26/08/2026
Geruch als transformierende Kraft
Gerüche können Erinnerungen wachrufen, Emotionen auslösen und unsere Wahrnehmung verändern.
Ausgangspunkt dieses Raums ist das „Dorothea-Fenster“ von 1513. Es zeigt die Heilige Dorothea mit einem Blumenkorb und einem Blumenkranz. Die Darstellung geht auf eine christliche Legende zurück, in der Blumen und ihr Duft zum Zeichen eines Wunders werden.
Für „Bloom up!“ hat sich Sissel Tolaas mit dem historischen Fenster, seiner Geschichte und seinen Herkunftsorten auseinandergesetzt. Daraus entstand „Thresholds In-Between Worlds“, eine neue Installation, in der Geruch selbst zum künstlerischen Medium wird.
Historisches Bild und zeitgenössische Geruchsinstallation verbinden so unterschiedliche Formen der Wahrnehmung und erzählen davon, wie Gerüche Erinnerungen, Vorstellungen und Geschichten über Jahrhunderte hinweg prägen können.
Sissel Tolaas, „Thresholds In-Between Worlds“, 2026
Hans Baldung Grien, Werkstatt Hans Gitschmann, genannt von Ropstein, „Dorothea-Fenster“, Freiburg im Breisgau, 1513, Inv. Nr. C 216
Peter Hemmel von Andlau, „Gotische Fialen“ und Gotischer Baldachin mit Blumen“, Straßburg / Konstanz, um 1480, Inv. Nr. C 6241 und C 6244
📷 Installation view, 2026 © Staatliche Kunsthalle Baden-Baden, Stefan Altenburger Photography, Zürich
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