01/10/2025
Fakten und Eckdaten der Hexenverfolgung in Europa
Jahr
358, Kaiser Constantinus ll verbietet jegliche Magie.
580 erste Verbrennung von fränkischer Königin Fredegunde in Paris.
1296 Verbrennung zweier „Strigen“ in Südtirol.
1348-1350 Pestepedemien und Judenpogrome.
1419 Begriff Hexerei erstmalig in Strafprozess genannt. Luzern.
1484 Papst Innocenz VIII. verfasst die Hexenbulle.Summis desiderantes affectibus.
1485 Heinrich Kramer leitet seinen ersten Hexenprozess in Innsbruck (Aus).
1486 Der Hexenhammer Malleus Maleficarum von Heinrich Kramer herausgegeben.
1505-1520 Kritik an Italien‘s Hexenvervolgung.
1520-1560 Rückgang der Hexenverfolgung.
1526 Spanische Inquisition gegen Hexenvernichtung.
1560-1660 Klimawandel, kleine Eiszeit.
1570 Hungersnot, Hexenverfolgungswelle.
1618-1648 Dreißigjähriger Krieg.
1626 Jahrtausendkälte.
1630 Höhepunkt der Hexenjagt in Deutschland.
1652-1660 Grosse „Häxädöödi“( Hexentötung) im Prätigau Graubünden.
1669 Letzter Nachdruck des Hexenhammers.
1775 letzter offizieller Hexenprozess in Europa. Anna Maria Schwägelin in Kempten (Allgäu). Mit dem Schwert gerichtet.
1782 Hinrichtung von Anna Göldi (letzte Hexe) in Glarus.Mit dem Schwert gerichtet.
47‘660 bestätigte Hinrichtungen in Europa.
Spitzenreiter Schweiz mit 4000 Hinrichtungen auf 1 Million Einwohner.
Es wurden weit mehr Personen wegen Sodomie, Homosexualität hingerichtet als für Hexerei.
Es wurden fast gleichviel Frauen wie Männer wegen Hexerei hingerichtet.
Heilerinnen,Kräuterfrauen und Hebammen waren nicht prinzipiell im Fadenkreuz der Hexenjäger.
Es reichte nicht, rote Haare, krumme Nase oder eine Warze im Gesicht zu haben um der Hexerei bezichtigt zu werden.