18/09/2026
Der Förderverein Hohenasperg e.V. veranstaltet gemeinsam mit der Stadt Asperg eine Vortragsreihe, die sich mit den verschiedenen historischen Epochen des Hohenaspergs befasst. Die Vorträge stellen die Geschichte des Berges von der Steinzeit bis heute aus den jeweiligen Blickwinkeln dar.
Donnerstag, 22. Oktober 2026, 19:00 Uhr, Keltensaal, Marktplatz 2
Der Historiker und Germanist Frank Merkle M. A. spricht zum Thema:
Die Kelten im mittleren Neckarraum.
Schwerpunkte seines Vortrags sind der keltische Fürstensitz Hohenasperg, das Fürstengrab in Hochdorf und die keltische Höhensiedlung von Walheim.
Was waren die wichtigsten Handelsgüter und Handelswege? Warum verließen zahlreiche Menschen in den letzten vier Jahrhunderten vor der Zeitenwende unsere Region und wo zog es sie hin?
Dass sich auf dem Hohenasperg bis zum Ende des 5. Jahrhunderts v. Chr. ein Fürstensitz befand, schließt man in erster Linie aus den reichhaltigen Funden von Luxusgütern aus Gräbern jener Zeit, wie beispielsweise jenen aus dem Fürstengrab von Hochdorf, Grafenbühl (Asperg) und Kleinaspergle (ebenfalls Asperg).
Da sich auf dem Hohenasperg in den letzten Jahrhunderten stets eine Festung befand, ist es nicht verwunderlich, dass die archäologischen Befunde dort eher spärlich zu finden sind.
Aber wie war die Infrastruktur um den Herrschaftssitz Hohenasperg und wie weit erstreckte sich dessen Machtbereich? Welche Fernhandelsgüter gelangten bis hierher und was konnte im Gegenzug von hier aus in die damalige Welt weitergereicht werden? Wo lagen wichtige Siedlungen und welche Bedeutung hatten Wasserwege wie die Enz oder die Glems? Welche Nutzpflanzen wurden bereits angebaut und welche Tiere gehalten?
Warum kam es am Ende des 5. Jahrhunderts zum Ende der Herrschaft und wie veränderte sich dadurch das Leben der einfachen Bevölkerung? Warum verringerte sich die Bevölkerungsdichte am Mittleren Neckar?
All das wird Thema des Vortrags sein.
Der Förderverein Hohenasperg und die Stadt Asperg freuen sich auf zahlreiche Besucher.