Die Kaisergruft

Die Kaisergruft Unter der Kapuzinerkirche verborgen, liegen die Gebeine der geschichtsträchtigen Familie Habsburg.

Unter der bescheidenen Kirche und dem Kloster des Kapuzinerordens ruhen die Überreste der Herrscherinnen und Herrscher jener Dynastie, in deren Reich einmal die Sonne nicht unterging. Ein Rundgang durch die Kapuzinergruft führt durch 400 Jahre österreichischer und europäischer Geschichte, vom Dreißigjährigen Krieg über Revolutionen bis hin zu ersten Ideen für ein vereintes Europa. Die größten Küns

tler ihrer Zeit gestalteten die Grufträume, auf den Särgen zeugen vielfältige Symbole der Macht vom imperialen Anspruch der Dynastie. Sinnbilder der Vergänglichkeit und des Glaubens spiegeln persönliches Gottvertrauen und Demut vor dem Schöpfer wider. Letztlich berühren jedoch die menschlichen Schicksale hinter den Ämtern, den Triumphen und Niederlagen. Heute ruhen die sterblichen Überreste von 150 Persönlichkeiten in der Kapuzinergruft.

⏳ Geburts- und Sterbetage im Juni / Birthdays and Death Anniversaries in June ⏳01.06.1754 * Ferdinand Karl Anton (Nr.105...
01/06/2026

⏳ Geburts- und Sterbetage im Juni / Birthdays and Death Anniversaries in June ⏳

01.06.1754 * Ferdinand Karl Anton (Nr.105)
01.06.1819 * Franz V (Nr.101)
02.06.1682 * Leopold Joseph (Nr.26)
02.06.1888 * Ferdinand Salvator (Nr.76B)
06.06.1772 * Maria Theresia Karolina (Nr.60)
06.06.1867 † Mathilde (Nr.130)
06.06.1823 * Leopold (Nr.70A)
07.06.1740 † Maria Elisabeth (Nr.48)
08.06.1794 * Karoline Leopoldine (Nr.95D)
09.06.1640 * Kaiser Leopold I (Nr.37)
10.06.1835 * Ferdinand IV (Nr.108)
10.06.1825 * Hildegard (Nr.129)
16.06.1658 † Ferdinand Joseph (Nr.4)
18.06.1679 */† Christine (Nr.13)
19.06.1867 † Maximilian von Mexiko (Nr.126)
22.06.1639 † Philipp August (Nr.12)
24.06.1798 † Marie Christine (Nr.112)
25.06.1791 † Ludovica Francisca Elisabetha (Nr.66A)
29.06.1875 † Ferdinand I (Nr.62)
29.06.1639 † Maximilian Thomas (Nr.11)
30.06.1799 † Karoline Louise (Nr.87C)
30.06.1807 † Joseph Franz (Nr.69A)

🕯 Heute vor 169 Jahren starb Sophie Friederike (Nr.78B), sie wurde 2 Jahre alt. / Today 169 years ago Sophie Friederike ...
29/05/2026

🕯 Heute vor 169 Jahren starb Sophie Friederike (Nr.78B), sie wurde 2 Jahre alt. / Today 169 years ago Sophie Friederike (No.78B) died, at the age of 2. 🕯

Sophie Friederike wurde am 5.3.1855 als erstes Kind von Kaiser Franz Joseph I. (Nr. 142) und Kaiserin Elisabeth (Nr.143) geboren. Namenspatronin war ihre Taufpatin und Großmutter Sophie Friederike (Nr. 137).
Als die kleine Sophie zwei Jahre alt war, unternahm sie mit ihrer Mutter und ihrer 10 Monate alten Schwester eine Reise durch Ungarn. Sophie und Gisela erkrankten an Durchfall, vermutlich Typhus. Während Gisela sich rasch wieder erholte, wurde Sophie immer schwächer – so schwach, dass sie am 29.5.1857 abends um 21:30 Uhr in Ofen verstarb.
Am Folgetag wurde ihr kleiner Körper einbalsamiert, in Silberstoff gehüllt und in der dortigen Schlosskapelle aufgebahrt. Am 1. Juni wurde der Leichnam zum Bahnhof gebracht und nach Wien überführt, wo ein Sechsspänner den Sarg zur Kaisergruft transportierte.
Sophies Sarg ist heute nicht sichtbar, aber laut alten Aufzeichnungen ist er identisch mit dem von Maria Annunziata (Nr.139): ein Kupfersarg mit einfachem Kreuz und Inschriftentafel auf dem Deckel, der auf sechs Füßen ruht. Ursprünglich stand der Sarg neben ihrer Großtante Maria Anna (Nr.63) in der Nische der Ferdinandgruft und später neben ihrer Mutter Elisabeth. Im Zuge der Umgestaltung in den 1960er-Jahren wurde er jedoch in der Mauernische B untergebracht.

(english version)

Sophie Friederike was born on 5.3.1855, as the first child of Emperor Franz Joseph I (No.142) and Empress Elisabeth (No.143). Her namesake was her godmother and grandmother, Sophie Friederike (No.137).
When little Sophie was two years old, she undertook a journey through Hungary with her mother and her 10-month-old sister. Sophie and Gisela fell ill with diarrhea, presumably typhoid. While Gisela recovered quickly, Sophie grew weaker and weaker—so weak that she passed away in Buda (Ofen) on 29.5.1857, at 9:30 pm.
On the following day, her small body was embalmed, wrapped in silver cloth, and laid out in the local palace chapel. On June 1, the remains were brought to the railway station and transferred to Vienna, where a carriage drawn by six horses transported the coffin to the Imperial Crypt.
Sophie’s coffin is not visible today, but according to old records, it is identical to that of Maria Annunziata (No.139): a copper coffin with a simple cross and an inscription plate on the lid, resting on six feet. Originally, the coffin stood next to her great-aunt Maria Anna (No.63) in the niche of the Ferdinand Vault and later next to her mother Elisabeth. However, in the course of the renovation works in the 1960s, it was placed in wall niche B.



Source:
Sophie Friederike, Urheber unbekannt, Wikimedia Commons.
Erzherzogin Sophie von Österreich, 1857, Miklós Barabás, Wikimedia Commons.
Wandnische B, Foto von S. Schmid.

🕯 Heute vor 154 Jahren starb Sophie Friederike (Nr.137), sie wurde 67 Jahre alt. / Today 154 years ago Sophie Friederike...
28/05/2026

🕯 Heute vor 154 Jahren starb Sophie Friederike (Nr.137), sie wurde 67 Jahre alt. / Today 154 years ago Sophie Friederike (No.137) died, at the age of 67. 🕯

Sophie Friederike wurde als Tochter des bayerischen Königs Maximilian I. Joseph und seiner zweiten Gemahlin Karoline Friederike Wilhelmine von Baden geboren. Sie wuchs mit zahlreichen Geschwistern auf, darunter Elisabeth Ludovika von Preußen und Ludovika Wilhelmine von Bayern. Gemeinsam mit Maria von Sachsen bildete sie eines von drei Zwillingspaaren der Familie. Die Erziehung galt als modern und war durch eine für die Zeit ungewöhnlich enge Bindung zu den Eltern geprägt. Trotz dieser persönlichen Nähe herrschten strikte Regeln wie absolute Pünktlichkeit. Sophie galt als so formschön, dass ihr Halbbruder Ludwig I. ihr Porträt in die Schönheitengalerie von Schloss Nymphenburg aufnahm.

Aus politischen Gründen arrangierte ihr Vater die Ehe mit dem österreichischen Erzherzog Franz Karl (Nr.135). Da der eigentliche Thronfolger Ferdinand (Nr.62) aufgrund schwerer Krankheit keine Nachkommen erwarten ließ, nahm Sophie als Gemahlin des zweiten in der Thronfolge eine Schlüsselrolle ein. Die Verbindung wurde durch ihre Halbschwester Karoline Augusta (Nr.61) gefördert, die durch die Heirat zu Sophies Schwiegermutter wurde. Trotz ihrer anfänglichen Abneigung gegenüber dem als einfach gestrickt geltenden Ehemann fand die Hochzeit am 4.11.1824 in Wien statt. Während Franz Karl von seiner Braut begeistert war, fügte sich die 19-jährige Sophie vor allem aus Pflichtbewusstsein in ihr neues Leben und litt anfangs unter starkem Heimweh. Ein Jahr nach der Hochzeit verstarb ihr Vater. In dieser Zeit übernahm ihr Schwiegervater Kaiser Franz II./I. (Nr.57) eine wichtige Rolle und wurde für sie zu einem fürsorglichen Vaterersatz. Durch die spätere Heirat ihres Sohnes Franz Joseph I. (Nr.142) mit ihrer Nichte Elisabeth (Nr.143) wurde Sophie schließlich zur Schwiegermutter der Kaiserin. Damit war Elisabeth nicht nur ihre Nichte, sondern gleichzeitig ihre Schwiegertochter. Die historische Forschung revidiert heute das Bild der „bösen Schwiegermutter“ aus den Sissi-Filmen. Zeitgenössische Briefe belegen ein respektvolles Verhältnis. Sophie befürwortete sogar Elisabeths Engagement in der Kindererziehung.

Nach mehreren Fehlgeburten und Kuren in Bad Ischl gebar Sophie den Thronfolger Franz Joseph sowie die Söhne Maximilian (Nr.126), Karl Ludwig (Nr.122) und Ludwig Viktor. Aufgrund ihrer engen Freundschaft zum Herzog von Reichstadt kam es zu zeitgenössischen Spekulationen über die Vaterschaft ihres Erstgeborenen. In der historischen Forschung gelten diese Gerüchte jedoch als unwahrscheinlich, da Sophie als sehr religiös und pflichtbewusst beschrieben wurde. Ihre Tochter Maria Anna verstarb 1840 bereits im Alter von vier Jahren an Epilepsie. Im Jahr 1855 übernahm sie die Patenschaft für ihre erste Enkelin Sophie Friederike, die jedoch bereits zwei Jahre später verstarb.

In der Revolution von 1848 erwies sich Sophie als politisch treibende Kraft. Sie wirkte am Sturz Metternichs mit und bewog Kaiser Ferdinand zum Thronverzicht sowie ihren Ehemann zum Rückzug. Dadurch konnte ihr Sohn Franz Joseph am 2.12.1848 als 18-Jähriger Kaiser werden. In seinen frühen Regierungsjahren blieb sie seine wichtigste Beraterin und unterstützte eine strenge, neoabsolutistische Politik gegenüber Ungarn.

Durch die Heirat ihres Sohnes mit ihrer Nichte Elisabeth wurde Sophie zudem deren Schwiegermutter. Die historische Forschung revidiert heute das Bild der „bösen Schwiegermutter“ aus den Sissi-Filmen. Zeitgenössische Briefe belegen ein respektvolles Verhältnis. Sophie befürwortete sogar Elisabeths Engagement in der Kindererziehung. Im Jahr 1855 übernahm sie die Patenschaft für ihre erste Enkelin Sophie Friederike, die jedoch bereits zwei Jahre später verstarb.

Ein tiefer Einschnitt in Sophies späterem Leben war die Entscheidung ihres Lieblingssohnes Maximilian, die Kaiserkrone von Mexiko anzunehmen. Die Nachricht von seiner Hinrichtung im Jahr 1867 erschütterte sie tief und ließ sie jeglichen Lebensmut verlieren. Als gebrochene Frau zog sie sich nach Bad Ischl zurück und mied weitgehend den Kontakt zur Öffentlichkeit. Besonders belastend war für sie der Umstand, dass sie nach seinem Tod noch Briefe erhielt, die er kurz vor seinem Ende an sie abgeschickt hatte. Das Bewusstsein ihrer eigenen Machtlosigkeit in dieser Tragödie prägte ihre letzten Jahre.

Sophie überlebte ihren Sohn lediglich um fünf Jahre. Nach einem Besuch im Burgtheater zog sie sich eine schwere Lungenentzündung zu. Nach mehreren Tagen mit hohem Fieber und Herzkrämpfen verfiel sie schließlich in Agonie. Sie entschlief sanft am 28.5.1872 um 2:30 Uhr morgens im Beisein ihrer Söhne Karl Ludwig, Ludwig Viktor und Franz Joseph sowie Elisabeths und ihrer Enkelkinder Rudolf (Nr.144) und Gisela.

Am 29. Mai wurde der Leichnam präpariert und in der Hofburgkapelle aufgebahrt. Da ein neues Verfahren der Leichenkonservierung mittels Formaldehyd die bisher übliche Exenteration der Toten unnötig machte, verbat sich Sophie eine getrennte Bestattung. Drei Tage später wurde sie in der Kaisergruft beigesetzt. Sie ruht dort in einem von A. M. Beschorner in Wien gefertigten Kupfersarg mit Silberverzierungen. Der Sargdeckel ist mit einer Christusdarstellung am Kreuz sowie einer Inschriftentafel versehen. An den Seiten befinden sich Löwenkopfhandhaben mit Ringen und Wappen.

(english version)

Sophie Friederike was born as the daughter of the Bavarian King Maximilian I. Joseph and his second wife Karoline Friederike Wilhelmine of Baden. She grew up with numerous siblings, including Elisabeth Ludovika of Preußen and Ludovika Wilhelmine of Bayern. Together with Maria of Sachsen, she formed one of three pairs of twins in the family. Her upbringing was considered modern and was characterized by an unusually close bond with her parents for that time. Despite this personal proximity, strict rules such as absolute punctuality prevailed. Sophie was considered so beautiful that her half-brother Ludwig I. included her portrait in the Gallery of Beauties at Schloss Nymphenburg.

For political reasons, her father arranged her marriage to the Austrian Archduke Franz Karl (No.135). Since the actual heir to the throne, Ferdinand (No.62), remained childless due to severe illness, Sophie assumed a key role as the wife of the second in line to the throne. The union was promoted by her half-sister Karoline Augusta (No.61), who became Sophie's mother-in-law through the marriage. Despite her initial dislike for her husband, who was considered simple-minded, the wedding took place on 4.11.1824, in Vienna. While Franz Karl was enthusiastic about his bride, the 19-year-old Sophie adapted to her new life primarily out of a sense of duty and initially suffered from severe homesickness. Her father died one year after the wedding. During this time, her father-in-law Emperor Franz II./I. (No.57) took on an important role and became a caring father substitute for her. Through the later marriage of her son Franz Joseph I. (No.142) to her niece Elisabeth (No.143), Sophie eventually became the mother-in-law of the Empress. Thus, Elisabeth was not only her niece but also simultaneously her daughter-in-law. Modern historical research now revises the image of the "wicked mother-in-law" popularized by the Sissi films. Contemporary letters prove a respectful relationship. Sophie even encouraged Elisabeth's involvement in raising the children.

After several miscarriages and health cures in Bad Ischl, Sophie gave birth to the heir to the throne, Franz Joseph, followed by her sons Maximilian (No.126), Karl Ludwig (No.122), and Ludwig Viktor. Due to her close friendship with the Duke of Reichstadt, there were contemporary speculations regarding the paternity of her firstborn. However, in historical research, these rumors are considered unlikely, as Sophie was described as very religious and dutiful. Her daughter Maria Anna died in 1840 at the age of only four from epilepsy. In 1855, she became the godmother of her first granddaughter Sophie Friederike, who died only two years later.

During the Revolution of 1848, Sophie proved to be a driving political force. She played a role in the fall of Metternich and persuaded Emperor Ferdinand to abdicate and her husband to renounce his right to the throne. This allowed her son Franz Joseph to become Emperor as an 18-year-old on 2.12.1848. During his early years of reign, she remained his most important advisor and supported a strict, neo-absolutist policy toward Hungary.

A profound turning point in Sophie's later life was the decision of her favorite son Maximilian to accept the imperial crown of Mexico. The news of his ex*****on in 1867 shattered her deeply and caused her to lose all will to live. As a broken woman, she withdrew to Bad Ischl and largely avoided contact with the public. It was particularly distressing for her that she continued to receive letters from her son after his death, which he had sent shortly before his end. The awareness of her own helplessness in this tragedy shaped her final years.
Sophie survived her son by only five years. After a visit to the Burgtheater, she contracted severe pneumonia. After several days of high fever and heart cramps, she eventually fell into agony. She passed away peacefully on 28.5.1872, at 2:30 a.m. in the presence of her sons Karl Ludwig, Ludwig Viktor, and Franz Joseph, as well as Elisabeth and her grandchildren Rudolf (No.144) and Gisela.

On May 29, the body was prepared and laid out in the Hofburgkapelle. Since a new process of embalming using formaldehyde made the previously common exenteration of the dead unnecessary, Sophie forbade a separate burial. Three days later, she was interred in the Imperial Crypt. She rests there in a copper coffin with silver decorations crafted by A. M. Beschorner in Vienna. The coffin lid features a depiction of Christ on the cross and an inscription plaque. Lion-head handles with rings and coats of arms are located on the sides.



Source:
Sophie Friederike, 1832, J. K. Stieler, Schloss Nymphenburg, Wikimedia Commons.
Kinderbildnis. Franz Joseph am Schoß seiner Mutter Erzherzogin Sophie, nach 1832, J.K. Stieler, ÖNB Inv. Pf 19000 E 301 POR MAG, http://data.onb.ac.at/rec/baa14604932.
Die kaiserliche Familie, 1859, L. Angerer, Wikimedia Commons.
Sophie, Prinzessin von Bayern, L. Angerer, ÖNB Inv. Pf 16250:B (10 c) POR MAG, http://data.onb.ac.at/rec/baa8078165.
Sophie, Przn von Bayern-Zweyb.-Birkenfeld, L. Angerer, ÖNB Inv. Pf 16259:B (8) POR MAG, http://data.onb.ac.at/rec/baa8078231.
Sargfoto S. Schmid.

🕯 Heute vor 96 Jahren starb Rainer Karl (Nr.133), im Alter von 34 Jahren. / Today 95 years ago Rainer Karl (No.133) died...
25/05/2026

🕯 Heute vor 96 Jahren starb Rainer Karl (Nr.133), im Alter von 34 Jahren. / Today 95 years ago Rainer Karl (No.133) died, at the age of 34. 🕯

Rainer Karl (Nr.133) wurde am 21.11.1895 als viertes von insgesamt zehn Kindern des Erzherzogs Leopold Salvator (Nr.132) und der Blanka von Bourbon-Kastilien in Zagreb geboren. Sein Vater war eine vielseitige Persönlichkeit: Er diente als Generaloberst in der Artillerie, war ein begeisterter Ballonfahrer und gilt zudem als Erfinder des Allradantriebs. Während des Ersten Weltkriegs erwies sich der Vater als geschäftstüchtig und gehörte zu den wirtschaftlichen Gewinnern des Konflikts, da er ein lukratives Monopol auf den Handel mit Dörrobst aufgebaut hatte.
In die Fußstapfen seines Vaters tretend, schlug auch Rainer eine militärische Laufbahn ein und diente als Leutnant bei der Artillerie. Nach dem Ende des Krieges trennten sich die Wege der Familie: Während sein Vater nach Barcelona floh, verzichtete Rainer förmlich auf jegliche Thronansprüche, was ihm den Verbleib in Wien ermöglichte. Dort bewohnte er das Palais Toskana, verfügte über Güter in Zagreb sowie Galizien und war im Besitz der Burg Hernstein. Seinen Lebensunterhalt verdiente er jedoch auf ungewöhnliche Weise: Er betrieb eine Autowerkstatt und gründete ein Transportunternehmen, das Filmrollen mittels Motorräder zwischen den Kinos der Stadt auslieferte.
Rainers Leben war zudem von politischen Turbulenzen geprägt. Im Jahr 1921 wurde er in Ljubljana wegen der Fälschung von Pässen verhaftet. Nur ein Jahr später sorgte er erneut für Aufsehen, als er gemeinsam mit seinem Vater nach dem Requiem für Kaiser Karl im Stephansdom eine Demonstration anführte. Dabei forderten sie lautstark, die österreichische Flagge zu Ehren des verstorbenen Kaisers auf halbmast zu setzen, und riefen Parolen wie „Nieder mit der Republik“. Dieses bewegte Leben fand jedoch ein frühes Ende: Im Jahr 1930 verstarb Rainer im Alter von nur 34 Jahren unverheiratet an den Folgen einer Blutvergiftung im Krankenhaus in Wieden.

(english version)

Rainer Karl (Nr.133) was born on 21.11.1895 in Zagreb as the fourth of ten children to Archduke Leopold Salvator (Nr.132) and Blanka of Bourbon-Castile. His father was a multifaceted personality: he served as a Colonel General in the artillery, was an enthusiastic balloonist, and is also considered the inventor of all-wheel drive. During the First World War, the father proved to be quite business-savvy and was among the economic winners of the conflict, having established a lucrative monopoly on the trade of dried fruit.
Following in his father's footsteps, Rainer also pursued a military career and served as a lieutenant in the artillery. After the end of the war, the family's paths diverged: while his father fled to Barcelona, Rainer formally renounced all claims to the throne, which allowed him to remain in Vienna. There, he resided in the Palais Toskana, held estates in Zagreb and Galicia, and owned Hernstein Castle. However, he earned his living in an unusual manner: he ran a car repair shop and founded a transport company that delivered film reels between the city's cinemas using motorcycles.
Rainer's life was also marked by political turbulence. In 1921, he was arrested in Ljubljana for forging passports. Only a year later, he caused a stir again when, following the requiem for Emperor Karl in St. Stephen's Cathedral, he and his father led a demonstration. During this protest, they loudly demanded that the Austrian flag be flown at half-mast in honor of the late Emperor and shouted slogans such as "Down with the Republic." This eventful life came to an early end: in 1930, Rainer died unmarried at the age of only 34 from the consequences of blood poisoning in the hospital in Wieden.



Source:
Erzherzog Leopold (rechts) und Rainer (links) von Österreich-Toskana, 1917, veröffentlicht als Postkarte, Wikimedia Commons.
Rainer Karl, Leopold und Maria Antonia, 1907, veröffentlicht auf einer Postkarte, Wikimedia Commons.
Leopold Salvator von Österreich-Toskana in Uniform mit Gattin Blanka von Castilien und seinen zehn Kindern, 1912, Atelier Adèle, ÖNB Inv: Pf 31147:D (6).
Sargfoto von P. Grubits.

🕯 Gruft-Quiz! 👑Die Kaisergruft ist weltberühmt als Ruhestätte der Habsburger. Viele glauben, mit dem Ende der Monarchie ...
20/05/2026

🕯 Gruft-Quiz! 👑

Die Kaisergruft ist weltberühmt als Ruhestätte der Habsburger. Viele glauben, mit dem Ende der Monarchie 1918 wäre hier Schluss gewesen – doch das stimmt nicht! Die Gruft ist eine Familiengrabstätte, die bis heute genutzt wird.

Wisst ihr, wer die letzte Person war, die hier bestattet wurde? 🤔

• A) Kaiserin Zita
• B) Otto Habsburg
• C) Yolande Habsburg

👇 Schreibt euren Tipp in die Kommentare! Die Auflösung gibt’s in 24 Stunden.

(englisch version)

🕯 Crypt-Quiz! 👑

The Imperial Crypt is world-famous as the final resting place of the Habsburgs. Many believe that everything came to an end here with the fall of the monarchy in 1918—but that’s not true! The crypt is a family burial site that is still in use today.

Do you know who the last person was to be buried here? 🤔
• A) Empress Zita
• B) Otto Habsburg
• C) Yolande Habsburg

👇 Post your guess in the comments! We’ll reveal the answer in 24 hours.

🕯 Heute vor 234 Jahren starb Maria Ludovika (Nr.114), sie wurde 46 Jahre alt. / Today 234 years ago Maria Ludovika (No.1...
15/05/2026

🕯 Heute vor 234 Jahren starb Maria Ludovika (Nr.114), sie wurde 46 Jahre alt. / Today 234 years ago Maria Ludovika (No.114) died, at the age of 46. 🕯

Maria Ludovika (Nr.114) wurde am 24.11.1745 als Tochter von Karl III. von Spanien und Maria Amalie von Sachsen geboren. Sie wuchs mit sechs Schwestern und sechs Brüdern auf, von denen einer später ihre Schwägerin Maria Karolinai (Nr.107) heiratete. Ursprünglich war Maria Ludovika einem anderen Sohn Maria Theresias (Nr.55) versprochen, doch nach dessen frühem Tod im Jahr 1761 wurde der Ehevertrag 1762 mit Peter Leopold (Nr.113) neu geschlossen.
Die Hochzeit fand im August 1765 in Innsbruck statt, wurde jedoch von einem Trauerfall überschattet: Nur wenige Tage nach dem Fest starb ihr Schwiegervater Kaiser Franz Stephan (Nr.56), woraufhin ihr Gatte die Nachfolge als Großherzog der Toskana antrat. In der Folgezeit schenkte Maria Ludovika 16 Kindern das Leben, vererbte ihnen jedoch auch die Veranlagung zur Epilepsie. Dass ihr Ehemann in Florenz nicht zu den treuesten Gatten zählte und sogar einen außerehelichen Sohn mit einer römischen Tänzerin hatte, nahm sie nach den vielen Geburten gelassen hin.
Als ihr Schwager 1790 kinderlos verstarb, wurde ihr Mann Erbe der österreichischen Kronländer und Kaiser. Die Familie übersiedelte nach Wien, wobei auch die Geliebte des Kaisers und sein außerehelicher Sohn in die Nähe der Hofburg zogen. Das Großherzogtum Toskana übernahm indessen der zweite Sohn von Maria Ludovika.
Nach nur zwei Jahren als Kaiserin starb ihr Mann 1792 in ihren Armen. Gezeichnet von einem schweren Brustleiden, folgte sie ihm nur drei Monate später nach. Nachdem sie am 12. Mai die Sterbesakramente empfangen hatte, verstarb sie am 15. Mai um 13 Uhr. Nach der Aufbahrung in der Hofburgkapelle am 17. Mai sowie der Herz- und Intestina-Einsegnung am 18. Mai wurde ihr Leichnam schließlich am 19. Mai beigesetzt. Ihr schlichter Kupfersarg, den ein spanisches Kreuz auf dem Deckel ziert, ruht heute an der Seite ihres Mannes.

(english version)

Born on 24.11.1745, Maria Ludovika (Nr.114) was the daughter of Charles III of Spain and Maria Amalia of Saxony. She grew up with six sisters and six brothers, one of whom later married her sister-in-law, Maria Karolina (Nr.107). Originally, Maria Ludovika was betrothed to another son of Maria Theresia (Nr.55), but following his untimely death in 1761, the marriage contract was renegotiated and signed with Peter Leopold (Nr.113) in 1762.
The wedding took place in August 1765 in Innsbruck, yet the festivities were overshadowed by a bereavement: only a few days after the ceremony, her father-in-law, Emperor Franz Stephan (Nr.56), passed away, whereupon her husband succeeded him as the Grand Duke of Tuscany. In the years that followed, Maria Ludovika gave birth to 16 children, though she also passed on a predisposition for epilepsy to them. She remained unbothered by the fact that her husband was not among the most faithful of spouses in Florence—even fathering an extramarital son with a Roman dancer—having already endured the strain of numerous births.
When her brother-in-law died childless in 1790, her husband became the heir to the Austrian crown lands and Emperor. The family relocated to Vienna. Notably, the Emperor’s mistress and his extramarital son also moved, taking up residence near the Hofburg. Meanwhile, the Grand Duchy of Tuscany was taken over by Maria Ludovika’s second son.
After only two years as Empress, her husband died in her arms in 1792. Weakened by a severe lung ailment, she followed him in death just three months later. After receiving the last rites on 12. May, she passed away on 15. May at 1 p.m. Following her lying-in-state in the Hofburg Chapel on 17. May and the blessing of her heart and viscera on 18. May, her body was finally interred on 19. May. Her simple copper coffin, adorned with a Spanish cross on the lid, now rests beside that of her husband.



Source:
Maria Luisa of Spain, 1770, A. R. Mengs, Wikimedia Commons.
Pietro Leopoldo von Toskana mit Familie im Palazzo Pitti, 1776, J. Zoffany, Wikimedia Commons.
Sargfoto S. Schmid.

💐Wir wünschen allen Müttern einen schönen Muttertag.Wer unseren 36 Müttern Blumen bringen möchte, wir haben heute von 10...
10/05/2026

💐Wir wünschen allen Müttern einen schönen Muttertag.
Wer unseren 36 Müttern Blumen bringen möchte, wir haben heute von 10:00-18:00 offen.
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💐We wish all mothers a wonderful Mother's Day.
If you want to bring flowers for our 36 mothers, we are open from 10-6pm



Source:
Maria Teresa von Portugal mit ihren Stiefkindern Ferdinand Karl und Margareta Sophie - Foto von Ludwig Angerer, 1873, Wikimedia Commons.

🕯 Heute vor 321 Jahren starb Leopold I (Nr.37) im Alter von 64 Jahren. / Today 321 years ago Leopold I (No.37) died, at ...
05/05/2026

🕯 Heute vor 321 Jahren starb Leopold I (Nr.37) im Alter von 64 Jahren. / Today 321 years ago Leopold I (No.37) died, at the age of 64. 🕯

Leopold I. (Nr.37) wurde am 9.6.1640 als zweiter Sohn von Ferdinand III. (Nr.27) und Maria Anna (Nr.22) geboren. Nach dem frühen Tod seiner Mutter und seiner ersten Stiefmutter entwickelte er ein enges Verhältnis zu seiner zweiten Stiefmutter, Eleonore Magdalena (Nr.19). Wie sein Vater war Leopold ein begeisterter Musiker und schuf rund 230 eigene Kompositionen. Er war hochgebildet, sprach fünf Sprachen und interessierte sich für Alchemie sowie das Sammeln von Antiquitäten. Der eher schüchterne und fromme Leopold war ursprünglich für eine geistliche Laufbahn als Bischof von Passau vorgesehen. Dies änderte sich jedoch, als sein älterer Bruder Ferdinand IV. (Nr.29) überraschend verstarb. Nach dem Tod seines Vaters im Alter von 17 Jahren wurde Leopold schließlich ein Jahr später zum Kaiser gewählt.

Mit 26 Jahren heiratete Leopold seine Cousine und Nichte Margarita Teresa (Nr.20). Die harmonische Ehe war von gemeinsamer Kunstliebe geprägt und wurde ein Jahr lang prunkvoll gefeiert, wofür Leopold eigens die Oper „Il Pomo d’Oro“ komponierte. Statt Mätressen zu halten, vertraute der Kaiser auf den Rat geistlicher Berater wie der Kapuziner Marco d’Aviano. Nach wiederholten Fehlgeburten der Kaiserin beschuldigte diese die jüdische Bevölkerung der Hexerei, woraufhin Leopold deren Vertreibung aus Wien veranlasste. Während viele Geflüchtete im Burgenland oder in Berlin Schutz fanden, wurde ihr ehemaliges Viertel in Leopoldstadt umbenannt. Trotz der Vertreibung blieben jüdische Hofaktoren wie Samuel Oppenheimer als Geldgeber für den kostspieligen barocken Lebensstil und die zahlreichen Kriege unverzichtbar. Leopolds gesamte Amtszeit war von militärischen Konflikten gegen Ludwig XIV., die Osmanen und im Spanischen Erbfolgekrieg geprägt.

Je nach Jahreszeit wechselte Leopold mit seinem Hofstaat zwischen der Hofburg, Laxenburg, der Favorita und Kaiserebersdorf. Zur Armutsbekämpfung ließ er in Wien ein Zucht- und Arbeitshaus sowie später ein Großarmenhaus errichten. Nach dem frühen Tod seiner geliebten Margarita Teresa (Nr.20) heiratete er mit 33 Jahren seine Cousine Claudia Felizitas (Nr.24), die jedoch ebenfalls bald verstarb. Seine dritte Ehefrau, Eleonora Magdalena von Pfalz-Neuburg (Nr.32), teilte seine Kunstsinnigkeit nicht. Sie begleitete ihn zwar ins Theater, widmete sich dort jedoch lieber der Bibellektüre als dem Bühnengeschehen.

In den Jahren 1678 und 1679 forderte die Pest in Österreich zahlreiche Opfer. Zum Dank für das Ende der Epidemie stiftete Leopold die Dreifaltigkeitssäule am Graben. Er prägte das Wiener Stadtbild zudem durch den Umbau von Schönbrunn, den Bau des Leopoldinischen Traktes der Hofburg und die Errichtung des Linienwalls. Die hohe Steuerlast und die Rekatholisierung führten jedoch zu Aufständen in Böhmen und Ungarn, die Leopold militärisch niederschlug.
Durch eine strategische Heiratspolitik verband er sich mit dem einflussreichen Haus Pfalz-Neuburg. Diese Allianzen ermöglichten es, die zweite Osmanenbelagerung erfolgreich abzuwehren, während die Kaiserfamilie vorübergehend nach Passau und Linz floh. Unter Feldherren wie Prinz Eugen von Savoyen gewann Österreich Gebiete wie Ungarn und Siebenbürgen hinzu und stieg zur Großmacht auf. Im Alter von 65 Jahren verstarb Leopold schließlich während des Spanischen Erbfolgekrieges in Wien.

Am Freitag nach Ostern, dem 17.4.1705, verschlechterte sich Leopolds Gesundheitszustand. Knapp einen Monat später, am 5.5.1705, legte er die Beichte ab, empfing die Sakramente und entschlief friedlich im Beisein der Kaiserin. Nach der Sektion und Einbalsamierung wurde sein Leichnam in der Hofburg aufgebahrt, damit das Volk Abschied nehmen konnte.
Am 9.5.1705 wurde sein Herz zu den Augustinern gebracht, während der Sarg am Abend in die Kaisergruft überführt wurde. Die Beisetzung der Innereien im Stephansdom erfolgte am 10.5.1705. Der prunkvolle Sarg wird von vier Adlern getragen und ist mit Symbolen wie einem Totenkopf mit Lorbeerkranz, einem Schwert verziert. Auf dem Deckel ruhen ein Polster mit der Kaiserkrone sowie ein Adler, der eine Inschriftenrolle im Schnabel hält.

(english version)

Leopold I (No.37) was born on 9.6.1640 as the second son of Ferdinand III (No.27) and Maria Anna (No.22). Following the early death of his mother and his first stepmother, he developed a close relationship with his second stepmother, Eleonore Magdalena (No.19). Like his father, Leopold was an enthusiastic musician and composed around 230 of his own works. He was highly educated, spoke five languages, and was interested in alchemy as well as collecting antiquities. The rather shy and pious Leopold was originally intended for an ecclesiastical career as Bishop of Passau. However, this changed when his older brother Ferdinand IV (No.29) died unexpectedly. Following the death of his father at the age of 17, Leopold was elected Emperor one year later.

At the age of 26, Leopold married his cousin and niece, Margarita Teresa (No.20). The harmonious marriage was characterized by a shared love of art and was celebrated with baroque splendor for an entire year, for which Leopold specially composed the opera "Il Pomo d’Oro." Instead of keeping mistresses, the emperor relied on the advice of spiritual advisors such as the Capuchin Marco d’Aviano. After the Empress suffered repeated miscarriages, she accused the Jewish population of witchcraft, prompting Leopold to order their expulsion from Vienna. While many refugees found protection in Burgenland or Berlin, their former quarter was renamed Leopoldstadt. Despite the expulsion, Jewish court factors such as Samuel Oppenheimer remained indispensable as financiers for the costly baroque lifestyle and the numerous wars. Leopold's entire reign was marked by military conflicts against Louis XIV, the Ottomans and the War of the Spanish Succession.

Depending on the season, Leopold and his court moved between the Hofburg, Laxenburg, the Favorita and Kaiserebersdorf. To combat poverty, he ordered the construction of a house of correction and labor in Vienna in 1671, followed later by a large almshouse. After the early death of his beloved Margarita Teresa, he married his cousin Claudia Felizitas of Austria-Tyrol (No.24) at the age of 33, but she also died shortly thereafter. His third wife, Eleonora Magdalena of Palatinate-Neuburg (No.32), did not share his love of art. Although she accompanied him to the theater, she preferred to read the Bible there rather than follow the play.

In 1678 and 1679, another plague wave in Austria claimed many victims. In gratitude for the end of the epidemic, Leopold commissioned the Trinity Column on the Graben. He also shaped Vienna's cityscape through the remodeling of Schönbrunn, the addition of the Leopoldine Wing to the Hofburg, and the construction of the "Linienwall" fortifications. However, the heavy tax burden and re-Catholicization led to uprisings in Bohemia and Hungary, which Leopold suppressed militarily. Through a strategic marriage policy, he allied himself with the influential House of Palatinate-Neuburg. These alliances made it possible to successfully repel the second great Ottoman siege, during which the imperial family temporarily fled to Passau and Linz. Under generals such as Prince Eugene of Savoy, Austria acquired territories like Hungary and Transylvania, rising to become a major power. At the age of 65, Leopold died in Vienna amid the War of the Spanish Succession.

On the Friday after Easter, 17.4.1705, Leopold's health deteriorated. Nearly a month later, on 5.5.1705, he made his confession, received the last rites, and passed away peacefully in the presence of the Empress. Following the autopsy and embalming, his body was laid in state in the Hofburg to allow the public to pay their respects. On 9.5.1705, his heart was taken to the Augustinians, while the coffin was transferred to the Imperial Crypt in the evening. The burial of the internal organs in St. Stephen's Cathedral took place on 10.5.1705. The magnificent coffin is supported by four eagles and decorated with symbols such as a skull with a laurel wreath and a sword. Resting on the lid are a cushion with the Imperial Crown and an eagle holding a scroll in its beak.



Source:
Leopold I. in einem Theaterkostüm, 1667, J. Thomas, Wikimedia Commons.
Frans Geffels nach Lodovico Ottavio Burnacini, Innenansicht des Theaters auf der Kurtine während einer Aufführung des Il pomo d’oro von Antonio Cesti, 1668, F. Geffels - Wikimedia Commons.
Plague Column in Vienna. Detail of "The Oath of Fealty to Maria Theresa as Archduchess of Austria on November 22, 1740. From Georg Christoph Kriegl's 'oath of fealty,' Vienna, 1742. (After the original in the Germanic National Museum at Nürnberg.)", Wikimedia Commons.
Statue von Leopold I, Pestsäule am Graben, Foto von T. Ledl- Own work [CC BY-SA 4.0], Wikimedia Commons.
Sargfoto von R. Vanis, S. Schmid.

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