27/02/2026
ARTECONT YOUNG ART WEEKS III - VIENNA SURREAL
Vernissage: 04. März 2026 - 19:00
Ausstellung: 05.03.-02.04.2026
PETER RAMSEBNER
Ramsebner arbeitet mit kleinformatigen Holzskulpturen, die mit Kaseinfarbe bemalt sind. Seine Figuren zeigen meist Menschen – oft in Konstellationen, die etwas Inneres nach außen kehren: Menschen mit Schatten, Menschen als Paar, nebeneinander, ausgehöhlt oder in Schräglage. Ausgangspunkt ist der Wunsch, innere Bilder und Reflexionen der Außenwelt sichtbar zu machen. Zentral ist dabei die Spannung zwischen Selbst- und Fremdbild, zwischen Eigenständigkeit und Verbundenheit. Besonders deutlich wird das in den Paar-Skulpturen: Zwei Figuren stehen jeweils für sich, wirken aber unweigerlich als Einheit – und verändern sich im Blick aufeinander. Ramsebner interessiert der Körper als ambivalenter Ort: begrenzt und konkret, zugleich vom Geist durchdrungen und in Beziehungen verstrickt. Die Arbeiten sind präzise und zurückhaltend gearbeitet, oft mit feinem Humor – und behalten dennoch eine Irritation, die nicht erklärt, sondern beobachtet. Genau darin liegt ihre Stärke.
JU SCHNEE
Ju Schnee arbeitet zwischen analog und digital und verbindet Ölmalerei mit Augmented Reality. Ihre Bildwelten sind hell, farbintensiv und energiegeladen, geprägt von abstrakten Formen, starken Texturen und klaren Rhythmen. Auf der Leinwand entstehen biomorphe, intuitive Kompositionen, die weniger eine Geschichte erzählen als einen inneren Zustand verdichten. Farbe wird dabei nicht nur als Fläche eingesetzt, sondern als Material, das Schichtungen, Übergänge und Spannungen aufbaut und die Oberfläche spürbar macht.
Durch Augmented Reality erhält die Malerei eine zusätzliche Ebene: Über eine App wird eine virtuelle Schicht sichtbar, die sich bewegt, Details erweitert und den gemalten Raum weiter öffnet. So wird aus dem statischen Bild eine Erfahrung, die sich je nach Blick und Medium verändert, ohne die Malerei zu ersetzen. Ju Schnee interessiert dieses Zusammenspiel nicht als Effekt, sondern als Erweiterung malerischer Möglichkeiten. Die Arbeiten bleiben unmittelbar und zugänglich und ziehen Betrachter:innen über Farbe, Form und Bewegung direkt in das Bild hinein.