31/05/2026
„Wer bezahlt das eigentlich?“
Jemand kommt ins Museum und stellt diese Frage.
Wahlweise auch: „Welche Organisation steht dahinter?“ Oder: „Welcher Verein macht das denn hier?“ – Gern auch: „Seit wann kostet es in einer Galerie Eintritt?“ (Außen steht in großen Lettern „Museum“, aber das wird dann einfach überlesen.)
Lust auf mehr? Ja?
Gern:
- Ist das hier alles?
- Ich dachte, das ist ein ganzes Haus?!
- Das ist ja sowieso nur ein Showroom der Papierindustrie!
- Und immer wieder: Wem gehört das? Wer bezahlt das? Wer bezahlt das?
Und dann antworte ich: Meine Frau und ich.
Natürlich werden wir begleitet, zum Glück. Und zwar von Anfang an begleiten uns Firmen in denen Menschen arbeiten die wir begeistern konnten. Die Menschen. Und so stellten sich Firmen an unsere Seite. Das waren von Anfang an die Hahnemühle (Papier) und Canon (Drucktechnik und Tinte), auch d’mage (FineArt-Print und Papierkunst) und seit 2 Jahren auch Schmincke (Farben und Materialien).
Das begeistert uns und macht uns Mut. Wir erhalten Sachspenden von diesen Firmen, die zum Beispiel in den Residenzen landen, und auf diese Weise direkt bei den Kunstschaffenden.
Aber niemand steht an unserer Seite und sagt: Ich finanziere euch ein Museum. Ich bezahle Telefon, Versicherungen, Löhne, Honorare, Transporte, Ausstellungsinstallation, Bilderrahmen, Sockel usw
Das machen wir selbst. Und mittlerweile natürlich auch die Gäste, die Eintrittskarten, Museumseditionen, Spenden und Workshops.
Und trotzdem hätten wir niemals den Mut gehabt alleine anzufangen. Und deshalb werden wir unseren Partnern ewig dankbar und immer verbunden sein.
Worauf ich jedoch hinauswill: Ich bin noch niemals in meinem Leben in ein Museum gegangen und habe als erstes gefragt: „Wer bezahlt das alles hier?“
Hast du schon einmal eine solche Frage gestellt?
Was denkst du, woran liegt es, dass wir das jede Woche mehrmals hören?
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Bild 3 Sonderschau Fibre Future Lab
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