26/08/2026
Heute vor 300 Jahren wurde der Grundstein für eines der Gebäude gelegt, das dem Stadtbild Dresdens sein charakteristisches Aussehen verleiht: Die Frauenkirche. Ihre Geschichte reicht bis ins 11. Jahrhundert zurück, als an ihrer Stelle eine kleine katholische Kirche aus Holz errichtet wurde. Sie wurde der Heiligen Maria geweiht und bekam den Namen „Unser lieben Frauen“. Der lange Name verkürzt sich in „Frauenkirche“. Der Holzbau wich im Laufe der Zeit einem Gebäude aus Stein. Durch die Reformation wurde der Gottesdienst in der Kirche eingestellt und sie diente 20 Jahre als Begräbniskirche, Gottesdienste fanden ausschließlich in der Kreuzkirche statt. Da diese im Laufe der Zeit für Stadt- und Landbevölkerung zu klein wurde, richtete man die Frauenkirche wieder her. 1559 bekam sie eine neue Orgel und Gottesdienste wurden erlaubt.
Im Laufe der Zeit verfiel die Bausubstanz, so dass der Rat der Stadt Dresden 1722 den Auftrag für die Errichtung einer neuen, größeren Kirche an Georg Bähr gab. Es dauerte vier Jahre bis die Planung für den Neubau abgeschlossen wurde und 1726 der Grundstein für die neue Frauenkirche gelegt werden konnte. 17 Jahre wurde an dem protestantischen Sakralbau gebaut. Er besitzt heute eine der größten steinernen Kirchenkuppeln nördlich der Alpen und gilt als einer der größten Sandsteinbauten der Welt. Zweihundert Jahre prägte er das Stadtbild der Stadt.
Während der Luftangriffe auf Dresden in der Nacht vom 13. zum 14. Februar 1945, am Ende des Zweiten Weltkriegs, wurde die Kirche selbst nicht getroffen. Durch die Hitze des in Dresden wütenden Feuersturms war sie aber so geschwächt, dass sie am Vormittag des 15. Februar ausbrannte und in sich zusammenfiel.
Ab den 1960er Jahre entwickelte sich die Ruine zu einem Symbol der Zerstörung Dresdens und zu einem Mahnmal gegen den Krieg. Nach der Wiedervereinigung wurde der barocke Sakralbau dank vieler privater Initiativen wieder aufgebaut und 2005 wieder geweiht.
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