnica-Museum in Wejherowo spricht darüber, wie heute an die Opfer erinnert wird und welche Bedeutung die Gedenkorte des Pommernverbrechens besitzen.

Im Anschluss an die Vorträge findet eine Podiumsdiskussion statt, moderiert von Robert Parzer vom Deutsch-Polnischen Haus. Eröffnet wird der Abend von Uwe Neumärker, Direktor der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas und der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, sowie von Prof. Dr. Peter Oliver Loew, Direktor des Deutschen Polen-Instituts.

📌 Dokumentationszentrum Topographie des Terrors, Berlin-Kreuzberg

1. September 2026, 19 Uhr



Dr. habil. Tomasz Ceran ist Historiker und forscht zur deutschen Besatzung Polens, insbesondere zu den deutschen Verbrechen in Danzig-Westpreußen und Kujawien. 2025 habilitierte er sich im Fach Geschichte. Zu seinen Veröffentlichungen gehört die preisgekrönte Monografie »Zbrodnia pomorska 1939. Początek ludobójstwa w okupowanej Polsce« (»Das Pommernverbrechen 1939. Der Beginn des Völkermords im besetzten Polen«, 2024).

Veranstaltet wird die Konferenz von der Ständigen Konferenz der NS-Gedenkorte im Berliner Raum, dem Deutschen Polen-Institut und dem Deutsch-Polnischen Haus.

„Die Solidarność war die weltweit größte Befreiungsbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie war eines der wichtigsten Ph...
31/08/2026

„Die Solidarność war die weltweit größte Befreiungsbewegung nach dem Zweiten Weltkrieg. Sie war eines der wichtigsten Phänomene, die die Menschheit in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts erlebt hat“, schrieb der französische Soziologe Alain Touraine. Heute jährt sich die Unterzeichnung des Danziger Augustabkommens zum 46. Mal.

Bis heute ist Solidarność zugleich ein enorm wichtiger Bestandteil der europäischen kollektiven Erinnerung und eine politische Blaupause: Sie lebte das Arendtsche Ideal einer Agora vor und bot Raum für unterschiedlichste politische und gesellschaftliche Strömungen von links über die Mitte bis nach rechts. So brachte sie höchst unterschiedliche Persönlichkeiten wie L**h Wałęsa, Anna Walentynowicz, Andrzej Gwiazda, Joanna Duda-Gwiazdowska, Alina Pienkowska, Jacek Kuroń, Tadeusz Mazowiecki, L**h Kaczyński und Bronisław Geremek zusammen, wenn auch nicht ohne Spannungen und Konflikte, und schuf eine echte Gegenöffentlichkeit. Damit bietet sie eine überzeugende Antwort auf die zunehmende Polarisierung unserer Zeit. Sie zeigte zugleich, dass kluges und beharrliches politisches Engagement nicht nur den Kommunismus in Polen überwinden, sondern den Wandel in ganz Mittel- und Osteuropa anstoßen konnte.

Es markierte den Anfang vom Ende des Staatssozialismus im Ostblock und damit auch den Beginn jener Entwicklung, die schließlich zum Fall der Berliner Mauer führte. Das Danziger Abkommen vom 31. August 1980 zwischen der Regierungskommission und dem überbetrieblichen Streikkomitee unter L**h Wałęsa war das folgenreichste der vier Augustabkommen: Erstmals erkannte ein Ostblockstaat unter dem Druck einer gesellschaftlichen Massenbewegung unabhängige Gewerkschaften an.

Im Sommer 1980 erfasste Polen eine beispiellose Streikwelle. Der unmittelbare Auslöser des Streiks auf der Danziger Leninwerft war die Entlassung der Gewerkschafterin Anna Walentynowicz. Entscheidend war jedoch, dass die Werftarbeiter ihren Ausstand nach ersten Zugeständnissen nicht beendeten. Auf Drängen unter anderem von Alina Pienkowska setzten sie ihn aus Solidarität mit den Beschäftigten anderer Betriebe fort. Aus einem lokalen Arbeitskampf wurde so eine landesweite Bewegung und Solidarität zu einem politischen Prinzip.

Aus der Streikwelle ging die legendäre Gewerkschaft Solidarność hervor und zugleich weit mehr als das. Gefordert wurden nicht nur Brot, bessere Arbeitsbedingungen und freie Gewerkschaften, sondern auch Meinungsfreiheit und eine schrittweise Öffnung des politischen Systems. Mit ihrer „sich selbst beschränkenden Revolution“, wie sie die Soziologin Jadwiga Staniszkis bezeichnete, rang die Bewegung den Machthabern weitreichende Zugeständnisse ab. Bald zählte sie fast zehn Millionen Mitglieder.

Im Dezember 1981 reagierte das kommunistische Regime mit der Verhängung des Kriegsrechts. Tausende Oppositionelle wurden interniert, Streiks gewaltsam niedergeschlagen und Solidarność verboten. Doch die Bewegung überlebte im Untergrund. Die Gespräche am Runden Tisch und die teilweise freien Wahlen vom 4. Juni 1989 ebneten schließlich den Weg zum ersten friedlichen Machtwechsel im Ostblock und trugen entscheidend zum Fall des Eisernen Vorhangs bei.

Welche Lehren und Inspirationen lassen sich heute aus der Solidarność ziehen? Sie bestätigt Hannah Arendts Einsicht, dass Freiheit im Zusammensein und durch das gemeinsame Handeln von Menschen entsteht. Gerade in Zeiten wachsender Spaltung verweist ihr Ethos auf den Wert einer inklusiven Agora: Liberale, Konservative, Linke, Gläubige und Atheisten wirkten Seite an Seite. Unter dem Dach der Solidarność und später in ihrem Untergrund entstand eine lebendige Gegenöffentlichkeit mit unabhängigen Zeitschriften wie Tygodnik Mazowsze, geheimen Verlagen, Bildungsinitiativen und Diskussionszirkeln. Eine wichtige Rolle spielte dabei auch die katholische Kirche, die Räume, Schutz und Kommunikationsmöglichkeiten bereitstellte.

Die Bewegung war keineswegs nur ein Projekt der Intellektuellen. Jadwiga Staniszkis, die dem Expertenrat der Solidarność angehörte, hob später die essenzielle Rolle der Arbeiter hervor: nicht nur, weil sie häufig ihren Arbeitsplatz und ihre Existenzgrundlage riskierten, sondern auch, weil sie Ideale und Visionen mit unmittelbarer praktischer Erfahrung verbanden. Laut Staniszkis waren manche Intellektuelle und Experten der Bewegung so sehr in ihren theoriegeleiteten Erklärungsmustern gefangen, dass sie zu übertriebener Zurückhaltung neigten. Es waren die Arbeiter selbst, die beharrlich auf der Umsetzung des ersten der 21 Postulate bestanden: der Anerkennung freier, unabhängiger Gewerkschaften – gegen taktische Ratschläge zur Mäßigung.

Manche deuteten diese Entwicklung als Dreischritt: 1970 protestierten die Arbeiter ohne die Intellektuellen, bei der Gründung des KOR 1976 organisierten sich die Intellektuellen zur Unterstützung verfolgter Arbeiter, 1980 kam es dann schließlich zur Synthese.

Doch die Solidarność-Bewegung fand nicht nur in Polen Widerhall. Bereits im August 1980 erklärte die Internationale Konföderation Freier Gewerkschaften ihre Unterstützung; bald folgten Gewerkschaften und andere Organisationen aus Frankreich, Italien, den USA und zahlreichen weiteren Ländern. Es gab deutsche und internationale Hilfspakete, Druckmaschinen für den Untergrund, Demonstrationen, Hungerstreiks und humanitäre Hilfe, die häufig über die Kirche organisiert wurde. Auch in anderen Ländern des Ostblocks bekannten sich mutige Menschen trotz drohender Repressionen offen zur Solidarität mit den Polen. Weltweite Aufmerksamkeit erregte zudem Ronald Reagans Weihnachtsansprache im Dezember 1981, in der er zur Solidarität mit der polnischen Bevölkerung aufrief.

Angela Merkel brachte die europäische Bedeutung der Solidarność-Bewegung auf den Punkt: „Ihr Freiheitswille hat Steine ins Rollen gebracht, die letztlich die Berliner Mauer und den Eisernen Vorhang zu Fall brachten.“

Andrzej Wielowieyski ist tot: Eine Erinnerung Andrzej Wielowieyski ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Sein Lebensweg ...
30/08/2026

Andrzej Wielowieyski ist tot: Eine Erinnerung

Andrzej Wielowieyski ist im Alter von 98 Jahren gestorben. Sein Lebensweg gehört zu jenen großen polnischen Biografien, anhand derer sich der lange Kampf des Landes um Freiheit und Demokratie im 20. Jahrhundert nachzeichnen lässt:

als Soldat der Heimatarmee, als wichtige Persönlichkeit der demokratischen Opposition, unter anderem im Klub der Katholischen Intelligenz und später in der Solidarność, als Berater L**h Wałęsas und schließlich als Politiker im freien Polen. Zugleich war er ein christlicher Intellektueller, der zahlreiche Entwicklungen unserer Gegenwart vorauszuahnen schien.

Während der deutschen Besatzung schloss er sich als Jugendlicher der Heimatarmee an. Sein Abitur legte er im Rahmen des geheimen Unterrichts ab, mit dem der polnische Untergrund das von den deutschen Besatzern verbotene Bildungswesen aufrechterhielt.

In den folgenden Jahrzehnten gehörte Wielowieyski zu jener freiheitlichen Strömung des polnischen Katholizismus und der antikommunistischen Opposition, die christliche Verantwortung mit dem Einsatz für Menschenrechte und politische Freiheit verband. Er nahm an den Debatten des Klubs Krzywego Koła teil, gehörte zu den Mitbegründern des Klubs der Katholischen Intelligenz in Warschau und wirkte viele Jahre in der Redaktion der Zeitschrift „Więź“. Die Absurdität und Ineffizienz des kommunistischen Systems hatte er zuvor aus nächster Nähe erlebt: Nach seinem Jurastudium arbeitete er ab 1948 zunächst im Schatzministerium, später im Finanzministerium.

1976 setzte er sich öffentlich für die nach den Protesten in Radom und Ursus verfolgten Arbeiter ein. Im August 1980 gehörte er der Expertenkommission des überbetrieblichen Streikkomitees in der Danziger Werft an und wirkte an den Verhandlungen über das Danziger Abkommen mit. Später leitete er ein Expertengremium der Solidarność und beriet L**h Wałęsa. 1988 vermittelte er zwischen der Opposition und der kommunistischen Staatsführung und half, den Weg zu den Gesprächen am Runden Tisch zu bereiten, an denen er 1989 selbst teilnahm.

Bei den ersten teilweise freien Wahlen im Juni 1989 wurde Wielowieyski mit fast 913.000 Stimmen in den wiedererrichteten Senat gewählt und anschließend zu dessen Vizepräsidenten. Auch nach dem Ende der kommunistischen Herrschaft blieb er politisch aktiv und gehörte stets dem liberalen Post-Solidarność-Spektrum an: als Senator, Sejm-Abgeordneter und Mitglied des Europäischen Parlaments.

Wielowieyski war nicht nur Politiker, sondern auch ein vorausschauender christlicher Intellektueller. Liest man heute sein 1995 bei einem ökumenischen Symposium in Mülheim an der Ruhr gehaltenes Referat „Unser Schicksal wird von unserer Spiritualität abhängen“, erscheinen viele seiner Überlegungen bemerkenswert aktuell. Je größer die technischen und materiellen Möglichkeiten des Menschen würden, so warnte er, desto größer werde auch die Gefahr seiner Selbstzerstörung. Der Mensch habe zwar bewiesen, dass er unter äußerst dürftigen Bedingungen überleben könne – nicht aber, dass ihm dies auch in einer wissenschaftlich hoch entwickelten Gesellschaft gelingen werde. Diese Gedanken weisen Parallelen zur jüngsten Enzyklika „Magnifica Humanitas“ von Papst Leo XIV. über die Bewahrung des Menschen im Zeitalter der künstlichen Intelligenz auf.

Wielowieyski erkannte zugleich ein grundlegendes Spannungsverhältnis moderner Demokratien: Eine pluralistische Demokratie beruhe auf ständigen Kompromissen und wirke daher häufig nüchtern, materialistisch und wenig inspirierend -gerade deshalb sei sie immer wieder populistisch-tribalistischen Versuchungen ausgesetzt. Er warnte vor religiösem Fundamentalismus und jeder Verbindung von Glauben mit staatlichem Zwang. Zugleich bezweifelte er, dass sich die großen Herausforderungen der Gegenwart, Krieg, soziale Ausgrenzung, Ungleichheit und die Zerstörung der natürlichen Lebensgrundlagen, ohne ein religiöses Fundament bewältigen ließen. Europas geistige Zukunft, schrieb er, werde sich zwischen der Skylla des Fundamentalismus und der Charybdis einer oberflächlichen Säkularisierung entscheiden.

2011 wurde Andrzej Wielowieyski mit dem Weißen-Adler-Orden, der höchsten Auszeichnung der Republik Polen, geehrt.

Mit Andrzej Wielowieyski ist ein Zeitzeuge und Mitgestalter des freien Polen von uns gegangen. Ihm gebühren unser Dank und unsere Erinnerung.

Wie jedes Jahr ist das Pilecki-Institut auch diesmal wieder beim Architektur-Wochenende in Gdynia vertretenVon der Avant...
27/08/2026

Wie jedes Jahr ist das Pilecki-Institut auch diesmal wieder beim Architektur-Wochenende in Gdynia vertreten

Von der Avantgarde und Katarzyna Kobro bis zu der Frage, wie sich das modernistische Erbe heute vermitteln lässt: über diese und andere Themen spricht Dr. Małgorzata Jędrzejczyk, die Kuratorin des Exercising Modernity Programms

Das „Weekend Architektury“ ist ein jährlich in Gdynia stattfindendes, kostenloses Architekturfestival. Mit Vorträgen, Diskussionen, Ausstellungen, Filmvorführungen, Workshops und Stadtspaziergängen richtet es sich nicht nur an Fachleute, sondern an alle, die sich für moderne Architektur, Stadtentwicklung und das modernistische Erbe interessieren. Die diesjährige Ausgabe steht unter dem Motto „IMAGINE“ und findet vom 27. bis 30. August statt.

Małgorzata Jędrzejczyk ist promovierte Kunsthistorikerin, Kuratorin und Forscherin mit den Schwerpunkten Kunst und Architektur des 20. Jahrhunderts. Sie studierte an der Jagiellonen-Universität in Krakau, der Universität Wien und der Humboldt-Universität zu Berlin. Heute arbeitet sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Theorie und Geschichte der Kunst der Akademie der Bildenden Künste in Katowice. Zudem ist sie Kuratorin und Mitautorin des Programms „Exercising Modernity“ des Pilecki-Instituts Berlin.

🔎 Im Zentrum ihrer Forschung stehen das Werk Katarzyna Kobros, Raumtheorien sowie die Beziehungen zwischen Skulptur und Architektur in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Sie ist Autorin wissenschaftlicher Publikationen und zahlreicher Texte zur zeitgenössischen Kunst. Darüber hinaus ist sie unter anderem Mitherausgeberin des Bandes „Komponowanie przestrzeni. Rzeźby awangardy“ („Raum komponieren. Skulpturen der Avantgarde“). Als Kuratorin und Co-Kuratorin war sie an mehreren Ausstellungen über Avantgarde, Architektur und Moderne beteiligt.

📍 Am Donnerstag spricht sie im Centrum św. Jana in Gdańsk im Rahmen des Themenblocks „Kunst und Architektur“. Ihr Vortrag trägt den Titel „Räume für die Kunst. Architektur und gesellschaftliche Ideen der Avantgarde – von der Gruppe a.r. bis zu Konstrukcja w Procesie“. Darin zeigt sie, wie avantgardistische Ideen die Grenzen des einzelnen Kunstwerks überschritten und das Denken über Raum, Architektur und Gesellschaft zu prägen begannen.

🏙️ Am Sonntag ist sie im Konsulat Kultury mit dem Vortrag „Architektur aus Träumen und Beziehungen. Barbara Brukalska und Helena Syrkus“ zu Gast. Im Themenblock „Träumer und Träumerinnen der Moderne“ stehen zwei herausragende Protagonistinnen der modernen polnischen Architektur und ihr Verständnis von Architektur als Raum für soziale Beziehungen und modernes Leben im Mittelpunkt.

💬 Zum Abschluss der sonntäglichen „Archi-Vorträge“ moderiert Małgorzata Jędrzejczyk zudem die Diskussion „Wie lässt sich das Erbe der Moderne erfolgreich vermitteln und popularisieren?“. Mit ihr diskutieren Patrycja Jastrzębska, Michał Wiśniewski, Maria Nowakowska und Michał Pszczółkowski.

📅 Donnerstag, 27. August | Themenabend „Das Denkmal unserer Träume“
📍 Centrum św. Jana, Gdańsk

📅 Sonntag, 30. August
🎤 12:15–14:00 Uhr – Archi-Vorträge | Themenblock „Träumer und Träumerinnen der Moderne“
💬 18:15–19:00 Uhr – Archi-Diskussion
📍 Konsulat Kultury | Theatersaal

Weitere Informationen zum Festival: Weekend Architektury⁠

Instytut Pileckiego

🎨 Od awangardy i Katarzyny Kobro po pytanie o to, jak dziś opowiadać o modernistycznym dziedzictwie - gościem XVI Weekendu Architektury będzie dr Małgorzata Jędrzejczyk ;)

Małgorzata Jędrzejczyk jest doktorką historii sztuki, kuratorką i badaczką sztuki oraz architektury XX wieku. Studiowała na Uniwersytecie Jagiellońskim, Universität Wien i Humboldt-Universität zu Berlin, a obecnie pracuje jako adiunktka w Zakładzie Teorii i Historii Sztuki ASP w Katowicach. Jest również kuratorką i współautorką programu Exercising Modernity, realizowanego przez Pilecki-Institut Berlin.

🔎 W centrum jej badań znajdują się twórczość Katarzyny Kobro, teoria przestrzeni oraz relacje między rzeźbą i architekturą pierwszej połowy XX wieku. Jest autorką publikacji naukowych i tekstów o sztuce współczesnej oraz współredaktorką m.in. książki „Komponowanie przestrzeni. Rzeźby awangardy”. Kuratorowała i współkuratorowała także wystawy poświęcone awangardzie, architekturze i nowoczesności.

📍 W czwartek w Centrum św. Jana w Gdańsku wystąpi podczas bloku „Sztuka i architektura” z prelekcją „Przestrzenie dla sztuki. Architektura i społeczne idee awangardy od Grupy a.r. do Konstrukcji w Procesie”. To opowieść o tym, jak idee awangardowe przekraczały granice pojedynczego dzieła i zaczynały wpływać na myślenie o przestrzeni, architekturze i społeczeństwie.

🏙️ W niedzielę powróci w Konsulacie Kultury z wystąpieniem „Architektura z marzeń i relacji. Barbara Brukalska i Helena Syrkus” w bloku „Marzyciele i Marzycielki Modernizmu”. Tym razem w centrum znajdą się dwie niezwykle ważne postacie polskiej architektury nowoczesnej i ich sposób myślenia o architekturze jako przestrzeni budowania relacji i nowoczesnego życia.

💬 Na zakończenie niedzielnych Archi Prelekcji Małgorzata Jędrzejczyk poprowadzi także dyskusję „Jak skutecznie edukować i popularyzować dziedzictwo modernizmu?” z udziałem Patrycji Jastrzębskiej, Michała Wiśniewskiego, Marii Nowakowskiej i Michała Pszczółkowskiego.

📅 Czwartek, 27 sierpnia | wieczór „Zabytek Marzeń”
📍 Centrum św. Jana w Gdańsku

📅 Niedziela, 30 sierpnia
🎤 12:15–14:00 – Archi Prelekcje | blok „Marzyciele i Marzycielki Modernizmu”
💬 18:15–19:00 – Archi Dyskusja
📍 Konsulat Kultury | Sala Teatralna

Zum Gedenken an Krystyna Kodymowska „Stokrotka“: Kämpferin für die Freiheit und Bewahrung der Erinnerung an der Warschau...
26/08/2026

Zum Gedenken an Krystyna Kodymowska „Stokrotka“: Kämpferin für die Freiheit und Bewahrung der Erinnerung an der Warschauer Aufstand

Mit großer Trauer nehmen wir Abschied von Krystyna Kodymowska, Pseudonym „Stokrotka“, die im Alter von 98 Jahren verstorben ist. Sie war eine Zeitzeugin des Warschauer Aufstands, Sanitäterin und Meldegängerin der Heimatarmee (Armia Krajowa) und über viele Jahrzehnte eine engagierte Vermittlerin der Erinnerung an jene Generation, die während des Zweiten Weltkriegs für Freiheit und Unabhängigkeit kämpfte.

Krystyna Kodymowska, geborene Rafalska, wurde 1928 geboren. Im Mai 1940 musste ihre Familie Bydgoszcz verlassen. Nach einem vorübergehenden Aufenthalt in Ciechanów kam sie nach Warschau, wo sie die folgenden Kriegsjahre erlebte.

Als am 1. August 1944 der Warschauer Aufstand begann, war sie gerade 16 Jahre alt. Als Meldegängerin und Sanitäterin des Sanitätsdienstes des Warschauer Bezirks der Armia Krajowa, „Bakcyl“, half sie Verwundeten und übernahm Aufgaben im Untergrund. Bereits vor dem Aufstand hatte sie sich an der Verteilung der konspirativen Presse beteiligt, versteckten verwundeten Widerstandskämpfern geholfen und Lebensmittelpakete in Kriegsgefangenenlager geschickt.

Der Aufstand bedeutete für sie – wie für Hunderttausende andere Warschauerinnen und Warschauer – nicht nur Tage des Kampfes, sondern auch Vertreibung, Gewalt und Verlust. Nach der Kapitulation wurde sie gemeinsam mit der Zivilbevölkerung aus Warschau vertrieben. Sie kam in ein Durchgangslager und wurde anschließend zur Zwangsarbeit verschleppt.

Doch die Geschichte von Krystyna Kodymowska endet nicht mit dem Krieg. Nach 1945 ließ sie sich in Gdynia nieder und arbeitete als Juristin. Zugleich engagierte sie sich im Weltverband der Soldaten der Armia Krajowa und wurde zu einer wichtigen Zeitzeugin. Über Jahrzehnte erzählte sie von ihren Erfahrungen, von ihren Kameradinnen und Kameraden und von den Menschen, die während des Warschauer Aufstands ihr Leben für die Freiheit riskierten. So wurde sie selbst zu einer Brücke zwischen der Generation des Krieges und den nachfolgenden Generationen.

Besonders eindrücklich bleibt ihre Vorstellung davon, was Freiheit bedeutet:

„Das Wichtigste ist die Freiheit – damit jeder nach seinen eigenen Vorstellungen denken und das tun kann, was er möchte und braucht, und nicht das, was ihm jemand vorschreibt.“

In diesen Worten liegt auch ein Vermächtnis. Die Erinnerung an den Warschauer Aufstand ist nicht allein die Erinnerung an einen militärischen Aufstand. Sie erzählt von Menschen, die unter extremen Bedingungen Entscheidungen treffen mussten, von Solidarität und Mut, von Verlust und Leid aber auch von dem tiefen Wunsch nach Selbstbestimmung und Freiheit.

Mit dem Tod von Krystyna Kodymowska verlieren wir eine weitere bedeutende Zeitzeugin. Ihr Leben erinnert uns daran, wie wichtig es ist, die Stimmen derjenigen zu bewahren, die Geschichte selbst erlebt haben. Ihre Erfahrungen, ihre Erinnerungen und ihre Haltung bleiben Teil unseres gemeinsamen europäischen Gedächtnisses.

Ihr Tod trifft uns in einem Moment, in dem wir innerhalb weniger Tage von einer weiteren bedeutenden Zeitzeugin Abschied nehmen mussten: Am 18. August 2026 starb Wanda Traczyk-Stawska „Pączek“ im Alter von 99 Jahren. Auch sie hatte als Jugendliche am Warschauer Aufstand als Schützin und Meldegängerin der Armia Krajowa teilgenommen. Nach dem Krieg wurde sie zu einer der bekanntesten und eindringlichsten Stimmen der Erinnerung an den Aufstand und an seine Opfer.

Foto: Dorota Oza Karecka

Adresse

Pariser Platz 4a
Berlin
10117

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

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