27/08/2026
Was heute selbstverständlich scheint, war früher oft mit aufwendigen Prozessen verbunden.
So entwickelte der Chemiker Johann Wolfgang Döbereiner beispielsweise Anfang des 19. Jahrhunderts ein Platinfeuerzeug. Um die „Zündmaschine“ zu aktivieren, wurde durch einen Hebel die Reaktion von Zink mit Schwefelsäure in Gang gesetzt. Dabei entstand Wasserstoff, der zu einem sogenannten „Platinschwamm“ strömte. An dessen Oberfläche reagierte der Wasserstoff mit dem Sauerstoff der Luft, wobei Wärme frei wurde und der Wasserstoff sich entzündete.
Langfristig konnte sich die Maschine allerdings nicht gegen andere Feuerzeugmodelle durchsetzen – ganz im Gegensatz zu einer anderen Erfindung, die zur gleichen Zeit populär wurde und durch ihre Einfachheit überzeugte: das Streichholz.
Döbereiner-Feuerzeuge, Kulturhistorische Sammlung, Schaudepot Museum für Geschichte
Foto: Josef Rath, UMJ