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*** flat1 *** flat1 ist ein Kunstraum in Wien, der seit Januar 2009 wechselnde, thematisch kuratierte Gruppenauss Öffnungszeiten individuell je nach Veranstaltung.

Info laut Einladung.

SCRIPTS OF SELFIzabela Chamczyk, karin maria pfeifer, Sula Zimmerberger12. - 20. Mai 2026Lotna GalleryUl. Marszałkowska ...
16/05/2026

SCRIPTS OF SELF

Izabela Chamczyk, karin maria pfeifer, Sula Zimmerberger

12. - 20. Mai 2026
Lotna Gallery

Ul. Marszałkowska 45/49. Warschau
Wie bestimmt sich der Wert eines Menschen – und insbesondere der Wert einer Frau – in einer Gegenwart, die zwischen Selbstinszenierung, kultureller Prägung und gesellschaftlichen Zuschreibungen oszilliert? Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen, die diese Frage aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und dabei Spannungsfelder zwischen Repression und Selbstermächtigung öffnen.
Die Arbeiten von Izabela Chamczyk, entstanden während ihrer Residenz im Iran 2015, führen in einen Kontext, in dem weibliche Existenz von Widersprüchen geprägt ist: öffentlich verhüllt und kontrolliert, im Privaten jedoch Raum für radikale Selbstinszenierung. Der Ruf „Frau, Leben, Freiheit“ durchbricht diese Dualität – ein Akt des Widerstands, der mit existenziellen Risiken verbunden ist. Chamczyks Videoarbeiten machen diese Ambivalenz sichtbar: zwischen Unsichtbarkeit und Ausdruck, zwischen gesellschaftlicher Kontrolle und individueller Freiheit.
Sula Zimmerberger richtet den Blick auf ein anderes, nicht weniger wirkmächtiges Bild der Frau: das westlich geprägte Ideal makelloser Schönheit. Ausgangspunkt ist eine klassische Porzellanfigurine – alabasterhell, faltenlos, scheinbar zeitlos. Als Druck auf Stoff übertragen, gerät dieses Ideal jedoch in Bewegung: Falten durchziehen die Oberfläche, die Perfektion beginnt zu fließen, zu brechen. Der Vorhang wird zur Schwelle – er lädt dazu ein, den distanzierten Blick zu überwinden und das normierte Bild zu hinterfragen.
Auch Karin Maria Pfeifer verhandelt Fragen von Wert und Identität, jedoch über das Medium des Schmucks. Ihre Arbeiten verweisen auf Objekte, die weniger durch materiellen als durch ideellen Wert bestimmt sind – Erinnerungsstücke, die Zugehörigkeit, Herkunft und Kontinuität verkörpern. Gleichzeitig markieren sie in vielen kulturellen Kontexten eine existentielle Absicherung: von vererbbarer Wertanlage europäischer Gesellschaften bis zum am Körper getragener Überlebensreserve verstoßener indischer Frauen. Schmuck wird so zum Symbol für Bindung und Verlust, für das fortwähren

SCRIPTS OF SELF Izabela Chamczyk, Karin Maria Pfeifer, Sula Zimmerberger 12. - 20. Mai 2026 Lotna /  Tytus Klepacz, Ul. ...
15/05/2026

SCRIPTS OF SELF
Izabela Chamczyk, Karin Maria Pfeifer, Sula Zimmerberger
12. - 20. Mai 2026
Lotna / Tytus Klepacz, Ul. Marszałkowska 45, Warschau

SCRIPTS OF SELF Izabela Chamczyk, Karin Maria Pfeifer, Sula Zimmerberger12. - 20. Mai 2026Lotna GalleryUl. Marszałkowska...
04/05/2026

SCRIPTS OF SELF
Izabela Chamczyk, Karin Maria Pfeifer, Sula Zimmerberger

12. - 20. Mai 2026

Lotna Gallery
Ul. Marszałkowska 45/49. Warschau

Wie bestimmt sich der Wert eines Menschen – und insbesondere der Wert einer Frau – in einer Gegenwart, die zwischen Selbstinszenierung, kultureller Prägung und gesellschaftlichen Zuschreibungen oszilliert? Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen, die diese Frage aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und dabei Spannungsfelder zwischen Repression und Selbstermächtigung öffnen.

Die Arbeiten von Izabela Chamczyk, entstanden während ihrer Residenz im Iran 2015, führen in einen Kontext, in dem weibliche Existenz von Widersprüchen geprägt ist: öffentlich verhüllt und kontrolliert, im Privaten jedoch Raum für radikale Selbstinszenierung. Der Ruf „Frau, Leben, Freiheit“ durchbricht diese Dualität – ein Akt des Widerstands, der mit existenziellen Risiken verbunden ist. Chamczyks Videoarbeiten machen diese Ambivalenz sichtbar: zwischen Unsichtbarkeit und Ausdruck, zwischen gesellschaftlicher Kontrolle und individueller Freiheit.

Sula Zimmerberger richtet den Blick auf ein anderes, nicht weniger wirkmächtiges Bild der Frau: das westlich geprägte Ideal makelloser Schönheit. Ausgangspunkt ist eine klassische Porzellanfigurine – alabasterhell, faltenlos, scheinbar zeitlos. Als Druck auf Stoff übertragen, gerät dieses Ideal jedoch in Bewegung: Falten durchziehen die Oberfläche, die Perfektion beginnt zu fließen, zu brechen. Der Vorhang wird zur Schwelle – er lädt dazu ein, den distanzierten Blick zu überwinden und das normierte Bild zu hinterfragen.

Auch Karin Maria Pfeifer verhandelt Fragen von Wert und Identität, jedoch über das Medium des Schmucks. Ihre Arbeiten verweisen auf Objekte, die weniger durch materiellen als durch ideellen Wert bestimmt sind – Erinnerungsstücke, die Zugehörigkeit, Herkunft und Kontinuität verkörpern. Gleichzeitig markieren sie in vielen kulturellen Kontexten eine existentielle Absicherung: von vererbbarer Wertanlage europäischer Gesellschaften bis zum am Körper getragener Überlebensreserve verstoßener indischer Frauen. Schmuck wird so zum Symbol für Bindung und Verlust, für das fortwährende Neuverhandeln von Wurzeln und Selbstverständnis.

Im Kontext des Jahresprogramms „I'm doing my thing!“ wird deutlich, wie sehr sich feministische Diskurse heute im Spannungsfeld von Emanzipation und Rückschritt bewegen. Zwischen digitalen Selbstbildern, popfeministischen Inszenierungen und wiederkehrenden konservativen Rollenmustern stellt sich auch in der Kunst die Frage, ob Selbstbestimmung tatsächlich eingelöst wird – oder ob sie Teil einer hyperrealen Bildproduktion bleibt, die bestehende Strukturen eher stabilisiert als in Frage stellt.

Die Ausstellung versteht Kunst als einen Raum, in dem diese Widersprüche sichtbar gemacht werden. Sie eröffnet Perspektiven auf Weiblichkeit als Prozess – geprägt von kulturellen Bedingungen, individuellen Entscheidungen und gesellschaftlichen Machtverhältnissen. In diesem Sinne ist „I’m doing my thing“ weniger ein Statement der Autonomie als eine offene Frage: Unter welchen Bedingungen kann Selbstbestimmung heute überhaupt gedacht werden?

LEBENSSCHMERZ PO POLSKUMartyna Czech, Lola Pfeifer, Krzysztof Piętkacurated by Tytus KlepaczGALERIA LOTNA aus WarschauOP...
02/05/2026

LEBENSSCHMERZ PO POLSKU
Martyna Czech, Lola Pfeifer, Krzysztof Piętka
curated by Tytus Klepacz
GALERIA LOTNA aus Warschau
OPENING: 23. April 2026, 19-22h
Die Malerei von Martyna Czech und Krzysztof Piętka entsteht aus der Spannung zwischen privater Erfahrung und Geschichte, zwischen Emotion und Erinnerung. Ihre Arbeiten beschreiben die Wirklichkeit nicht so sehr, wie sie diese durchschneiden – und dabei Schichten aus Schmerz, Scham und Fragilität freilegen. Es ist ein Protokoll existenzieller Spannung –Lebensschmerz, der Schmerz der Existenz.
Obwohl in unterschiedlichen Registern arbeitend, gelangen Czech und Piętka zu ähnlichen Diagnosen des zeitgenössischen Lebens. Ihre Malerei spricht direkt über Gewalt, Trauma und Ungewissheit – über eine Wirklichkeit, die sich Stabilisierung und Erklärung widersetzt.
Im Fall Piętkas ist die Erfahrung des Ortes entscheidend: Der Künstler arbeitet nur wenige Kilometer vom ehemaligen deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau entfernt. Die Erinnerung an diesen Raum durchdringt seine Bilder und kehrt in Form von Landschaft und Spannung zurück.
Die Arbeiten von Czech und Piętka fungieren als emotionaler Seismograph, der die Schwingungen der Erinnerung durch Generationen und Kulturen hindurch registriert. Lebensschmerz– ein romantisch-deutsches Konzept existenziellen Schmerzes – begegnet hier der Erfahrung Mitteleuropas und offenbart eine paradoxe Nähe zwischen slawischen und germanischen Kulturen.
Die Ausstellung wird durch Lola Pfeifers Installation sutaa, sutaa, sutaa, sutaa (2025) erweitert, die den Lebensschmerz in den Bereich zeitgenössischen Spektakels, der Wiederholung und kollektiven Projektion verlagert. Ihre Arbeit tritt in Dialog mit den Gemälden von Czech und Piętka und erweitert deren Reflexion über Schmerz im Kontext zeitgenössischer Erfahrungsweisen.
Lebensschmerz po Polsku ist somit eine Ausstellung über eine gemeinsame europäische Erfahrung der Fragilität – darüber, dass unterhalb verschiedener Sprachen, Mythologien und Narrative dieselbe Frage weiter pulsiert: Wie lebt man in einer Welt, deren Erinnerung schwerer wiegt als die Gegenwart?

27/04/2026

MEET THE CURATOR -
heute 27. April zwischen 14-18h führt Kurator Tytus Klepacz aus Warschau durch die aktuelle Ausstellung: LEBENSSCHMERZ PO POLSKU mit Martyna Czech, Lola Pfeifer, Krzysztof Piętka
im *** flat1 ***
Radetzkystraße 4, 1030 Wien
Artwork: Lola Pfeifer

Tomorrow - Monday, April 27th, 2-6pm, you have the opportunity to meet the curator of the exhibition: LEBENSSCHMERZ PO P...
26/04/2026

Tomorrow - Monday, April 27th, 2-6pm, you have the opportunity to meet the curator of the exhibition:
LEBENSSCHMERZ PO POLSKU with the artists
Martyna Czech, Lola Pfeifer, Krzysztof Piętka -
Tytus Klepacz from GALERIA LOTNA in Warsaw.
Artwork: Martyna Czech

23/04/2026

Widzimy się dziś o 19:00 w Wiedniu 🔥
Krzysztof Piętka Galeria Lotna *** flat1 ***

LEBENSSCHMERZ PO POLSKUMartyna Czech, Lola Pfeifer, Krzysztof Piętkacurated by Tytus KlepaczGALERIA LOTNA aus WarschauOP...
16/04/2026

LEBENSSCHMERZ PO POLSKU
Martyna Czech, Lola Pfeifer, Krzysztof Piętka
curated by Tytus Klepacz
GALERIA LOTNA aus Warschau
OPENING: 23. April 2026, 19-22h

Die Malerei von Martyna Czech und Krzysztof Piętka entsteht aus der Spannung zwischen privater Erfahrung und Geschichte, zwischen Emotion und Erinnerung. Ihre Arbeiten beschreiben die Wirklichkeit nicht so sehr, wie sie diese durchschneiden – und dabei Schichten aus Schmerz, Scham und Fragilität freilegen. Es ist ein Protokoll existenzieller Spannung –Lebensschmerz, der Schmerz der Existenz.
Obwohl in unterschiedlichen Registern arbeitend, gelangen Czech und Piętka zu ähnlichen Diagnosen des zeitgenössischen Lebens. Ihre Malerei spricht direkt über Gewalt, Trauma und Ungewissheit – über eine Wirklichkeit, die sich Stabilisierung und Erklärung widersetzt.
Im Fall Piętkas ist die Erfahrung des Ortes entscheidend: Der Künstler arbeitet nur wenige Kilometer vom ehemaligen deutschen nationalsozialistischen Konzentrations- und Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau entfernt. Die Erinnerung an diesen Raum durchdringt seine Bilder und kehrt in Form von Landschaft und Spannung zurück.
Die Arbeiten von Czech und Piętka fungieren als emotionaler Seismograph, der die Schwingungen der Erinnerung durch Generationen und Kulturen hindurch registriert. Lebensschmerz– ein romantisch-deutsches Konzept existenziellen Schmerzes – begegnet hier der Erfahrung Mitteleuropas und offenbart eine paradoxe Nähe zwischen slawischen und germanischen Kulturen.
Die Ausstellung wird durch Lola Pfeifers Installation sutaa, sutaa, sutaa, sutaa (2025) erweitert, die den Lebensschmerz in den Bereich zeitgenössischen Spektakels, der Wiederholung und kollektiven Projektion verlagert. Ihre Arbeit tritt in Dialog mit den Gemälden von Czech und Piętka und erweitert deren Reflexion über Schmerz im Kontext zeitgenössischer Erfahrungsweisen.
Lebensschmerz po Polsku ist somit eine Ausstellung über eine gemeinsame europäische Erfahrung der Fragilität – darüber, dass unterhalb verschiedener Sprachen, Mythologien und Narrative dieselbe Frage weiter pulsiert: Wie lebt man in einer Welt, deren Erinnerung schwerer wiegt als die Gegenwart?

FINISSAGE: Donnerstag, 22. Januar, 17-20hSula ZimmerbergerBETWEEN STILLNESS AND MOTION OPENING: Samstag, 10. Januar, 19-...
20/01/2026

FINISSAGE: Donnerstag, 22. Januar, 17-20h

Sula Zimmerberger
BETWEEN STILLNESS AND MOTION

OPENING: Samstag, 10. Januar, 19-22h

Die Ausstellung Between Stillness and Motion der Künstlerin Sula Zimmerberger entwirft ein intimes Selbstporträt, das über bloße Abbildung hinausgeht. Im Zentrum steht die Frage, wie Wahrnehmung im Spannungsfeld von Zeit, Raum und Bewegung entsteht – und sich zugleich entzieht.
Ausgangspunkt der gezeigten Arbeiten sind nächtliche Streifzüge. In der Stille der Dunkelheit werden vertraute Eindrücke neu geordnet, verschoben, transformiert. Die Nacht erscheint nicht als Abwesenheit von Licht, sondern als aktiver Wahrnehmungsraum, in dem sich verborgene Facetten zeigen, die dem Tageslicht oft entzogen bleiben.
Fotoserien und Malereien fungieren als visuelle Tagebücher: fragmentarische Archive von Reisen, Begegnungen und alltäglichen Beobachtungen. Ihre Anordnung folgt keiner linearen Chronologie, sondern formt ein Mosaik der Wahrnehmung – offen, nicht-hierarchisch, assoziativ.
Eine Videoarbeit eines im Wind schwankenden Baumes sowie eine im Raum installierte Schaukel verdichten das zentrale Spannungsfeld der Ausstellung: das Oszillieren zwischen Ruhe und Bewegung, Dauer und Moment. Präsenz wird dabei nicht als stabiler Zustand verstanden, sondern als etwas Vorläufiges – flüchtig, performativ und stets vom Verschwinden bedroht.
Between Stillness and Motion lädt dazu ein, sich auf eine verlangsamte, geschärfte Wahrnehmung einzulassen und den Moment als fragile, sich ständig verändernde Erfahrung zu begreifen.
________________________
From: 10 - 22 January 2026
Open: Wed - Fri from 3-6pm

12/01/2026

Adresse

Radetzkystraße 4
Wien
1030

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