Museum für Archäologie Thurgau

Museum für Archäologie Thurgau Ausgrabungen ∙ Archivierung ∙ Vermittlung

Archäologische Objekte – aus dem Thurgau zurück nach KolumbienDas Amt für Archäologie Thurgau übergibt drei archäologisc...
03/06/2026

Archäologische Objekte – aus dem Thurgau zurück nach Kolumbien

Das Amt für Archäologie Thurgau übergibt drei archäologische Objekte aus präkolumbianischer Zeit der kolumbianischen Botschaft.

Im Amt für Archäologie wurden über Jahrzehnte immer wieder archäologische Objekte aus fremden Ländern abgegeben. Die kantonale Fachstelle ist zwar nur für Thurgauer Archäologie zuständig, doch um das Kulturgut davor zu bewahren, auf der Abfallhalde oder dem Schwarzmarkt zu landen, hat sie Keramik, Waffen und weitere Objekte im Depot bewahrt und gehütet.

Seit einigen Jahren hat sich die Rechtslage geändert und es gibt die Fachstelle "Internationaler Kulturgütertransfer und Raubkunst" im Bundesamt für Kultur (BAK). Diese koordiniert die Rückgabe archäologischer Objekte an die Ursprungsländer.

Das Amt für Archäologie Thurgau hat am Dienstag, 2. Mai 2026, alle internationalen Kulturgüter aus dem eigenen Depot dem BAK übergeben. Die präkolumbianischen Keramiken sind dabei in einer feierlichen Übergabe der kolumbianischen Botschaft zurückgegeben worden.

Fotos:
1: Simone Schmid, Kantonsarchäologin Thurgau, und Francisco Echeverri, Botschafter Kolumbiens in der Schweiz, beim Überreichen der Rückgabedokumente.

2 und 3: Spätantike Amphore, Wrackfund aus dem Mittelmeer, Fundort unbekannt, Foto: AATG

4: präkolumbianische Keramik mit Tiermotiv, Foto: AATG

5: Transportboxen mit den internationalen Objekten, Foto: AATG

6: Foto der Rückgabezeremonie im BAK mit dem kolumbianischen Botschafter

Die Sendung "Schweiz Aktuell" berichtete am 2. Juni über die Rückgabe.
Die Sendung zum Nachsehen, siehe Link in Bio.


Exkursion zur bronzezeitlichen Höhensiedlung Toos WaldiArchäologische Wanderung von Bürglen nach Schönholzerswilen:Auf d...
01/06/2026

Exkursion zur bronzezeitlichen Höhensiedlung Toos Waldi

Archäologische Wanderung von Bürglen nach Schönholzerswilen:
Auf dem markanten Geländesporn Waldi bei Toos lag in der Bronzezeit eine befestigte Höhensiedlung. Die bemerkenswerte Fundstelle sowie die Epoche der Bronzezeit bilden die thematischen Schwerpunkte dieser archäologischen Wanderung. Unterwegs werden verschiedene – zum Teil versteckte – Fundstellen aus dem Mittelalter besucht.
Strecke: 10 km, Steigung: 300 Hm aufwärts / 200 Hm abwärts.
Diese Wanderung ist anspruchsvoll und daher nur für sportliche und trittsichere Personen geeignet. Es wird ein zügiges Tempo angeschlagen, damit wir den vorgesehenen Bus in Schönholzerswilen erreichen.
Mit Judith Kirchhofer und Eva Riediker, Archäologinnen.
Eine Anmeldung ist erforderlich im "Veranstaltungskalender" auf archaeologie.tg.ch.
Detailprogramm und Treffpunkt bei Anmeldung.


Was uns Knochen erzählen können …Archäologie ist (auch) Knochenarbeit! In den letzten Wochen haben wir frühmittelalterli...
29/05/2026

Was uns Knochen erzählen können …

Archäologie ist (auch) Knochenarbeit! In den letzten Wochen haben wir frühmittelalterliche Skelette beprobt – und zwar gleich zweimal.

Für die "ancient DNA"-Untersuchung braucht es ein Fragment des Schädels, und zwar das Felsenbein (pars petrosa). Es ist der härteste Knochen in unserem Körper und der beste Speicher unserer DNA. Damit können wir erfahren, welche Personen auf einem Friedhof miteinander verwandt waren und sogar in welchem Verwandtschaftsgrad. Zusätzlich wissen wir danach, wo die Vorfahren der Person geografisch ungefähr herstammen.

Für die 14C-Beprobung wurden kleine Stücke aus den Oberschenkelknochen herausgesägt. Dort erhalten sich nämlich die Knochenrinde und das wichtige Kollagen am besten. Mit diesen Proben werden wir herausfinden, wann die Person verstorben ist und Hinweise auf die Ernährung der beprobten Individuen bekommen.
Nun fehlen uns nur noch die Backenzähne. Dort sind Informationen zu Herkunft und Mobilität eines Individuums gespeichert: mit den Strontiumisotopen erfahren wir, auf welchem geologischen Untergrund die Nahrungsmittel einer Person gewachsen sind. Sauerstoffisotopen dagegen verraten uns die klimatischen Bedingungen am Herkunftsort. Diese Daten werden dann mit denjenigen des Friedhofsortes verglichen – sind die beiden Werte unterschiedlich, dann hat das Individuum während seines Lebens den Wohnort geändert.

Was uns die Naturwissenschaften heutzutage nicht alles über unsere Vorfahren verraten können!

UNESCO AkteurskonferenzAm 7. Mai 2026 fand im  in Kreuzlingen die alle zwei Jahre stattfindende Akteurskonferenz des UNE...
13/05/2026

UNESCO Akteurskonferenz

Am 7. Mai 2026 fand im in Kreuzlingen die alle zwei Jahre stattfindende Akteurskonferenz des UNESCO Welterbes Pfahlbauten im Bodenseeraum statt. Vertreterinnen und Vertreter von archäologischen Fachstellen, Museen, Vereinen und Gemeinden aus Deutschland, Österreich und der Schweiz trafen sich, um sich zu vernetzen, Erfahrungen auszutauschen und best practice Beispiele vorzustellen. Kurzvorträge und Projektvorstellungen sowie interessante Diskussionen standen auf dem Programm. Ein rundum gelungener Anlass bei herrlichem Wetter im sehenswerten Seemuseum!

Archäologie & AutobahnIm Thurgau war noch 1958 der seit 1923 tätige Karl Keller-Tarnuzzer als velomobiler Kantonsarchäol...
29/04/2026

Archäologie & Autobahn

Im Thurgau war noch 1958 der seit 1923 tätige Karl Keller-Tarnuzzer als velomobiler Kantonsarchäologe unterwegs. Mit der Hochkonjunktur und insbesondere mit dem beginnenden Autobahnbau erhielt die archäologische Forschung Auftrieb. Der Bundesrat liess sich überzeugen, dass das grösste Bauvorhaben der Schweiz das kulturelle Erbe des Landes gefährde, und beschloss 1961, es gehörten Aufwendungen für die Ausgrabungen, die Bergung oder die wissenschaftliche Aufnahme historischer Funde im Trassee künftiger Nationalstrassen zu den Erstellungskosten der Strasse.

Dieser Bundesratsentschluss erwies sich in vielen Kantonen als eine Art Geburtshelfer beim Aufbau der kantonalen Archäologischen Dienste.

2015 wurde dem Amt für Archäologie die Dokumentation von Kurt Widmer, Kulturingenieur ETH, leitender Planer und Ingenieur des Baus der N1 (A1) zwischen Attikon und Wil in den Jahren 1960–1969 übergeben.

Die Digitalisierung des Bestandes ist noch nicht abgeschlossen, jedoch finden sich unzählige visuelle Perlen für breite Interessenskreise: Ingenieur-, Kantons-, Landschaftsgeschichte und nicht zuletzt Automobil- und Baumaschinenkunde.

15/04/2026

Graben in schönster Lage

Geht es um die Wahl einer Immobilie, ist die Lage ein wichtiges Thema. Das wussten offensichtlich schon die alten Römer und bauten in eine florierende Kleinstadt direkt am Rhein. Mit der Wasserstrasse vor den Haustüren und einer Rheinbrücke bestand eine optimale Infrastruktur. Bevor heute ein Neubau an bester Lage entstehen kann, müssen die 2000 Jahre alten Gebäudereste archäologisch untersucht werden. Vor einigen Wochen ist daher in Untereschenz eine weitere Grabungskampagne gestartet, und schon zeigen sich Fundamente aus römischer Zeit …

Archäologische Delikatessen über MittagUNESCO Welterbe Pfahlbauten im Thurgau14. April 2026, Beginn: 12:15 Uhr bis 13:00...
10/04/2026

Archäologische Delikatessen über Mittag
UNESCO Welterbe Pfahlbauten im Thurgau
14. April 2026, Beginn: 12:15 Uhr bis 13:00 Uhr

Vier Thurgauer Pfahlbaufundstellen sind als UNESCO-Welterbe gelistet: Gachnang-Egelsee, Arbon-Bleiche, Eschenz-Insel Werd und Hüttwilen-Nussbaumersee. Ihre aussergewöhnliche Erhaltung im wassergesättigten Untergrund ermöglicht erstaunlich detaillierte Erkenntnisse zu den frühen Bauern in unserer Region. In der Ausstellung können sie in einem ersten Teil der Entwicklung von Landwirtschaft und Viehzucht nachgehen, Zeugen des überregionalen Handels und erstaunliche Innovationen begutachten. In der Museumslaube ist dann in einem zweiten Teil mehr zur Forschungsgeschichte sowie zur Bedeutung des seriellen und transnationalen Welterbes "Prähistorische Pfahlbauten um die Alpen" und daraus folgenden Aufgaben zu erfahren.

Mit Simone Benguerel, Archäologin
Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung via archaeologiemuseum.tg.ch ist erwünscht.

Die "Archäologischen Delikatessen über Mittag" finden immer am zweiten Dienstag des Monats statt. Während eines archäologischen Inputs bleibt genügend Zeit für das mitgebrachte Mittagessen, das die Teilnehmenden in der Museumslaube geniessen können.

Archäologischer Jahresrückblick 2025Der Jahresrückblick 2025 vom Amt für Archäologie des Kantons Thurgau ist mittlerweil...
08/04/2026

Archäologischer Jahresrückblick 2025

Der Jahresrückblick 2025 vom Amt für Archäologie des Kantons Thurgau ist mittlerweile online abrufbar. Im Fokus der Präsentation standen erfolgreiche Prospektionen aus der Luft, im Wasser und an Land. Die 4800 Jahre alte Fällaxt aus Steckborn und eine kleine Keramikscherbe – der älteste Gefässrest aus dem Kanton – waren die heimlichen Favoriten … Viel Vergnügen bei der archäologischen Zeitreise aus dem Jahr 2025!

Das PDF der Präsentation ist auf unserer Website archaeologie.tg.ch abrufbar.

Vom See ins MuseumDas Hafenbecken von Steckborn wurde im Winter 2025/26 ausgebaggert, da der tiefe Wasserstand und Schli...
01/04/2026

Vom See ins Museum

Das Hafenbecken von Steckborn wurde im Winter 2025/26 ausgebaggert, da der tiefe Wasserstand und Schlickablagerungen das Einwassern der Boote erschwerte. Genau an diesem Ort befindet sich die seit Mitte des 19. Jahrhunderts bekannte Pfahlbaufundstelle Turgi. Deshalb führte das Tauchteam des Amtes für Archäologie Thurgau im Frühjahr 2025 vorgängig eine 50 m2 grosse Unterwassergrabung durch, um die Baumassnahmen nicht zu verzögern.

Die freigelegten Schichten bestanden aus Schlick, jungsteinzeitlichen Siedlungsresten und Seekreide. Neben Hauspfählen kamen Tierknochen, Steinwerkzeuge und Keramikscherben zum Vorschein. Spitzenfund war eine fast vollständige Fällaxt. Die Radiokarbon-Datierung des hölzernen Griffs ergab ein Alter von beinahe 4800 Jahren! Für die Beilklinge verwendete man einen «Prasinit », ein hartes, zähes Gestein aus den Bündner Alpen. Allerdings musste man seinerzeit nicht das gesamte Alpenrheintal hochmarschieren, um an dieses Rohmaterial zu gelangen. Solche Steine findet man nämlich auch in den eiszeitlichen Moränen im Raum Steckborn. Für den Griff wählten die Pfahlbauer einen dünnen Eschenstamm. Diese Holzart ist hart und elastisch und erfüllt somit bestens die Anforderungen an einen Werkzeuggriff.

Die Axt von Steckborn-Turgi wurde im Labor des Amtes für Archäologie restauriert und konserviert und kann nun –ein Jahr nach deren Entdeckung – im Museum für Archäologie in Frauenfeld besichtigt werden.

25/03/2026

Animation von .naef des restaurierten frühmittelalterlichen Kamms aus Eschenz

Adresse

Freie Strasse 24
Frauenfeld
8510

Öffnungszeiten

Dienstag 14:00 - 17:00
Mittwoch 14:00 - 17:00
Donnerstag 14:00 - 17:00
Freitag 14:00 - 17:00
Samstag 14:00 - 17:00
Sonntag 14:00 - 17:00

Telefon

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