29/05/2026
Matthias Krinzinger
PILS MIT Z
26.05.26 - 17.07.26
MO - FR 9.30 - 18.00 Uhr
GALERIE POP UP BAR ABEND
Jeden Donnerstag ein neuer Host.
Jeden Donnerstag ein roter Drink.
Endlich ein Tischfußballspiel, bei dem alle gewinnen… oder verlieren.
Matthias Krinzinger
Wie auch immer, 2011
Sterling Silber
23 x 12 x 32 cm
„Was wir Dada nennen, ist ein Narrenspiel aus dem Nichts, in das alle höheren Fragen
verwickelt sind; eine Gladiatorengeste; ein Spiel mit den schäbigen Überbleibseln; eine
Hinrichtung der posierten Moralität und Fülle.“
- Hugo Ball, 1916
Kontrovers proklamierte der Dadaismus in den 10er Jahren des letzten Jahrhunderts eine
Revolte als Kunstform, die bewusst zu einer Abrechnung mit den damaligen Wertesystemen
aufrief. Auch wenn der aus Tirol stammende und in Wien lebende Künstler Matthias
Krinzinger ad hoc nicht in der aktionistischen Tradition des Dadas steht, bedient er sich der
subtilen Unterwanderung
sublimer Wertvorstellungen. Der Künstler entscheidet nicht über Tod oder Leben, wenn der
Daumen seiner Bronze- bzw. Silberskulptur Wie auch immer (2011/2019) nach oben wie nach
unten zeigt, sondern er entspricht dem allgegenwärtigen Narrenspiel endloser Bewertungs-
Schleifen, die so manifest wie obsolet sind. Der einst lebensentscheidenden Geste folgt die
Entleerung des signifikanten Codes als
selbstreferenzielle Systemkritik, die sich, wie er selbst sagt, buchstäblich in eine konstruktive
Melancholie bündelt, deren Dissens wie Unordnung schon Pragmatik vorangegangener
Avantgardebewegungen war.
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