14/06/2026
Heute ist der nationale feministische Streiktag – ein Tag, der nicht nur die Arbeit von Frauen sichtbar macht, sondern auch fragt, welche Körper das Gewicht unserer Gesellschaften tragen – und zu welchem Preis.
«Labouring Bodies» ist in diesen Fragen verankert. Die Ausstellung rückt diejenigen in den Mittelpunkt, deren Arbeit systematisch aus der Geschichtsschreibung gelöscht wurde: feminisierte und marginalisierte Körper, die putzen, pflegen, gebären, erhalten, organisieren – oft ohne Anerkennung, oft ohne Schutz.
Von der Fabrik zum Büro, vom Webstuhl zum Computer, von der Heimarbeit zur digitalen Datenarbeit zeigt sich: Technologische und wirtschaftliche Entwicklung war nie geschlechtsneutral. Sie beruhte auf der Abwertung repetitiver Tätigkeiten, der systematischen Externalisierung von Sorgearbeit und auf der Aneignung reproduktiver Fähigkeiten.
An einem Tag, der Sichtbarkeit und strukturelle Veränderung einfordert, bietet die Ausstellung einen Raum, um diesen Geschichten zu begegnen, zuzuhören und darüber nachzudenken, wie Arbeit, Sorge und Macht neu verteilt werden könnten.
✊ «Labouring Bodies» – zu sehen bis 8. November 2026
Bild: Juliana Huxtable, COW 3, 2019, © Juliana Huxtable, Courtesy the artist and Reena Spaulings Fine Art, NY; photo: Joerg Lohse