23/05/2026
aus/sicht 2.0 (2006/2025-26)
PROJEKTBESCHREIBUNG
Das Kunstprojekt aus/sicht 2.0 für den Ottakringer Kunstpreis 2026, ist eine Weiterentwicklung der audio-visuellen Rauminstallation der Diplomarbeit an der Universität für Angewandte Kunst, für die ich 2006 den Kunsthallenpreis erhalten habe.
aus/sicht (2006):
Die Installation aus/sicht ist ein „spekulatives Aufspüren“ der Kon-
troll-, Disziplinierungs- und Manipulationsmechanismen des ersten angepriesenen, fremdgesteuerten und durchorganisierten Pauschal- urlaubs im Nationalsozialismus.
Diese gesteuerte Freizeit der „Kraft durch Freude“-Organisation, kurz KdF, wurde in den 1930ern von einer privaten Angelegen- heit zu einer staatlichen. Dieses touristische Produkt für breite Bevölkerungsschichten wies bereits alle typischen Merkmale der heutigen modernen Pauschalreiseindustrie auf. Ein fiktiver Panora- ma-Ausblick aus dem „Seebad der 20.000“ in Prora (Rügen) wurde zeichnerisch auf 200 unbedruckten Bierdeckeln umgesetzt.
Eine fiktive Aussicht spannt sich „panoramatisch“ und chronologisch über siebzig Jahre – von 1936, der Grundsteinlegung, bis in die Ge- genwart des Jahres 2006. Die Veränderungen vor Ort, die sich über diese Zeitspanne erstrecken, werden in einem schweifenden Blick des fiktiven Touristen in kleinen Miniszenarien erlebbar gemacht.
(G ezeigt in: Projectspace Kunsthalle Wien anlässlich des Kunsthal- len-Preises 2006, Wien)
aus/sicht 2.0 (2025/26):