14/08/2026
Von Blüten umgeben
Menschen schaffen seit Jahrhunderten Orte, an denen Natur Schutz, Orientierung oder Zuflucht verspricht.
In diesem Raum treffen die Arbeiten von Allora & Calzadilla auf mittelalterliche Architekturfragmente und ein römisches Gartenfresko. Sie führen an ganz unterschiedliche Orte: in einen Wald auf Martinique, in Kirchen und Klöster oder in eine römische Villa.
Blumen, Ranken und Landschaften werden dabei nicht einfach abgebildet. Sie werden gestaltet, in Stein übertragen, an Wände gemalt oder künstlich nachgebildet und mit Vorstellungen von Schutz, Paradies, Heimat oder Gemeinschaft verbunden.
Gleichzeitig zeigt der Raum, dass Natur nie nur Kulisse ist: Sie wird geformt, genutzt und verändert – mit Folgen, die bis in die Gegenwart reichen.
Allora & Calzadilla, „Penumbra“, 2020-22; „Graft“, 2021, Courtesy of the artists and Galerie Chantal Crousel, Paris
„Doppelkapitell mit Heckenrosen“, Kloster Schwarzach, um 1220–30, Inv. Nr. V 19597
„Doppelkapitell mit Pflanzen und Fratzen“, Kloster Schwarzach, um 1220–30, Inv. Nr. C 94
„Schlussstein mit Blüte eines Korbblütlers“, um 1240, Inv. Nr. C 6844
„Architekturfragment mit Pfingstrosen“, Oberrhein, um 1300, Inv. Nr. 71/50
„Fresko mit Margeritenstrauch und Reiher“, Italien, um 60 n. Chr., Inv. Nr. 75/24, 75/23, 75/8
📷 1-4 Installation view, 2026 © Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Stefan Altenburger Photography, Zürich
📷 5-8 © Badisches Landesmuseum, Hannes Deters
! !