21/06/2026
Bertha von Suttner war die erste Frau, die im Jahr 1905 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde. Bis heute zählt sie zu den wichtigsten Aktivistinnen der Friedensbewegung.
Geboren wurde sie am 9. Juni 1843 als Bertha Gräfin Kinsky von Wchinitz und Tettau in Prag. In den 1870er-Jahren arbeitete sie als Erzieherin der vier Töchter des Freiherrn von Suttner in Wien, begann allerdings eine romantische Beziehung mit dem jüngsten Sohn der Familie, Arthur, und musste daher die Familie verlassen. Gemeinsam lebten sie in Paris, dem Kaukasus und Wien, wo sie heimlich heirateten. Ihren Lebensunterhalt bestritten sie durch das Schreiben.
Von Suttner verfasste ihren Antikriegsroman „Die Waffen nieder!“, der zunächst von vielen Verlagen abgelehnt wurde. 1889 gelang ihr dann mit dem Roman der internationale Durchbruch, das Werk traf den Zeitgeist: Europa war geprägt von einem erstarkenden Nationalismus und Militarismus, was wiederum in vielen Menschen Angst vor einem Krieg auslöste – der Nährboden für pazifistische Bewegungen in mehreren Ländern.
1891 gründete sie die „Österreichische Gesellschaft der Friedensfreunde“, im selben Jahr wurde sie zur Vizepräsidentin des Internationalen Friedensbüros auf dem dritten Weltfriedenskongress in Rom gewählt. 1892 folgte die Gründung der „Deutschen Friedensgesellschaft“.
1905 erhielt Bertha von Suttner aufgrund ihres beständigen Engagements für den Frieden und gegen die Aufrüstung den Friedensnobelpreis. Bertha von Suttner verstarb heute vor 112 Jahren, am 21. Juni 1914, in Wien.