Dokumentation Obersalzberg

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Dokumentation Obersalzberg Idyll und Verbrechen - Die Dauerausstellung über die Geschichte des Obersalzbergs und die NS-Zeit.
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Die Dokumentation Obersalzberg ist ein Lern- und Erinnerungsort in Berchtesgaden. Das Museum informiert über die Geschichte des Obersalzberges, dem ehemaligen Wohnort Adolf Hi**ers und Machtzentrum der NS-Diktatur. Die Ausstellung mit den historischen Bunkeranlagen zeigt, wie in der idyllischen Berglandschaft Massenverbrechen geplant und angeordnet wurden. Wechselausstellungen, Vorträge und Veranstaltungen sowie ein umfangreiches Bildungsprogramm bieten ein breites Vermittlungsangebot. Die fachliche Betreuung und Leitung obliegen dem Institut für Zeitgeschichte München-Berlin. Wegen Umbauarbeiten ist die Dokumentation Obersalzberg in den nächsten Monaten leider geschlossen.

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The Dokumentation Obersalzberg is a place of learning and remembrance in Berchtesgaden. The museum informs about the history of Obersalzberg, the former residence of Adolf Hi**er and center of power of the National Socialist dictatorship. The exhibition with the historic bunkers shows how mass crimes were planned and ordered in the idyllic mountain landscape. Temporary exhibitions, lectures and events as well as an comprehensive educational program offer a wide range of learning opportunities. The Leibniz Institute for Contemporary History in Munich is responsible for the professional supervision and management. Due to construction work, the Obersalzberg Documentation will unfortunately be closed for the next few months.

09/10/2026

Im innersten Kreis des „Führersperrgebiets“: Ein streng gesicherter Ort
Nur wenige Meter von der Dokumentation Obersalzberg entfernt steht diese Mauer. Sie gehörte zu einer Wachstation mit Tor und SS-Wachen. Dahinter lag die Parteikanzlei, von dort waren es nur noch rund 300 Meter bis zu Hi**ers Berghof. Hier befand sich der innerste Bereich des „Führersperrgebiets“ – ein Ort, zu dem nur wenige Menschen Zutritt hatten.

06/10/2026

Bunte Blätter, warme Sonnenstrahlen und blauer Himmel: perfektes Wetter für einen Besuch bei uns in der Doku, den ihr wunderbar mit einem Herbstspaziergang verbinden könnt. Wir freuen uns auf euch!

01/10/2026

Die Mauerreste hier am Obersalzberg sind das Fundament des "Kampfhäusls". Der Parteilegende der NS-Propaganda nach soll Adolf Hi**er hier in dieser Blockhütte im Wald den zweiten Band von „Mein Kampf“ geschrieben haben.

Den ersten Band schrieb er bereits 1924 in Landsberg am L**h im Gefängnis – er war für kurze Zeit wegen des gescheiterten Putschversuchs 1923 inhaftiert worden.

Den zweiten Band schrieb Hi**er auch definitiv am Obersalzberg – jedoch nicht in dieser romantischen Waldhütte, sondern in luxuriösen Hotelzimmern am Obersalzberg bzw. unten in Berchtesgaden.

„Mein Kampf“ ist deshalb auch ein zentrales Objekt in unserer Ausstellung „Idyll und Verbrechen“. Nicht nur, weil es hier am Obersalzberg entstanden ist, sondern auch, weil man in „Mein Kampf“ bereits ab 1925 nachlesen konnte, wie radikal und brutal Hi**ers Weltanschauung war. Wir zeigen das auch mit ausgewählten Zitaten, die dann wenige Jahre später, ab 1933, so in die Tat umgesetzt wurden.

Bildnachweise:
Hi**er vor dem "Kampfhäusl": © Helene Bechstein/Bayerische Staatsbibliothek
Postkarte "Kampfhäusl": Dokumentation Obersalzberg

29/09/2026

Am Ende der Ausstellung: Stimmen der Überlebenden
Der Epilog bildet den Abschluss des Rundgangs durch die Bunkeranlage. Hier erhalten Überlebende der Verfolgung durch das NS-Regime das letzte Wort in unserer Ausstellung „Idyll und Verbrechen“. An Soundstationen regen ihre Statements uns dazu an, aus der Vergangenheit zu lernen und über unsere Gegenwart nachzudenken. Sie stellen uns die Frage: Was können wir tun, damit so etwas nie wieder passiert.

Geschichte dort hören, wo sie stattgefunden hat. 🎧In Schönau am Königssee erinnert ein rund vier Kilometer langer Audiow...
29/09/2026

Geschichte dort hören, wo sie stattgefunden hat. 🎧

In Schönau am Königssee erinnert ein rund vier Kilometer langer Audioweg an Menschen aus der Region, die während der Zeit des Nationalsozialismus verfolgt wurden. An vier Stationen erzählen Audiobeiträge die Lebensgeschichten von Anna Grassl, Dora Reiner und der Familie Moderegger.

Die Beiträge kannst du direkt vor Ort über QR-Codes an den metallenen Stelen abrufen. So verbindet der etwa einstündige Rundweg einen Spaziergang durch Schönau am Königssee mit lokaler Geschichte und Erinnerung. 📱🎧

Entwickelt wurde der Audioweg von Schülerinnen und Schülern des Gymnasiums Berchtesgaden gemeinsam mit der Obersalzberg. Sie recherchierten historische Quellen, gestalteten die Stelen und produzierten die Audiobeiträge selbst. 🏫

📍 Schönau a. Königssee Tourismus
🥾 4 km | ca. 1 Stunde | 50 Höhenmeter
🎧 4 Audiostationen

Der Audioweg ergänzt die Ausstellung „Idyll und Verbrechen“ der Dokumentation Obersalzberg und macht die Geschichten der Verfolgten an ihren früheren Lebens- und Wirkungsorten sichtbar und hörbar.

📸© Leonie Zangerl

[𝐫𝐞𝐜𝐚𝐩] Fortbildung an der Dokumentation ObersalzbergSeit 2023 präsentiert die Dokumentation Obersalzberg, eine Abteilun...
25/09/2026

[𝐫𝐞𝐜𝐚𝐩] Fortbildung an der Dokumentation Obersalzberg

Seit 2023 präsentiert die Dokumentation Obersalzberg, eine Abteilung des IfZ, im ehemaligen „Führersperrgebiet“ bei Berchtesgaden eine neue Dauerausstellung unter dem Leitmotiv „Idyll und Verbrechen“. Um die Arbeitsschwerpunkte und Herausforderungen der Dokumentation besser kennenzulernen, den Erfahrungsaustausch zwischen den Abteilungen zu fördern und Kooperationsmöglichkeiten auszuloten, organisierte das Zentrum für Holocaust-Studien im September eine Exkursion zum Obersalzberg. Auf dem Programm standen Führungen durch das Gelände und die Dauerausstellung, themenspezifische Workshops sowie eine Fahrt zum sogenannten Kehlsteinhaus.

Mehr über die zweitägige Fortbildung erfahrt ihr im Bericht unserer studentischen Hilfskraft Julian Federl: https://shorturl.at/ceyPg

Say Their Names: Gedenken an die Betroffenen von HanauAm Abend des 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau be...
22/09/2026

Say Their Names: Gedenken an die Betroffenen von Hanau

Am Abend des 19. Februar 2020 ermordete ein Attentäter in Hanau bei einem rechtsterroristischen und rassistischen Anschlag neun Menschen und verletzte sechs weitere teils schwer. Einer der Schwerverletzten starb im Januar 2026 an den Folgen der Tat.

Nach dem Anschlag gründete sich die Initiative 19. Februar Hanau, die seitdem mit Plakaten, Kundgebungen oder im Internet deutschlandweit den Betroffenen gedenkt und ein härteres Vorgehen gegen Rechtsextremismus und Rassismus fordert.

Nicht der Täter soll im Mittelpunkt stehen, sondern die Betroffenen. Deshalb nennt das Poster bewusst die Namen der Ermordeten und zeigt ihre Gesichter – denn hinter jedem Schicksal steht ein Mensch. Ihre Namen und ihre Geschichten dürfen nicht vergessen werden.

Das Poster zum Gedenken an den Anschlag in Hanau ist eines von vielen Ausstellungsstücken der Sonderausstellung „Rechtsterrorismus“. Die Ausstellung ist noch bis zum 27. September 2026 bei uns zu sehen - schaut vorbei!

15/09/2026

Hi**ers Hofstaat: Albert Speer

Am Obersalzberg lebten Hi**ers engste Vertraute – darunter auch Albert Speer. 1938 zog er dort mit seiner Familie in eine Villa, die zuvor den jüdischen Eigentümen geraubt worden war.

Speer war einer der wichtigsten Architekten des NS-Regimes. Er entwarf gigantische Umbaupläne unter anderem für Berlin. Aber das war nicht seine einzige Funktion. Ab 1942 leitete er als Rüstungsminister die Kriegswirtschaft und verantwortete den massenhaften Einsatz von KZ-Häftlingen und Zwangsarbeiter*innen.

Nach dem Krieg wurde Speer wegen Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu nur 20 Jahren Haft verurteilt. Bereits beim Gerichtsprozess inszenierte er sich erfolgreich als geläuterter, „unwissender“ Nationalsozialist und prägte den Mythos vom „guten Nazi“. Darauf konnte er auch nach seiner Haftentlassung zurückgreifen - er veröffentlichte zahlreiche Bücher und war gerngesehener Zeitzeuge bei Interviews. Speer starb 1981 nach einem BBC-Interview in London. Tatsächlich war Speer nicht nur Hi**ers Architekt, sondern ein zentraler Mitgestalter und Mitverantwortlicher der NS-Verbrechen.

Bild 1, 2, 4: National Archives and Records Administration
Bild 3: © Heinrich Hoffmann/Bayerische Staatsbibliothek
Bild 5: US Army Signal Corps 19 / Harvard Law Library
Bild 6: Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände / Winfried Rabanus

08/09/2026

Das Kehlsteinhaus wurde als Ausflugsziel für die sogenannte „Berghof-Gesellschaft“ erbaut -also für die Personen, die neben Adolf Hi**er am Obersalzberg wohnten.

Der Diktator selbst fuhr nur wenige Male hinauf, v.a. um Staatsgäste mit dem Ausblick zu beeindrucken. Viel häufiger nutzten hingegen die Frauen und Kinder der Berghof-Gesellschaft das Haus für Tagesausflüge.

Dementsprechend war das Kehlsteinhaus auch eingerichtet: Neben einer Eingangshalle und einem Esszimmer beeindruckte die Große Halle mit einem großen Kamin, rotem Marmor und Eichenholzdecken. Hier feierte Eva Brauns Schwester am 3. Juni 1944 ihre Hochzeit mit einem SS-Offizier.

Während die Hochzeitsgäste im Kehlsteinhaus tanzten, wurde in Auschwitz gemordet: Eine per Telegramm gesendete Zwischenbilanz am 4. Juni 1944 berichtete von einer Viertelmillion ungarischer Jüdinnen und Juden, die seit der Besetzung Ungarns nach Auschwitz deportiert worden waren – viele von ihnen wurden unmittelbar nach ihrer Ankunft ermordet.

Bilder:
© Heinrich Hoffmann/Bayerische Staatsbibliothek
Yad Vashem Photo Archive, FA268

03/09/2026

Der Hintersee in Ramsau, liegt nur wenige Kilometer vom Obersalzberg entfernt. Adolf Hi**er besuchte hier mehrmals das Hotel Post. Der Besitzer und Hi**er kannten sich aus dem Ersten Weltkrieg.

In unmittelbarer Nachbarschaft lebte damals Ida Meister. In den Augen der N***s war sie eine Jüdin, da sie jüdische Eltern hatte. Ihr Mann galt hingegen als „Arier“. Die sogenannte „Mischehe“ schützte Ida Meister vor der Verfolgung, doch konnte sie nicht wissen, ob und wann auch sie Opfer werden würde.

Dies zeigt ein Brief der Berchtesgadener NSDAP von Dezember 1938. Darin jubilieren die lokalen N***s, dass der Landkreis „judenfrei“ sei. Im Zuge der Reichspogromnacht im November habe man alle Jüdinnen und Juden „zum Teufel gejagt“. Lediglich Ida Meister störte den antisemitischen Freudentaumel, aber auch sie werde man noch "wegbekommen".

In dieser Unsicherheit halfen die Nachbar*innen. Laut Zeitzeug*innen wurde Ida Meister jedes Mal in Heustadeln und Ställen versteckt, wenn die Gestapo im Ort gesichtet wurde. Inwieweit die Erzählungen stimmen, lässt sich heute nicht mehr en détai beweisen. Sicher ist aber, dass die N***s Ida Meister im Blick hatten und sie jederzeit mit Repressalien rechnen musste. Dennoch gelang es ihr die die NS-Zeit am Hintersee zu überstehen, wo sie bis zu ihrem Tod 1971 lebte.

Bilder: privat

Adresse

Salzbergstraße 41
Berchtesgaden
83471

Öffnungszeiten

Montag 09:00 - 17:00
Dienstag 09:00 - 17:00
Mittwoch 09:00 - 17:00
Donnerstag 09:00 - 17:00
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Samstag 09:00 - 17:00
Sonntag 09:00 - 17:00

Telefon

+498652947960

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