Der ehemalige Ticketcorner und Infopoint auf dem Werdmühleplatz lebt wieder: Seit August 2016 ist er Stadtlabor, Bühne und Anlaufstelle, Denkfabrik und Traummaschine – ein "Pavilleon", wo wir unsere Stadt mannigfach bespielen, hinterfragen und repräsentieren.
// Der kollektiv betriebene Pavilleon stellt ein Gegengewicht zur von Konsum und Effizienz geprägten, durch und durch geregelten Zürcher In
nenstadt dar. So bricht zum Beispiel eine Velowerkstatt, eine dadaistische Lesung, ein gemeinschaftliches Foodwaste Dinner, ein spontanes Geigenkonzert oder eine Hirtin mit ihren Ziegen die Logik dieses aufgeladenen Stadtraumes zwischen Bahnhofstrasse, Polizeihauptwache, Sternwarte und Amtshäusern.
// Der Pavilleon und der Werdmühleplatz werden Bühne und Ausstellungsraum für die freie Kunst- und Musikszene Zürichs, aber auch Präsentationsfläche oder temporärer Handlungsraum für verschiedenste Akteure und Initiativen aus Zürich, die hauptsächlich in den anderen Stadtkreisen heimisch sind oder an die Stadtränder verdrängt werden und im ursprünglichen Herzen Zürichs längst keinen Platz mehr finden.
// Allem voran wird der Pavilleon zur Forschungsstation, zum Denkraum und zum Debattierclub für kritische Fragen rund um die Stadt Zürich. Der Pavilleon wird eine Plattform für den Austausch von zukunftsweisenden Ideen und wertvollem Wissen zwischen Stadtakteuren. Im Pavilleon werden an runden Tischen, in Workshops, in Performances und künstlerischen Exkursionen, durch interessante Vorträge oder zwischendurch bei einem Bier die möglichen Zukünfte Zürichs neu verhandelt. Politische, wirtschaftliche und soziale Prozesse werden erörtert, Selbstverständlichkeiten hinterfragt, Utopien wertgeschätzt. Verdichtete Themenblöcke, wiederkehrende Veranstaltungen sowie viele einmalige Aktionen sorgen regelmässig für neue Inputs oder Fragezeichen auf dem Werdmühleplatz: Tagsüber als Gegenpol zur Geschäftigkeit, nachts als Lichtblick in der verwaisten Innenstadt. Die Stadt als Konstrukt und Prozess bleibt dabei immer der Fokus - mal sehr konkret, mal über drei Ecken. So wird der Pavilleon zum zentralen Treffpunkt für Passanten, Kunstinteressierte, Stadtkritiker und Stadtenthusiasten, und alle, die es werden möchten.