Museum für Archäologie Thurgau

Museum für Archäologie Thurgau Ausgrabungen ∙ Archivierung ∙ Vermittlung

Herzliche Einladung zur Verleihung des Forschungspreises Walter EnggistDie Verleihung des Forschungspreises Walter Enggi...
02/09/2026

Herzliche Einladung zur Verleihung des Forschungspreises Walter Enggist

Die Verleihung des Forschungspreises Walter Enggist 2026 findet am Mittwoch, den 16. September 2026, um 19 Uhr im Singsaal im Hauptgebäude der Kantonsschule Frauenfeld statt.

Der Preis wird mit Mitteln finanziert, die das Amt für Archäologie und die Kantonsbibliothek Thurgau – beides Mitglieder des Kompetenzbündels Thurgau Wissenschaft – aus der Erbschaft des im Jahr 2016 verstorbenen Frauenfelders Walter Enggist zur Verfügung stellen.

Maximilian Stölzle (Bild 1) wird mit dem Forschungspreis Walter Enggist 2026 ausgezeichnet. Er erhält den Preis für seine Dissertation zum Thema weiche Robotik. Der Nachwuchsforschungspreis der Thurgauischen Stiftung für Wissenschaft und Forschung geht an Gianna Zorzini (Bild 2).

Im Anschluss an die Preisverleihung interviewt Felix Münger, der Kulturredaktor SRF, die beiden Preisträger.

Um eine Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten:
forschungspreis.tg.ch

19/08/2026

Im Videobeitrag lässt Museumsleiter Urs Leuzinger im kurzweiligen Frage-Antwort-Spiel die vergangenen 30 Jahre mit witzigen Anekdoten R***e passieren.

Der Link zum vollständigen Video in der Bio

30 Jahre Museum für ArchäologieSeit 30 Jahren erforschen wir das Unsichtbare und erzählen Geschichten aus einer anderen ...
19/08/2026

30 Jahre Museum für Archäologie

Seit 30 Jahren erforschen wir das Unsichtbare und erzählen Geschichten aus einer anderen Zeit. Das Museum für Archäologie ist ein Ort der Entdeckungen, des Wissens und der Vermittlung, den wir mit Leidenschaft hegen und pflegen und weiterentwickeln. Das 30-jährige Bestehen erfüllt uns mit Stolz und lässt uns voller Vorfreude und Tatendrang in die Zukunft blicken.

Im Namen des ganzen Teams danken wir all jenen, die mit ihrem Besuch, ihrer Begeisterung und ihrem Einsatz das Museum mitgestaltet haben.
Ohne Publikum kein Museum! Deshalb stecken wir unsere Energie in die Neugestaltung der Dauerausstellung, die mit neuen Themen und aktuellen Forschungsergebnissen ein attraktives Museumserlebnis verspricht. Ausserdem bietet das Programm 2026 Veranstaltungen für alle Altersgruppen, die allermeisten davon kostenlos.

Auf unserer Website oder via Link in der Bio findet ihr den Videobeitrag zum Jubiläum, in dem Museumsleiter Urs Leuzinger im kurzweiligen Frage-Antwort-Spiel die vergangenen 30 Jahre mit witzigen Anekdoten R***e passieren lässt.
Natürlich freuen wir uns am meisten, wenn ihr uns auch weiterhin persönlich an der Freie Strasse in Frauenfeld besucht.

Herzlichen Dank und auf bald!

Kulturerbe entdecken – und vor Gefahren bewahrenWas haben archäologische Spuren in Eschenz, Schloss Gottlieben und zahlr...
12/08/2026

Kulturerbe entdecken – und vor Gefahren bewahren

Was haben archäologische Spuren in Eschenz, Schloss Gottlieben und zahlreiche weitere Kulturdenkmäler im Thurgau gemeinsam? Sie erzählen unsere Geschichte – und sind verschiedenen Gefahren ausgesetzt.

Unter dem diesjährigen Motto «In Gefahr?» laden das Amt für Archäologie und das Amt für Denkmalpflege gemeinsam mit Museen und weiteren Institutionen zu den Europäischen Tagen des Denkmals am 12. und 13. September ein. Über 20 Veranstaltungen machen Geschichte, Architektur und Archäologie im ganzen Kanton erlebbar – und zeigen, welche Bedeutung unser Kulturerbe für die Gegenwart und Zukunft hat.

In Eschenz lädt die Archäologie zu Führungen und Rundgängen und nimmt Sie mit zu archäologischen Spuren, die Vergangenes sichtbar machen. In Gottlieben öffnet die Denkmalpflege gemeinsam mit der Eigentümerfamilie die Tore von Schloss Gottlieben und gibt Ihnen Einblicke in die Geschichte der Anlage, ihre Zukunft und die laufenden Instandstellungsarbeiten. Dabei erfahren Sie, welchen Gefahren Kulturgüter ausgesetzt sind – und was es braucht, um bedeutende Zeugnisse als Teil unserer Lebenswelt für kommende Generationen zu bewahren. Denn Kulturerbe ist nicht selbstverständlich: Weltweit verschwinden historische Bauten, archäologische Stätten werden zerstört und traditionelle Handwerkstechniken gehen verloren. Auch im Thurgau gibt es deshalb viel zu entdecken – und Wertvolles zu bewahren.

Ob in Bischofszell, Ermatingen, Diessenhofen, Eschenz oder Gottlieben: Kommen Sie vorbei und entdecken Sie den Thurgau neu! Für einzelne Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich. Plätze können ab 18. August reserviert werden.

Bild 1: Schloss Gottlieben. Luftbild, Amt für Umwelt Thurgau
Bild 2: Postkarte, Schloss Gottlieben, Amt für Denkmalpflege Thurgau
Bild 3: Schloss Gottlieben
Bild 4: Schloss Gottlieben, Doris Warger
Bild 5: Fensterdetail Schloss Gottlieben, Corina Rutishauser
Bild 6: Übersicht der Ausgrabung, Eschenz
Bild 7: Holzlagen auf der Ausgrabung, Eschenz
Bild 8: Bauhölzer, Eschenz
Bild 9: Römisches Schreibtäfelchen, Eschenz
Bild 10: Holzkanal, Eschenz

Die Restaurierung der Sandegg nimmt Formen an: Die Anlage ist soweit gesichert, die heruntergefallenen Kugeln der Aussic...
05/08/2026

Die Restaurierung der Sandegg nimmt Formen an: Die Anlage ist soweit gesichert, die heruntergefallenen Kugeln der Aussichtsterrasse gefunden und wieder befestigt, der Sandsteinhirsch von Anton Hünerwadel gereinigt; lediglich das Geweih harrt noch der Neuvergoldung. Dazu wird von der Restauratorin Corina Rutishauser eine gelbe Ölfarbe aufgetragen, damit spätere abgekratzten Stellen der Goldbeschichtung nicht so deutlich sichtbar sein werden.

Die Kellerräume unter der Terrasse, die grossteils zum ehemaligen Schloss Sandegg gehörten, sind gesichert und die ausgebrochene Kellerwand neu aus Beton gegossen.

Römisches Holz in allen Farben und FormenAuf der Ausgrabung in Eschenz (neben dem Parkplatz zur Insel Werd, unter dem Gr...
28/07/2026

Römisches Holz in allen Farben und Formen

Auf der Ausgrabung in Eschenz (neben dem Parkplatz zur Insel Werd, unter dem Grabungszelt; Abb. 1 und 2) finden sich momentan viele verschiedene römische Hölzer. Diese haben sich im feuchten Untergrund rund 2000 Jahre lang gut erhalten. Das Holz wurde zum Beispiel zur Begrenzung der Strasse genutzt. Dafür wurden aus kleinen Pfählen und dazwischen geflochtenen Ruten Faschinenzäune entlang des Strassenrands erstellt (Abb. 3). So blieb der Kieskoffer der Strasse an Ort und Stelle.

Die Bauhölzer gehörten zu Gebäudewänden oder waren Fundamente der Strasse. Die kürzlich entdeckten Hölzer mit ausgearbeiteten Spitzen geben aber noch etwas Rätsel auf (Abb. 4-6, Zeichnung Abb. 6 von Jakob Näf). Wurden sie einst als Palisade gebraucht, oder sind es Gebäudeteile eines Blockbaus? Die Fundlage gibt darauf keinen Hinweis; sie wurden recycelt und zur Terrassierung des Geländes genutzt.

Neben dieser Terrasse wurde das Areal als Abfallhalde genutzt. Im umfangreichen Fundmaterial kam auch die Hälfte eines römischen Schreibtäfelchens zum Vorschein (Abb. 7). Genauere Analysen werden zeigen, ob sich noch Buchstaben entziffern lassen, die in das weiche Holz geritzt worden waren.

Weitere tolle Funde der letzten Zeit waren ein Bergkristall (Abb. 8), eine beinahe komplette Geweihstange eines Hirsches (Abb. 9) sowie der Unterkiefer eines Rindes (Abb. 10).

Wer mehr über die Ausgrabung in Eschenz hören und sehen möchte, kann am Dienstag, 11. August 2026 um 12:15h ins Museum für Archäologie Thurgau zu den Archäologischen Delikatessen über Mittag kommen.
Anmeldung erwünscht, Eintritt frei.

Uralte Steinchen – eine lange GeschichteSeit den 1990er Jahren wird eine kleine Geländekuppe am Ufer des Hüttwilersees r...
22/07/2026

Uralte Steinchen – eine lange Geschichte

Seit den 1990er Jahren wird eine kleine Geländekuppe am Ufer des Hüttwilersees regelmässig von Archäologen abgesucht. Immer wenn das dortige Feld geeggt ist, ziehen die Forscher wie Störche ihre Kreise auf diesem Acker, wie Anfang Juli wieder. Sie sammeln kleinste Feuersteinobjekte auf, die der Regen vorgängig freigespült hat.

Diese mittlerweile über 150 Silexartefakte sind die letzten Überreste von Jagdlagern, die Wildbeutergruppen vor 13'000–11'000 Jahren im Seebachtal zurückgelassen haben. Anhand der Form und der Kantenbearbeitung können Spezialistinnen und Spezialisten Geschossspitzen sowie Werkzeuge wie Stichel oder Kratzer erkennen und diese ins Spätpaläolithikum oder ins Mesolithikum datieren. Die hier abgebildeten Steingeräte gehören zu den ältesten aus dem Kanton Thurgau.

Die Römer und der Wald – dendroarchäologische Untersuchungen zur antiken WaldnutzungWährend der ca. 500-jährigen Präsenz...
08/07/2026

Die Römer und der Wald – dendroarchäologische Untersuchungen zur antiken Waldnutzung

Während der ca. 500-jährigen Präsenz der Römer nördlich der Alpen wurden Wälder stark genutzt und der Holzverbrauch stieg durch intensivierte Bautätigkeit und erhöhten Brennholzbedarf merklich an. Die Römer brachten auch neue Baumarten wie Baumnuss und Esskastanie mit und prägten die Kulturlandschaft nachhaltig.

Vortrag am Dienstag, 14. Juli 2026, von 12:15 bis 13:00 Uhr mit Bernhard Muigg, Spezialist Dendrochronologie, in der Museumslaub an der Freie Strasse 26 in 8510 Frauenfeld.

Foto: Zeichnung aus dem Jahr 1672 durch Pietro Santi Bartoli (1635 - 1700). Sie zeigt ein Bildfeld (Tafel 90) der Trajansäule in Rom (IT),113 n. Chr: Römische Soldaten schlagen Bäume und stapeln Holz. © Royal Academy, Obj.No. 17/1228

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Archäologische Delikatessen
Immer am zweiten Dienstag des Monats findet eine archäologische Mittagspause im Museum statt. Im ersten Teil stellt eine Mitarbeiterin oder ein Mitarbeiter aus dem Amt für Archäologie ein archäologisches Thema vor. Dies kann im Rahmen einer Kurzführung sein oder mit einer kurzen Präsentation. Im zweiten Teil bleibt genügend Zeit für das mitgebrachte Mittagessen, das die Teilnehmenden in der Museumslaube geniessen können.

Riesenbomber in Steckborn – Museum TurmhofVon 1939 bis 1945 tobte der Zweite Weltkrieg. Geschätzt kamen in diesem Konfli...
02/07/2026

Riesenbomber in Steckborn – Museum Turmhof

Von 1939 bis 1945 tobte der Zweite Weltkrieg. Geschätzt kamen in diesem Konflikt über 60 Millionen Menschen um und zahlreiche Siedlungen und Kulturgüter wurden zerstört. Der Thurgau blieb glücklicherweise mehrheitlich verschont. Gewisse Ereignisse von damals haben aber auch in unserer Region archäologische Spuren hinterlassen, wie unter anderem abgestürzte Flugzeuge.

Eine solche Geschichte spielte sich ebenfalls am Untersee in Steckborn ab. Ein Avro Lancaster Bomber wurde beim Versuch die Industrieanlagen in Friedrichshafen zu bombardieren von deutschen Nachtjägern getroffen und stürzte in den Untersee. Die Besatzung konnte sich an Schweizer Ufer retten und wurde interniert. Das Flugzeug versank in den Fluten des Untersees zwischen Steckborn und Gaienhofen.

1954 wurde das Wrack durch Martin Hugo Schaffner (Bomber Schaffner) aus dem See geborgen und in Steckborn ausgestellt. Über 10'000 Personen besuchten die spektakuläre Ausstellung mit dem "Riesenbomber" auf dem Steckborner "Eisfeld".

Diese Geschichte wird aktuell im Museum Turmhof in Steckborn gezeigt, wo ein ehrenamtliches Team das Museum hegt und pflegt. Das Museum ist ein Zeitzeuge seinerseits und ein spannendes Ziel für einen Ausflug an den Untersee.

Die Öffnungszeiten sind jeweils Mittwoch, Samstag und Sonntag von 14 bis 17 Uhr.

Tag der offenen Grabung in EschenzAktuell finden in Eschenz archäologische Grabungen statt. Freigelegt werden Überreste ...
09/06/2026

Tag der offenen Grabung in Eschenz

Aktuell finden in Eschenz archäologische Grabungen statt. Freigelegt werden Überreste der römischen Kleinstadt Tasgetium. Am Samstag, 13. Juni 2026, kann die Grabung zwischen 10 und 17 Uhr besichtigt werden.

Vor über 2000 Jahren bauten die Römer am Ausfluss des Untersees in den Rhein die Kleinstadt Tasgetium (heute Eschenz). Die Ruinen haben sich im Boden erhalten. Dank grundwasserführender Schichten sind auch Konstruktionen aus Holz im Boden konserviert. Aufgrund eines geplanten Neubaus finden seit März in Untereschenz archäologische Grabungen statt. Freigelegt wird eine uferparallele, mehrere Meter breite Kiesstrasse und Teile der beidseitig angrenzenden Reihenhäuser – dabei handelt es sich um einfache Holz-Fachwerk-Gebäude mit Lehmböden. Funde wie Scherben von importierten Gefässen belegen die Anbindung von Tasgetium an das römische Fernhandelsnetz und seine Bedeutung für den regionalen Handel.

Offene Grabung gemeinsam mit dem Römerkastell auf Burg bei Stein am Rhein:
Am Samstag, 13. Juni 2026, ist die Grabung in Eschenz für Besucherinnen und Besucher zwischen 10 und 17 Uhr geöffnet. Archäologinnen und Archäologen geben Auskunft zu den laufenden Untersuchungen, zeigen spannende Funde und erläutern die Analysen an den geborgenen Hölzern. Die Grabung liegt direkt neben dem Parkplatz Insel Werd, am besten ist sie aber zu Fuss oder mit dem Fahrrad zu erreichen.

Ebenfalls am 13. Juni 2026 findet auch ein Tag der offenen Baustelle beim Kastell auf Burg in Stein am Rhein statt. Die Kantonsarchäologie Schaffhausen und die Kirchgemeinde Burg präsentieren mit mehreren Stationen die laufenden Sanierungsarbeiten an der Kastell-Ostmauer und geben Auskunft zum spätantiken Kastell Tasgetium. Es finden auch Führungen in der Kirche statt und der Verein Festungsgürtel Kreuzlingen öffnet den Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg.

Adresse

Freie Strasse 24
Frauenfeld
8510

Öffnungszeiten

Dienstag 14:00 - 17:00
Mittwoch 14:00 - 17:00
Donnerstag 14:00 - 17:00
Freitag 14:00 - 17:00
Samstag 14:00 - 17:00
Sonntag 14:00 - 17:00

Telefon

+41583457400

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