Brechthaus

Brechthaus Das Geburtshaus von Berthold Brecht mit Museum, Videoinstallationen und Präsenzbibliothek. Brecht verbrachte in dem Haus nur kurze Zeit.

Das Geburtshaus von Bertolt Brecht im Lechviertel, einem von Kanälen durchzogenen alten Handwerkerviertel, befindet sich nur wenige hundert Meter vom historischen Rathaus entfernt. In der Ausstellung sind wertvolle Originale, das Schlafzimmer der Mutter Brechts, Erstausgaben von Brechts Werken, ein Bühnenbild von 1949, Lebend- und Totenmaske und weitere Kunstwerke von Caspar Neher, Paul Hamann und

Waldemar Grzimek zu besichtigen. Eine Präsenzbibliothek und eine Videoinstallation mit Dokumentarfilmen runden das Angebot einer Begegnung mit der Persönlichkeit Brechts und seiner literarischen Entwicklung ab. Schon 1900 zogen seine Eltern dort aus. Seine gesamte Kindheit und Jugend lebte Brecht in der Bleichgasse 2 am Oblatterwall.

🗓Freitag, 14. August 🕖19 Uhr IN DER FRÜHE SIND DIE TANNEN KUPFERN I 1956 – 2026 - Bertolt Brechts 70. Todestag Der Brech...
07/08/2026

🗓Freitag, 14. August 🕖19 Uhr

IN DER FRÜHE SIND DIE TANNEN KUPFERN I 1956 – 2026 - Bertolt Brechts 70. Todestag

Der Brecht-Kenner Stefan Schön bringt anlässlich des 70. Todestages Bertolt Brechts die Lyrik aus allen Lebensphasen des Dichters zum Klingen.

Bereits mit fünfzehn Jahren notiert der junge Brecht in sein Tagebuch: „[…] und ich muss immer dichten.“ Das sollte Lebensprogramm werden. Neben theatertheoretischen („Kleines Organon“) und politischen Schriften („Schriften zur Politik und Gesellschaft“) und den zahlreichen Stücken des Stückeschreibers – so seine Selbstbezeichnung – ist Bertolt Brecht vor allem der Verfasser eines großen lyrischen Werks.

Der Theaterregisseur und Brecht-Kenner Stefan Schön spannt einen Bogen von Werken aus Brechts Anfangsjahren („Die Hauspostille“) über die aus den Jahren des Exils („An die Nachgeborenen“) bis hin zu den Texten aus reifen Jahren („Buckower Elegien“) und dem Alterswerk („In der Frühe sind die Tannen kupfern“).

🎟 Karten zu 8,00 € sind im Brechthaus erhältlich, die telefonische Anmeldung ist erforderlich unter ☎️ 0821-45098231

Foto Stefan Schön ©Victor van der Saar

🗓Sonntag, 28. Juni 🕚11 UhrFRAUEN VON MORGEN I Die Schwestern Richthofen im Kreise der BohèmeDie Autorin Gunna Wendt stel...
21/06/2026

🗓Sonntag, 28. Juni 🕚11 Uhr

FRAUEN VON MORGEN I Die Schwestern Richthofen im Kreise der Bohème

Die Autorin Gunna Wendt stellt ihre fesselnde Doppelbiografie über zwei ungewöhnliche Frauenleben in Kunst und Wissenschaft im beginnenden 20. Jahrhundert vor.

Sie scherten sich wenig um Konventionen: Die Schwestern Else (*1874) und Frieda (*1879) von Richthofen waren zeitweise erbitterte Rivalinnen. Doch was die beiden verband, war die Bereitschaft, sich selbst neu zu erfinden – jede auf ihre eigene Weise. Im Umfeld der Schwabinger Bohème im beginnenden 20. Jahrhundert begegneten die beiden zahlreichen Größen aus Kultur und Wissenschaft, die wie sie neue Formen des Zusammenlebens suchten.

Gunna Wendt hat mit ihrem Buch „Frauen von morgen. Die Schwestern Richthofen im Kreise der Bohème“ eine fesselnde Doppelbiografie über zwei ungewöhnliche Frauenleben in Kunst und Wissenschaft verfasst.

Die Veranstaltung wird von Siegfried Völlger moderiert.

🎟 Karten zu 8,00 € sind im Brechthaus erhältlich, die telefonische Anmeldung ist erforderlich unter ☎️ 0821-45098231

Foto Gunna Wendt ©Herbert Liebhart

🗓Donnerstag. 25. Juni 🕢19:30 UhrEIN LEBEN FÜR DIE POESIE I Zum 100. Geburtstag von Ingeborg BachmannDie Autorinnen und A...
18/06/2026

🗓Donnerstag. 25. Juni 🕢19:30 Uhr

EIN LEBEN FÜR DIE POESIE I
Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann

Die Autorinnen und Autoren Sarah Kiyanrad, Ulrike Schrimpf, Gerald Fiebig und Knut Schaflinger beschäftigen sich mit der Frage, inwieweit die Lyrikerin Ingeborg Bachmann ihre eigenen Werke beeinflusst hat.

„Die Wahrheit ist dem Menschen zumutbar“ – Ingeborg Bachmann
Eine Wahrheit ist: kaum ein Lyriker, eine Lyrikerin im Land, der/die nicht einmal im eigenen Schreiben der wohl bedeutendsten deutschsprachigen Lyrikerin des 20. Jahrhunderts begegnet wäre: Ingeborg Bachmann, geboren am 25. Juni 1926.

Aus diesem Anlass wollen vier Augsburger Autor/-innen in einer öffentlichen Lesung der Frage nachspüren, inwieweit das Bachmann‘sche Werk diese Lyriker/-innen beeinflusst, ihre Sprache verändert und deren poetischen Blick auf die Welt geprägt hat. Jeder Teilnehmende stellt seiner/ihrer Lesung ein Bachmann-Zitat voran, über das er/sie mit der österreichischen Dichterin in eine Art poetischen Dialog tritt – mit eigenen Texten, die die Botschaft des ausgewählten Zitats aufgreifen, weiterentwickeln oder auch in Frage stellen.

Die Idee für dieses Veranstaltungsformat stammt von Knut Schaflinger. Die Moderation übernimmt Lutz Kliche.

Die Karten für die Veranstaltung kosten 12,00 Euro pro Person und sind in der Buchhandlung am Obstmarkt erhältlich unter ☎️0821-518804

🎟 Karten zu 12,00 € sind im Brechthaus erhältlich, die telefonische Anmeldung ist erforderlich unter 0821-45098231

Foto Knut Schaflinger ©privat

🗓Sonntag, 14. Juni 🕚11 UhrLESUNG I "Brecht und Klabund: Aus dem klassischen China wird moderne Literatur geschöpft"Dr. M...
07/06/2026

🗓Sonntag, 14. Juni 🕚11 Uhr

LESUNG I "Brecht und Klabund:
Aus dem klassischen China wird moderne Literatur geschöpft"

Dr. Michael Friedrichs und Julia Moßburger stellen chinesische Dichtungen vor, von denen sich deutsche Autoren inspirieren ließen.

Der Schriftsteller Klabund (1890 – 1928) befasste sich in der Ablehnung des deutschen Militarismus früh mit klassischer chinesischer Lyrik, wofür er oft französische Übersetzungen benutzte. Schon im Jahr 1915 veröffentlichte er ein Buch mit Gedichten, die vom Werk des chinesischen Lyrikers Li Bai (701 – 762) inspiriert waren.
1925 erzielte Klabund mit seinem Drama „Der Kreidekreis“, das auf einem chinesischen Stück von etwa 1280 beruht, einen sensationellen Bühnenerfolg. Auf diese Weise half die klassische chinesische Dichtung deutschen Autoren, sich aus den Traditionen der deutschen Klassik zu befreien und einen frischen Zugang zu Fragen der Form, Sprache und Bildhaftigkeit zu finden.
Das galt auch für Bert Brecht, der den acht Jahre älteren Klabund 1920 in Berlin kennengelernt hatte. In sein Drama „Im Dickicht der Städte“ baute Brecht Anspielungen auf Laotse ein und befasste sich zeitlebens immer wieder mit chinesischer Dichtung, um Weltliteratur zu schreiben. Sein Stück „Der kaukasische Kreidekreis“ war direkt von Klabunds Werk inspiriert.

🎟 Karten zu 8,00 € sind im Brechthaus erhältlich, die telefonische Anmeldung ist erforderlich unter ☎️ 0821-45098231

Foto Julia Moßburger ©Olaf Dankert

🗓Sonntag, 07. Juni 🕚11 UhrLYRIK-LESUNG I DIE WENDE AUS DEM SCHATTENLANDDer Lyriker Thomas Bartsch stellt seine stilistis...
31/05/2026

🗓Sonntag, 07. Juni 🕚11 Uhr

LYRIK-LESUNG I DIE WENDE AUS DEM SCHATTENLAND

Der Lyriker Thomas Bartsch stellt seine stilistisch und inhaltlich facettenreichen Gedichte vor.

Der Lyriker Thomas Bartsch wechselt stilistisch bewusst zwischen romantisch-liedhaften Elementen und pointierender Reduktion. Er scheut sich nicht, ohne unnötige Verzierungen Biografisches aufzugreifen. Erlebnissen von Naturverbundenheit, Resonanz und Einsamkeit gibt er ebenso Raum wie gesellschaftskritischen Betrachtungen. Bartsch schreibt unmittelbar emotional wie auch metaphorisch-abstrakt, ohne sich der Kunstform eines von seiner Person abgegrenzten Ichs zu bedienen. So entsteht zwischen seiner Wortkunst und dem Publikum eine dialogische Beziehung.

Um zwischen den Gedichten Raum für Nachklingendes zu bieten, bereichert der Lyriker seine Rezitation mit Schwingungen verschiedener Klanginstrumente.
Thomas Bartsch, ärztlicher Psychotherapeut, Lyriker und Essayist, wohnt und wirkt in dem Heideort Walsrode. Im Geest-Verlag sind bisher die Lyrikbände „Von Übergang zu Übergang“, „Gezeiten“, „Eben nur dort“ und der tiefenpsychologische Essay „Sisyphos oder Die Kunst der Wende“ erschienen. Außerdem ist er mit eigenen Gedichten an mehreren Anthologien beteiligt.

🎟 Karten zu 8,00 € sind im Brechthaus erhältlich, die telefonische Anmeldung ist erforderlich unter ☎️ 0821-45098231

Foto Thomas Bartsch ©privat

🗓Sonntag, 17. Mai 🕚11 Uhr BRECHT UND KONSORTEN I Antonio Tabucchi: „Erklärt Pereira“Der Theaterregisseur und Brecht-Kenn...
10/05/2026

🗓Sonntag, 17. Mai 🕚11 Uhr

BRECHT UND KONSORTEN I Antonio Tabucchi: „Erklärt Pereira“

Der Theaterregisseur und Brecht-Kenner Stefan Schön stellt den Roman “Erklärt Pereira” von Antonio Tabucchi vor.

Es ist das Jahr 1938, die Zeit der Salazar-Diktatur in Portugal. Dr. Pereira ist Redakteur bei der Abendzeitung Lisboa. Er betreut nach Art einer Ein-Mann Kulturredaktion unter anderem die Rubrik der Nachrufe, die in der Zeitung erscheinen. Eines Tages lernt Pereira den Philosophie-Studenten Monteiro Rossi kennen.
Pereira bietet ihm an, den ein oder anderen Nachruf für seine Zeitung zu verfassen. Über Rossi und seine Freundin gerät er in Kontakt zum jungen Widerstand. Als der junge Mann in Pereiras Wohnung von Salazar-Geheimpolizisten erschlagen wird, beschließt der ältliche Witwer einen Nekrolog für Rossi in der Abendzeitung unterzubringen. An der Zensur vorbei gerät dieses riskante Unternehmen zugleich zu einem persönlichen Bruch mit dem Gewohnten und so zu einem Aufbruch in andere Welten.

🎟 Karten zu 8,00 € sind im Brechthaus erhältlich, die telefonische Anmeldung ist erforderlich unter ☎️ 0821-45098231

Foto Stefan Schön ©Victor van der Saar

🗓Sonntag, 10. Mai 🕚11 UhrLESUNG I “lehr mich spiegelschrift” Die Künstlerin und Autorin Miriam Bornewasser stellt ihren ...
03/05/2026

🗓Sonntag, 10. Mai 🕚11 Uhr

LESUNG I “lehr mich spiegelschrift”

Die Künstlerin und Autorin Miriam Bornewasser stellt ihren Lyrikband vor.

„lehr mich spiegelschrift“ beschäftigt sich mit Momenten des euphorischen Lebendigseins und zähen Verendens. Pflanzliche und tierisch-fleischliche Bilder vermischen sich mit toter Materie. Naturmotive dienen immer wieder als Ausgangspunkt, um menschliche Emotionen auszuloten und ein In-der Welt-sein und Dort-nach-seinem- Platz-suchen zu versprachlichen. Die Gedichtreihe versucht, eine zerfallende, ins Stocken geratene Sprache einzufangen. Abgebrochene, zersplitternde Worte verteilen sich auf verschiedene Verse, erschaffen Uneindeutigkeiten, wachsen ineinander.

Miriam Bornewasser ist Empfängerin des Stuttgarter Lyrik-Stipendiums. Nach „Wände ohne Welten“ und „Dürreregen – Spuren eines Suchens“ ist der Lyrikband „lehr mich spiegelschrift“ ihr drittes Buch, das im Geest-Verlag erscheint.
2024 schloss Miriam Bornewasser ihr Studium an der Kunstakademie Düsseldorf mit einem Akademiebrief und als Meisterschülerin Danica Dakics ab. Nach Beteiligungen an verschiedenen Gruppenausstellungen findet ihre erste Einzelausstellung 2025 im KIT – Kunst im Tunnel in Düsseldorf statt.

🎟 Karten zu 8,00 € sind im Brechthaus erhältlich, die telefonische Anmeldung ist erforderlich unter ☎️ 0821-45098231

Foto Miriam Bornewasser ©privat

🗓Sonntag. 03. Mai  🕚 11 UhrMARLENES KAMPF IM WAHLKAMPFGESCHÄFT | Wie professionelle Politwerbung die Demokratie bedrohtK...
26/04/2026

🗓Sonntag. 03. Mai 🕚 11 Uhr

MARLENES KAMPF IM WAHLKAMPFGESCHÄFT | Wie professionelle Politwerbung die Demokratie bedroht

Katharina Körting stellt in einer Lesung ihren politischen Roman vor.

„Doch die Verhältnisse, die sind nicht so“: Marlene Meyrer erfährt es am eigenen Leib. Dabei will sie so gern Gutes tun – und damit Geld verdienen. Sie verdingt sich als Internet-Texterin bei einer PR-Agentur, die im Wahlkampf der Sozialen Fortschrittspartei (SFP) anheuert. Für den Missbrauch der Worte wird die alleinerziehende Texterin gut honoriert, gerät jedoch bald in Konflikte. Sie erlebt, wie der boomende Wirtschaftssektor „Öffentlichkeitsarbeit“ die Sprache der Politik zersetzt, wie Inhalt im Rahmen der Politischen Kommunikation zur Ware und Politik zum Geschäft wird. Ihre geliebte SFP ist kein bisschen besser als deren Konkurrenz, und Marlene verkauft sich selbst, um politische Botschaften innerhalb einer schnelldrehenden Maschinerie zu verramschen und zugleich die Käuflichkeit des Vermittelten kunstvoll zu verbergen.

Die freie Autorin Katharina Körting war 2024 Arbeitsstipendiatin für deutschsprachige Literatur der Berliner Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. 2025 erschien außer dem Wahlkampfroman auch ihr erster Gedichtband „dAS vORKOMMEN VON oRGANEN AN UNGEWÖHNLICHEN sTELLEN“ (beide im Geest-Verlag). Nach der Lesung gibt es Raum für Fragen und Diskussion.

🎟 Eintritt 8,00 Euro, Anmeldung bitte unter Tel. ☎️ 0821-45098231

Foto Katharina Körting ©️Johannes Haag

🗓13. Februar bis 31. Dezember 2026SONDERAUSSTELLUNG  I Tücher und Bücher. Von Augsburg in die Niederlande: Hein Kohn (19...
24/04/2026

🗓13. Februar bis 31. Dezember 2026

SONDERAUSSTELLUNG I Tücher und Bücher. Von Augsburg in die Niederlande: Hein Kohn (1907-1979). Brechtfreund, legendärer Exilverleger, Literaturagent und Kulturvermittler.

Die Ausstellung erzählt die Geschichte des gebürtigen Augsburgers Hein Kohn. Mit dem jüdischen Tuchmacher Samuel Kohn, dessen Ansiedlung in Augsburg der bayerische König 1837 erlaubt hatte, wurden die Kohns in Augsburg ansässig, sind bis 1938 als Kaufleute und Unternehmer, Tuchmacher und Textilhändler vielfältig in Augsburg in der Textilbranche tätig.

Hein Kohn, 1907 in Augsburg geboren, Enkel des Tuchmachers Samuel Kohn und Sohn des wohlhabenden Augsburger Kaufmanns und Agenten Eugen Kohn, absolviert in Augsburg erst eine Lehre in der Textilbranche. Dann wird er, der Bücher über alles liebt, Volontär in der berühmten Augsburger Buchhandlung Lampart & Comp. Hier lernt er Brecht kennen, dem er immer wieder Bücher leiht. Ein Leben lang werden sie in Kontakt stehen. Kohn setzt seine Lehre an der Buchhändlerschule in Leipzig fort, wo er auch politisch aktiv wird. Nach Stationen in Berlin, Bremerhaven und Hamburg als Lektor, Verleger und Buchhändler, flüchtet er 1933 am 5. Mai, fünf Tage vor der Bücherverbrennung, ins Exil nach Hilversum zu Paul Baumgärtner, einem Augsburger Freund, der bei NSF (Philipps) arbeitet. Die N***s sind Kohn auf den Fersen. In Hilversum arbeitet Kohn zuerst für den sozialistischen Arbeiterrundfunk VARA. Mit dem gleichfalls nach Hilversum geflüchteten Sänger und Schauspieler Ernst Busch tingelt er für VARA mit einem Unterhaltungsprogramm durch die Niederlande. Busch singt das Solidaritätslied von Brecht auf Niederländisch, Kohn druckt und verkauft es. Noch 1933 gründet Kohn in Hilversum seinen ersten Exil-Verlag, Boekenvriend Solidariteit.Auf Niederländisch druckt und verlegt er, was die N***s in Deutschland verbrannt und verbannt haben. Brandende Woorde uit Duitsland (Brennende Worte aus Deutschland), der erste Titel, ist sofort ausverkauft. 1939 publiziert Kohn Brechts Dreigroschenroman in seinem Exilverlag Het Nederlandse Boekengilde auf Niederländisch. Heute zählt Kohns Exilverlag zu den drei bedeutendsten Exilverlagen der Niederlande. 1940, nach der Besetzung der Niederlande durch das NS-Regime, ist Kohn in permanenter Lebensgefahr. Bald lebt er versteckt auf dem Dachboden des Hauses, in dem er in Hilversum wohnt. Seine verlegerischen Aktivitäten setzt er im Untergrund fort. Nach 1945 wird Kohn in Amsterdam Leiter des Verlagshauses Van Ditmar.

1951 gründet er eine bis heute bestehende legendäre Literaturagentur Internationaal Literatuur Bureau B.V., deren Netzwerk bald um die ganze Welt reicht. Hein Kohn ist einer der ersten Literaturagenten der Niederlande. Die internationale Literaturagentur wird, nachdem Hein Kohns Sohn Menno sie 1970 übernommen hatte, heute in dritter Generation in Amsterdam von seiner Enkelin Linda Kohn geführt. Die von Hein Kohn gegründete Literaturagentur Internationaal Literatuur Bureau B.V. feiert im Jahre 2026 bereits ihr 75-jähriges Bestehen.
Dem Schriftsteller Rolf Hochhuth zufolge war Kohn der „Kurier des deutschen Geistes in Holland“: Was daheim verbrannt worden war durch den Machthaber Hi**er – das drucktest Du neu, die deutsche Dichtung fand durch Dich und wenige andere in Amsterdam ein Archiv, ein Sprachrohr (…). Seit Hi**ers Tod bist Du endlich der, sozusagen, offizielle Kurier des deutschen Geistes in Holland. (Rolf Hochhuth 1972).

In der Ausstellung sind spannende Objekte aus Augsburg und den Niederlanden zu sehen, darunter auch solche zu Brecht.

Auch wenn Hein Kohn bis zum Ende seines Lebens in Hilversum lebte, so blieb er seiner Heimatstadt Augsburg doch eng verbunden. Das Logo für seine Literaturagentur ließ Kohn 1951 von seinem Augsburger Freund, dem Grafiker Eugen Nerdinger, anfertigen.
In den 1970er Jahren beauftragte Kohn den bekannten Städtemaler Ernst Metz damit, ein Gemälde von Augsburgs Innenstadt für ihn anzufertigen. Besagtes Gemälde von Augsburg beabsichtigt Menno Kohn im Rahmen der Ausstellung zu verkaufen.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitbuch von der Kuratorin Dr. Ingvild Richardsen im Volk Verlag in München.

Ausstellung und Buch werden gefördert von:
Ilse-Blank-Mezger-Hesselberger-Stiftung
Dr. Eugen Liedl Stiftung
Hubertus Altgelt-Stiftung
Bezirk Schwaben
Peter Dornier Stiftung
Viermetz-Stiftung
Netzwerk Jüdische Geschichte und Kultur in Bay.-Schwaben e.V.

Ausstellungsgestaltung:
creativeJAM GbR
Markus Komposch, Christoph Komposch
https://www.creativejam.de/

Foto Dr. Ingvild Richardsen ©Daniel Biskup

🗓️Sonntag, 26. April  🕝14:30 UhrSCHAUSPIELFÜHRUNG I Bert Brecht zum 70. TodestagErlebt das Brechthaus im Rahmen einer Fü...
19/04/2026

🗓️Sonntag, 26. April 🕝14:30 Uhr

SCHAUSPIELFÜHRUNG I Bert Brecht zum 70. Todestag

Erlebt das Brechthaus im Rahmen einer Führung auf ganz besondere Weise!

In einer 90-minütigen Performance begleitet Erik Völker fachkundig durch das Brechthaus und schlüpft an diesem historischen Ort immer wieder in die Rolle des Bertolt Brecht. Im rasanten Wechsel von Spiel und Erklärung wird Brechts Biografie, Schaffen und Bedeutung erlebbar.

Tickets für 18 € / 16 € (inkl. Museumseintritt) gibt es ONLINE auf 👉www.augsburg-tourismus.de/Tickets

Bildnachweis: Erik Völker ©Regio Augsburg Tourismus GmbH

Adresse

Auf Dem Rain 7
Augsburg
86152

Öffnungszeiten

Dienstag 10:00 - 17:00
Mittwoch 10:00 - 17:00
Donnerstag 10:00 - 17:00
Freitag 10:00 - 17:00
Samstag 10:00 - 17:00
Sonntag 10:00 - 17:00

Telefon

+498214540815

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