11/08/2026
Sommerfrische is a beautiful concept in German language that describes a summer retreat or escape to the countryside. At the turn of the 20th century, Vienna’s upper class would leave the city for the entire summer, retreating to the mountains to enjoy the fresh air, nature, and a slower pace of life. Even the emporer went on Sommerfrische and so did Sigmund Freud.
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Um die Jahrhundertwende pflegte die gehobene Gesellschaft Wiens die Stadt für den Sommer zu verlassen und sich in die Berge zurückzuziehen, um frische Luft, Natur und ein entspannteres Leben zu genießen. Sogar der Kaiser ging auf Sommerfrische, ebenso wie Sigmund Freud.
Freud urlaubte am Semmering, in Südtirol oder den Dolomiten. Neben Erholung und Zeit mit seiner Familie standen in den Sommermonaten auch Besuche bei Patient:innen außerhalb Wiens, Aufenthalte in Kurorten, Treffen mit Kolleg:innen und die Teilnahme an internationalen psychoanalytischen Konferenzen auf dem Programm.
Auf einem Urlaub im Jahr 1893 besuchte Freud das „Ottohaus“ auf dem Rax-Plateau. Freud behandelte die Tochter des Pächters, Aurelia (Pseudonym „Katharina“) und linderte ihre körperlichen Beschwerden „durch ein einfaches Gespräch“. Der Fall Katharina, veröffentlich in den „Studien über Hysterie“ (1892–1895), trug maßgeblich zur Entwicklung von Freuds Theorien über Hysterie und traumatische Erinnerungen bei.
„Es interessierte mich, dass Neurosen in der Höhe von über 2000 Metern so wohl gedeihen sollten“ (Sigmund Freud, 1895 über den „Fall Katharina“)