Museum Frieder Burda

Museum Frieder Burda One of Europe‘s most prestigious private museums for Classical Modernism and Contemporary Art. Am 23. November 2024 beginnt die neue Ausstellung YOSH*TOMO NARA
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05/09/2026

Wie Licht, das durch ein Kirchenfenster fällt.
In Simon Hantaïs „Tabula“ von 1976 verbinden sich Blau, Grün, Türkis, Grau und Schwarz. Weiße Linien durchziehen die Leinwand und gliedern sie in ein unregelmäßiges Raster. Die Farben leuchten wie farbiges Glas im Tageslicht.

Die Wirkung erinnert an ein Kathedralfenster. 1968 hatte Hantaï die von Henri Matisse gestaltete Rosenkranzkapelle in Vence besucht. Das Zusammenspiel aus farbigem Licht, weißen Flächen und schwarzen Linien begleitete ihn weiter.

Ultramarinblau und Flaschengrün greifen die Farben der Fenster auf. Die weißen Rasterlinien verstärken ihre Leuchtkraft. In der „Tabula“ scheint das Licht aus der Leinwand selbst zu kommen.

„Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ ist noch bis zum 10. Januar 2027 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen.
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Like light falling through a stained-glass window.
In Simon Hantaï’s 1976 “Tabula,” blue, green, turquoise, gray, and black come together. White lines run across the canvas, dividing it into an irregular grid. The colors glow like colored glass in daylight.

The effect recalls a cathedral window. In 1968, Hantaï visited the Rosary Chapel in Vence, designed by Henri Matisse. The interplay of colored light, white surfaces, and black lines stayed with him. Ultramarine blue and bottle green echo the colors of the chapel’s windows. The white grid lines intensify their luminosity. In the “Tabula,” the light seems to emanate from the canvas itself.

“Unfolding Color. Simon Hantaï” is on view at Museum Frieder Burda in Baden-Baden until January 10, 2027.

Simon Hantaï, Tabula, 1976, Acryl auf Leinwand / Acrylic on canvas, 262,5 x 462 cm, Privatsammlung © Archives Simon Hantaï / VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Mit der Pliage verändert Simon Hantaï Anfang der 1960er-Jahre nicht nur seine Arbeitsweise, sondern auch die Rolle des K...
04/09/2026

Mit der Pliage verändert Simon Hantaï Anfang der 1960er-Jahre nicht nur seine Arbeitsweise, sondern auch die Rolle des Künstlers im Entstehungsprozess.

Er faltet und knittert die ungrundierte Leinwand, bevor er Farbe auf die noch zugänglichen Stellen aufträgt. Während des Malens bleibt ein Teil des Stoffes verborgen. Wie das fertige Bild aussehen wird, kann Hantaï deshalb nicht vollständig kontrollieren. Erst beim Entfalten wird sichtbar, was aus dem Zusammenspiel von Faltung, Farbe, unbemalter Leinwand und Zufall entstanden ist.

Das Falten wird so zu einer Möglichkeit, als Künstler selbst zurückzutreten. Nicht eine vorab festgelegte Komposition bestimmt das Bild, sondern ein Verfahren, das Hantaï immer wieder verändert und weiterentwickelt.

In unserer Ausstellung „Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ lässt sich verfolgen, wie aus diesem Prinzip über Jahrzehnte immer neue Bildräume entstehen von den Mariales über die Meuns und Études bis zu den Blancs und Tabulas.

„Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ bis 10. Januar 2027 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden.

Simon Hantaï in seinem Atelier in Meun, 1976 © Archives Simon Hantaï/ VG Bild-Kunst, Bonn 2026 Foto: Édouard Boubat / VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Hantaïs Arbeiten sind eng mit seiner Biografie und seiner künstlerischen Praxis verbunden. Historische Fotografien, die ...
02/09/2026

Hantaïs Arbeiten sind eng mit seiner Biografie und seiner künstlerischen Praxis verbunden. Historische Fotografien, die in der Ausstellung neben den Wandtexten zu sehen sind, geben Einblicke in sein Atelier, seine Arbeitsweise und sein persönliches Umfeld.

Ergänzende Abbildungen setzen einzelne Werke in Beziehung zu ihren Inspirationsquellen und formalen Bezügen. Sie zeigen etwa Hantaïs Auseinandersetzung mit der Leinwand als textilem Bildträger und ihre Verbindung zu Madonnendarstellungen sowie seine Begeisterung für die Scherenschnitte Henri Matisses.

„Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ ist noch bis zum 10. Januar 2027 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen.

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Hantaï’s work is closely connected to his biography and artistic practice. Historical photographs displayed alongside the wall texts offer insights into his studio, working methods, and personal environment.
Additional images place individual works in relation to their sources of inspiration and formal references. They reveal, for example, Hantaï’s engagement with the canvas as a textile and its connection to depictions of the Madonna, as well as his enthusiasm for Henri Matisse’s paper cutouts.

“Unfolding Color. Simon Hantaï” is on view at Museum Frieder Burda in Baden-Baden through January 10, 2027.

Simon Hantaï, Meun, 1968, Öl auf Leinwand, 230 x 205 cm, Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain (MAMAC) - Ville de Nice © Archives Simon Hantaï / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Museum Frieder Burda / Jigal Fichtner

„Was für eine tolle Ausstellung voller Farben 😍“Jennifer Düing auf Instagram über unsere aktuelle Ausstellung „Entfaltun...
01/09/2026

„Was für eine tolle Ausstellung voller Farben 😍“

Jennifer Düing auf Instagram über unsere aktuelle Ausstellung „Entfaltung der Farbe. Simo Hantaï“ (bis 10.1.2027)

“What a wonderful exhibition, full of colors 😍”

Jennifer Düing on Instagram about our current show “Unfolding Color: Simo Hantaï” (on view until 10/01/2027)

Simon Hantaï, Meun, 1967, Öl auf Leinwand / Oil on canvas, 244 x 206 cm, Collection Carré d’ Art, Musée d’Art contemporain de Nîmes © Archives Simon Hantaï, VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Museum Frieder Burda, Foto: Jigal Fichtner

„Eine wunderbare Ausstellung, die auch die textilen Qualitäten von Leinwand aufzeigt, und mit dem Museum Friede Burda ei...
30/08/2026

„Eine wunderbare Ausstellung, die auch die textilen Qualitäten von Leinwand aufzeigt, und mit dem Museum Friede Burda einen perfekten Ausstellungsort hat! 👏“ – vorbeibird auf Instagram über unsere aktuelle Ausstellung „Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ (bis 10.1.2027)

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“A wonderful exhibition that also showcases the textile qualities of canvas, and the Museum Frieder Burda is the perfect venue for it! 👏” – vorbeibird on Instagram about our current show “Unfolding Color: Simon Hantaï” (on view until 10/01/2027)


Simon Hantaï, Tabula, 1980, Acryl auf Leinwand, 236 x 392 cm Privatsammlung UK, Courtesy Timothy Taylor © Archives Simon Hantaï / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Museum Frieder Burda, Baden-Baden / Jigal Fichtner

29/08/2026

Ein Ausflug mit der Familie führte Simon Hantaï nach Meun, ein kleines Dorf am Wald von Fontainebleau. 1966 zog er mit seiner Frau Zsuzsa und den Kindern dorthin. Der Ort gab einer neuen Werkgruppe ihren Namen: den „Meuns“.
Für diese Arbeiten knotete Hantaï die Leinwand an den vier Ecken und in der Mitte zusammen und trug anschließend eine einzige Farbe auf. Beim Entfalten erschienen zwischen den bemalten Partien große weiße Flächen. Sie öffnen die Formen, durchziehen sie wie helle Schnitte und bringen Farbe und Leinwand in Bewegung.
Auch die Umgebung von Meun fand Eingang in die Bilder: zunächst die Grün-, Grau- und Brauntöne des Waldes und der Felsen von Fontainebleau, später kräftiges Blau, Orange und Violett.
Der britische Kunsthistoriker Jeremy Lewison spricht über die „Meuns“ und darüber, wie der Umzug aus Paris Hantaïs Arbeit veränderte.
„Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ ist noch bis zum 10. Januar 2027 im Museum Frieder Burda zu sehen.
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A family outing brought Simon Hantaï to Meun, a small village near the Forest of Fontainebleau. In 1966, he moved there with his wife Zsuzsa and their children. The village gave its name to a new series of works: the “Meuns”.
For these works, Hantaï knotted the canvas at its four corners and in the centre before applying a single colour. When the canvas was unfolded, large white areas appeared between the painted sections. They open up the forms, run through them like bright cuts and set both colour and canvas in motion.
The surroundings of Meun also found their way into the paintings: initially through the greens, greys and browns of the forest and rocks of Fontainebleau, and later through vibrant blue, orange and violet.
British art historian Jeremy Lewison discusses the “Meuns” and how the move away from Paris changed Hantaï’s work.
“Unfolding Color. Simon Hantaï” is on view at Museum Frieder Burda until 10 January 2027.

Simon Hantaï, Meun, 1968, Öl auf Leinwand, 230 x 205 cm, Musée d’Art Moderne et d’Art Contemporain (MAMAC) - Ville de Nice ©️ Archives Simon Hantaï / VG Bild-Kunst, Bonn 2026

Der Katalog zu „Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ greift Hantaïs besondere Beziehung zum Stoff bereits im Einband auf:...
27/08/2026

Der Katalog zu „Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ greift Hantaïs besondere Beziehung zum Stoff bereits im Einband auf: Die textile Oberfläche des Einbands macht ihn zu einem haptischen Objekt und stimmt auf eine Ausstellung ein, in der gefaltete, geraffte und geknotete Leinwände im Mittelpunkt stehen.
Auf 180 reich bebilderten Seiten versammelt der Katalog die Werke der Ausstellung und führt in Hantaïs Arbeitsweise, seine künstlerischen Bezüge und die Entwicklung der Pliage ein. Ein Buch zum Nachlesen, Wiederentdecken und Anschauen.

Der Ausstellungskatalog ist im Hirmer Verlag auf Deutsch und Englisch erschienen und für 39 Euro exklusiv in unserem Concept Store erhältlich.

Die Ausstellung „Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ ist noch bis zum 10. Januar 2027 im Museum Frieder Burda in Baden-Baden zu sehen.
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The catalogue for “Unfolding Color. Simon Hantaï” reflects Hantaï’s particular relationship with fabric in its cover design: The textile surface makes it a tactile object and sets the tone for an exhibition centred on folded, gathered, and knotted canvases.
Across 180 richly illustrated pages, the catalogue brings together the works in the exhibition and explores Hantaï’s working methods, his artistic references, and the development of the Pliage. A book to read, rediscover, and look through.

Published by Hirmer Verlag in German and English, the exhibition catalogue is available exclusively at our Concept Store for €39.

The exhibition “Unfolding Color. Simon Hantaï” is on view at Museum Frieder Burda in Baden-Baden through January 10, 2027.

Für die „Études“ faltete Simon Hantaï die Leinwand vollständig und bemalte sie bis zu den Rändern mit einer einzigen Far...
26/08/2026

Für die „Études“ faltete Simon Hantaï die Leinwand vollständig und bemalte sie bis zu den Rändern mit einer einzigen Farbe. Beim Entfalten erschienen große, unregelmäßige weiße Formen. Sie durchschneiden den Bildraum und setzen die Farbe in Bewegung. Besonders die blaue „Étude“ erinnert mit ihrem dichten Wechsel aus Blau und Weiß an einen Schwarm umherfliegender Schmetterlinge.
Der Titel „Étude“ stammt aus der Musik und bezeichnet ein Stück, an dem eine bestimmte Technik geübt wird. Musik begleitete Hantaï seit seiner Kindheit, vor allem Bach und Schütz. Von Cézanne und Matisse übernahm er den Gedanken, dass bemalte und unbemalte Flächen miteinander atmen. Das Weiß ist Teil der Malerei.

„Entfaltung der Farbe. Simon Hantaï“ ist noch bis zum 10. Januar 2027 zu sehen.

Welche „Études“ würdet ihr gern als Erstes im Original sehen?
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For the “Études”, Simon Hantaï folded the entire canvas and painted it in a single color, right up to the edges. When unfolded, large, irregular white forms appeared. They cut through the pictorial space and set the color in motion. With its dense interplay of blue and white, the blue “Étude” is particularly reminiscent of a swarm of butterflies in flight.
The title “Étude” comes from music and refers to a piece used to practise a particular technique. Music accompanied Hantaï from childhood, especially the works of Bach and Schütz. From Cézanne and Matisse, he adopted the idea that painted and unpainted areas should be allowed to breathe together. White is part of the painting.

“Unfolding Color. Simon Hantaï” is on view until January 10, 2027.

Which of the “Études” would you like to see in person first?

Simon Hantaï, Étude, 1968, Öl auf Leinwand, 230 × 203 cm, Privatsammlung; Étude pour Pierre Reverdy, 1969, Öl auf Leinwand, 276 × 240 cm, Musée d’Art moderne de Paris; Étude, 1969, Öl auf Leinwand, 273,2 × 236,5 cm, Fondation Gandur pour l’Art Fondation Gandur pour l'Art, Genf ©️ Archives Simon Hantaï / VG Bild-Kunst, Bonn 2026, Foto: Museum Frieder Burda / Jigal Fichtner

26/08/2026

Adresse

Lichtentaler Allee 8b
Baden-Baden
76530

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 18:00
Mittwoch 10:00 - 18:00
Donnerstag 10:00 - 18:00
Freitag 10:00 - 18:00
Samstag 10:00 - 18:00
Sonntag 10:00 - 18:00

Telefon

+497221398980

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