25/09/2026
🦴Frage zum : Wo sollten Paläontolog*innen als Nächstes suchen?
Fossilien geben uns Einblicke in längst vergangene Ökosysteme. Doch der Fossilbericht ist alles andere als vollständig. Dass ein Lebewesen überhaupt zum Fossil wird, ist ein seltener Zufall, nur ein kleiner Teil wird tatsächlich überliefert.
Und selbst dort, wo Fossilien erhalten sein könnten, wurde längst nicht überall gesucht. Manche Regionen sind schwer zugänglich, andere bisher kaum erforscht.
Mathias Harzhauser (NHM Wien) und Thomas A. Neubauer (Staatliche Naturwissenschaftliche Sammlungen Bayerns) haben deshalb Fossildaten aus den vergangenen 540 Millionen Jahren ausgewertet. Auf Weltkarten zeigen sie, wo besonders große Lücken bestehen.
🗺️ Die Karten zeigen, wo sich für Paläontolog*innen die Suche nach vergangenem Leben künftig besonders lohnen könnte. Vor allem Ablagerungen aus der jüngeren Erdgeschichte sind in vielen Regionen noch wenig erforscht.
👉 Mehr über die Ergebnisse erfahrt ihr in der Studie in Science Advances: https://www.science.org/doi/10.1126/sciadv.aeh3920
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📸 Bild 1: Naturwissenschaftliche Sammlungen wie die Bayerische Staatssammlung für Paläontologie und Geologie in München sind Archive der Biodiversität, die oft Material aus großteils unerforschten Regionen beherbergen. © SNSB, Karina Hagemann
📸 Bild 2: Kammmuscheln der Art Oopecten gigas (Schlotheim, 1813) aus dem mittleren Miozän von Wiedendorf in Niederösterreich © NHM Wien, Alice Schumacher
📸 Bild 3: Steinkoralle Heliastraea sp. aus dem mittleren Miozän von Pötzleinsdorf bei Wien © NHM Wien, Alice Schumacher
📸 Bild 4: Paläogeografische Karte des mittleren Miozäns vor etwa 15 Millionen Jahren, exemplarisch für eine Zeiteinheit mit vergleichsweise geringer Funddichte aber hohem Potenzial für Neuentdeckungen © NHM Wien