02/06/2026
Der französische Wissenschaftler Antoine Lavoisier schrieb 1789 den bedeutenden Satz: »Dans la nature rien ne se perd, rien ne se crée, tout se transforme«, was übersetzt bedeutet: »In der Natur geht nichts verloren, nichts wird geschaffen, alles verwandelt sich«. Diese philosophische Auseinandersetzung mit der Vergänglichkeit, die zunächst einen rein wissenschaftlichen Kern hatte, wird in den unterschiedlichen Stilepochen künstlerisch mit jeweils aktuellen Themen reflektiert und aufgearbeitet. Sie spiegelt sich vor allem in der Malerei wider, wo sie mit einer Auswahl an Symbolen ästhetisch inszeniert wird. Die Malstile wandelten zwar im Lauf der Zeit, doch manche Symbole blieben Epochenübergreifend bestehen und zeigen sich auch in zeitgenössischen Werken. So zeigt auch Marina Sailers “Stillleben mit Karnevalsmaske” typische Vanitas-Motive wie Blumen, Kerzen und Totenschädel.