Dokumentation Obersalzberg

Dokumentation Obersalzberg Idyll und Verbrechen - Die Dauerausstellung über die Geschichte des Obersalzbergs und die NS-Zeit.
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Die Dokumentation Obersalzberg ist ein Lern- und Erinnerungsort in Berchtesgaden. Das Museum informiert über die Geschichte des Obersalzberges, dem ehemaligen Wohnort Adolf Hi**ers und Machtzentrum der NS-Diktatur. Die Ausstellung mit den historischen Bunkeranlagen zeigt, wie in der idyllischen Berglandschaft Massenverbrechen geplant und angeordnet wurden. Wechselausstellungen, Vorträge und Verans

taltungen sowie ein umfangreiches Bildungsprogramm bieten ein breites Vermittlungsangebot. Die fachliche Betreuung und Leitung obliegen dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Wegen Umbauarbeiten ist die Dokumentation Obersalzberg in den nächsten Monaten leider geschlossen.

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The Dokumentation Obersalzberg is a place of learning and remembrance in Berchtesgaden. The museum informs about the history of Obersalzberg, the former residence of Adolf Hi**er and center of power of the National Socialist dictatorship. The exhibition with the historic bunkers shows how mass crimes were planned and ordered in the idyllic mountain landscape. Temporary exhibitions, lectures and events as well as an comprehensive educational program offer a wide range of learning opportunities. The Leibniz Institute for Contemporary History in Munich is responsible for the professional supervision and management. Due to construction work, the Obersalzberg Documentation will unfortunately be closed for the next few months.

03/09/2026

Der Hintersee in Ramsau, liegt nur wenige Kilometer vom Obersalzberg entfernt. Adolf Hi**er besuchte hier mehrmals das Hotel Post. Der Besitzer und Hi**er kannten sich aus dem Ersten Weltkrieg.

In unmittelbarer Nachbarschaft lebte damals Ida Meister. In den Augen der N***s war sie eine Jüdin, da sie jüdische Eltern hatte. Ihr Mann galt hingegen als „Arier“. Die sogenannte „Mischehe“ schützte Ida Meister vor der Verfolgung, doch konnte sie nicht wissen, ob und wann auch sie Opfer werden würde.

Dies zeigt ein Brief der Berchtesgadener NSDAP von Dezember 1938. Darin jubilieren die lokalen N***s, dass der Landkreis „judenfrei“ sei. Im Zuge der Reichspogromnacht im November habe man alle Jüdinnen und Juden „zum Teufel gejagt“. Lediglich Ida Meister störte den antisemitischen Freudentaumel, aber auch sie werde man noch "wegbekommen".

In dieser Unsicherheit halfen die Nachbar*innen. Laut Zeitzeug*innen wurde Ida Meister jedes Mal in Heustadeln und Ställen versteckt, wenn die Gestapo im Ort gesichtet wurde. Inwieweit die Erzählungen stimmen, lässt sich heute nicht mehr en détai beweisen. Sicher ist aber, dass die N***s Ida Meister im Blick hatten und sie jederzeit mit Repressalien rechnen musste. Dennoch gelang es ihr die die NS-Zeit am Hintersee zu überstehen, wo sie bis zu ihrem Tod 1971 lebte.

Bilder: privat

01/09/2026

Wir sind ein lebendiges Museum. Das spürt man vor allem in unserem Bildungszentrum. Jedes Jahr kommen mehr als tausend Gruppen zu uns. Viele Schulklassen setzen sich hier mit den Schicksalen der Opfer auseinander oder diskutieren Rechtsextremismus heute.

Auch Angehörige der Bundeswehr, Polizei oder medizinischer Berufe arbeiten bei uns mit Geschichte. Dabei geht es um die Verantwortung für unsere Demokratie und um ethische Fragen ihres Berufs.

Gerade hier am Obersalzberg zeigen wir Haltung - gegen Rassismus und Ausgrenzung.

Pride Festival Salzburg: Workshops gegen rechte Hetze und Antisemitismus📢 Workshop Rechtsextremismus unter der Lupe📆 Mo ...
28/08/2026

Pride Festival Salzburg: Workshops gegen rechte Hetze und Antisemitismus

📢 Workshop Rechtsextremismus unter der Lupe
📆 Mo 31. August 2026, 10 - 13 Uhr

📢 Workshop Antisemitismus damals und heute
📆 Di 1. September 2026, 10 - 13 Uhr

Beide Workshops finden in den Räumen der HOSI Salzburg, Paris-Lodron-Straße 15, statt. Anmeldung unter: [email protected]
Teilnahme kostenlos.

Gegen Hass. Für Vielfalt 🌈
In den Workshops lernen wir, rechtsextreme Codes, Ideologien und antisemitische Bilder zu erkennen, einzuordnen und Handlungsmöglichkeiten zu stärken.
Wir freuen uns auf euch!

Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter ...
25/08/2026

Durch die bevorstehenden Wahlen stehen Gedenkstätten, Erinnerungsorte, Museen und andere demokratierelevante Orte unter politischem und gesellschaftlichem Druck.

Viele Akteur*innen stören sich an erinnerungspolitischer Arbeit, weil sie ihrer geschichtsrevisionistischen Agenda widerspricht. Rechtsextremist*innen wollen deutsche Geschichte für ihre Zwecke umdeuten und verklären. Gedenkstätten sind für sie gefährlich, denn sie arbeiten faktenbasiert, stehen für ein kritisches Geschichtsbewusstsein und setzen sich für demokratische Werte und die Unverhandelbarkeit von Menschenrechten ein.

24/08/2026

Wir sind hier im Zauberwald bei Ramsau, einem Naturdenkmal unweit des Obersalzbergs. Vor wenigen Tagen wurden hier zwei Nebelfässer aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt und geborgen.

Die Fässer dienten dazu, den Obersalzberg bei Fliegerangriffen mit künstlichem Nebel zu verhüllen. Dafür wurde 1943 die 600 Mann starke SS-Nebelabteilung Obersalzberg gebildet. Mit Pressluft wurde eine ätzende, giftige Flüssigkeit versprüht, die den künstlichen Nebel erzeugte.

Beim Luftangriff auf den Obersalzberg am 25. April 1945 kam der Befehl zur Vernebelung jedoch zu spät.

Die Nebelfässer wurden beim Anrücken der Alliierten von der SS in den Zauberwald geworfen. 80 Jahre später wurden nun zwei dieser Fässer wiederentdeckt.

Heute hatten wir besonderen Besuch! Judith Hoersch – vielen bekannt als Lena Lorenz aus der gleichnamigen ZDF- und ORF-S...
21/08/2026

Heute hatten wir besonderen Besuch! Judith Hoersch – vielen bekannt als Lena Lorenz aus der gleichnamigen ZDF- und ORF-Serie – war bei uns in der Dokumentation Obersalzberg zu Besuch und hat sich unsere Ausstellung „Idyll und Verbrechen“ angesehen.
Schön, dass du da warst, Judith Hoersch

Halle 2019: Eine Tür, die standhieltDas Foto der Eingangstür mit Einschusslöchern ist ein eindrückliches Motiv unserer S...
20/08/2026

Halle 2019: Eine Tür, die standhielt

Das Foto der Eingangstür mit Einschusslöchern ist ein eindrückliches Motiv unserer Sonderausstellung „Rechtsterrorismus. Verschwörung und Selbstermächtigung 1945 bis heute“.

Am 9. Oktober 2019, dem höchsten jüdischen Feiertag Jom Kippur, versuchte ein rechtsterroristischer Attentäter mit Waffengewalt und Sprengsätzen in die Synagoge in Halle einzudringen, um die dort versammelten Menschen zu ermorden. Die Tür hielt dem Angriff stand. Der Täter ermordete daraufhin außerhalb der Synagoge Jana L. und Kevin S. und verletzte weitere. Der Täter wurde zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt.

Die beschädigte Tür diente als Beweismittel, bevor sie an die Jüdische Gemeinde zurückgegeben wurde. Die Tür ist heute Teil eines Mahnmals im Innenhof der Synagoge.

Die Sonderausstellung könnt ihr noch bis 27. September bei uns in der Doku Obersalzberg besuchen.

Foto: picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild / Jan Woitas

Wir laden gemeinsam mit der HOSI Salzburg, dem Literaturhaus Salzburg, der Rupertus Buchhandlung und FGDD der Paris Lodr...
18/08/2026

Wir laden gemeinsam mit der HOSI Salzburg, dem Literaturhaus Salzburg, der Rupertus Buchhandlung und FGDD der Paris Lodron Universität Salzburg im Rahmen des Pride Festival Salzburg zur Lesung "Sicher sind wir nicht geblieben. Jüdischsein in Deutschland" mit der Autorin Laura Cazés ein:

📆 30. August / 10 Uhr
📍HOSI Salzburg (Paris-Lodron-Straße 15, 5020 Salzburg)
📢Eintritt ist frei. Anmeldung unter: [email protected]

In dem 2022 erschienenen Buch „Sicher sind wir nicht geblieben. Jüdisch sein in Deutschland“ versammelt Laura Cazés zwölf Texte jüdischer Autor*innen. Sehr persönlich schreiben sie über ihr Leben in Deutschland – über Zuschreibungen, Erwartungen, Schmerz, Wut, Hoffnung und Selbstbehauptung.

Im Gespräch mit Laura Cazés geht es auch um die Aktualität des Buches: Wie hat sich jüdisches Leben in Deutschland verändert – und wie haben sich die gesellschaftlichen Debatten entwickelt?

Wir freuen uns auf euch!

12/08/2026

Die kleine Gemeinde Ramsau liegt idyllisch in den Berchtesgadener Alpen – nur wenige Kilometer vom Obersalzberg entfernt. Schon während der NS-Zeit war das Dorf ein beliebtes Ausflugsziel. Auch dieses Foto scheint eine junge Urlauberin zu zeigen. Doch der Schein trügt: Irena Pancová wurde 1942 in ihrem Heimatort in Tschechien im Alter von 18 Jahren vom deutschen Arbeitsamt zwangsverpflichtet. Sie ging davon aus, als Erntehelferin in Tschechien eingesetzt zu werden. Stattdessen wurde sie nach Ramsau gebracht.

Ihr Arbeitsort war das Hotel Hochkalter. Dort musste sie täglich 14 Stunden als Küchenhilfe und Zimmermädchen arbeiten. Freie Tage gab es nur selten. Untergebracht war sie in einer kleinen Kammer am Dachboden des Hotels.

Für Irena war es ein Schock gegen ihren Willen in einem Land zu sein, dessen Sprache sie nicht kannte. Im Hotel Hochkalter, und in Ramsau, war Irena nicht die einzige Zwangsarbeiterin: In der benachbarten Metzgerei, der Bäckerei, dem Sägewerk und den umliegenden Bauernhöfen waren Zwangsarbeiter*innen aus verschiedenen Ländern eingesetzt. Erst mit dem Kriegsende 1945 war Irenas Leidenszeit vorbei.
Ihre Erinnerungen an diese Zeit teilt sie in unserer Ausstellung "Idyll und Verbrechen".

Fotos: Deutsch-Tschechischer Zukunftsfonds/Cesko-nemecký fond budoucnosti

10/08/2026

Kann man Kindern ab 8 Jahren die Geschichte des Nationalsozialismus vermitteln? Die Dokumentation Obersalzberg hat dafür einen neuen, speziell entwickelten Audiorundgang geschaffen. 👧🎧

Dabei erfahren sie unter anderem, warum der Obersalzberg für das NS-Regime eine besondere Bedeutung hatte und welche Folgen die dort getroffenen Entscheidungen für viele Menschen hatten.

An 16 ausgewählten Stationen der Dauerausstellung „Idyll und Verbrechen“ vermitteln Ulli und Marina die Geschichte des Obersalzbergs während der Zeit des Nationalsozialismus in verständlicher Sprache. 🎧📚

Dabei werden auch schwierige Themen wie Ausgrenzung und Verfolgung aufgegriffen. Der Rundgang ist so gestaltet, dass Kinder ernst genommen, aber nicht mit zu vielen Details überfordert werden. Explizite Gewaltdarstellungen gibt es nicht.

🔦🏛️ Der Rundgang endet auch in der historischen Bunkeranlage und bietet viele Anknüpfungspunkte, um anschließend gemeinsam über das Gesehene und Gehörte zu sprechen. 💬💭

🎧 Der Mediaguide ist kostenlos als Leihgerät oder per App verfügbar.
👧 Empfohlen für Kinder ab 8 Jahren in Begleitung einer erwachsenen Bezugsperson.
🎟 Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre haben freien Eintritt.

Adresse

Salzbergstraße 41
Berchtesgaden
83471

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
Freitag 09:00 - 17:00
Samstag 09:00 - 17:00
Sonntag 09:00 - 17:00

Telefon

+498652947960

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