Staatliche Kunsthalle Baden-Baden

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Geruch als transformierende KraftGerüche können Erinnerungen wachrufen, Emotionen auslösen und unsere Wahrnehmung veränd...
26/08/2026

Geruch als transformierende Kraft

Gerüche können Erinnerungen wachrufen, Emotionen auslösen und unsere Wahrnehmung verändern.
Ausgangspunkt dieses Raums ist das „Dorothea-Fenster“ von 1513. Es zeigt die Heilige Dorothea mit einem Blumenkorb und einem Blumenkranz. Die Darstellung geht auf eine christliche Legende zurück, in der Blumen und ihr Duft zum Zeichen eines Wunders werden.
Für „Bloom up!“ hat sich Sissel Tolaas mit dem historischen Fenster, seiner Geschichte und seinen Herkunftsorten auseinandergesetzt. Daraus entstand „Thresholds In-Between Worlds“, eine neue Installation, in der Geruch selbst zum künstlerischen Medium wird.
Historisches Bild und zeitgenössische Geruchsinstallation verbinden so unterschiedliche Formen der Wahrnehmung und erzählen davon, wie Gerüche Erinnerungen, Vorstellungen und Geschichten über Jahrhunderte hinweg prägen können.

Sissel Tolaas, „Thresholds In-Between Worlds“, 2026

Hans Baldung Grien, Werkstatt Hans Gitschmann, genannt von Ropstein, „Dorothea-Fenster“, Freiburg im Breisgau, 1513, Inv. Nr. C 216

Peter Hemmel von Andlau, „Gotische Fialen“ und Gotischer Baldachin mit Blumen“, Straßburg / Konstanz, um 1480, Inv. Nr. C 6241 und C 6244

📷 Installation view, 2026 © Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Stefan Altenburger Photography, Zürich

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Wenn Natur politisch wirdJennifer Allora und Guillermo Calzadilla arbeiten seit 1995 als Künstlerduo. In ihrer Praxis un...
19/08/2026

Wenn Natur politisch wird

Jennifer Allora und Guillermo Calzadilla arbeiten seit 1995 als Künstlerduo. In ihrer Praxis untersuchen sie die Verflechtungen von Geschichte, Ökologie und Geopolitik.

„Penumbra“ (2020-22) führt in das Absalon-Tal auf Martinique. Eine digitale Animation rekonstruiert dort das Licht- und Schattenspiel des tropischen Waldes. An diesem Ort fanden 1941 Suzanne und Aimé Césaire gemeinsam mit Künstler*innen und Intellektuellen Zuflucht, die vor dem nationalsozialistischen Europa flohen.

In „Graft“ (2021) liegen tausende handbemalte Blüten eines rosa Trompetenbaums in unterschiedlichen Stadien des Verwelkens auf dem Boden. Ihre künstliche Schönheit verweist zugleich auf die fragile Vielfalt karibischer Ökosysteme und deren Veränderung durch koloniale Ausbeutung und Klimawandel.
Natur erscheint bei Allora & Calzadilla damit nicht als idyllischer Hintergrund, sondern als Ort, an dem Geschichte, Macht und ökologische Veränderungen sichtbar werden.

Allora & Calzadilla, „Penumbra“, 2020-22; „Graft“, 2021, Courtesy of the artists and Galerie Chantal Crousel, Paris

📷1 Jennifer Allora, Guillermo Calzadilla, 2021 © Marion Vogel
📷 2-5 Installation view, 2026 © Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Stefan Altenburger Photography, Zürich
📷6-10 © Badisches Landesmuseum, Hannes Deters

Von Blüten umgebenMenschen schaffen seit Jahrhunderten Orte, an denen Natur Schutz, Orientierung oder Zuflucht versprich...
14/08/2026

Von Blüten umgeben

Menschen schaffen seit Jahrhunderten Orte, an denen Natur Schutz, Orientierung oder Zuflucht verspricht.

In diesem Raum treffen die Arbeiten von Allora & Calzadilla auf mittelalterliche Architekturfragmente und ein römisches Gartenfresko. Sie führen an ganz unterschiedliche Orte: in einen Wald auf Martinique, in Kirchen und Klöster oder in eine römische Villa.

Blumen, Ranken und Landschaften werden dabei nicht einfach abgebildet. Sie werden gestaltet, in Stein übertragen, an Wände gemalt oder künstlich nachgebildet und mit Vorstellungen von Schutz, Paradies, Heimat oder Gemeinschaft verbunden.

Gleichzeitig zeigt der Raum, dass Natur nie nur Kulisse ist: Sie wird geformt, genutzt und verändert – mit Folgen, die bis in die Gegenwart reichen.

Allora & Calzadilla, „Penumbra“, 2020-22; „Graft“, 2021, Courtesy of the artists and Galerie Chantal Crousel, Paris

„Doppelkapitell mit Heckenrosen“, Kloster Schwarzach, um 1220–30, Inv. Nr. V 19597
„Doppelkapitell mit Pflanzen und Fratzen“, Kloster Schwarzach, um 1220–30, Inv. Nr. C 94
„Schlussstein mit Blüte eines Korbblütlers“, um 1240, Inv. Nr. C 6844
„Architekturfragment mit Pfingstrosen“, Oberrhein, um 1300, Inv. Nr. 71/50
„Fresko mit Margeritenstrauch und Reiher“, Italien, um 60 n. Chr., Inv. Nr. 75/24, 75/23, 75/8

📷 1-4 Installation view, 2026 © Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Stefan Altenburger Photography, Zürich

📷 5-8 © Badisches Landesmuseum, Hannes Deters

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SAVE THE DATE: Blaue StundeWenn der Tag langsam in den Abend übergeht, bleiben unsere Türen noch ein bisschen länger off...
12/08/2026

SAVE THE DATE: Blaue Stunde

Wenn der Tag langsam in den Abend übergeht, bleiben unsere Türen noch ein bisschen länger offen. Mit der „Blauen Stunde - Abende in der Kunsthalle“ laden wir euch zu besonderen Begegnungen mit Kunst, Literatur und Kultur ein.

Den Auftakt macht die Autorin Helene Bukowski mit einer Lesung aus ihrem Roman „Die Kriegerin“. Darin begegnen uns zwei Frauen, die sich aus ihrer gemeinsamen Zeit bei der Bundeswehr kennen: Lisbeth ist Floristin, die Kriegerin Berufssoldatin.
Blumen spielen im Roman eine besondere Rolle und schlagen an diesem Abend die Brücke zu unserer aktuellen Ausstellung „Bloom up! Die Sprache der Blumen“. Bei einer Führung greifen wir diese Verbindung zwischen Literatur und Kunst auf.

Helene Bukowski lebt und arbeitet in Berlin. Mit ihrem aktuellen Roman „Wer möchte nicht im Leben“ bleiben war sie 2026 für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert.

📅 Mi, 16.9. | 18 Uhr
🎟️ 25 € inkl. Führung & Getränk
🖼️ Ausstellungsbesuch mit Veranstaltungsticket ab 16 Uhr

Tickets: https://shop.landesmuseum.de/

Kommt vorbei, wir freuen uns auf euch!

📷 Foto: Helene Bukowski © Tobias Kruse

07/08/2026

Studio Visit bei Ketuta Alexi-Meskhishvili

In unserem Studio Visit spricht Ketuta Alexi-Meskhishvili über ihre Arbeit mit fotografischen Materialien, experimentelle Prozesse und die Werke, die in unserer Ausstellung „Bloom up!“ zu sehen sind. Dabei gibt sie Einblicke in die Entstehung ihrer Arbeiten und ihren Umgang mit Bildproduktion.

Vielen Dank an für das Gespräch.

Neugierig geworden? Die vollständige Fassung gibt’s in unserer „Bloom App!“, den Link dazu findet ihr in der Bio.

Produktion:

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Fotografie als SpurKetuta Alexi-Meskhishvili versteht Fotografie nicht als Mittel zur Dokumentation, sondern als künstle...
05/08/2026

Fotografie als Spur

Ketuta Alexi-Meskhishvili versteht Fotografie nicht als Mittel zur Dokumentation, sondern als künstlerischen Prozess. Mit analogen und digitalen Verfahren, Überlagerungen und Bearbeitungen entstehen Bilder, die Erinnerung, Materialität und Wahrnehmung miteinander verbinden.

Für die Ausstellung „Bloom up!“ entwickelte sie neue Arbeiten im Dialog mit einer spätmittelalterlichen Pietà aus der Sammlung des Badischen Landesmuseums. In ihren Fotografien richtet sie den Blick auf einzelne Details der Skulptur: eine Hand, den Faltenwurf des Gewands oder die Rückseite und eröffnet so neue Perspektiven auf das historische Objekt.

Mit „Tulip Season for Henri“ und der Werkserie „Tulip Season“ greift sie zugleich das Motiv der Tulpe auf. Die Blume wird zum Ausgangspunkt einer Auseinandersetzung mit Erinnerung, Verlust und Solidarität und verbindet persönliche Erfahrungen mit historischen und politischen Bezügen.

Ketuta Alexi-Meskhishvili, „Tulip Season for Henri“, 2024; „Tulip Season“, 2024-26; „Fotografien der Pietà“, 2026. Courtesy of the artist and Galerie Molitor, LC Queisser and Frank Elbaz

📷 1 Ketuta Alexi-Meskhishvili, 2026 © die Künstlerin. Foto: Diana Pfammatter
📷 2,5 Installation view, 2026 © Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Stefan Altenburger Photography, Zürich
📷 3,4, 6-8 Installation view, 2026 © Badisches Landesmuseum, Hannes Deters

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Leid und WiderstandBlumen können Trost spenden, Hoffnung ausdrücken oder zu Zeichen des Erinnerns und des Widerstands we...
31/07/2026

Leid und Widerstand

Blumen können Trost spenden, Hoffnung ausdrücken oder zu Zeichen des Erinnerns und des Widerstands werden.

Für ihre Arbeiten hat Ketuta Alexi-Meskhishvili eine spätmittelalterliche Pietà aus der Sammlung des Badischen Landesmuseums ausgewählt. Die Skulptur zeigt Maria mit dem toten Jesus auf ihrem Schoß, ein Sinnbild für Trauer, Mitgefühl und Hoffnung. Auf ihrem Mantel sind Tulpen dargestellt.

Ausgehend von diesem historischen Objekt entwickelte die Künstlerin neue fotografische Arbeiten. Sie greift das Tulpenmotiv der Pietà auf und verbindet es mit seiner Bedeutung in Georgien, wo die Blume an die gewaltsam niedergeschlagenen Studierendenproteste vom 9. April 1989 erinnert. So schlägt sie eine Brücke zwischen religiöser Bildtradition und politischer Erinnerungskultur.

„Tulip Season for Henri“, 2024; „Tulip Season“, 2024-26; Fotografien der „Pietà“, 2026. Courtesy of the artist and Galerie Molitor, LC Queisser & Frank Elbaz

Pietà, Untergriesheim, Anfang 16. Jahrhundert, Inv. Nr. C 10378-22

📷 1, 4 Installation view, 2026 © Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Stefan Altenburger Photography, Zürich
📷 2, 3, 5, 6 © Badisches Landesmuseum, Hannes Deters

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Was bleibtJonas Mekas gilt als eine Schlüsselfigur des internationalen Independent-Kinos. Über Jahrzehnte hielt er mit s...
27/07/2026

Was bleibt
Jonas Mekas gilt als eine Schlüsselfigur des internationalen Independent-Kinos. Über Jahrzehnte hielt er mit seiner Kamera Alltagsszenen, Begegnungen sowie Blumen und blühende Bäume fest.
„Requiem“ (2019), sein letzter Film, führt diese Motive ein letztes Mal zusammen. Aufnahmen von Blumen und Natur werden von Bildern von Kriegen und Naturkatastrophen unterbrochen und von Giuseppe Verdis „Requiem“ begleitet. Zwischen Schönheit und Verlust entsteht ein filmischer Abschied vom Leben.

Jonas Mekas, „Requiem”, 2019, Estate of Jonas Mekas

📷 1 Jonas Mekas, 2012. Mit freundlicher Genehmigung des Estate of the Artist © Foto: Jason Schmidt
📷2 Installation view, 2026 © Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Stefan Altenburger Photography, Zürich
📷 3 © Badisches Landesmuseum, Hannes Deters

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Abschied und NeubeginnBlumen begleiten Momente des Abschieds ebenso wie des Neuanfangs. Sie erinnern an Vergänglichkeit,...
24/07/2026

Abschied und Neubeginn

Blumen begleiten Momente des Abschieds ebenso wie des Neuanfangs. Sie erinnern an Vergänglichkeit, Hoffnung und die Spuren, die Menschen hinterlassen.
In diesem Raum begegnen sich Jonas Mekas' Film „Requiem“ und Giovanni Battista Fogginis „Pietra Dura mit Verkündigungsbild“. Während „Requiem“ als letzter Film des Regisseurs zu einem bewegenden Abschied vom Leben wird, steht die Verkündigung an Maria für einen Neuanfang und die Hoffnung auf Zukunft.
Die beiden Werke bewahren diese Momente auf unterschiedliche Weise: im flüchtigen Bild des Films und in einer Einlegearbeit aus kostbaren Halbedelsteinen. So zeigen sie, wie Blumen über Jahrhunderte hinweg von Vergänglichkeit und Beständigkeit zugleich erzählen.

Jonas Mekas, „Requiem“, 2019, Estate of Jonas Mekas
Giovanni Battista Foggini, „Pietra Dura mit Verkündigungsbild", Florenz, um 1720, Inv. Nr. 78/52

📷1 Installation view, 2026 © Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Stefan Altenburger Photography, Zürich
📷 2,5 © Badisches Landesmuseum, Hannes Deters
📷 3,4 © ARTIS-Uli Deck

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17/07/2026

Studio Visit bei Willem de Rooij

In unserem Studio Visit spricht Willem de Rooij über seine Arbeitsweise und die Werke, die in unserer Ausstellung „Bloom up!“ zu sehen sind. Dabei gibt er Einblicke in seine künstlerische Praxis und die Entstehung seiner Arbeiten.

Vielen Dank an für das Gespräch.

Neugierig geworden? Die vollständige Fassung findet ihr in unserer „Bloom App!“. Den Link findet ihr in der Bio.

Produktion: artbeatsberlin

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Adresse

Lichtentaler Allee 8A
Baden-Baden
76530

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Mittwoch 10:00 - 18:00
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