30/06/2026
Nostalgische Blicke auf Altenau und Schulenberg
Heimatstube Altenau-Schulenberg zeigt neuen Kalender
Altenau. Druckfrisch legte die Heimatstube unlängst die 2027er Ausgabe ihres Kalenders vor. Mit dem jährlich erscheinenden Werk möchte die Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde Altenau-Schulenberg e. V. die Geschichte der Bergstadt lebendig halten und zugleich seltenere Bilddokumente, oder Fotos aus privater Quelle, der Öffentlichkeit zugänglich machen.
Für die jüngste Version stellte das Team wiederum historische Aufnahmen aus Altenau, Schulenberg und Torfhaus zusammen. Die Motive führen den Betrachter durch einen Zeitraum von 1905 bis 2012 und zeigen die Entwicklung der Bergstadt, des Tourismus und des Alltagslebens im Oberharz auf – wahrlich eine Zeitspanne großen Wandels. Die einzelnen Jahrgänge des Kalenders sind damit nicht nur beliebte Sammlerstücke, sondern leisten zugleich einen Beitrag zur Bewahrung der Heimatgeschichte Altenaus.
Fotografisch dokumentierte Veränderungen
Erinnert wird an Gebäude, Straßen und Einrichtungen, die heute teilweise verschwunden sind oder sich stark verändert haben. Auch wird deutlich, wie sehr sich die Landschaft rings um Altenau durch die Vernichtung der Wälder gewandelt hat: ein Blick vom Glockenberg aus jüngerer Zeit zeigt den Bereich Grasstieg/Rothenberg mit intaktem Fichtenbestand – ein Anblick, den es für die kommenden Jahrzehnte so nicht geben wird.
Ebenso große Veränderungen dokumentieren die Aufnahmen aus Schulenberg (um 1905) und Torfhaus (um 1915). Vor allem die Entwicklung der modernen touristischen Infrastruktur lässt den Besucher heute ein vollständig anderes Torfhaus erblicken, als zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Und das alte Schulenberg im Okertal wurde durch den Bau der Okertalsperre Mitte der 1950er Jahre überflutet.
Historischer Streifzug durch Altenau
Wer von den älteren Einwohnern und Gästen erinnert sich nicht an die Große Altenau-Schanze auf dem Mühlenberg? Ein Blick hinüber zu den frisch gebauten Häusern an der Bornkappe zeigt den Schanzentisch und einen Teil des Anlaufgerüstes der imposanten Holzkonstruktion. Der neugebaute Konzertgarten hinter dem ehemaligen Altenauer Hof (heutiges Kurgastzentrum) ist den Kalendermachern ebenso ein Monatsblatt wert, wie der gerade in Betrieb genommene Ferienpark, sowie der Bahnhof mit einer Triebwagengarnitur, wie sie in den 1960er/1970er Jahren zum Alltagsbild gehörte. Gänsehügel, Breite Straße und Marktplatz runden das Fotospektrum des Kalenders 2027 ab.
Finanzielle Unterstützung für die Heimatstube
„Wir freuen uns sehr, dass unser jährlich herausgegebener Kalender sich eine so große ‚Fangemeinde‘ erworben hat,“ erläutert Roland Riesen, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde, „die Verkaufserlöse ermöglichen es uns, weitere Reinecke-Gemälde zu erwerben, sollten diese auf dem Kunstmarkt erscheinen.“ Allein aus den Mitgliedsbeiträgen der rund 100 Vereinsmitglieder sei letzteres völlig unmöglich, betont Riesen. Neben seinem kulturhistorischen Wert trage der Kalender somit maßgeblich zur Finanzierung der Arbeit des Heimatstuben-Teams bei. Die Einnahmen aus dem Verkauf unterstützten den zu 100 % ehrenamtlich betriebenen Verein darüber hinaus bei der Pflege seiner Sammlungen und dem Erhalt regionalgeschichtlicher Zeugnisse.
Ab sofort ist der neue Kalender zum Preis von 9,00 Euro in der Heimatstube und bei der Tourist-Information Altenau erhältlich. Für alle auswärtigen Kalenderfreunde bietet man einen Postversand zu 11,80 € incl. Porto und Verpackung an. Bestellung unter [email protected].