13/02/2026
Es gibt Verlagshäuser und Redaktionen, die besucht man gerne. Die BVZ ist mehr als ein Medium. Die zunehmende Kraft von Regionalmedien, auch international Themen zu platzieren hat sich einmal mehr bewiesen. Danke an Wolfgang Millendorfer für das Gespräch und an den Herausgeber Markus Stefanitsch für das Möglichmachen.
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https://www.bvz.at/burgenland/wirtschaft/europaeische-technologie-software-fuer-den-naechsten-schritt-ktchng-com-zeigt-robotern-die-welt-509818486
zum Nachlesen: https://ktchng.com/presse
EUROPÄISCHES KNOW-HOW Software für den nächsten Schritt: ktchng.com zeigt Robotern die Welt.
Die burgenländische Unternehmerin Petra Augustyn setzt mit ihrer Software Trends und arbeitet an der Entwicklung humanoider Roboter mit. Dabei geht es auch um europäisches Selbstbewusstsein. Gerade erst wurde der „Love your Robot Day“ begangen, und ja, manche danken dann dem vollautomatischen Staubsauger oder ihrem Rasenmäher. Wenn Petra Augustyn von Robotern spricht, dann meint sie tatsächlich humanoide Maschinen, voll ausgestattet mit Künstlicher Intelligenz – und die Augen trainiert vom burgenländischen Unternehmen ktchng.com
Mit der gleichnamigen App haben Petra Augustyn und ihr Team nicht nur eine Software geschaffen, die per Scan alle Objekte erkennt und umfasst, sondern auch eine Community, einen Lifestyle definiert. Es geht vor allem aber auch um wertvolle Daten: „Derzeit schicken wir als Europa unsere Konsumentendaten zu Plattformen in den USA, China und Indien, tagtäglich und völlig gratis“, sagt Augustyn im BVZ-Interview.
Deshalb hat es sich ktchng zur Aufgabe gemacht, die Datenhoheit in Europa zu sichern. Die EU müsse mehr Innovation ermöglichen, junge Unternehmen beim Aufbau eigener Plattformen unterstützen, so Augustyn, „sonst wird sich die europäische Industrie die Daten langfristig für eigene KI-Algorithmen zurückkaufen müssen“.
Mit ktchng und großen Partnern will die Unternehmerin dagegenhalten. Im Burgenland wünscht sie sich mehr Tech-Arbeitsplätze und stärkere Kooperation mit Wien. Der Traum von einem „Quantum-Valley“ scheitere zurzeit an der Infrastruktur, „vorher braucht es Awareness und mehr Strom“, will Augustyn auch die Politik in die Pflicht nehmen: „Mit Windrädern kann man keine Rechenzentren betreiben.“
Zugleich gibt es international eben noch mehr Pläne: die humanoiden Roboter, die in nicht ferner Zukunft quasi „Haushaltsreife“ erreichen sollen, Consumer-Technologie also. Ein deutsches Unternehmen, das in der Roboter-Forschung große Schritte macht, hat ktchng.com an Bord geholt. Mit der dreidimensionalen Objekt-Analyse wird den Robotern die Umgebung „erklärt“. Deep Learning und Physical AI als Chance, meint Petra Augustyn, und das gilt nicht nur für Maschinen.
Da geht die Tech-Unternehmerin gerne auch auf die philosophische Ebene, vor allem beim Thema Künstliche Intelligenz: Angesichts der rasanten Entwicklung der KI müsse man nicht in Panik verfallen, lautet Augustyns einfacher Ansatz. „Im Gegenteil: Die Gesellschaft kann wachsen und auch zeigen, was sie ausmacht!“ Der Umgang mit Künstlicher Intelligenz sei eine gute Gelegenheit für die Menschheit, sich selbst zu hinterfragen: „Wie ist eine Kollaboration mit diesen Systemen in der Zukunft für uns dienlich?“
Die 3D-Objekt-Erkennung, die ktchng.com mit Roboter-Systemen trainiert, ist ein perfektes Beispiel: Die Maschine lernt, was sie sieht, die Umgebung einzuordnen und (menschliche) Abläufe zu verstehen. Vereinfacht gesagt, geht es immer ums Sehen und Erkennen: „Da können wir First-Mover-Advantage erreichen“, sagt Petra Augustyn. Diesen Pioniergeist, den Wettbewerbsvorteil müsse Europa erkennen, fördern, „und nicht mit Reglements hemmen“.
Das führt wieder zurück zum Gedanken der europäischen Zusammenarbeit im Wettbewerb mit den USA, China oder Indien. „Einen neuen Kontext des Miteinanders“, nichts weniger verlangt Augustyn, „nur das bringt uns als Gesellschaft in diesen neuen Zeiten weiter.“
Text: von Wolfgang Millendorfer BVZ
https://ktchng.com
https://www.petraaugustyn.com