Heute zeigt das Museum unterschiedliche Perspektiven auf die deutsch-sowjetische Geschichte im 20. Es ist in seiner multinationalen Trägerschaft in Deutschland einzigartig. An der Arbeit des Museums sind vier Nationen beteiligt: die Bundesrepublik Deutschland, die Russische Föderation, die Ukraine und die Republik Belarus. Als einziges Museum in Deutschland thematisiert es mit einer Dauerausstellu
ng den Vernichtungskrieg gegen die Sowjetunion von 1941 bis 1945. Dieser Krieg zählt wie der Völkermord an den europäischen Juden und die Ermordung weiterer Bevölkerungsgruppen zu den großen Verbrechenskomplexen des Nationalsozialismus, denen durch planmäßige Vernichtung Millionen Menschen zum Opfer fielen. Mit dem Akt der bedingungslosen Kapitulation im heutigen Museumsgebäude endete der Zweite Weltkrieg in Europa. Von 1945 bis 1949 diente das ehemalige Offizierskasino der Wehrmachtspionierschule als Sitz der Sowjetischen Militäradministration in Deutschland und darüber hinaus der Sowjetischen Kontrollkommission bis 1953. Nach unterschiedlicher Nutzung wurde 1967 in dem Gebäude das sogenannte Kapitulationsmuseum der Roten Armee in Deutschland eröffnet, das bis 1994 bestand. Seit 1995 ermöglicht das Museum am historischen Ort der bedingungslosen Kapitulation Begegnungen und Austausch über Geschichte und Erinnerung in Vergangenheit und Gegenwart. Das Museum Berlin-Karlshorst wird zu 100% von der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien gefördert.